Entwicklung der NAK-Mitgliederzahlen in Europa

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Entwicklung der NAK-Mitgliederzahlen in Europa

Beitragvon Jesu Juva » 04.09.2008, 14:14

Gerade wurden auf nak.org die Mitgliederzahlen für Europa vom Jahreswechsel 2007/2008 veröffentlicht. Die Statistik spricht eine deutliche Sprache, besonders, wenn man zum Vergleich die Vorjahre heranzieht -- lange Zeit bleiben die Werte relativ stabil (wenn auch mit negativer Tendenz), bis sie dann 2007 regelrecht abstürzen.

31.12.2000
Mitglieder: 526.729
Amtsträger: 30.506
Gemeinden: 4.148

30.06.2001(!)
Mitglieder: 525.696

31.12.2002
Mitglieder: 522.754
Amtsträger: 29.612
Gemeinden: 4.083

31.12.2003
Mitglieder: 521.277
Amtsträger: 29.126
Gemeinden: 4.134

31.12.2004
Mitglieder: 519.107
Amtsträger: 28.503
Gemeinden: 4.000

31.12.2005
Mitglieder: 515.420
Amtsträger: 27.987
Gemeinden: 3.915

31.12.2006
Mitglieder: 513.776
Amtsträger: 27.307
Gemeinden: 3.810

31.12.2007
Mitglieder: 480.515
Amtsträger: 26.053
Gemeinden: 3.464

(Alle Zahlen von nak.org, ältere Werte via web.archive.org. Zahlen nur für Deutschland werden anscheinend nicht mehr veröffentlicht.)
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Re: Entwicklung der NAK-Mitgliederzahlen in Europa

Beitragvon egil » 04.09.2008, 15:10

Jesu Juva hat geschrieben:lange Zeit bleiben die Werte relativ stabil (wenn auch mit negativer Tendenz), bis sie dann 2007 regelrecht abstürzen.


Besonders lustig ist es, wenn man sich aus den Zahlen Diagramme bastelt.

Also - lustig ist es je nach dem, wo man steht ... :?
Christ ist erstanden von den Martern allen. Des solln wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein. Kyrieleis.
Wär er nicht erstanden, so wär die Welt vergangen; seit dass er erstanden ist, so freut sich alles was da ist. Kyrieleis.
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Beitragvon ChristSein » 04.09.2008, 15:23

Das Pontifikat von Dr. Leber zeigt Wirkung.
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Beitragvon Randnotiz » 04.09.2008, 15:30

Erschreckend auch die Zahl der Gemeindeschließungen. Von 2000 bis 2007 ca. 600 - das ist so, als würde mehr als die ganze Gebietskirche NRW einfach von der Bildfläche verschwinden.

Wenn das so weitergeht - 100 pro Jahr, ist tatsächlich keiner mehr da, der für mich eine Grabrede hält.

*sorg*
Nur wer die Fakten kennt, kann sie verdrehen.

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Beitragvon egil » 04.09.2008, 15:36

Ich dachte, Du wirst dereinst mit einem feurigen Wagen ... :lol:
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Beitragvon Randnotiz » 04.09.2008, 15:51

Nee, ich steh nicht auf Ferrari. :wink:
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Beitragvon Jesu Juva » 04.09.2008, 16:30

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Beitragvon Holytux » 04.09.2008, 16:35

Nun, die KL arbeitet jedenfalls mit Hochdruck an Zukunftsstrategien...

http://www.nak.org/de/glaube-kirche/wort-zum-monat/article/15742/

Niedlich. Alles wird gut.

:wink:
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Beitragvon egil » 04.09.2008, 16:57

In Prozenten bedacht klingt das Ganze dann so:

Die Zahl der Mitglieder sinkt kontinuierlich um etwa 1%, von 2006 auf 2007 um 7%.

Die Zahl der Amtsträger sinkt kontinuierlich um etwa 2%, von 2006 auf 2007 um 5%.

Die Zahl der Gemeinden sinkt zunächst um 1%, wächst dann wieder um 1%, sinkt dann drei Jahre lang kontinuierlich um etwa 2%, von 2006 auf 2007 um 9%. Die Bezirkreform in NRW fand allerdings schon 2005 statt, kann also eigentlich nicht in die 9% fallen, oder?

Womit ist der Knick von 2006 auf 2007 zu erklären? Uster-Nachwehen? Aber wieso dann der Absturz bei den Gemeinden? :?
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Beitragvon 42 » 04.09.2008, 17:11

Ab welcher Mitgliederzahl kann eigentlich man von der NAK von einer "kleinen fundamentalistischen Bewegung" sprechen? Zeitlich hat Ap. Sepers das ja so in etwa eingegrenzt.
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Beitragvon Clemens » 04.09.2008, 17:16

Hallo Zusammen,

1. Die Gemeindezahlen vom 31.12.2006 waren bereits zu hoch angesetzt. Das hatte ich schon vor einem Jahr geschrieben. Da stand dann etwa für Berlin-Brandenburg (und steht noch heute auf www.nak.de) etwas von etwa 150 Gemeinden. Dabei lagen die zum selben Zeitpunkt schon bei rund 120 (laut damaliger Veröffentlichung auf der Homepage der Gebietskirche BB).

2. Besonders in Mitteldeutschland wurden in den letzten 2 Jahren sehr viele Gemeinden geschlossen.

Machen wir uns nichts vor: Viele Gemeinden (besonders im Norden und Osten) waren so klein und substanzlos, dass sie nie hätten gegründet werden dürfen. Das rächt sich eben jetzt. Ein Blick auf die Gemeindeseiten von Mitteldeutschland verrät außerdem, dass dort viele Gemeinden über keine "richtigen" Kirchengebäude oder nur über recht alte verfügen. Dass will nicht so recht in das Bild einer modernen Kirche passen. All dies ist allerdings weniger Klingler zuzuschreiben, als vielmehr den früheren ostdeutschen Bezirksaposteln, die "auf Teufel komm raus" Gemeinden gründeten, um ihre relativ strukturschwachen Bezirke möglichst groß und wichtig erscheinen zu lassen.

Viele Grüße,

Clemens
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Beitragvon Zwischenruf » 04.09.2008, 17:23

42 hat geschrieben:Ab welcher Mitgliederzahl kann eigentlich man von der NAK von einer "kleinen fundamentalistischen Bewegung" sprechen? Zeitlich hat Ap. Sepers das ja so in etwa eingegrenzt.


Die "kleine Herde" ist aus NAK-Sicht doch ein Adelsprädikat!?

Klick!

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Beitragvon der_ortsgeistliche » 04.09.2008, 17:28

Clemens hat geschrieben: All dies ist allerdings weniger Klingler zuzuschreiben, als vielmehr den früheren ostdeutschen Bezirksaposteln, die "auf Teufel komm raus" Gemeinden gründeten, um ihre relativ strukturschwachen Bezirke möglichst groß und wichtig erscheinen zu lassen.

Clemens


Entschuldige bitte, aber dieser Satz ist Blödsinn.
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Beitragvon egil » 04.09.2008, 17:30

Zwischenruf hat geschrieben:
42 hat geschrieben:Ab welcher Mitgliederzahl kann eigentlich man von der NAK von einer "kleinen fundamentalistischen Bewegung" sprechen? Zeitlich hat Ap. Sepers das ja so in etwa eingegrenzt.


Die "kleine Herde" ist aus NAK-Sicht doch ein Adelsprädikat!?

Klick!

Z.


Dazu fällt mir ein, was ich schon länger einstellen wollte:

Kleiner ist nicht besser

Die Rede von der "kleiner werdenen Herde" sollte nicht romantisch überhöht werden nach dem Motto: "Eine Minderheitenkirche ist authentischer als die saturierten Großkirchen." Das meint der Kirchenamtspräsident der Evangelischen Kirche in Deutschland, Hermann Barth. Eine solche Rede zeigt Resignation. Die eigentliche Frage laute: "Was braucht es, damit die inneren Kräfte zunehmen? Was trauen wir Gott zu?"

aus: Christ in der Gegenwart 35/29008, S.380
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