"In Albury hat alles begonnen."

Beiträge zur NAK-Geschichte

"In Albury hat alles begonnen."

Beitragvon Bert » 08.05.2010, 16:59

Die allerneueste Geschichts-Aussage der NAK, in diesem Fall vom Leiter selbst: "In Albury hat alles begonnen." Und was versteht er unter 'alles'? Man fasst es kaum, es ist nach Leber 'Das Werk der Apostel'. Keineswegs 'das Werk des Herrn', wie sonst immer so gerne seitens der NAK-Führung gesagt wird. Nein es ist das 'Werk der Apostel' und mit diesem sprachlichen Trick hat man dann die 'NAK-Apostel' unserer Zeit gleich einbezogen in das Alles, was in Albury begann, und natürlich ihre elitäre Selbsteinschätzung gleich unterstrichen.
Oh, oh!

„Wir schauen in Dankbarkeit auf zu den Männern, die in Albury das Werk der Apostel gegründet haben“. Mit diesen Worten begann der internationale Kirchenleiter sein Gebet am Grab des englischen Apostels Thomas Carlyle.

so steht's im Bericht über das Gebet am Grab der englischen Apostel, siehe hier: Klick

Und die Brücke nach Deutschland? Schnell geschlagen:

Dieser [Apostel Carlyle] war eine bedeutende Persönlichkeit in der katholisch-apostolischen Gemeinde, der 1847 auch die erste Heilige Versiegelung außerhalb Englands in Frankfurt durchführte.


Na klar, in Frankfurt! Was auch stimmt. Aber anerkennen die Neuapostolischen Apostel neuerdings Versiegelungen in anderen Kirchen?
Carlyle war doch gar nicht neuapostolisch, sondern Geistlicher der 'Katholisch-apostolischen Gemeinde'!!
Sonderbar!!

Ansonsten hiess es noch im Gebet des NAK-Leiters:

„Wir beten auch für uns, dass wir von menschlichen Irrtümern frei sind und den Willen Gottes erfüllen können“.


Bleibt mir nur noch festzustellen: Wie bitter nötig ist diese Bitte, frei zu sein von menschlichen Irrtümern!!

Was hat denn die NAK überhaupt gemeinsam mit den Albury-Aposteln? Nur die Bezeichnung ihrer Führungskräfte als 'Apostel' - ansonsten nichts, was spezifisch ist für jene Engländer.

Fazit:
Es wird immer kurioser in der NAK unter der Führung von Dr. W. Leber! :cry:
-------------------------------
Qui tacet, consentire videtur. - Wer schweigt, der scheint zuzustimmen.
Benutzeravatar
Bert
 
Beiträge: 7951
Registriert: 01.03.2003, 11:12

Re: "In Albury hat alles begonnen."

Beitragvon reh » 08.05.2010, 18:06

Lieber Bert,
aber, aber, immerhin
feiern wir nicht den 14. Juli als Geburtsstunde unserer Kirche sondern Pfingsten!
Gruß vom Reh

Bittet Gott mit Danken
(K. Müller-Osten, 1942)
Benutzeravatar
reh
 
Beiträge: 997
Registriert: 14.09.2008, 13:38

Re: "In Albury hat alles begonnen."

Beitragvon Bert » 08.05.2010, 18:31

Liebes reh,

'unserer Kirche' ? Pfingsten ist nicht der Anfang der NAK gemacht worden, sondern Pfingsten ist allenfalls der Anfang 'der christlichen Kirche' überhaupt. So sehe ich das.

Gruß
Bert
-------------------------------
Qui tacet, consentire videtur. - Wer schweigt, der scheint zuzustimmen.
Benutzeravatar
Bert
 
Beiträge: 7951
Registriert: 01.03.2003, 11:12

Re: "In Albury hat alles begonnen."

Beitragvon Phoenix » 08.05.2010, 20:09

Bert hat geschrieben:Liebes reh,

'unserer Kirche' ? Pfingsten ist nicht der Anfang der NAK gemacht worden, sondern Pfingsten ist allenfalls der Anfang 'der christlichen Kirche' überhaupt. So sehe ich das.

