Gemeinde der Sehnsucht

Ältere Themen

Gemeinde der Sehnsucht

Beitragvon exkantor » 11.12.2007, 12:52

Durch James Posting angeregt, möchte ich hier gerne Stellungnahmen sammeln, welche Sehnsüchte (Wünsche) man an eine Gemeinde, deren Mitglieder und deren Dienstleiter hat.

Ich nehme jetzt nur einen Punkt heraus und führe ihn auch nicht weiter aus.

1. Tiefgehende, sinnvolle, Geist und Herz bedienende Gottesdienste.

Bitte nur positive Beiträge, was wir nicht wollen, steht hier diesmal nicht zur Debatte.

Der Thread soll/wird von mir moderiert (werden).

ex.
"Dass nur die Neuapostolischen das(die Apostel) wahrnehmen, ist eigentlich ein Betriebsunfall, das soll ja gar nicht so sein. Die sollen in der Mitte der Kirche Christi stehen und nicht am Rande, wie es jetzt ist." (Dr. Reinhard Kiefer)
exkantor
Administrator
 
Beiträge: 1772
Registriert: 02.08.2005, 09:47
Wohnort: Dortmund

Beitragvon P&J » 11.12.2007, 13:27

Eine lebendige Gemeinde

- damit sich jeder einbringen kann,
- alle in ihren unterschiedlichen Gaben und Fähigkeiten angenommen und gefördert werden
- die Liebe Jesu Christi dadurch spürbar wird
- man gern Christsein lebt
- in die jeder gern geht, weil Licht und Hoffnung spür- und erlebbar ist
Es ist besser, ein eckiges Etwas zu sein als ein rundes Nichts.
Friedrich Hebbel
Benutzeravatar
P&J
 
Beiträge: 794
Registriert: 29.04.2006, 17:36

Beitragvon heinrich » 11.12.2007, 13:35

ICH TRÄUME VON EINER GEMEINDE

Ich träume von einer Gemeinde,
in der einer dem anderen hilft,
in der jeder weiß, dass er gebraucht wird,
dass er helfen kann.

Ich träume von einer Gemeinde,
in der Platz ist für alle,
für die Gesunden und für die Kranken,
für die Starken und für die Schwachen,
für die Jugendlichen und für die Alten,
und auch für die, die nichts leisten,
die müde sind und resignieren,
die nicht so leben, wie wir es uns vorstellen.

Ich träume von einer Gemeinde,
in der jeder mit jedem redet,
in der Konflikte fair ausgetragen werden,
in der Mutlose ein offenes Ohr finden,
in der Traurige getröstet werden
und Einsame Freunde finden,
in der es keinen gibt, der nicht verstanden wird,
in der jeder sich freut, dazuzugehören.

Ich träume von einer Gemeinde,
in der das Evangelium so verkündet wird,
dass es den Menschen hilft zu leben,
in der Menschen von Jesu Botschaft so begeistert sind,
dass sie anderen davon erzählen,
in der Menschen an das Evangelium glauben,
weil sie Antwort finden auf ihr Suchen und Fragen.

Ich träume von einer Gemeinde,
in der Gottesdienste Feste sind,
bei denen sich alle wohlfühlen,
bei denen sie Kraft bekommen für ihren Alltag,
bei denen eine richtige Gemeinschaft entsteht,
bei denen jeder mitmachen kann.

Ich glaube an diesen Traum.
Er hilft mir, mich einzusetzen
in meiner Gemeinde,
dass sie eine Gemeinde wird,
in der Jesu Geist lebendig ist.

Verfasser unbekannt,
eingestellt von Heinrich
heinrich
 
Beiträge: 875
Registriert: 13.08.2007, 14:17
Wohnort: 279 m über dem Meer

Beitragvon Randnotiz » 11.12.2007, 13:36

Manchmal hat man die Schnauze
so gestrichen voll, dass man sich am
liebsten verabschieden würde,
von dem ganzen Wahnsinn.
Aber das ist das Leben!
Ich habe Sehnsucht
nach der Stille und dem Schweigen.
Ich hab Verlangen
nach dem schwerelosen Raum.
Ich träum von Wärme
und dem Himmel voller Geigen.
Ich will nur liegen
unterm immergrünen Baum.
Ich schwimm immer noch im Wasser
das so kalt ist und so nass,
und ich suche eine Insel
ohne Traurigkeit und Hass.
Es ist soviel Zeit vergangen,
und die Augen sind schon rot,
und ich spüre das Verlangen,
denn die Träume sind nicht tot!

