Die eigene Wege eingeschlagen haben...

Beiträge zur NAK-Geschichte

Die eigene Wege eingeschlagen haben...

Beitragvon tar_gawan » 14.01.2009, 09:16

Hier gibt es eine neue kritische Website zur NAK:
http://nak-kritik.ruf-vita.de
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Beitragvon tar_gawan » 19.01.2009, 13:16

Leidet dieses Forum unter ADHS? Mir kommt es fast so vor. Nun denn, dann hole ich diesen Thread mal nach vorne…

Ich meine, so uninteressant ist die Website nicht, dass sie einfach ignoriert werden sollte.
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Beitragvon a cappella » 19.01.2009, 16:19

:wink:
Ich habe mich schon damit beschäftigt, aber zu wenig, um etwas dazu zu schreiben.
Ich erwarte von Dir aber das, was Du sonst auch leistest, eine sachliche und ausgewogene Auseinandersetzung mit dem Thema.

LG,
a c.
a cappella
 

Beitragvon Matthias » 21.01.2009, 00:35

Hallo tar_gawan!

Du schreibst:
"Mein Ziel dabei ist, Vorurteile gegenüber Kritikern abzubauen und ein Verständnis dafür zu entwickeln, dass Kritik nicht nur sinnvoll, sondern bisweilen sogar notwendig ist."


Wie ich nach Überfliegen und punktuell genauen Lesens feststelle, erfüllt dein Text v.a. den 2. Teil deines Vorhabens: Kritik ist bei manchen Dingen in der NAK angebracht und notwendig, das wird bei der Lektüre ziemlich klar.

Ob es dir aber so gelingen kann, das Geschwister, die Kritiker eher mit Vorbehalten begegnen, diesen zuhören und sich mit den Gedanken auseinander setzen, halte ich für unwahrscheinlich.
Vielleicht müsste dazu der Titel der Homepage und des "Buches" anders lauten. "Die eigene Wege eingeschlagen haben" finde ich schon nicht schlecht, den Rest des Titels würde ich aber weglassen, das fangen viele erst gar nicht an zu lesen. Und mit dem Wörtchen Kritik müsstest du vermutlich sparsamer umgehen (So wie viele Medikamente: "einschleichen").
Vielleicht wären folgende Titel oder Kombinationen davon geeignet (ein kleiner Brainstorm):
- "Keine Angst vor Kritik - Kritiker verstehen lernen"
- "Warum Kritiker keine Teufel sind"
- "Von Kritikern lernen, statt sie zu verteufeln"
- "Liebe deine Kritiker" oder "Liebe deine Zweifler"
- "Vom Nutzen der Kritik in der Kirche"
- "Ohne Zweifel ist es unmöglich, Gott zu gefallen - Ein etwas anderer Glaubensweg
- "Von einem, der auszog, Antworten zu finden"
- "Wie zweifeln den Glauben stärkt"
- "Auch Jesus war ein Kritiker"

Im Moment kannst du mit deinem Text vermutlich die erreichen, die schon mit dem Zweifeln angefangen haben und die Argumente und Fakten suchen. Und die hast du schön zusammengestellt. Besondern interessant finde ich die Gegenüberstellung von Spiritismus und Entschlafenenwesen.
Du hast viele wertvolle Dinge zusammengetragen, es wirkt dadurch auch leider etwas zusammen gestückelt. Er erscheint mir eher wie eine Stoffsammlung, aus der man ein Buch machen könnte. Ich erinnere mich dunkel an den Tipp für Autoren, dass man einen Dialog mit dem Leser aufbauen soll.

Ich muss jetzt Schluss machen - ein andermal mehr dazu.
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Beitragvon tar_gawan » 21.01.2009, 10:36

Hallo Matthias,

danke für deine Gedanken dazu.

Am Titel will ich nichts mehr ändern. Es geht mir schon darum, klar Stellung zu beziehen. Diejenigen, die so „fest im Glauben stehen“, dass sie jeden Hinweis auf Kritik scheuen, wie der Teufel das Weihwasser, möchte ich nicht überrumpeln (oder die Kritik „einschleichen“). Wer sich mit seinem kindlichen Glauben wohl fühlt und weiterhin wohl fühlen möchte, wird sich zu Recht vom Titel abgeschreckt fühlen und bleibt dadurch auf der sicheren Seite. So gesehen ist allein der Titel bereits ein Akt der Nächstenliebe. ;-)

Matthias hat geschrieben:Du hast viele wertvolle Dinge zusammengetragen, es wirkt dadurch auch leider etwas zusammen gestückelt. Er erscheint mir eher wie eine Stoffsammlung, aus der man ein Buch machen könnte.


Da hast du völlig recht. Mit mehr Zeit und Hingabe wäre vielleicht einmal ein gutes Buch daraus geworden. Aber zuletzt war mir das Thema einfach nicht mehr wichtig genug, um weiter zu machen (abgesehen vom Zeitaufwand, der dazu nötig gewesen wäre). Das Schreiben ist mir nicht leicht gefallen und erfordert weitaus mehr Gründlichkeit als das Schreiben von Forenbeiträgen.

