Schröter-Forderung nachgegeben

Diskussionen und Anregungen zu praktizierter Ökumene in der Neuapostolischen Kirche

Schröter-Forderung nachgegeben

Beitragvon peter.pan » 14.06.2010, 20:06

Schröter-Forderung nachgegeben meldet gk :arrow: KLICK

NAKI meldet :arrow: Geschichtspapier wird aus dem Internet entfernt

Auch „Netzwerk Apostolische Geschichte“ meldet :arrow: Strittiges Geschichtspapier wurde aus dem Internet entfernt

Dank auch hier besonders an den Theologen und Jenaer Oberbürgermeister Dr. A. Schröter (nach eigenen aussagen apostolischer lutheraner) für seine nachdrückliche bitte auf dem ÖKT dieses Drave-Geschichtspapier aus dem Netz zu nehmen. Dank auch an die, die es Verstanden haben!
Vielleicht besteht auch mal die Möglichkeit für einen Runden Tisch einen moderaten Moderator wüsste ich da sofort zu nennen.
Und wie schloss Dr. A. Schröter auf dem ÖKT seine Ansage: „Halleluja“
Man darf ja mal Träumen, auch wenn es mehr Albträume sind.
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Re: Schröter-Forderung nachgegeben

Beitragvon johnnelsonjun » 14.06.2010, 20:53

Stap. Leber hat geschrieben:Ich will zum 50. Todestag von Stammapostel Bischoff ein weiteres Zeichen der Versöhnung setzen. Zwar ist die von der AG Geschichte ausgearbeitete Gesamtschau über die Jahre 1938-1955 nach wie vor ein wichtiger Bestandteil unserer eigenen Geschichtsaufarbeitung, sie soll jedoch kein Zankapfel bleiben. Wir haben es gut gemeint und auf dem Boden von Archivmaterial eine Bewertung vorgenommen. Dennoch will ich nicht einen bleibenden Graben zu den anderen apostolischen Gemeinschaften aufrecht erhalten, sondern viel lieber eine Verständigung unter allen Beteiligten über diese schwierigen Jahre erreichen. Das geht offenbar nur, wenn wir die Ausarbeitung ersatzlos aus dem Internet entfernen."


Was heißt denn das jetzt genau?

"ist nach wie vor ein wichtiger Bestandteil unserer eigenen Geschichtsaufarbeitung" = wir halten unsere Ausarbeitung immer noch für richtig ?

"Das geht offenbar nur, wenn wir die Ausarbeitung ersatzlos aus dem Internet entfernen." = wir halten unsere Ausarbeitung immer noch für richtig, nehmen sie aber aus dem Netz, um uns versöhnungsbereit zu zeigen?

Kann Versöhnung herbeigeführt werden, wenn man dieses Papier immer noch für richtig hält oder nur, wenn man das Papier mit seinen Aussagen widerruft?
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Re: Schröter-Forderung nachgegeben

Beitragvon Bert » 14.06.2010, 21:04

Jnj,
das fagst du wohl berechtigt.
Ich meine dazu noch:
Das äußerliche Beseitigen des Stein des Anstoßes ist gut, aber es reicht nicht: Man muß sich von ihm wirklich trennen und nicht in einem abgeschiedenen Raum pflegen wollen.
B.
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Re: Schröter-Forderung nachgegeben

Beitragvon Cemper » 14.06.2010, 21:07

Was sagt der Administrator Rundflohpitz dazu?
Er ist doch Geschichtslehrer - wenn ich das richtig sehe.
Und müsste durchblicken.

Cemper
Ob ich gläubig bin? Das weiß nur Gott allein.
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Re: Schröter-Forderung nachgegeben

Beitragvon johnnelsonjun » 14.06.2010, 21:27

Bert hat geschrieben:Jnj,
das fagst du wohl berechtigt.
Ich meine dazu noch:
Das äußerliche Beseitigen des Stein des Anstoßes ist gut, aber es reicht nicht: Man muß sich von ihm wirklich trennen und nicht in einem abgeschiedenen Raum pflegen wollen.
B.


BVert,

nur mal am Rande: Meine Fragen sind nicht polemisch gemeint. Ich war nur, als ich das Statement auf nak.org las, sehr verwundert. Mir kommt das fast resignierend vor, so als ob man sage: "Naja, wir halten unser papier für richtig, aber um des lieben Friedens willen .... nehmen wir es mal raus." Kann ja sein, dass ich mich da täusche. Vielleicht bringt ja das Statement, das Stap. Leber zum 50. Todestags J.G. Bischoffs abgeben will, Licht in die Angelegenheit. Darauf bin ich wirklich mal gespannt.

Gute N8,
JNj.
Zuletzt geändert von johnnelsonjun am 14.06.2010, 21:43, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Schröter-Forderung nachgegeben

Beitragvon Cemper » 14.06.2010, 21:29

"Licht in die Fragen". Sozusagen "erleuchtete Fragen" statt Antworten? Wissen Sie was, werter JNJ - manchmal sind erleuchtete Fragen wirklich besser.
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Re: Schröter-Forderung nachgegeben

Beitragvon johnnelsonjun » 14.06.2010, 21:43

Cemper hat geschrieben:"Licht in die Fragen". Sozusagen "erleuchtete Fragen" statt Antworten? Wissen Sie was, werter JNJ - manchmal sind erleuchtete Fragen wirklich besser.


Licht in die Angelegenheit, war gemeint.
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Re: Schröter-Forderung nachgegeben

Beitragvon Cemper » 14.06.2010, 21:48

Licht, das in die Welt gekommen

- Epiphaniaslied -

1. Licht, das in die Welt gekommen,
Sonne voller Glanz und Pracht,
Morgenstern, aus Gott entglommen,
Treib hinweg die alte Nacht;
Zieh in deinen Wunderschein
Bald die ganze Welt hinein!

2. Gib dem Wort, das von dir zeuget,
Einen recht gepriesnen Lauf,
Dass noch manches Knie sich beuget,
Sich noch manches Herz tut auf,
Eh die Zeit erfüllet ist,
Wo du richtest, Jesu Christ.

3. Heile dir zerbrochnen Herzen,
Baue dir Jerusalem
Und verbinde ihre Schmerzen;
Lass, was vor dir angenehm,
Durch der Bundesschriften Zucht
Noch erblühn zur ewgen Frucht.

4. Wo du sprichst, da muss zergehen,
Was der starre Frost gebaut;
Denn in deines Geistes Wehen
Wird es linde, schmilzt und taut.
Herr, tu auf des Wortes Tür,
Rufe, Heiland, laut zu dir.

5. Es sei keine Sprach noch Rede,
Da man nicht die Stimme hört,
Und kein Land so fern und öde,
Wo nicht dein Gesetzbuch lehrt.
Lass den hellen Freudenschall
Siegreich ausgehn überall.

6. Geh, du Bräutgam, aus der Kammer,
Laufe deinen Heldenpfad;
Strahle Tröstung in den Jammer,
Der die Welt umdunkelt hat.
O erleuchte, ewges Wort,
Ost und West und Süd und Nord!

7. Komm, erquick auch unsre Seelen,
Mach die Augen hell und klar,
Dass wir dich zum Lohn erwählen;
Vor den Stolzen uns bewahr.
Ja, lass deinen Himmelsschein
Unsres Fußes Leuchte sein.
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Re: Schröter-Forderung nachgegeben

Beitragvon exkantor » 14.06.2010, 22:13

Cemper hat geschrieben:Was sagt der Administrator Rundflohpitz dazu?
Er ist doch Geschichtslehrer - wenn ich das richtig sehe.
Und müsste durchblicken.

Cemper


Sie sehen nicht richtig.

Im Moment leert er seine Mülltonne. Und die hat einen Boden.

Da kann er nicht durchblicken.

Aber morgen erzählt er ihnen wieder eine Geschichte.

Vielleicht mit Weitblick......wenn es denn nicht neblig ist, oder vernebelt ist....

ex.
"Dass nur die Neuapostolischen das(die Apostel) wahrnehmen, ist eigentlich ein Betriebsunfall, das soll ja gar nicht so sein. Die sollen in der Mitte der Kirche Christi stehen und nicht am Rande, wie es jetzt ist." (Dr. Reinhard Kiefer)
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Re: Schröter-Forderung nachgegeben

Beitragvon Cemper » 15.06.2010, 07:22

Wieso leert er seine Mülltonne?
Gibt es in seiner Gegend keine städt. Müllabfuhr?

Und was die Geschichte betrifft:
Er könnte ja mal eine Geschichte aus der Mülltonne erzählen.
Was glauben Sie, was in Mülltonnen alles passiert.
Da findet man schier endlos Material für eine Menschheitsgeschichtsschreibung.
Eine Geschichte könnte diesen Titel haben:
Nebel in der Mülltonne.
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Re: Schröter-Forderung nachgegeben

Beitragvon Sonia » 15.06.2010, 07:29

Oder Geschichten aus der Papiertonne.

A propos Papier: Wäre es besser gewesen, das Geschichtspapier kommentarlos aus dem Netz zu nehmen?
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Re: Schröter-Forderung nachgegeben

Beitragvon Cemper » 15.06.2010, 08:05

Das wäre vermutlich als "klammheimlich" kritisiert worden. - Die Angelegenheit war und bleibt kompliziert. Eine richtige Lösung dieses Problems der kleinen NAK wird es wohl nicht geben können. Die Quellenlage ist vermutlich diffus. Die Aussichten auf eine Klärung sind schon deshalb eher gering. Man wird im Bereich des Spekulativen mit mehr oder weniger plausiblen Erklärungsversuchen bleiben. Sodann ist das Interesse an einer historischen Aufarbeitung bei älteren und jüngeren Menschen nach meinem Eindruck gering; außerdem ist es fraglich, ob gläubige neuap. Historiker die psychologischen Voraussetzungen für die Aufarbeitung dieses Problems haben. Sie müssten sozusagen über ihren Glaubensschatten springen können. Und wer kann das schon! Diejenigen, die man heute als "Zeitzeugen" bezeichnet, waren zur Zeit der fraglichen Ereignisse noch jung und werden deshalb kaum wirklich reflektierte Wahrnehmungen liefern können; diese Menschen hatten doch kaum Einblicke in die "inneren Vorgänge", so dass sich die Frage stellt, was die Zeitzeugen eigentlich tatsächlich "bezeugen" können und welchen Wert diese Zeugnisse haben. Und Historiker "von außen" - also Kirchengeschichtler - werden sich für dieses Problem der NAK vermutlich nicht interessieren. Die Geschichte bleibt also - wie viele andere Geschichten aus der Welt der Religion - im Nebel. Damit müssen alle Betroffenen leben und umgehen lernen. Höhnische oder gar zynische Kommentierungen von außen oder innen sind dabei nicht hilfreich.

C.
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Re: Schröter-Forderung nachgegeben

Beitragvon Cerebron » 15.06.2010, 08:32

Werter Cemper,

es ist mittlerweile doch wurscht, ob JGBischoff tatsächlich eine Erscheinung hatte oder nicht. Wichtig ist vielmehr ein Wort dazu, wie die Kirche mit der Botschaft umgegangen ist, und vor allem mit denjenigen, die sie nicht geglaubt haben. Und da hat es unbestreitbar viele sehr hässliche Begebenheiten gegeben, auf die diese Kirche nicht stolz sein kann. Und: Es ist völlig gleichgültig, ob diese Begebenheiten provoziert waren oder nicht. Es ist ebenfalls gleichgültig, ob sich die Botschaftsverfechter im Recht sehen konnten. Man fährt doch auch keinen Radfahrer über den Haufen, weil der einem die Vorfahrt genommen hat. Das wäre doch unverhältnismäßig.

Ich bin dieses ständige "ja aber der da, der hat doch angefangen" oder "das war damals eben so" sowas von leid. Statt nach Entschuldigungen und Erklärungen für das eigene Verhalten in der Vergangenheit zu tun könnte die Kirchenleitung auch einfach einmal zugeben, dass auf allen Hierarchiestufen Dinge gesagt und getan wurden, die einem im Nachhinein leid tun und für die man sich schämt.

Gruß,
C.E.
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Re: Schröter-Forderung nachgegeben

Beitragvon Cerebron » 15.06.2010, 08:44

@JNj,

die Einlassungen von StAp Leber verstehe ich genau wie Sie: Wir nehmen kein Wort von dem zurück, was wir gesagt haben - es war ja nach unseren Informationen alles richtig. Aber weil alle sich so darüber aufregen, wollen wir die Dokumente nicht mehr jedem unter die Nase reiben.

@Cemper:
Dies festzustellen halte ich nicht für einen höhnischen oder zynischen Kommentar. Es fehlt einfach jemand, der StAp Leber in PR-Dingen inhaltlich hilft, statt nur auf Rechtschreibung und Zeichensetzung zu achten.

Gruß,
C.E.
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