(Haindling / "Ich habe Sehnsucht")
Nur wer die Fakten kennt, kann sie verdrehen.

(Natural Born Kieler)
Benutzeravatar
Randnotiz
 
Beiträge: 14333
Registriert: 01.02.2003, 11:12
Wohnort: NRW

Beitragvon Uhu-Uli » 11.12.2007, 14:08

Glücklich die Kirche
Glücklich die Kirche,
die nicht sitzt im Rat der Ratlosen;
die sich nur um sich selber dreht.

Glücklich die Kirche,
die nicht die Wege geht der Sünde und Schande-
ohne Sinn und Verstand;
in der sich alles ums das Geld dreht.

Glücklich die Kirche,
die kein Risiko scheut;
die sich selber aufs Spiel setzt-
die die Güte Gottes austeilt an die Armen
mit vollen Händen.

Glücklich die Kirche,
die Lust hat an den Geboten Gottes;
die das Leben auf Leben auf Erden schützt
auf allen Kontinenten.

Glücklich die Kirche,
in der Menschen zusammenkommen
ohne Angst und Furcht;
sie wird zum Ort der Befreiung.

Glücklich die Kirche,
die hungert und dürstet nach Gerechtigkeit;
ihre Sehnsucht wird gestillt.

Glücklich die Kirche,
die durchschaubar ist für Jung und Alt;
in ihr werden wir Gott schauen.
H.-D. Hüsch
Uhu-Uli
 

Dass wir seine Revolution der Liebe verkünden

Beitragvon Uhu-Uli » 11.12.2007, 14:10

Gott sitzt in einem Kirschenbaum
Und ruft die Jahreszeiten weiter aus
Er träumt mit uns den alten Traum
Vom großen Menschenhaus
Wir sind die Kinder die er liebt
Mit denen er von Ewigkeit zu Ewigkeit
Das Leben und das Sterben übt.

Er setzt auf uns
Dass wir aufstehen
Dass wir uns einmischen
Dass wir einander annehmen
Dass wir seine Revolution der Liebe verkünden
Von Haus zu Haus an die Türen nageln
Heiß in die Köpfe reden
In die Herzen versenken
Bis die Seele
wieder ein Instrument der Zärtlichkeit wird
Und die Zärtlichkeit musiziert und triumphiert
Und die Zukunft leuchtet

Hanns Dieter Hüsch
Uhu-Uli
 

Beitragvon trinity » 11.12.2007, 14:12

Religiöse Nachricht - Hanns Dieter Hüsch

Oder der wirkliche Grund der Suche der drei Weisen aus dem Morgenland

Als die Nachricht um die Erde lief,
Gott sei aus der Kirche ausgetreten,
wollten viele das nicht glauben.
„Lüge, Propaganda und Legende“ sagten sie,
bis die Oberen und Mächtigen der Kirche
sich erklärten und in einem so genannten Hirtenbrief
folgendes erklärten:

Wir, die Kirche, haben Gott, dem Herrn,
in aller Freundschaft nahe gelegt,
doch das Weite aufzusuchen und aus der Kirche auszutreten
und gleich alles mitzunehmen, was die Kirche immer schon gestört.
Nämlich seine wolkenlose Musikalität,
seine Leichtigkeit und die Liebe zu den Verrückten und nicht Normalen,
vor allem den Glauben, das sein Geist weht wo er will,
die Hoffnung, dass sich auch was ändern kann, selbst in der Kirche
und vor allem die Liebe, die alles verzeiht und alles vergibt,
die jeden Menschen bedingungslos liebt,
auch wenn ihnen keine Schuld bewusst,
seine Nachsicht und seine fassungslose Milde,
die auch Fünf grad sein zu lassen,
seine gottverdammt Art und Weise alles zu verzeihen und zu helfen,
sogar denen, die keine Steuern zahlen;
seine Vorliebe, die gar nicht an ihn glauben,
für die Schrägen, Schrillen und Skurrilen.
Seine Unlust an Zahlen und Strukturen, seine ökonomische Idiotie, - usw.
Darum haben wir, die Kirche, ihn und seine große Güte
unter Hausarrest gestellt, äußerst weit entlegen,
dass er keinen Unsinn macht und unsre Kreise nicht stört.“


Viele Menschen, als sie davon hörten sagten:
„Ist doch gar nicht möglich! Kirche ohne Gott?
Gott ist doch die Kirche. Gott ist doch die Liebe
und die Kirche ist die Macht
und es heißt: Die Macht der Liebe!
Oder geht es nur noch um die Macht?!“


Andere sprachen: „Auch nicht schlecht, nicht schlecht,
dieser Gott war sowieso nicht zu gebrauchen,
als Werbeträger äußerst ungeeignet.
Dieser Gott kann doch sowieso nichts machen.
Heute läuft doch alles anders.
Und: „Die Kirche hat zur rechten Zeit
das Steuer rum geworfen und die ökonomischen Zeichen anerkannt.“


Doch den größten Teil der Menschen sah man
hin und her durch alle Kontinente ziehn,
und die Menschen sagten: „Gott sei Dank!
Endlich ist er frei. Komm, wir suchen ihn!“

aus: Das Schwere leicht gesagt.
trinity
 

Beitragvon trinity » 11.12.2007, 14:14

(@ Uli: das war jetzt nicht abgesprochen oder imitiert!
Aber das hast Du nun davon, wenn Du Hüsch-CD's verschenkst! Lange her!)
:wink:
trinity
 

Beitragvon philippus » 11.12.2007, 14:15

Dann lass uns Gott suchen, du auf deiner Seite und ich auf meiner;
und wer IHN als erster gefunden hat, der gibt den anderen Bescheid ... :roll:
philippus
 
Beiträge: 2000
Registriert: 01.06.2004, 10:12
Wohnort: Marburg

Beitragvon exkantor » 11.12.2007, 14:41

Nur mal so: Ich wollte keinen Gedichtband herausgeben, sondern konkrete Vorschläge haben. Vielleicht könnte man dann der Kl diese Vorlegen und damit beweisen, dass wir:

a) Die Kirche und den Glauben wichtig nehmen

b) Das wir auch positive Vorschläge geben können anstatt nur zu kritisieren

ex.
"Dass nur die Neuapostolischen das(die Apostel) wahrnehmen, ist eigentlich ein Betriebsunfall, das soll ja gar nicht so sein. Die sollen in der Mitte der Kirche Christi stehen und nicht am Rande, wie es jetzt ist." (Dr. Reinhard Kiefer)
exkantor
Administrator
 
Beiträge: 1772
Registriert: 02.08.2005, 09:47
Wohnort: Dortmund

Beitragvon Gaby » 11.12.2007, 14:41

Wo können wir die Gemeinde der Sehnsucht finden?
Finden wir diese nur in der Organisation Kirche?

Geschichte von Gott

Als Gott nach langem Zögern wieder mal nach Hause ging, war es
schön ; sagenhaftes Wetter ! Und das erste was Gott tat, war :
die Fenster sperrangelweit zu öffnen, um sein Häuschen gut zu lüften.

Und Gott dachte : Vor dem Essen werde ich mir noch kurz die Beine vertreten. Und er lief den Hügel hinab zu jenem Dorf, von dem er genau wußte, daß es da lag.

Und das erste, was Gott auffiel, war, daß da mitten im Dorf während seiner Abwesenheit etwas geschehen war, was er nicht erkannte. Mitten auf dem Platz stand eine Masse mit einer Kuppel und einem Pfeil, der pedantisch nach oben wies.

Und Gott rannte mit Riesenschritten den Hügel hinab, stürmte die monumentale Treppe hinauf und befand sich in einem unheimlichen, naßkalten, halbdunklen, muffigen Raum.

Und dieser Raum hing voll mit allerlei merkwürdigen Bildern, viele Mütter mit Kind mit Reifen überm Kopf und ein fast sadistisches Standbild von einem Mann an einem Balkengerüst. Und der Raum wurde erleuchtet von einer Anzahl fettiger, gelblich-weißer, chamoistriefender Substanzen, aus denen Licht leckte.

Er sah auch eine höchst unwahrscheinliche Menge kleiner Kerle herumlaufen mit dunkelbraunen und schwarzen Kleidern und dicken Büchern unter müden Achseln, die selbst aus einiger Entfernung leicht modrig rochen.

"Komm mal her! Was ist das hier ?"

Was ist das hier ! Das ist eine Kirche, mein Freund.
Das ist das Haus Gottes."

"Aha ... wenn das hier das Haus Gottes ist, Junge,
warum blühen hier dann keine Blumen,
warum strömt dann hier kein Wasser
und warum scheint dann hier die Sonne nicht,
Bürschchen ?!"


"....das weiß ich nicht."