Liebe Grüße
Thomas
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Beitragvon Matthias » 21.01.2009, 23:13

tar_gawan hat geschrieben:So gesehen ist allein der Titel bereits ein Akt der Nächstenliebe.

Das ist natürlich ein Argument. Hast du dein Ziel, "Vorurteile gegenüber Kritikern abzubauen und ein Verständnis dafür zu entwickeln, dass Kritik nicht nur sinnvoll, sondern bisweilen sogar notwendig ist" damit nicht aber aufgegeben?

Glaubst du denn überhaupt, dass es möglich ist, Werbung für Kirchen- bzw. Glaubenskritik zu machen? Oder hast du Vorstellungen, wie man das tun könnte?
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Beitragvon tar_gawan » 22.01.2009, 08:33

Matthias hat geschrieben:
tar_gawan hat geschrieben:So gesehen ist allein der Titel bereits ein Akt der Nächstenliebe.

Das ist natürlich ein Argument. Hast du dein Ziel, "Vorurteile gegenüber Kritikern abzubauen und ein Verständnis dafür zu entwickeln, dass Kritik nicht nur sinnvoll, sondern bisweilen sogar notwendig ist" damit nicht aber aufgegeben?


Nein. ;-)
Wer sich vom Titel abschrecken lässt, sollte m.E. wirklich die Finger davon lassen, für solche ist der Inhalt tatsächlich „Gift, das man nicht probiert“.

Glaubst du denn überhaupt, dass es möglich ist, Werbung für Kirchen- bzw. Glaubenskritik zu machen? Oder hast du Vorstellungen, wie man das tun könnte?


Ich denke das ist vor allem ein gesellschaftliches Problem. Wer zu kritischem Denken angeleitet wird, hat schon mal recht gute Startbedingungen. Dieses kritische Denken muss dann nur noch auf die Religion übertragen werden. Das aber ist nicht einfach, man erkennt es schon daran, dass manche höheren Amtsträger trotz akademischer Bildung offenbar nicht in der Lage sind, die Glaubensgrundlagen kritisch zu hinterfragen.

Vielleicht hängt das damit zusammen, dass die religiöse Sozialisation früher greift als die schulische Bildung. Außerdem liegt das religiöse Denken entwicklungspsychologisch vor dem kritischen Bewusstsein.

Ich denke, dass man gegen den unkritischen, kindlichen Glauben mit Vernunftargumenten nicht ankommt. Da wirkt die Religion wie eine Schutzmauer. Solange man sich mit seinem Glauben „wohlfühlt“, d.h. das geglaubte Weltbild mit der erlebten Wirklichkeit übereinzustimmen scheint, gibt es auch keinen Grund dafür, sich mit Kritik auseinander zu setzen, nicht wahr? Vielleicht ist das auch (wenigstens ein Stück weit) gut so, denn Gläubige leben gesünder.

Wenn allerdings Zweifel kommen (und ich denke, die müssen aus einem selbst heraus kommen), dann kann auch Werbung für Glaubens- und Kirchenkritik „ankommen“. Wer mit diesem Hintergrund sucht, wird auch etwas hilfreichen finden. Vielleicht erweisen sich meine Ausführungen für jemanden als hilfreich.

Im persönlichen Umgang halte ich mich Glaubensgeschwistern gegenüber mit Kritik zurück (vielleicht ist das der falsche Weg). Aber wenn ich gefragt werde, gebe ich Antwort. Ich denke, man muss wahrhaftig und dabei rücksichtsvoll sein. Manchmal schließt sich das gegenseitig aus.
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Beitragvon gecko » 25.01.2009, 11:45

tar_gawan hat geschrieben: ... Ich denke, dass man gegen den unkritischen, kindlichen Glauben mit Vernunftargumenten nicht ankommt. Da wirkt die Religion wie eine Schutzmauer ...


hallo thomas,

wir hatten bisher noch keinen "direkten" kontakt hier im forum ...

auch wenn ich damals die diskussion ueber einem neuen namen mit diesem beitrag abgewuergt hab' finde ich's hier im hinterzimmer mittlerweile doch recht gemuetlich ...

Dein "buch" hab' ich mir als lektuere fuer die morgendliche + abendliche fahrt mit der bahn in den rucksack gepackt ... und es hat dann doch einige zeit gedauert, bis ich ans ende gekommen bin ... ein oder zweimal war ich dann aber doch recht gespannt wie's weitergeht, dass ich auch meine mittagspause in der strassenbahn verbracht hab' um Deine ausarbeitungen weiter zu lesen ...

obwohl ich denke, dass Du das buch fuer die eigene verarbeitung geschrieben hast (auch ich nehme mir immer mal wieder vor meine memoiren und meine "derzeitige sicht der dinge" zu papier zu bringen ... bisher ist's leider nicht dazu gekommen) moechte ich Dir dankeschoen sagen fuer die veroeffentlichung ...

... Deinen wunsch, die kirchenleitung zu erreichen, kann ich sehr gut verstehen ... glaube aber nicht daran ... die potentiellen leser werden vermutlich vom "zweifler" im untertitel abgeschreckt und dringen gar nicht bis zu der stelle in der lektuere vor in der Du dem "zweifeln" den negativen touch versuchst zu nehmen.

heute morgen war in unserer gemeinde der neue bezirksevangelist zu besuch ... grosse hoffnungen wurden in ihn gesetzt ... so eine art obama in der provinz :lol: ... und insgeheim habe ich gehofft in ihm wieder einen gespraechspartner zu finden ...

der inhalt der predigt hat mich dann aber doch wieder auf den boden der tatsachen gebracht ... mich sozusagen nuechtern werden lassen ... es war die rede von den pfeilen des boesen und von dem panzer, mit dem wir uns vor diesen pfeilen schuetzen moegen ...

und Deine "rechtfertigung eines zweiflers" wird - da bin ich mir ziemlich sicher - als "pfeil des boesen" gesehen ... was zwar schade ist, aber vermutlich auch nicht zu aendern :cry:

natuerlich liest sich Dein buch nicht wie ein roman, zeigt aber doch die (fehl?)entwicklungen in der lehre recht deutlich auf ... und laesst sich vermutlich auch gut als nachschlagewerk verwenden ... deshalb werde ich es in griffweite halten und sollte es mal wieder zu gespraechen kommen (was ich derzeit noch ablehne, weil mit vernuenftigen argumenten gegen einen "kuendlichen glauben" und den abwehrpanzer nicht beizukommen ist) dann auch als argumentationshilfe verwenden ...

Du schreibst, dass Du noch am gemeindeleben teilnimmst ... wie sieht diese teilnahme derzeit aus? das interessiert mich insbesondere deshalb, weil ich meine teilnahme ziemlich zurueckgefahren habe ... auf dem schneeraeumplan bin ich noch vermerkt ... das war's dann aber auch schon :wink:

eine antwort nehme ich auch gerne als PN entgegen ... wenn's Dir angebracht erscheint

schon mal danke fuer Deine antwort

lieber gruss von jenseits des rheins
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Beitragvon tar_gawan » 26.01.2009, 00:32

Hallo gecko,

gecko hat geschrieben:und Deine "rechtfertigung eines zweiflers" wird - da bin ich mir ziemlich sicher - als "pfeil des boesen" gesehen ... was zwar schade ist, aber vermutlich auch nicht zu aendern :cry:


Ja, der kindliche Glaube benötigt einen starken Panzer. Ein Stück weit ist es doch wesentlich für ein Glaubenssystem, dass damit so eine Art eingebaute Immunität verbunden ist. Der eigene Glaube ist „richtig“, und alles, was dagegen spricht, ist „falsch“. Man muss das einfach als Tatsache akzeptieren und die Vorstellung, man könne andere über Fehler in ihrem Glaubenssystem aufklären, aufgeben. Aber versuchen kann man es ja trotzdem. ;-)

Du schreibst, dass Du noch am gemeindeleben teilnimmst ... wie sieht diese teilnahme derzeit aus? das interessiert mich insbesondere deshalb, weil ich meine teilnahme ziemlich zurueckgefahren habe ... auf dem schneeraeumplan bin ich noch vermerkt ... das war's dann aber auch schon :wink:


Nun, es gibt in meiner Gemeinde ein Orchester, in dem ich mitspiele.

Ich freue mich, dass du mein Buch nützlich findest. :-)

Liebe Grüße
Thomas
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Re: Die eigene Wege eingeschlagen haben...

Beitragvon tar_gawan » 08.02.2010, 11:17

Falls es jemanden interessiert :wink:
Bei http://nak-kritik.ruf-vita.de gibt es neuerdings auch ein Gästebuch.
Weiter vorgesehen ist die Möglichkeit für Diskussionen. Bis das funktioniert, wird es aber noch einige Tage dauern.

Das Gästebuch kann jedenfalls schon verwendet werden (bitte aber nicht für Diskussionen).
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Re: Die eigene Wege eingeschlagen haben...

Beitragvon Ruhrgebiet » 08.02.2010, 11:22

Aha, du bist also Herr Ruf :wink:
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Re: Die eigene Wege eingeschlagen haben...

Beitragvon Randnotiz » 08.02.2010, 15:39

Du Fuchs! :mrgreen:
Nur wer die Fakten kennt, kann sie verdrehen.

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Re: Die eigene Wege eingeschlagen haben...

Beitragvon Ruhrgebiet » 08.02.2010, 16:00

Ich habs halt drauf :lol:
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Re: Die eigene Wege eingeschlagen haben...

Beitragvon exi » 08.02.2010, 16:08

aba echt voll eh grasss :mrgreen:
Gruß vom Exi
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