Gruß
Bert


Ja Bert, da hat wohl unserer Frl. Rehlein in den Pfingstgottesdiensten in den Konfirmanden- und Religionsunterrichten zugehört geschweige denn aufgepasst.
NAKI.org klick
Auch wir sprechen - in der Erinnerung an das oben geschilderte Geschehen zu Jerusalem - von Pfingsten als dem „Geburtstag der Kirche Christi“.


Aber auch andere Kirchen sehen das so -> klick

Und das sollte man auch als kleingläubiger neuapostolischer Christ wissen.

Ansonsten Bert, ja das schaut immer wieder grotesk aus, wenn unsere Führungskräfte in Albury-Park-Zentrum sind und das ist ja nicht das erste mal. Aber so hat man das uns von Kindesbeinen an gelehrt dass die Neuapostolische Kirche die direkte Nachfolgekirche der „Katholisch-Apostolische Gemeinde“ wäre. Sie ist bestenfalls aus ihr hervorgegangen, was aber auch nicht so ganz stimmt, wären da nicht Heinrich Geyer der exkommuniziert wurde, da er als erstes Rosochacky als Apostel berief , doch dieser erkannte dass seine Berufung nicht göttlich war. Blieben da noch F.W. Schwarz und C.W.L. Preuß doch die wurden mit ihren Anhängern ausgeschlossen. Also ist NAK bestenfalls Nachfolgekirche der „Allgemeine Christliche Apostolische Mission".
Was man sich beim betrachten dieses Bildes wirklich denken soll? Ich weiß es nicht.

Aber schließlich gab es ja noch den Bahnmeister Friedrich Krebs, der eine geniale Idee hatte, 1896 nahm Bahnmeister Friedrich Krebs den Titel des „Stammapostels“ an und an Pfingsten 1897 ließ er sich in seinem neuen Amt bestätigen. Also feiern wir nicht nur den „Geburtstag der Kirche Christi“, sondern auch Chief-Apostel-Day, na dann Happy Birthday!!!
" Walk on, walk on with hope in your heart, And you'll never walk alone, You'll never walk alone"
Benutzeravatar
Phoenix
 
Beiträge: 401
Registriert: 02.03.2009, 13:05

Re: "In Albury hat alles begonnen."

Beitragvon Heidewolf » 09.05.2010, 08:50

Also, mir hat man gesagt, dass alles in Schottland und im Donaumoos begann. Durch Weissagungen.
Wird davon jetzt abgerückt?
Ist da die Geschichte etwa auch schöngeschrieben worden?
Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder. Auch sollt ihr niemand auf Erden euren Vater nennen, denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel. (Matthäus 23,8-12)
Benutzeravatar
Heidewolf
 
Beiträge: 2619
Registriert: 03.12.2007, 11:14
Wohnort: Zwischen Landlust und Kraut und Rüben

Re: "Hat in Albury hat wirklich alles,z.B. NAK, begonnen?"

Beitragvon Bert » 09.05.2010, 10:27

Hallo Heidewolf,

das mit dem Beginn der NAK ist doch anders, als es seitens ihrer Führung schon früher und auch jetzt noch gern verbreitet wird. Da ist nichts mit Schottland und Donaumoos. Und auch nichts mit Albury. Und das ist doch das Fatale i.Z.m. den Meldungen der heutigen NAK, die so tut, als sei ihr Beginn in Albury gewesen! :roll:

Ich denke du hast schon davon gelesen und weißt auch, wie die NAK entstanden ist. Wenn nicht, ich will gern kurz darauf eingehen: Die einschlägigen Berichte darüber, die nicht von den Angehörigen der Kirche stammen und daher nicht im Rufe stehen, eingefärbte Inhalte zu bieten, zeigen einen Beginn der NAK, der alles andere ist als rühmlich. Ich will das Ganze hier gar nicht weiter ausbreiten. Es ist ja auch wirklich viel, viel 'Sumpf' dabei. Die NAK verschweigt daher auch gerne die Ereignisse, wie sie es viele, viele Jahre intern den Mitgliedern gegenüber getan hat und auch heute noch permanent praktiziert, die am Beginn der NAK stehen. Sie ist nämlich nicht aus der KAG hervorgegangen, nicht aus der Organisation der Albury-Apostel; es waren vielmehr Leute, die den Beginn der NAK legten, die sich innerlich von der KAG-Lehre längst getrennt hatten und die dann von der KAG wegen ihrer Denke und ihrer Verhaltensweisen exkomminiziert worden waren. Es handelte sich aber nicht um Leute, die in der KAG das dort vermeintlich vorhandene Apostelamt empfangen hatten. Nein, die Gründer der NAK (und ihrer Vorläuferorganisation) fingen - gerade was das immer wieder erwähnte 'wiederaufgerichtete Apostelamt' (in England!) angeht - mit leeren Händen an; sie hatten nichts, gar nichts von der KAG, was sie hinsichtlich eines Besitzes dieses Amtes aufweisen konnten. SIe übernahmen lediglich das Begehren von den Engländern, Apostel unter sich zu wissen, und setzten dann, um dem gleich zu kommen, kurzerhand in ihrer neuen Organisation selbst welche mit dem Titel 'Apostel' ein. Deren Lehren, also die Lehren der neuen 'Apostel' hatten und haben auch kaum noch etwas mit der Lehre der Albury-Apostel gemeinsam( siehe hier ). Die KAG bestand ja neben der NAK weiter - es gab keinerlei geistliche Verbindungen. Da war zwischen beiden Organisationen 'tote Hose'.

Mit dieser fatalen Situation kam und kommt nun die NAK-Führung einfach nicht zurecht, wie der neuerliche Bericht mal wieder eindeutig zeigt. Und so schönt sie die Geschichte, indem sie die unangenehmen Ereignisse, die ihre eigene Entstehung fernab von Albury, fernab von dem einst dort eingetretenen Geschehnissen prägen, permanent verschweigt und wider besseren Wissens behauptet, sie besitze das Apostelamt, das in Albury 'von Gott wiederaufgerichtet' sei. Dazu geht sie wieder einmal an die Stätten von Albury und unterstreicht öffentlich ihr fragwürdiges Geschichtsverständnis.

Wer so vorgeht wie die NAK, der müßte konsequenterweise auch alle Entwicklungen, die von Amtsträgern, die ihrerseits aus der NAK exkommuniziert wurden, verfolgt worden sind (und das sind ja einige!), als zurückgehend auf Albury, mindestens aber auf die NAK akzeptieren mit ihren jeweiligen neuen Aposteln. Aber nein, das tut die NAK nicht. Zu Recht, wie man feststellen muss. Aber auch die NAK sollte dann für sich selbst sagen: 'Ja, wir haben das Apostelamt nicht von der KAG mitnehmen können, als die Gründer unserer Kirche auch mit Männern im Amte eines 'Apostels' weitermachen wollten, mußten sie notgedrungen neu damit anfangen; die neue Kirche mußte neu mit eigenen Ordinationen anfangen. Und die Lehre haben wir uns auch neu erdacht.' Das müßte doch die NAK heute sagen, wenn sie aufrichtig und gewissenhaft ihre Geschichte reflektiert.

Leider, leider tut sie das nicht. Das Versäuminis muß man m.E., lieber Heidewolf, immer und immer wieder lauthals der NAK vorhalten. SIe macht m.E. Geschichtsfälschung, indem sie Ereignisse bewußt unerwähnt läßt und auch unzutreffend darstellt bzw. wertet. Wie jetzt wieder am 7.5.10 in England!

LG
Bert
Zuletzt geändert von Bert am 09.05.2010, 14:51, insgesamt 1-mal geändert.
-------------------------------
Qui tacet, consentire videtur. - Wer schweigt, der scheint zuzustimmen.
Benutzeravatar
Bert
 
Beiträge: 7951
Registriert: 01.03.2003, 11:12

Re: "In Albury hat alles begonnen."

Beitragvon manfredo » 09.05.2010, 12:25

Amen !!!!!!!!!

Bert das hast du fein formuliert. Es ist die bittere Geschichte der NAK. Sie kriegt die Überleitung zur KAG nicht hin. Da hilft auch noch so viel beten nichts. Man kann Geschichte auf Dauer nicht verdrehen.

Die NAK ist wohl nicht bereit ihre Geschichtsschreibung zu korrigieren, das beweist Dr. Leber mit seinem Auftritt vom 7.5.2010 in England, am Grab des englischen KAG Apostels Thomas Carlyle.
Will die NAK nicht noch mehr an Glaubwürdigkeit verlieren, muss sie ihre Entstehungsgeschichte eingestehen und kund tun , das ihre Apostel dieses Apostelamt nicht von den KAG Aposteln empfangen haben. Sondern eine Eigenerfindung der apostolischen Mission ist, dem Vorläufer der NAK .
manfredo
 
Beiträge: 933
Registriert: 05.03.2009, 22:59

Re: "In Albury hat alles begonnen."

Beitragvon Heidewolf » 09.05.2010, 18:40

Lieber Bert,
du hast das gut dargestellt, wenn auch manchmal etwas überspitzt.
Ich muss diese Tatsachen nun in den letzten Jahren auch wahrnehmen.
Allerdings sind die Mitglieder der Neuapostolischen Entwicklung aber immerhin direkt auch in die KAG-Geschichte eingebunden. Die Mitglieder der neu gegründeten Vorläuferorganisation in Hamburg waren bis zum Ausschluß aus der KAG ja Mitglieder der KAG.
Wie heißt es ja in den NAK-Geschichtsbüchern so schön, aufgrund von Meinungsverschiedenheiten kam es zur Trennung.
Die englischen Apostel haben den Willen Gottes nicht erkannt.
Allerdings verstehe ich, wie du schon erwähntest, überhaupt nicht, das sie auch die geistige Grundlage der Albury-Apostel verlassen haben und sozusagen eine Sekte gegründet haben(mindestens seit Stap. Krebs).
Das kann ich beim besten Willen nicht als Willen Gottes erkennen.

Um so mutiger, wenn nicht sogar absurder finde ich den Versuch von DR. Kiefer, gleich die Brücke von den ersten von Jesu gesandten Aposteln zur neuapostolischen Kirche zu schlagen. Das ist schon wieder so ein Versuch von Geschichtsfälschung.

Ganz offen ist für mich im Augenblick noch die Beauftragung der NAKI-Apostel direkt durch Jesus.
Mir erscheint das ganze so nach dem Motto gestrickt zu sein: Zur Zeit des NT war das so; und wir nehmen alle diese Aussagen einfach mal so für uns in Beschlag und machen es ähnlich.
Das einzige direkte Erscheinen Jesu innerhalb der NAK ist mir im Zusammenhang mit der Botschaft bekannt, deren Ausgang wir ja kennen und schon oft diskutiert haben.

Also, gerade in diesem Zusammenhang bin ich dann ja auf Schärfungen gespannt.

LG, Heidewolf
Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder. Auch sollt ihr niemand auf Erden euren Vater nennen, denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel. (Matthäus 23,8-12)
Benutzeravatar
Heidewolf
 
Beiträge: 2619
Registriert: 03.12.2007, 11:14
Wohnort: Zwischen Landlust und Kraut und Rüben

Re: "In Albury hat alles begonnen."

Beitragvon Peter B aus E » 09.05.2010, 18:42

@ Bert
@ manfredo,
sicher wissen viele NAKi´s, neuapostolisch heißt: " Bei der KAG rausgeflogen. NAK- Apostel wurden von der KAG nicht akzeptiert"

Ihr folgt wahrscheinlich diesem Beispiel. Dann dürft Ihr automatisch allen Folgeaposteln die Berechtigung inder Führung der Amtsbezeichnung absprechen. Für euch natürlich.
Demnach waren auch Kuhlen, Güttinger ,Seper , Baron, usw. niemals legitime Apostel.

Die KAG hat lange keine mehr, der Ursprung wird auch von unabhängigen Geschichtlern in Albury gesehen.
Das hat allerdings weniger mit NAK-gewollter Selbstreflektion zu schaffen.
Eher damit,daß die NAK als Geyerianer eine Absplitterung / Sekte eines exkommunizierten ,von der KAG nicht akzeptierten Propheten ist. Allerdings wurde mir im Religionsunterricht der NAK in den 80 ern` auch nicht viel anderes erzählt.

Nur, man sollte auch so konsequent sein und Rekonstatieren: Die KAG kann sich wohl autark nicht als erfolgreiche Katholische Sekte betrachten.
Mit Toleranz definiert man die Feigheit,jemand mal ordentlich die Meinung zu geigen ( Rainer Sarkasmus )
Peter B aus E
 
Beiträge: 1340
Registriert: 06.12.2008, 19:42

Re: "In Albury hat alles begonnen."

Beitragvon Heidewolf » 09.05.2010, 18:50

Wer die richtigen Apostel hat, das zeigt sich am Segen.
So wurde/wird oftmals argumentiert.

Was ist dann aber mit dem Islam, den Protestanten,den Mormonen, den ZJ, den Leuten vom fliegenden Spaghettimonster, SC und vielen anderen Religionen?
Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder. Auch sollt ihr niemand auf Erden euren Vater nennen, denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel. (Matthäus 23,8-12)
Benutzeravatar
Heidewolf
 
Beiträge: 2619
Registriert: 03.12.2007, 11:14
Wohnort: Zwischen Landlust und Kraut und Rüben

Re: "In Albury hat alles begonnen."

Beitragvon manfredo » 09.05.2010, 19:23

Nur, man sollte auch so konsequent sein und Rekonstatieren: Die KAG kann sich wohl autark nicht als erfolgreiche Katholische Sekte betrachten.


Lieber Peter, die KAG ist keine autarke katholische Sekte der RKK.
KAG heisst, katholisch apostolische Gemeinde.
Das katholisch steht für allgemein . Die Übersetzung wäre, allgemeine apostolische Gemeinde.
Die Rkk nennt sich römisch katholische Kirche.
Ist nur als Info gedacht, ehe jemand auf die Idee kommt , das katholisch mit der RKK zu vermengen und in Beziehung zu bringen.
manfredo
 
Beiträge: 933
Registriert: 05.03.2009, 22:59

Re: "In Albury hat alles begonnen."

Beitragvon Bert » 09.05.2010, 19:36

Hallo Peter,

es kann sich jedermann selbstverständlich 'Apostel' nennen. Das ist nirgendwo verboten. Auch damals in Albury nicht; allerdings kann ich an den bekannt gemachten Geschehnissen im Gegensatz zu den Albury-Aposteln nicht erkennen, dass da Gott derjenige war, der die Leutchen zu seinen (!) Aposteln gemacht hat!

Doch das ist mir jetzt mal egal. Mir kam es darauf an, hier zu zeigen, dass die NAK ihre Geschichte fälscht, wenn sie den Eindruck erweckt, ihre Apostel hätten ihre Wurzeln in Albury! Davon ist eben nichts wahr! Die NAK hat sich ihre Apostel kraft eigener Organisation selbst gegeben, und das mit ganz neuem Lehrauftrag!

Bezeichnenderweise verschweigt die NAK auch, dass die 'apostolische Handauflegung' durch Carlyle anno 1847 in Frankfurt nichts gemein hat mit der NAK-Versiegelung. Denn die NAK hat ihrer Versiegelung eine andere Bedeutung gegeben.

Lieber Peter, nun meine Meinung noch zum Thema 'Apostel'. Wie gesagt, so kann jede Kirche ihre Männer nennen, ist keine Frage.
Für mich sind diese Apostel, wie das Wort sagt, Gesandte, Gesandte ihrer Kirche. Das ist auch in Ordnung. Andere Kirchen nennen ihre Gesandten aufgrund ihrer Statuten anders, zum Beispiel Kardinal oder wer weiß wie. Und das ist auch in Ordnung.
Und das wichtige dabei aus meiner Sicht ist: Die Bezeichnung hebt niemanden heraus aus dem Kreis der Gesandten, da ist keiner höher oder exklusiver als der andere, nur weil er etwa den Titel 'Apostel' trägt.

LG
Bert
-------------------------------
Qui tacet, consentire videtur. - Wer schweigt, der scheint zuzustimmen.
Benutzeravatar
Bert
 
Beiträge: 7951
Registriert: 01.03.2003, 11:12

Re: "In Albury hat alles begonnen."

Beitragvon Peter B aus E » 09.05.2010, 19:44

@ manfredo,
warum Du einen Bezug zur RKK herstellst,weiß ich nicht.

Ich stellte Ihn nicht her,da die teils presbyterianischen Einflüsse wohl bekannt sein dürften.

Also,die KAG besteht ebenfalls aus z.T. ausgeschlossenen Mitgliedern,da ihre Art und Weise der Predigtführung, der z.T emotionsüberladenen Lithurgie bei den Großkirchen Unbehagen hervorrief.

Es ist wohl keine rein Katholische Absplitterung,allerdings führt sie eben jenen Namen weiter in der Bezeichnung.
Also kannst Du ganz sicher annehmen:
Peter B aus E hat geschrieben:@ Bert
@ manfredo,
sicher wissen viele NAKi´s, neuapostolisch heißt: " Bei der KAG rausgeflogen. NAK- Apostel wurden von der KAG nicht akzeptiert"

Ihr folgt wahrscheinlich diesem Beispiel. Dann dürft Ihr automatisch allen Folgeaposteln die Berechtigung inder Führung der Amtsbezeichnung absprechen. Für euch natürlich.
Demnach waren auch Kuhlen, Güttinger ,Seper , Baron, usw. niemals legitime Apostel.

Die KAG hat lange keine mehr, der Ursprung wird auch von unabhängigen Geschichtlern in Albury gesehen.
Das hat allerdings weniger mit NAK-gewollter Selbstreflektion zu schaffen.
Eher damit,daß die NAK als Geyerianer eine Absplitterung / Sekte eines exkommunizierten ,von der KAG nicht akzeptierten Propheten ist. Allerdings wurde mir im Religionsunterricht der NAK in den 80 ern` auch nicht viel anderes erzählt.

Nur, man sollte auch so konsequent sein und Rekonstatieren: Die KAG kann sich wohl autark nicht als erfolgreiche Katholische Sekte betrachten.
Mit Toleranz definiert man die Feigheit,jemand mal ordentlich die Meinung zu geigen ( Rainer Sarkasmus )
Peter B aus E
 
Beiträge: 1340
Registriert: 06.12.2008, 19:42

Re: "In Albury hat alles begonnen."

Beitragvon Bert » 09.05.2010, 19:51

Lieber Heidewolf,

Die Mitglieder der neu gegründeten Vorläuferorganisation in Hamburg waren bis zum Ausschluß aus der KAG ja Mitglieder der KAG. Wie heißt es ja in den NAK-Geschichtsbüchern so schön, aufgrund von Meinungsverschiedenheiten kam es zur Trennung.


schreibst du. Und da hast du Recht. Aber die ausgeschlossenen KAG-Mitglieder haben doch nichts von ihrer Mitgliedschaft mitnehmen können, etwa die behauptete 'Wiedererrichtung des Apostelamtes'.

Und noch eines: Viele NAK-ler waren vorher Mitglieder auch noch anderer Kirchen, etwa der katholischen Kirche! Leben sie dann in der NAK in einem zwar neuen Glauben, aber in einem, der im Katholizismus seine Wurzeln hat? Dann müßten ja die NAK-ler, soweit Ex-Katholiken auch mal zu einer kath. Gedenkstätte, etwa nach Rom, reisen, um dort zu beten? :wink:

Ich denke, hier muß man die Organisationen sehen. KAG ist was anderes als NAK (oder deren Vorläufer-Organisation). Sicher, da gibt es auch Gemeinsamkeiten, z.B. Gott, Jesus, Gebete etc.pp. Aber (!) die sind nicht gemeint, die gibt es ja unter den christlichen Kirchen generell.

LG
Bert
-------------------------------
Qui tacet, consentire videtur. - Wer schweigt, der scheint zuzustimmen.
Benutzeravatar
Bert
 
Beiträge: 7951
Registriert: 01.03.2003, 11:12

Nächste

Zurück zu NAK Geschichte



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste