Miteinander freuen

Diskussionen und Anregungen zu praktizierter Ökumene in der Neuapostolischen Kirche

Re: Miteinander freuen

Beitragvon manfredo » 23.09.2013, 16:18

Eine noch utopische Idee gemeinsames hl. Abendmahl zu feiern. Denn bisher hat Franziskus den Stammapostel Schneider nicht als den obersten von Gott eingesetzten Geistlichen vor der Welt bekannt. In dessen Händen das Heil für die gesamte Planetenbevölkerung liegt.
Wo die Leitlinien des Evangeliums doch so einfach zu verstehen sind :motz:
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Re: Miteinander freuen

Beitragvon heinrich » 23.09.2013, 18:47

....bisher hat Franziskus JLS nicht als den obersten von Gott eingesetzten Geistlichen vor der Welt bekannt.


Papst Franziskus hat besseres zu tun, als den "obersten Geistlichen der neuapostolischen Kirche" auch nur zu erwähnen.

Ich - als kritischer neuapostolischer Christ - verstehe immer noch nicht, dass hier manche Fories so viel bezüglich des bislang für mich sehr gut rüberkommenden Papst denken, nachdenken und posten.

Nur ein Beispiel: Könnt Ihr Euch vorstellen, dass z.B. der Gebietskirchenpräsident Ehrich in einem uralten Renault 4 mit 300.000 km auf dem Tacho zu einer Kirche fährt, um dort eine Predigt zu halten?

Noch ein Beispiel zu Papst Franziskus: Ihr Bischöfe (NAK Bischöfe bis Stammapostel), mäßigt euch, lebt bitte, was ihr predigt.

Ein toller Satz, fiel mir doch gleich BA a.D. Saur ein - denn dieser residierte auf Kirchenkosten (?) standesgemäß in einer Art Supervilla in Karlsruhe-Durchlach, Rittnertstraße 30.

Als ich dieses Anwesen seinerzeit sah - ich habe es nicht glauben können und war fassungslos.

Aber fahrt selbst hin...

So meine Gedanken zu einem sehr, sehr ernsten Thema,
einen schönen Tag uns allen Morgen,
Heinrich
Die, die stur versuchen, eine Vergangenheit wiederzubeleben, die es nicht mehr gibt, haben einen selbstbezogenen Blick auf die Dinge. Auf diese Weise wird der Glaube eine Ideologie wie andere Ideologien" (Franziskus I.)
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Re: Miteinander freuen

Beitragvon manfredo » 24.09.2013, 14:29

Lieber Heinrich, der Beitrag war nicht zur verunglimfung von Franziuskus gedacht. Mehr gedacht zum nachdenken in Richtung NAK. Franzikus geniesst bei mir hohe Wertschätzung und er ist für mich beispielhaft. Das Franzikus nicht einen Gedanken an die NAk verschwendet ist nicht Vermutung, sondern eher Tatsache.
Seit ihrer Gründung vor 135 Jahren macht die NAK auf exklusiv. Den Höhepunkt ereichte sie mit der Schaffung des Stammapostelamtes 1897.
Sie brachten Bibelstellen aus dem Kontext und legten sie zu ihren Gunsten aus.
Seitdem konnten sie die Finger nicht mehr lassen von einer Lehre die zwingende Heilsnotwendig der Apostel für die übrige Menschheit vorsah. Der Katechismus hat eine erneute Festschreibung vorgenommen
Bisher war im dem christlichen Umfeld keine andere Kirche bereit den Stammapostel zu ihrem heilsnotwendigen Geistlichen zu machen.
Mit dem Anspruch heilsnotwendig zu sein hat die NAK einen Fehler begangen der bittere Folgen nach sich zog.
Sie hat sich dadurch in die Sektenecke gebracht und fristet dieses Dasein seit etlichen Jahrzehnten.
Die Kirchen im christlichen Umfeld werden nie anerkennen das die NAK vor ihnen einen Vorteil vor Gott hat. Die Sonderlehre ist von der Bibel her nicht abzuleiten.
Gedankliche Vordenker im Führungszirkel der NAK haben das erkannt. Aber wie sage ich das den heutigen Gläubigen, ohne das sie die Koffer packen.
Der NAK ist wirklich zu wünschen das sie sich von all ihren Sonderlehren befreien kann. Ablassen kann von Heilsextreme Gedankengüter und einen Platz in der Gemeinschaft der Christenheit findet um zu überleben.

Du weist auf Bez. Apostel Saur i.R hin.
Kürzlich las ich von dem Anwesen des verst. Stammapostel Fehr hoch über den Züricher See .
Im Volksmund Millionärshügel genannt.
Stammapostel Leber i.R. soll auch nicht in Hamburg zur Miete wohnen.
Franziskus könnte für viele ein Vorbild sein, er wohnt im Gästehaus des Vatikans.
.
Zuletzt geändert von manfredo am 24.09.2013, 16:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Miteinander freuen

Beitragvon otto-I » 24.09.2013, 15:10

wenn schon, dann Züricher See :oops:
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Re: Miteinander freuen

Beitragvon manfredo » 24.09.2013, 16:07

Danke, schon geändert.
lg

S. Blatter soll in seiner nächsten Nachbarschaft gewohnt haben. Millionärshügel ist schon sehr aussagekräftig. :D
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Re: Miteinander freuen

Beitragvon Franke » 25.09.2013, 07:03

Guten Morgen manfredo,

sehr gut zusammengefasst und auf den Punkt gebracht, was die Lehre und den Heilsexklusivismus der NAK anbelangt.

Und dennoch, sie versucht es immer wieder an die "Anderen" anzudocken. Was ja im Grunde nicht verwerflich ist... :wink:

Unterzeichnung der St. Galler Erklärung!

http://www.nak-bezirk-sg.ch/

Schon erstaunlich, wie die Schweizer da vorgehen. Versuch mir das gerade für die Gebietskirche Süddeutschland vorzustellen... ne, ich schaff´s nicht. :mrgreen:
So ist Einiges in unsere apostolische Tradition eingegangen, aber wenn man dann mal in der Bibel nachliest, merkt man: „Oh, so wie ich das predige, steht das gar nicht in der Bibel.“
Stap Schneider - AT-Godi, 30.10.2014, Johnnesburg-Towerby (Südafrika)
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Re: Miteinander freuen

Beitragvon manfredo » 25.09.2013, 13:44

Es ist bestimmt als gut anzusehen dass der Bezirksälteste aus St. Gallen für die NAK in Abstimmung mit dem Bezirksapostel die Erklärung zum Religionsfrieden der Kirchen untereinander unterschrieben hat.

Meine Frage: Gilt die Erklärung für alle ansässigen Kirchen in der Schweiz, oder hat sie nur Bezug auf St.Gallen
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Re: Miteinander freuen

Beitragvon Heidewolf » 25.09.2013, 13:54

Ein toller Satz, fiel mir doch gleich BA a.D. Saur ein - denn dieser residierte auf Kirchenkosten (?) standesgemäß in einer Art Supervilla in Karlsruhe-Durchlach, Rittnertstraße 30.


Street view gibt nichts her, Google earth lässt aber schon was ahnen. Das Objekt scheint verkauft zu sein.

Nun ja, Kühnle hatte ja das Faible für Schlitten von Fritz Bischoff geerbt.
Und über die Groschen-Einkünfte der Familie Bischoff hat ja nicht nur M. Koch berichtet.
So sehen dann eben Segenslinien aus.

Insofern passt das ja genau zu dem Muster der vielerlei bekannten, heilsbringenden Gurus.
Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder. Auch sollt ihr niemand auf Erden euren Vater nennen, denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel. (Matthäus 23,8-12)
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Re: Miteinander freuen

Beitragvon eric » 04.10.2013, 10:20

Hallo an die traute Runde.

Ist immer wieder erfrischend, ab und zu mal reinzulesen.

Da ruft der Stammapostel mal auf, nicht die Unterschiede in den Vordergrund zu stellen und dann wird ausgiebig und lustvoll fünf Seitenauf den Unterschied rumgehackt.

Ich habe durch Zufall an diesem Gottesdienst teilgenommen und habe den Aufruf des Stammapostels eigentlich an die Gemeinschaft der Neuapostolischen Kirche verstanden, nicht immer auf den Unterschieden zu insistieren.

ein mir bekannter Priester besuchte eine Glaubensschwester im Krankenhaus. Diese erklärte ihm fröhlich, ihre Zimmernachbarin sei auch christlich. Daraufhin wurde diese Frau ins Gespräch mit einbezogen. Am Ende meinte der Priester, er würde jetzt noch ein Gebet sprechen, ob sie den daran teilnehmen möchte. Die Frau wandte aber ein, sie gehöre einer anderen Konfession an (wahrscheinlich evangelisch - ist hier weit verbreitet). Der Priester zuckte die Schultern und fragte, ob sie an Gott glaube und ob sie an Jesus glaube. Nachdem dies zweimal mit Ja beantwortet wurde meine er, dies seinen doch schon zwei Dinge, die uns verbänden. Daraufhin wurde das gemeinsame Gebet gesprochen und man ging sehr freudig auseinander.

Dies ist das, was ich unter nicht immer auf Unterschiede zu schielen verstehe.

Aber hier wird natürlich wieder das volle Programm abgespult - Exklusivität, Machthunger der Kirchenführung, Konfessionsglaube als Käfig, ja selbst das Sonnenweib wurde als Drohung ausgebuddelt (und auch noch biblisch falsch zitiert - aber wen stören schon solch kleine Schnitzer im heiligen Zorn, gell? :wink: ), weiter ging es mit Versorgungskritik von Ruheständlern.(wahrscheinlich von Leuten, deren Opfergroschen gar nicht verschwendet werden kann, da nichts eingeworfen wird...)

Wie gesagt, das volle Programm. Wird das nicht irgendwann mal langweilig?

Dies ist nicht mehr die Kirche von Niehaus und Krebs. Nochmal zur erinnerung:

-3. Glaubensartikel: Ich glaube an den Heiligen Geist, die eine, heilige, allgemeine, apostolische Kirche.

- Katechismus "Die kirche Christi": Die Kirche Jesu Christi ist vom Herrn selbst auf Erden gestiftet worden.In ihr wird Menschen das Heil zugänglich; ..."

- Stammaposte Schneider in Pforzheim: "zur Kirche Christi gehören alle wahrhaftigen Christen, die getauft sind, einen starken Glauben an Jesus Christus haben; alle, die danach leben, den Herrn bekennen, die sind durch die Wassertaufe in den Leib Christi eingegliedert.“ Deshalb gelte dieses Wort allen Christen. „Alle Christen können sagen: Der Sohn Gottes hat mich so lieb, dass er für mich gestorben ist. Alle Christen können sich freuen, dass der Herr Jesus stärker ist als Hölle und Tod. Alle Christen können sich freuen, dass das Evangelium so einfach ist und dass es so einfach ist, dem Herrn nachzufolgen.“

- Katechismus S.282 "Insofern ist nicht nur dort Kirche Christi, wo das Apostelamt wirkt...,sondern auch in den anderen Kirchen...

Tja, wer nun immer noch argumentiert, es wird noch genauso gelehrt wie zu Bischoffs Zeiten, der muss schon sehr ignorant sein oder in sein Feindbild verliebt.

Schönen Tag noch

eric
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Re: Miteinander freuen

Beitragvon Stellungnehmer » 04.10.2013, 10:30

Danke, lieber eric. Das hast Du wunderbar deutlich gesagt. Aber leider - es wird nichts nutzen, das Anti-NAK-Gen sitzt zu tief :wink:

Ich habe es übrigens schon oft erlebt, und das schon vor 10 Jahren und früher, dass mich bei Krankenbedienungen andere Christen gebeten haben, am Abendmahl teilnehmen zu dürfen. Ich habe es ihnen natürlich nicht verwehrt, und das Vaterunser wurde i. d.R. laut und innig mit gebetet.

Liebe Grüße
vom
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Re: Miteinander freuen

Beitragvon Bert » 04.10.2013, 12:21

Lieber eric,

wenn es wirklich so wäre, dass der Stammapostel die Linie vertritt, die Gläubigen sollten nicht so sehr auf die Unterschiede achten, die zwischen den Religionsgemeinschaften bestehen, sondern sich über die Gemeinsamkeiten freuen, dann wäre es ja gut!

Doch so ist es nun mal nicht. Denn nur wenige Wochen vor jenem GD in Pforzheim hatte der Stammapostel Schneider in einer Ämterzusammenkunft in Afrika (10.6.13 in Angola) die versammelten Amtsträger auf entscheidende Unterschiede besonders hingewiesen, die zwischen der Zugehörigkeit von Gläubigen zur Kirche Christi einerseits und der Zugehörigkeit von Gläubigen zum Erlösungswerk Gottes andererseits bestehe! (Er hat dabei auch noch andere Kategorien von Christen angesprochen, die ich hier mal nicht weiter anführen will.)

Nach Ansicht des Stammapostels, die er in Angola im einzelnen äußerte, gehören zur Kirche Christi alle rite getauften Menschen, die wirklich glauben und Jesus Christus als ihren Herrn bekennen. Was er unter 'wirkliches Glauben' versteht, drückte er so aus: 'nach dem Evangelium Jesu Christi leben' und 'das Evangelium Jesu Christi umsetzen'.

Damit sind aber diese Christen, wiewohl sie ja nun durch den Stammapostel als die bezeichnet sind, die alles tun, was Jesus Christus in seinem Evangelium gelehrt hat, nach seiner Meinung aber keineswegs Angehörige des Erlösungswerks Gottes!

Dieses definiert er nämlich so: 'Erlösungswerk Gottes ist das Werk, das von den (neuapostolischen) Aposteln geleitet wird, in welchem Seelen auf den Tag des Herrn vorbereitet werden'. Um dem göttlichen und allein den Aposteln (der NAK) zur Leitung anvertrauten Erlösungswerk anzugehören, brauche es nicht nur der Taufe der Seelen, sondern sie müßten auch (durch die Apostel) versiegelt sein, und sie müßten nicht nur ein guter Christ sein - also nach dem Evangelium leben - und Jesus Christus als ihren Herrn bekennen, sondern sie müßten auch (unter der Wirkskamkeit der Apostel) eine neue Kreatur in Christus werden! Wer nur der Kirche Christi im vorgenannten Sinne, nicht aber dem Erlösungswerk Gottes unter der Leitung der Apostel angehöre, sei dem biblisch benannteen 'Sonnenweib' zuzurechnen.

D.h. : In Angola vor den Amtsträgern hat Stammapostel Schneider beim Blick auf die Christen - anders als in Pforzheim - auf den wahren Kern der neuapostolischen Lehre deutlich aufmerksam gemacht, die gerade von Unterschieden zwischen jenen 'wirklichen' Christen (die nach dem Evangelium leben) und neuapostolischen Christen des Erlösungswerks, getragen ist, Unterschiede, auf die es ankommen werde, ob eine Seele vom Herrn angenommen werde oder zurückbleiben müsse. Also danach haben alle Christen, auch die in der NAK, die sich nicht durch die Apostel dieser Kirche in dem ihnen zur Verwaltung übertragenen Erlösungswerk bereiten lassen, ganz schlechte Karten!

Warum, so darf gefragt werden, sollten jene nach Meinung der NAK von der Annahme Jesu ausgeschlossenen 'wirklichen' Christen sich denn zusammen mit den neuapostolischen Angehörigen des Erlösungswerks, die von Jesus angenommen werden können, freuen? Die vorhandenen Gemeinsamkeiten erscheinen danach doch gegenüber dem, was dem 'Knäblein' eigen ist, völlig unzureichend zu sein. :mrgreen:

Vielleicht kannst du eine Antwort darauf geben?

M.E. ist es doch so: Die NAK hat sich zwar hinsichtlich der Definition Kirche Christi gegenüber früher verändert, nicht aber in der Frage, wer vom Herrn, wenn er kommt, angenommen wird, und auf diese Frage allein kommt es entscheidend an; sie ist wie eh und je beantwortet: es bedarf des neuap. Apostelamtes, um zur Brautwürde kommen zu können. Alles andere Bemühen in einem 'wirklichen' Glauben an Gott, Jesus Christus, den heiligen Geist und das Evangelium sieht die NAK im Hinblick auf den Tag des Herrn als unzureichend an. Damit stellt die NAK m.E. höhere Forderungen an die Braut Jesu Christi als der Bräutigam, Jesus Christus, selbt. :shock:

Grüße
Bert

Siehe auch: Klick (Bezahlartikel) sowie hier Klack
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Re: Miteinander freuen

Beitragvon Bert » 04.10.2013, 12:27

Stellungnehmer hat geschrieben:Danke, lieber eric. Das hast Du wunderbar deutlich gesagt. Aber leider - es wird nichts nutzen, das Anti-NAK-Gen sitzt zu tief :wink:

Ich habe es übrigens schon oft erlebt, und das schon vor 10 Jahren und früher, dass mich bei Krankenbedienungen andere Christen gebeten haben, am Abendmahl teilnehmen zu dürfen. Ich habe es ihnen natürlich nicht verwehrt, und das Vaterunser wurde i. d.R. laut und innig mit gebetet.

Liebe Grüße
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Lieber Stellungnehmer,

das NAK-Gen sitzt aber auch tief. :wink:

Nun ja, du magst das ja sehen, wie du möchtest. Über die Details dürftest du ja durch das MRS des BAp B. für Oktober 2013 informiert sein; ich habe es - über Umwege - auch erhalten.
Wie ich lese, sind die Empfänger des MRS gebeten, die Ausführungen des Stammapostels mit Freuden zu lesen.

Also freue dich über die Unterschiede!

Liebe Grüße
Bert
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Re: Miteinander freuen

Beitragvon Peter B aus E » 04.10.2013, 19:58

eric hat geschrieben:Hallo an die traute Runde.

Ist immer wieder erfrischend, ab und zu mal reinzulesen.

Da ruft der Stammapostel mal auf, nicht die Unterschiede in den Vordergrund zu stellen und dann wird ausgiebig und lustvoll fünf Seitenauf den Unterschied rumgehackt.

Ich habe durch Zufall an diesem Gottesdienst teilgenommen und habe den Aufruf des Stammapostels eigentlich an die Gemeinschaft der Neuapostolischen Kirche verstanden, nicht immer auf den Unterschieden zu insistieren.

ein mir bekannter Priester besuchte eine Glaubensschwester im Krankenhaus. Diese erklärte ihm fröhlich, ihre Zimmernachbarin sei auch christlich. Daraufhin wurde diese Frau ins Gespräch mit einbezogen. Am Ende meinte der Priester, er würde jetzt noch ein Gebet sprechen, ob sie den daran teilnehmen möchte. Die Frau wandte aber ein, sie gehöre einer anderen Konfession an (wahrscheinlich evangelisch - ist hier weit verbreitet). Der Priester zuckte die Schultern und fragte, ob sie an Gott glaube und ob sie an Jesus glaube. Nachdem dies zweimal mit Ja beantwortet wurde meine er, dies seinen doch schon zwei Dinge, die uns verbänden. Daraufhin wurde das gemeinsame Gebet gesprochen und man ging sehr freudig auseinander.

Dies ist das, was ich unter nicht immer auf Unterschiede zu schielen verstehe.

Aber hier wird natürlich wieder das volle Programm abgespult - Exklusivität, Machthunger der Kirchenführung, Konfessionsglaube als Käfig, ja selbst das Sonnenweib wurde als Drohung ausgebuddelt (und auch noch biblisch falsch zitiert - aber wen stören schon solch kleine Schnitzer im heiligen Zorn, gell? :wink: ), weiter ging es mit Versorgungskritik von Ruheständlern.(wahrscheinlich von Leuten, deren Opfergroschen gar nicht verschwendet werden kann, da nichts eingeworfen wird...)

Wie gesagt, das volle Programm. Wird das nicht irgendwann mal langweilig?

Dies ist nicht mehr die Kirche von Niehaus und Krebs. Nochmal zur erinnerung:

-3. Glaubensartikel: Ich glaube an den Heiligen Geist, die eine, heilige, allgemeine, apostolische Kirche.

- Katechismus "Die kirche Christi": Die Kirche Jesu Christi ist vom Herrn selbst auf Erden gestiftet worden.In ihr wird Menschen das Heil zugänglich; ..."

- Stammaposte Schneider in Pforzheim: "zur Kirche Christi gehören alle wahrhaftigen Christen, die getauft sind, einen starken Glauben an Jesus Christus haben; alle, die danach leben, den Herrn bekennen, die sind durch die Wassertaufe in den Leib Christi eingegliedert.“ Deshalb gelte dieses Wort allen Christen. „Alle Christen können sagen: Der Sohn Gottes hat mich so lieb, dass er für mich gestorben ist. Alle Christen können sich freuen, dass der Herr Jesus stärker ist als Hölle und Tod. Alle Christen können sich freuen, dass das Evangelium so einfach ist und dass es so einfach ist, dem Herrn nachzufolgen.“

- Katechismus S.282 "Insofern ist nicht nur dort Kirche Christi, wo das Apostelamt wirkt...,sondern auch in den anderen Kirchen...

Tja, wer nun immer noch argumentiert, es wird noch genauso gelehrt wie zu Bischoffs Zeiten, der muss schon sehr ignorant sein oder in sein Feindbild verliebt.

Schönen Tag noch

eric


Nun, Eric
Ein allgemeiner Aufruf zur Freude ist und bleibt eine Phrase.
Es lohnt sich immer , die Sinnhaftigkeit der gesprochenen Worte zu überprüfen. Dabei ist es egal,wer sie ausspricht.

Der trennende Ärger, von dem JLS spricht- den haben wir in unserer Kirche ( NAK ) hausgemacht und gepflegt.Im besonderen in Predigten, bis weit nach Niehaus und Krebs.
Bis in die jüngste Zeit.
Der wohl schlimmste Ärger in die trennde Richtung wurde von W.Drave in jüngster Zeit produziert.

Ich erinnere an den weinenden Güttinger ? Bei dem sich Stammap. Leber entschuldigte.

Im übrigen sprechen Formulierungen wie " .. die Kirche Niehaus und Krebs " Bände.

Des weiteren spricht Dein Beispiel- mit dem Priester- FÜR die Dame mit dem wahrscheinlich evangelischen Glauben!Nicht für den Priester .
An der Basis steht die Problematik der Unterschiede und Gemeinsamkeiten gar nicht so extrem.

Erst durch das " Segens- Macht- Auftrag - Verwaltungsgerangel " in den oberen Chargen -
entsteht Trennung und Abgrenzung der Christen untereinander. Und der Ärger darüber.

Wer hat es also in der Hand,für Freude zu sorgen?

meint,ohne den Anspruch-
tatsächlich verstanden zu werden
-Peter B
Mit Toleranz definiert man die Feigheit,jemand mal ordentlich die Meinung zu geigen ( Rainer Sarkasmus )
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Re: Miteinander freuen

Beitragvon eric » 04.10.2013, 20:02

Danke Bert für Deine Ausführungen.

Dein Link ist ja sowas von objektiv... :D Da gibt es subtile Hinweise, wie man die welt sehen soll ( Stammapostel läßt sich aus). Neuapostolen (schöner Begriff übrigends) biegen sich Aussagen zurecht. Aber auch den Holzhammer der "Sektenplattform" (ja, dad mus) darf nicht fehlen.

Ja, es ist immer wieder putzig, wenn die "Sektenkeule" rausgeholt wird. Das ist so unterirdisch primitiv, das sich eigendlich jedes eingehen darauf schon aus Höflichkeit verbietet. Auf dieses Niveau müsste ich mich erst einmal runtersaufen. :twisted: (Das in den Komentaren die Offenbarung nach Johannes als das "Geschreibsel eines Dauerbekifften" beschrieben wird, nun ja nicht meine Baustelle)

Also lassen wir mal die messerscharfen Interpretationen dieses Schreiberlings beiseite, die Du da anbietest und gehen auf den O-Ton des Stammapostels ein, der ja wenigstens dankenswerterweise angeboten wird.

Das ist ja nun nicht wirklich neu. Wenn der Stammapostel ermutigt, sich über gemeinsames zu freuen, und die Unterschiede nicht überzubetonen, dann sagt er damit ja nicht, das es keine Unterschiede gibt. Natürlich gibt es diese Unterschiede in den Lehren der verschiedenen Konfessionen. Was erwartest Du eigentlich? Das der Stammapostel sich hinstellt und verkündet, die Heilige Versiegelung, die Freisprache von Sünden und die Naherwartung des Herrn zur Heimholung der Braut ist nur Folklore? April,April?
Das diese Dinge Lehre der Neuapostolischen Kirche sind ist doch nun wirklich nicht neu.

Konfesionelle Ökumene ist m.E. eh deutlich überbewertet. Es kommt entscheidend darauf an, wie auf der Ebene der Gläubigen vernünftig miteinander umgegangen wird. Und da wirbt der Stammapostel speziell in Deutschland (hat er so in Pforzheim explizit gesagt) für ein entspannteres Umgehen miteinander. Und zwar hautsächlich an die Adresse der neuapostolischen Gläubigen. Da gibt es ja durchaus noch ein paar, die andere Kirchen rigoros ablehnen.


Und ich darf die versichern, wenn ich (wie vor zwei Wochen passiert) mit dem hiesigen evangelischen Pfarrer eine Unterhaltung über den Zustand der Christenheit im allgemeinen hatte, so dachte ich nicht ein einziges Mal: "pah, maximal Sonnenweib!" 8)

Du wirst mir sicherlich zustimmen, wenn ich meine, das die Begriffe "Sonnenweib", "Knabe" und "Drache" Bilder sind, die eine im günstigsten Fall eine Zukunft beschreiben, die wir uns praktisch mit unserem menschlichen Geist nicht vorstellen können. Unser Katechismus versucht eine Deutung, ob sie richtig ist werden wir einmal sehen.
Aber genauso sinnvoll können wir diskutieren, wieviel Engel auf einer Nadelspitze Platz haben.

Ja, ich glaube an die Wiederkunft Jesu. Die meisten Christen auch, denke ich. Allerdings um zu richten die Lebenden und die Toten (so zumindest im katholischen Glaubensbekenntnis). Ich an die Heimholung der Brautgemeinde. Das heißt doch wohl, das wir auf zwei verschiedene Dinge warten. Wie auch immer, das ist eine eher akademische Diskussion, die im praktischen Leben im Umgang miteinander aber nicht bestimmend sein soll.

Das Problem mit dem Messias ist zwischen Juden und Christen ja ähnlich. Ein Rabbi schlug als Lösung mal augenzwinkernd vor: "Ihr Christen glaubt, das der Messias schon da war, wieder weg ist und wiederkommen wird. Wir Juden glauben, das er noch nicht da war aber kommen wird. Stellen wir doch das mal zurück und warten auf sein kommen. Dann werden wir ihn leise fragen - Warst du schon mal da?..."

So ähnlich könnten wir Christen es ja mit dem Wiederkommen Jesu halten. Nur so als Vorschlag. :wink:

Liebe Grüße

eric
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