Zeitzeugen schildern ihre Sicht über die Jahre 1938 bis 1955

Beiträge zur NAK-Geschichte

Beitragvon Jesu Juva » 22.10.2008, 07:16

Moin, Matze!

Matze hat geschrieben:jaja...diese wahrlich objektiven Schriften... - die meinte ich aber gar nicht.
(Da hat die NAK ja ähnlich "tolles" veröffentlicht)

Vielmehr- warum hört man keinen "pieps" jetzt zur heutigen Veröffentlichung?

Vielleicht, weil man nicht binnen Stunden darauf reagieren kann oder will? Falls es Dich wirklich interessiert, frag' doch mal nach, oder bitte per Email um eine Stellungnahme...

Matze hat geschrieben:Ach, und die arme, arme VAG... immer ist sie ja die kleine, arme Gemeinschaft.

Ein zentraler Punkt christlicher Ethik ist die rücksichtsvolle Umgang mit den Schwächeren.

Matze hat geschrieben:Das auch sie schon Gespräche platzen lassen hat, ist auch Fakt.

Welchen Fall meinst Du jetzt konkret? Ich gebe zu, dass ich kein Fachmann in der Geschichte der Verhandlungen zwischen NAK und VAG bin. Dass Gespräche irgendwann abge- bzw. wohl eher unterbrochen werden müssen, weil ansonsten die ewig gleichen Standpunkte ad nauseam reiteriert werden, ohne das ein Fortschritt erreicht wird, dürfte aber klar sein.

Matze hat geschrieben:Genug der Polemik.
Im Ernst: Ich finde diesen Schritt der NAK sehr beachtlich. Sie veröffentlicht unkommentiert Aussagen, die nicht zu Ihren Gunsten gehen und auch Ihre Arbeit zweifelhaft erscheinen lassen. Ich finde, das sollte man wirklich honorieren.

Ja, ohne Frage. Die NAK ist keinesfalls verpflichtet gewesen, diese Gegendarstellungen auf ihrer Website zu veröffentlichen. Dass sie es dennoch getan hat, ist ihr hoch anzurechnen.

Matze hat geschrieben:Die VAG hingegen schweigt beharrlich und äussert sich, wenn dann nur negativ.
Die NAK zeigt sehr viel guten Willen - und wiederum wird es wenig honoriert.

"Die VAG" hat sich gerade geäußert, und die NAK hat diese Äußerung auf ihrer Website veröffentlicht. Oder meinst Du, dass zu diesen Dingen es dringend notwendig ist, dass sich ein Geistlicher, womöglich noch ein Apostel, einmischt? Es geht doch vielmehr darum, dass sich die Zeitzeugen von der Darstellung der GNK getroffen fühlten. (NACHTRAG: El CiD hat hier ein paar Zitate von Apostel Groß, falls Dir das weiterhilft.)

Beste Grüße,
L.
Zuletzt geändert von Jesu Juva am 22.10.2008, 07:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Jesu Juva » 22.10.2008, 07:18

chris hat geschrieben:Morgen Lars,
morgen 42,

ich "interpretiere." Mag sein. Sollten andere vielleicht auch........ Und was ist daran schlecht: Wird nicht oft in die negative Richtung interpretiert? z.B. wird manches mal nicht der Exklusivgedanke hineininterpretiert, ob wohl er wörtlich nicht gesagt wurde? Ist es deshalb falsch?

Ich weiß nicht im Moment, wie lange Du die NAK kennst. Wenn ich mich aber an den Umgang mit "anderen" erinnere, dann war dies immer ein Licht/Dunkel, da wurde von irrgeleiteten etc. gesprochen, verblendeten etc.

Wenn man nun aber schreibt "Kenntnisstand der Zeitzeugen....zu erfahren"...und man dies tut um zu "einer weiteren Aufklärung der Geschichte der Neuapostolischen Kirche beizutragen", wenn man das ganze als "ergänzende Darstellung" bezeichnet - dann sind dies Formulierungen, die man wohl in erster Linie dann verwendet, wenn man die Darstellung, Meinung und die Erfahrungen der anderen Seite nicht von vorne weg als unakzeptabel, unmöglich und falsch versteht.
Auch ein Zeichen dafür, dass man dies so meint ist, dass man es selbst veröffentlicht, selbst anbietet. (Alleine schon die Veröffentlichung "rechtfertigt" in gewisser Weise meine Interpretation! Unberechtigte Standpunkte gegen meine Institution veröffentliche ich nicht kommentarlos auf der Seite meiner Institution!)

"Der genaue Hergang der damaligen Ereignisse wird sich heute im Rückblick kaum zweifelsfrei feststellen lassen." entwertet sicher zu einem gewissen Anteil die Darstellung der VAG - aber auch der NAK. Und auch deshalb ist meine "Interpretation" durchaus gestützt.

Ich bemühe mich jeden Tag eine mögliche rosarote Brille abzulegen. Aber ihr solltet auch mal die euere dunkelschwarze ablegen. Nur weil die NAK sich noch nicht der VAG angeschlossen hat, die Botschaft widerrufen hat, Bischoff exhumiert und gepfählt hat, bedeutet dies noch nicht, dass die NAK nicht den Standpunkt der anderen (versucht zu) akzeptiert(en), bzw. ihn für möglich und/oder wahr zu halten.

Es muss auch die Frage erlaubt sein, was von der NAK erwartet wird.
Letztes Jahr wurde bemängelt, sie habe keine Zeitzeugen befragt.
Jetzt befragt sie Zeitzeugen (und wenn ich es richtig sehe nur von der VAG) und veröffentlicht deren Kommentare wörtlich (von wenigen Ausnahmen (was immer das heißen mag) abgesehen) - und dies ist dann kein Schritt, mit dem man sich der VAG wirklich nähern will?

Das sind jetzt meine Gründe, wieso ich es so sehe. Ich weiß, dass ich mich irren kann - ihr auch?
Aber, wieso seht ihr es anders?

Diskussionen auf "wir kennen doch unseren Chris" - die sind in gewisser Weise (ab)wertend zu meiner Meinung. (Keine Angst, ich denke ich verstehe es schon richtig. Jedenfalls nimm ich es nicht böse - oder sollte ich dies? :wink: ) Es geht doch nicht darum, wer was sagt, sondern was gesagt wird!

Auch bringen uns Verschwörungstheorien nicht weiter nach dem Motto: Ach, das ist nur eine Show der bösen NAK, um die VAG/Kritiker zu vertrösten etc. - Solches könnte man an Dieter Nuhr schicken, der hat dafür Interesse (wie z.B. dass die Bahn Leichen kauft um sie auf die Schienen zu legen um die Verspätungen zu begründen).

Machen wir einen Schnitt:
04.12.2007 - das Verhältnis zur VAG wird extrem belastet.
22.10.2008 - hat die NAK durch das Gespräch, die Veröffentlichung, die Information über Kuhlen nicht deutlich gemacht, dass sie an einer Versöhnung interessiert ist, dass sie die Erfahrungen der Geschwister in der VAG durchaus ernst nimmt und annimmt und dass sie deren Standpunkte akzeptiert, ihn für möglich und wahr hält.

Wenn dies Schritte in diese Richtung sind, wenn dies Anzeichen dafür sind, dass die NAK ganz bewusst das Verhältnis zur VAG ändern und wieder aufbauen will - dann würde ich den Widerspruch nicht verstehen.

Und wenn nicht - wieso? Was stellt es für Euch dar? Was sollte eine Gegenüberstellung sonst bringen? Welchen Sinn sollte sie haben?

Im Übrigen: Wenn Zeitungen eine Gegendarstellung drucken, dann merkt man oft, dass sie es tun müssen, aber im Grunde nach wie vor von ihrer ersten Berichterstattung überzeugt sind. Die Veröffentlichung der Gegenüberstellung tut dies in meinen Augen deutlich weniger.

Grüße
Christian
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Beitragvon chris » 22.10.2008, 08:19

Lieber JJ,

ganz verstehe ich nicht, was Du mir sagen willst.

:cry:

Ein zentraler Punkt christlicher Ethik ist die rücksichtsvolle Umgang mit den Schwächeren.
....und auch mit dem "Stärkeren", denn wonach richtet sich, wer der "stärkere" ist. Einfach gegen den "Nächsten".....

Sind die Forumsmitglieder die Stärkeren, weil sie in gewissen Denkmustern nicht mehr gefangen sind, oder die NAK weil sie mehr Mitglieder hat? etc......


Grüße
Christian
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Beitragvon Jesu Juva » 22.10.2008, 08:38

chris hat geschrieben:Lieber JJ,

ganz verstehe ich nicht, was Du mir sagen willst.

:cry:

Ach was? ;-) Und ich hatte gehofft, Du verstündest die kommentarlose erneute Veröffentlichung Deines Beitrages durch mich als einen Schritt der Annäherung... :mrgreen:

Jetzt mal ernsthaft: Ich stimme Deinem langen Beitrag oben prinzipiell zu. Ebenso begrüße ich also, dass die NAK auf ihrer Website die Darstellungen der VAG-Zeitzeugen veröffentlich. Aber Deine Reaktion auf mein Vollzitat zeigt auch, dass es dazu nicht reicht, einfach etwas kommentarlos wiederzugeben.


chris hat geschrieben:Ein zentraler Punkt christlicher Ethik ist die rücksichtsvolle Umgang mit den Schwächeren.
....und auch mit dem "Stärkeren", denn wonach richtet sich, wer der "stärkere" ist. Einfach gegen den "Nächsten".....

Ok, ich hätte wohl besser schreiben sollen: "Ein zentraler Punkt christlicher Ethik ist der rücksichtsvolle Umgang, gerade mit den Schwächeren." (Mit Forumsmitgliedern hat das nichts zu tun, denke ich.)
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Beitragvon Zwischenruf » 22.10.2008, 09:04

Jesu Juva hat geschrieben:Ach was? :wink: Und ich hatte gehofft, Du verstündest die kommentarlose erneute Veröffentlichung Deines Beitrages durch mich als einen Schritt der Annäherung... :mrgreen:



:lol: :lol: :lol:
Auch und gerade in dem , was uns aufgrund unserer tiefsten Glaubensüberzeugung voneinander unterscheidet, müssen wir uns gegenseitig respektieren und lieben. (Papst Benedikt XVI.)
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Beitragvon 42 » 22.10.2008, 09:07

Aber Deine Reaktion auf mein Vollzitat zeigt auch, dass es dazu nicht reicht, einfach etwas kommentarlos wiederzugeben.

Ein experimenteller Nachweis - so eine Lernmethode find' ich gut!
MherzlG, 42
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Beitragvon chris » 22.10.2008, 09:19

Hallo Jesu Juva,

Ok, ich hätte wohl besser schreiben sollen: "Ein zentraler Punkt christlicher Ethik ist der rücksichtsvolle Umgang, gerade mit den Schwächeren." (Mit Forumsmitgliedern hat das nichts zu tun, denke ich.)

Dass Du es so gemeint hast, dachte ich mir.

Ach was? Und ich hatte gehofft, Du verstündest die kommentarlose erneute Veröffentlichung Deines Beitrages durch mich als einen Schritt der Annäherung...

Du böser, böser Bube - mich so aufs Glatteis zu führen. :wink:

"einfach etwas kommentarlos wiederzugeben." - Grundsätzlich reicht es nicht. Aber .... ein Schritt. Dem weitere folgen müssen, z.B. Veröffentlichung in der UF, weitere Gespräche, Überprüfung der Aussagen des 04.12., Einfluss der Standpunkte der Zeitzeugen auf die Bewertung der Ereignisse......

Hallo 42,
Ein experimenteller Nachweis - so eine Lernmethode find' ich gut!

ich muss das doch nicht lernen, ich sag ja auch, dass es noch nicht das Ziel ist......ein Schritt. Ein guter Schritt, ein bewerkenswerter Schritt. Aber auch "nur ein Schritt"
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