Entwicklung der NAK-Mitgliederzahlen in Europa

Beiträge zur NAK-Geschichte

Beitragvon maranatha » 05.09.2008, 09:34

Also so dramatisch finde ich diese Zahlen nun auch nicht und das hat auch nichts mit der kleinen Herde zu tun, eher wohl mit der biblischen Zahl 144.000.
Schaut man sich die Zahlen prozentual an, hat das mathematisch gesehen (was für ausgebildete Kirchenleiter, oder so) eher mit der Teuerungsrate was zu tun, oder mit der inflationäre Entwicklung in Deutschland. Man passt sich halt an!
Nun mal laienhaft die Entwickelung prozentual.
2000-2007
Mitgliederschwund: 8,7%
Amtsträgerschwund: 16,6%
Gemeindeschwund: 14,6%

Das schaut zwar dramatisch aus, ist aber nicht so, besonders wenn man sich die Zahlen prozentual von 2005-2006 vergleicht
Mitgliederschwund: 0,31% !!!
Amtsträgerschwund: 2,42%
Gemeindeschwund: 2,7 %
So schaut doch die Sache wesentlich angenehmer aus.

Gut 2006 zu 2007 klingt ein wenig dramatisch, aber was soll’s
Mitgliederschwund: 6,4%
Amtsträgerschwund: 4,6%
Gemeindeschwund: 9,1%

Zur erklären sind diese Zahlen allemal, zum einem der Demographische Wandel und die Geburtenarmen Jahrgänge die jetzt nachdrängen.
Vergleicht man diese Zahlen mit den anderen Kirchen, oder gar mit der VAG(sind nirgends Zahlen zu finden), lässt sich feststellen: Wir liegen im Trend!
Der Mitgliederschwund 2007 hat mit den folgen des 4.12. wohl eher nichts zu tun, das ist auch am Amtsträgerschwund festzustellen.
Zum Gemeindeschwund ist festzustellen, das das eher was mit der neuen Wohlfühloffensive zu tun hat, aus zwei mach eins, oder aus drei mach eins, er geht hier ums Einssein!

Wie die zahlen 2008 ausschauen und was der 4.12 wirklich gebracht hat, wissen wir nicht. Und hier wäre eine regionale Gegenüberstellung sehr interessant, aber das lässt sich aber wohl mit Demographischen Wandel wieder mal erklären. Zumindest wurde in Süddeutschland dem Amtsträgerschwund 2008, durch Massenordinationen zu Jugendtagen ein ende gesetzt.
Außerdem gibt es 2008 auch die Missionsoffensive an den Hecken und Zäunen der Nachbarn.

Wenn sich Br. Randnotiz hier schon sorgen macht, wer seine Grabrede hält, ist das schon bedenklich. Aber vielleicht könnte man ja seine eigne Grabrede auf DVD aufnehmen, sie dann einem Anwalt, oder Notar geben (falls Br. Randnotiz keinen kennt, gerne per PN) der die dann im Todesfall dem Bestatter zukommen lässt.

Aber man sollte trotz der Zahlen, alles vom Ende her betrachten, dann wird alles wieder gut, so oder so ähnlich.

Ein schönes Wochenende, von einem Kirchenhinterbänkler aus ähhh Bayern. :mrgreen:
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Beitragvon Kontrabass » 05.09.2008, 13:31

Werter maranatha,

Sie schreiben...
Wie die zahlen 2008 ausschauen und was der 4.12 wirklich gebracht hat, wissen wir nicht.


Sie müssen aber zugeben, dass es zumindest "schöne Hinweise" hierzu gibt... :wink:

Und was die Grabrede von Br. Randnotiz betrifft: Wenn er mehr Heimweh hätte, würde er auch nach Hause kommen - also überkleidet statt entkleidet, sozusagen... :mrgreen:

Liebe Grüsse
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Beitragvon Matze » 06.10.2008, 20:53

Die Gesamtzahlen sind vergleichbar mit den Zahlen des Christentums in Europa... Rückgang und Rückzug aller Orten...

Wobei hier auch nicht vergessen werden darf, dass die NAK in Europa den Schwerpunkt in Deutschland hat und hier sinkt das Christentum stärker als bspw. in Südeuropa.

Aus dem Rahmen fällt NAK-mässig wohl einzig das UK mit einem Wachstum an Mitgliedern und Gemeinden.
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Beitragvon Jesu Juva » 07.10.2008, 07:08

Moin, Matze!

Matze hat geschrieben:Die Gesamtzahlen sind vergleichbar mit den Zahlen des Christentums in Europa... Rückgang und Rückzug aller Orten...

Wobei hier auch nicht vergessen werden darf, dass die NAK in Europa den Schwerpunkt in Deutschland hat und hier sinkt das Christentum stärker als bspw. in Südeuropa.

Woran machst Du das fest? Nur quantitativ, also an den rückgängigen Mitgliedszahlen für die etablierten Großkirchen? Dies würde ich (mit H. Häring) eher als eine Abkehr vom Konfessionalismus als vom Christentum sehen...

Matze hat geschrieben:Aus dem Rahmen fällt NAK-mässig wohl einzig das UK mit einem Wachstum an Mitgliedern und Gemeinden.

  1. Die Gemeinden sind in UK so dünn gesät und klein, dass eine andere Art an quantitativer Veränderung der Mitgliederzahlen praktisch kaum möglich wäre.
  2. Das "Wachstum" dort wird hauptsächlich durch bereits neuapostolische Einwanderer vom afrikanischen Kontinent bewirkt.

Punkt (1) sorgt übrigens für seine ganz eigenen Probleme. Denn wenn Geschwister aus Südafrika plötzlich in das hinterwäldlerisch strenge Regiment der für UK zuständigen Gebietskirche USA gepresst werden sollen, geht das zwangsläufig schief. Mehr als einmal war das "Wachstum" in UK daher dergestalt, dass sich eine junge, lebendige Gemeinde mit afrikanischstämmigen Mitgliedern von einer vormals gemischten Gemeinde abspaltete und damit eine überalterte und letztlich eben nicht auf lange Sicht überlebensfähige Gemeinde von Einheimischen zurückließ.

Viele Grüße, Lars
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Beitragvon Matze » 07.10.2008, 07:34

Moin Lars ;-)

Hmmm... Natürlich ist das eine Abkehr vom Konfessionalismus. Dennoch auch eine Abkehr vom Christentum, wenn man sieht wohin die Wanderung auch geht- zum einen auch hier verschieben sich die Gewichte auch Einwanderung zu anderen Religionen, zum anderen gibt es auch eine nicht zu unterschätzende Zahl an Konvertiten.

Andererseits glaube ich nicht daran, dass sich die Mehrheit der Konfessionslosen als Christen sieht. Auch das ist eine Minderheit.
Das es innerhalb des Christentums große Verschiebungen gibt, ist mir auch klar. So wachsen Evangelikale und Pfingstler und in geringen Masse auch katholische Fundamisten.

Aber auch qualitativ an den Zahlen der Gottesdiensbesucher, Taufen , kirchl. Handlungen etc.pp.

Natürlich ist das UK ein Spezialfall. Und Du hast recht, dass dort das Wachstum größtenteils auf Einwandererung zurück zuführen ist.
Und sicher nicht unproblematisch. Brachte das hier nur mal als Beispiel, dass der Rückgang nicht in ganz Europa ebenmässig verläuft...

BTW: Riesenrückgänge gab es bei der NAK schon immer mal... Lange vorbei sind die Zeiten als es noch über 40.000 Apostolische in den NL gab...nur mal so am Rande...Gegen so einen Verlust von 75% ist der Schwund in Deutschland zZt. eher gering...
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Beitragvon chris » 08.10.2008, 06:42

Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass der zweite Uster-Abend so schnell zu so großer Austrittswelle geführt haben soll. Er war doch am 04.12.2007, das wären dann gerade mal drei Wochen. Wer innerhalb von drei Wochen diesen Schritt tut, wird sich vorher schon Gedanken gemacht haben. In vielen Fällen. Wird vorher schon "gewackelt" (nicht abwertend gemeint) haben, und dann kam dieser Abend - und das Fass war voll.

Was für mich wahrscheinlicher klingt: Durch den radikalen Gemeinderückgang könnten einige eine zu weite Fahrtstrecke gehabt haben. Oft sind solche Gemeindeschließungen auch nicht gut durchgeführt, oft werden Geschwister dabei vor den Kopf gestoßen. Führt zur Frustration. Hier könnte auch ein gewisser Zusammenhang bestehen.

Ich denke mir, der 04.12.07 wird sich statistisch erst zum 31.12.2008 tatsächlich auswirken. Ob der Erdrutsch größer sein wird, bleibt abzuwarten.
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Beitragvon Matze » 08.10.2008, 10:53

Das glaube ich auch nicht...

Bei allem Entsetzten und aller "Amtsauftrag-Niederlegungs-Euphorie" bei etlichen hier im Forum, ist mir persönlich kein einziger Austritt noch eine Niederlegung aus diesem Grund bekannt...

Fakt ist vielmehr, dass etliche Gemeinden einfach "aussterben"... Wenn ich leicht übertreibe, kommen in letzter Zeit in meinem Umfeld auch auf eine Taufe fünf Trauerfeiern... So einfach ist Tennis.

Neuapostolische Migranten haben wir so gut wie gar ncht, also besteht schlechtweg ein riesiges demographisches Defizit...
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