"Kommen hier viele Menschen her, Knabe?"

"Es geht in letzter Zeit etwas zurück."

"Und woher kommt das Deiner Meinung nach?
Oder hast Du keine Meinung?"

"Es ist der Teufel. Der Teufel ist in die Menschen gefahren. Die Menschen denken heutzutage, daß sie selbst Gott sind und sitzen lieber auf ihrem Hintern in der Sonne."

Und Gott lief fröhlich pfeifend aus Kirche auf den Platz. Da sah er auf einer Bank einen kleinen Kerl in der Sonne sitzen.


Und Gott schob sich neben das Männlein, schlug die Beine übereinander und sagte : ".... Kollege !"


Hermann van Veen (1974)

P.S. An exkantor - hat heinrich mit dem eingestellten Text nicht schon recht gut beschrieben, wie Gemeinde sein sollte? Wobei die "richtige/echte" Gemeinschaft in der jeder jeden als gleichwertig akzeptiert m.E. wohl für immer ein Traum bleiben wird :wink:
Zuletzt geändert von Gaby am 11.12.2007, 14:54, insgesamt 1-mal geändert.
Denn in alledem liegt der Anfang des Reiches Gottes, das entstehen soll an der Stelle, an der du stehst. Nicht irgendwo, sondern in dir selbst. (Jörg Zink)
Benutzeravatar
Gaby
 
Beiträge: 3821
Registriert: 01.02.2003, 11:12
Wohnort: St. Andreasberg

Beitragvon heinrich » 11.12.2007, 14:53

Ich wollte ....konkrete Vorschläge haben.


Werter Exkantor,

ist der von mir eingestellte Text „Ich träume von einer Gemeinde“ in Ihren Augen nicht das, was Sie haben wollten :?:

Fragende Grüsse,
Heinrich
heinrich
 
Beiträge: 875
Registriert: 13.08.2007, 14:17
Wohnort: 279 m über dem Meer

Beitragvon exkantor » 11.12.2007, 14:56

Doch. Der bringt es auf den Punkt. Aber zu viel Gedichte und Geschichten bringen das dann auch nicht mehr weiter.

ex.
"Dass nur die Neuapostolischen das(die Apostel) wahrnehmen, ist eigentlich ein Betriebsunfall, das soll ja gar nicht so sein. Die sollen in der Mitte der Kirche Christi stehen und nicht am Rande, wie es jetzt ist." (Dr. Reinhard Kiefer)
exkantor
Administrator
 
Beiträge: 1772
Registriert: 02.08.2005, 09:47
Wohnort: Dortmund

Beitragvon evah pirazzi » 11.12.2007, 15:31

exkantor hat geschrieben:Nur mal so: Ich wollte keinen Gedichtband herausgeben


Lieber Ex,

du stellst ja Ansprüche, aber weil du es bist, will ich mal aufschreiben, was ich mir in einem GD wünschte:

- Predigten möglichst am NT orientiert, ohne selbstherrliche, immer wiederkehrende dogmatische Phrasen, gerne auch mit einfachen Worten

- Wortschale immer im größeren Zusammenhang, am besten mit vorangestellter einleitender Lesung, damit klar wird, in welchem Zusammenhang das herausgegriffene Textwort steht

- ehrliches, demütiges Ringen um das spürbare Wirken des Geistes Gottes am Beginn des GD für das Bemühen, das Wort mit Leben zu füllen

- wechselweise Einbeziehung aller Prediger, nicht nur der am Altar sitzenden

- immer wieder schöne spirituelle Musik unterschiedlichster Art zwischendurch, keine NAK-typischen Apostellieder

- ruhige, innige Abendmahlsfeier, vielleicht auch in Kreisaufstellung, in der jeder mal austeilen darf

- Kein lautstarkes Dankgebet, ob des reichhaltigen Geisteswirkens am Ende der Stunde, da das jeder anders empfindet

- Möglichkeit des Austausches bei einer Tasse Kaffee mit den Predigern über die Predigt nach dem GD, wobei Positives, Unverständliches, aber auch Kritik geäußert werden darf

So ungefähr stelle ich mir einen GD vor, bei dem die Seele die Möglichkeit haben könnte in Schwingungen versetzt zu werden.

:wink: (die Gedichte haben mir aber auch sehr gefallen)
Benutzeravatar
evah pirazzi
 
Beiträge: 1993
Registriert: 01.05.2007, 08:31
Wohnort: Niedersachsen

Nächste

Zurück zu Archiv



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste