Jesu Juvas Beitrag Wenn Fritz zum Bischof....

Beiträge zur NAK-Geschichte

Jesu Juvas Beitrag Wenn Fritz zum Bischof....

Beitragvon Sinus » 29.08.2007, 09:32

Lieber Jesu Juva
Zu deinem Thema: Wenn Fritz zum Bischof gesetzt würde...

Gibt es eigentlich keine andere Sorgen, die man sich als neuapostolischer Christ machen müßte, als immer und immer wieder an der Botschaft, deren Nachfolgeregelung und der Wirtschaftlichkeit(Profitgier??)herumzustochern?


Es wäre doch sicherlich angebrachter, die jetzige Zeit der NAK in Augenschein zunehmen, weil ich meine, dass es hier ganz besonders brennt.
Gemeinschaft unter den NAKis, was ist das?
Predigten mit gehaltvollem Inhalt, wo findet man das?
Glaube, Liebe Brüderlich -und Schwesterlichkeit, also das Umgehen miteinander, finde ich das in der Gegenwart in der neuapostolischen Kirche?

Wo spielt Jesus denn noch eine wichtige Rolle?
Bei Pro Christ wahrscheinlich mehr als bei uns, der NAK.

Mein Jesus ist der Weg, er führt zum sel´gen Land;
singen wir in NGB 427.
Nur, wer predigt das denn noch?

Wo ist das "Glaubensgespräch" nach einem Gottesdienst geblieben?
Nach dem GD ist meist schon wieder Thema Geld Auto Kleider und ach schau die dir an, wie die aussieht....usw.:cry:

Ich bin auch nicht der Meinung unseres mKoch, der meint, diese Generation von Stap Bischoff schütze die Kirche, nein sie schützen sich selbst.


Nur mal so, als mein Empfinden in der Vergangenheit und Gegenwart.

Freundliche Grüße

Gaildorfer :shock:
Sinus
 

Re: Jesu Juvas Beitrag Wenn Fritz zum Bischof....

Beitragvon mkoch » 29.08.2007, 10:02

gaildorfer hat geschrieben:Gibt es eigentlich keine andere Sorgen, die man sich als neuapostolischer Christ machen müßte, als immer und immer wieder an der Botschaft, deren Nachfolgeregelung und der Wirtschaftlichkeit(Profitgier??)herumzustochern?


Lieber gaildorfer,
deine Frage führt letztlich in die Betrachtung des Themas hinein: Was ist der Sinn von Geschichte?

Dazu sagte Golo Mann einmal: „Immer hat Geschichte zwei Komponenten: das, was geschehen ist, und den, der das Geschehene von seinem Orte in der Zeit sieht und zu verstehen sucht. Nicht nur korrigieren neue sachliche Erkenntnisse die alten; der Erkennende selber wandelt sich. Die Vergangenheit lebt; sie schwankt im Lichte neuer Erfahrungen und Fragestellungen.“ [quelle: wikipedia.org]

Wir haben hier viele Leute, die einen beschäftigen sich mit diesem, die anderen mit jenem; du mit dem unnötigen.

LG michael
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Beitragvon Tatyana † » 29.08.2007, 10:14

"Wer nicht aus der Geschichte lernt, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen". Beschäftigung mit Geschichte ist wichtig! (aber der Seitenhieb war unnötig)
''If you have never been called a defiant, incorrigible, impossible woman… have faith… there is yet time." (C.P. Estes)
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Beitragvon Jesu Juva » 29.08.2007, 10:26

Hallo Gaildorfer,

hast Du Dich eigentlich schon einmal gefragt, warum die NAK so ist wie sie ist? Warum die Kirchenleitung die Dinge lehrt, die sie lehrt, speziell auch diejenigen, für die es bestenfalls "schöne Hinweise" gibt? Warum die Gläubigen diese Lehren zwar bereitwillig annehmen, sich dagegen aber i.d.R. so wenig mit der Bibel als Quelle des Glaubens auseinandersetzen? Warum die eigentlich positiven Worte "Segenslinie" und "Botschaft" für viele zu Reizworten geworden sind? Warum sich mancher nicht des Eindrucks erwehren kann, in der NAK würde den Aposteln, allen voran dem Stammapostel, eine maßgeblichere Aufgabe in Gottes Erlösungsplan zugeordnet als Jesus, dem Christus?

Ich habe mir diese Fragen gestellt. Und auch wenn ich mit meinem mageren Wissen und meiner begrenzten Erfahrung nicht zu einer befriedigenden geschweige denn abschließenden Antwort kommen kann: für fast alles gibt es Antworten, die in der Geschichte der NAK begründet liegen; vor allem im Wirken J.G. Bischoffs und seines Sohnes.

Wenn ich Christus in dem Mittelpunkt stellen will, muss ich mich fragen, wie Apostelamt seine zentale Heilsvermittlerrolle rechtfertigen kann. Wenn ich Christi Erlöserstätigkeit ernstnehme, muß ich mich fragen, welche Rolle Apostel bei der Sündenvergebung noch spielen können -- sprechen sie mich frei, oder verkündigen Sie mir "nur" aufs Neue als Botschafter die bereits einmal am Kreuz erwirkte ewige Freiheit? Wenn ich Gottes Souveränität ernstnehme, muss ich mich fragen, darf die Kirchenleitung ein nur in der NAK gespendetes Sakrament als notwendig zum Heil erklären?

Sowohl die aktuelle Predigtkultur in der NAK, die zu häufig zu einer bloßen Nacherzählung des Leitgedankenartikels verkommt, als auch die lange Zeit herrschende strikte interkonfessionelle (und interreligiöse!) Isolation, die sich noch immer in dem Argwohn gegenüber Andersgläubigen im Allgemeinen und ACK und Protestantismus im Speziellen niederschlägt, finden nach meiner Ansicht ihren Anfang zu Zeiten J.G. Bischoffs. Und dass man beim Betrachten einer Kirche, die sowohl zu Zeiten des 3. Reiches als auch der DDR mit den Staatsorganen kollaboriert hat, ein gewisses Misstrauen zwischen den Gemeindemitgliedern konstatieren kann, dürfte auch nicht verwundern -- wobei sicherlich dies nicht so pauschal stehengelassen werden darf. Gemeinschaft sehe ich nämlich durchaus, aber fast ausschließlich innerhalb der NAK, nicht mit anderen Christen, also nicht in dem Sinne, den Christus in seinem Hohepriesterlichen Gebet gemeint haben dürfte. "Ein Liebesbund um's Erdenrund" -- aber bitte als geschlossene Gesellschaft -- nach meinem Wissenstand auch maßgeblich auf die Zeit Bischoffs zurückzuführen.

Wer die Probleme der Vergangenheit analysiert und daraus seine Schlussfolgerungen zieht, verbessert seine Chancen stark, gleichartige Fehler in Zukunft vermeiden zu können. Das Wichtigste bleibt aber: Jesus fordert zur Umkehr, zur Buße auf. Umkehren kann aber nur, wer seine Fehler erkennt. Und Buße schließt immer ein Bekenntnis der Fehler vor Gott ein. Soetwas ist nur möglich, wenn sich mit der Vergangenheit beschäftigt wird, anstatt alles im Meer der Vergessenheit zu versenken. Letzteres bleibt allein Gott vorbehalten -- nach der Umkehr.

Viele Grüße,
Lars
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Beitragvon tosamasi » 29.08.2007, 10:36

Wo ist denn der fragliche Beitrag geblieben?
Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden
(Hermann Hesse)
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Re: Jesu Juvas Beitrag Wenn Fritz zum Bischof....

Beitragvon tergram » 29.08.2007, 10:41

gelöscht, da inzwischen erledigt
Zuletzt geändert von tergram am 29.08.2007, 10:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Jesu Juvas Beitrag Wenn Fritz zum Bischof....

Beitragvon Jesu Juva » 29.08.2007, 10:42

tergram hat geschrieben:
gaildorfer hat geschrieben:Lieber Jesu Juva
Zu deinem Thema: Wenn Fritz zum Bischof gesetzt würde...

Das finde ich bitte wo? :shock:

Hier.

HTH, L.
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Beitragvon Vancouver » 29.08.2007, 11:02

Geschichte ist wichtig, keine Frage. Aber manchmal "kann man sich des Eindrucks nicht erwehren", daß es eben nur noch um die Vergangenheit geht.

Deshalb:

Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.

Albert Einstein

V.

PS: JJ, wenn Sie während der Predigt allenfalls den Nacherzählungsprozentsatz ermitteln, haben Sie das Wesen der Predigt nicht verstanden.
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Beitragvon mkoch » 29.08.2007, 11:08

Vancouver hat geschrieben:Geschichte ist wichtig, keine Frage. Aber manchmal "kann man sich des Eindrucks nicht erwehren", daß es eben nur noch um die Vergangenheit geht.


Aber nicht im gkForum, oder???
Wenn du dir hier so anguckst, was hier so alles an Belanglosigkeiten des Alltags abgelegt wird ...
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Beitragvon tergram » 29.08.2007, 11:17

Vancouver hat geschrieben:Aber manchmal "kann man sich des Eindrucks nicht erwehren", daß es eben nur noch um die Vergangenheit geht.


Vancouver,

nein - nicht 'nur', aber eben 'auch' - aus gutem Grund, wie JJ in seiner Antwort an Gaildorfer schreibt (Zitat kursiv):

...hast Du Dich eigentlich schon einmal gefragt, warum die NAK so ist wie sie ist?

Warum die Kirchenleitung die Dinge lehrt, die sie lehrt, speziell auch diejenigen, für die es bestenfalls "schöne Hinweise" gibt?

Warum die Gläubigen diese Lehren zwar bereitwillig annehmen, sich dagegen aber i.d.R. so wenig mit der Bibel als Quelle des Glaubens auseinandersetzen?

Warum die eigentlich positiven Worte "Segenslinie" und "Botschaft" für viele zu Reizworten geworden sind?

Warum sich mancher nicht des Eindrucks erwehren kann, in der NAK würde den Aposteln, allen voran dem Stammapostel, eine maßgeblichere Aufgabe in Gottes Erlösungsplan zugeordnet als Jesus, dem Christus?

Ich habe mir diese Fragen gestellt. Und auch wenn ich mit meinem mageren Wissen und meiner begrenzten Erfahrung nicht zu einer befriedigenden geschweige denn abschließenden Antwort kommen kann: für fast alles gibt es Antworten, die in der Geschichte der NAK begründet liegen; vor allem im Wirken J.G. Bischoffs und seines Sohnes.


Für mich wird mit jeder 'Offenbarung' aus der Vergangenheit deutlicher, dass Fundament und Historie dieser Kirche wackelig sind und die Akteure von der (An)Leitung druch den Heiligen Geist meilenweit entfernt... Die NAK sollte Bischoff-Kirche heissen - dieser Mann hat die Kirche geprägt wie kein anderer. Und mit seinem Tod 1960 war sein Einfluss eben nicht zuende.

Die NAK trägt schwer an den Lasten der Vergangenheit. So schwer, dass sie sich nicht zu einer aufrechten/aufrichtigen christlichen Kirche entwickeln kann. So schwer, dass ich bezweifle, dass auf diesem vergifteten Boden Gutes, Göttliches wachsen kann...

Da hilft auch lautes Singen "Immer mutig vorwärts..." nicht.
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Beitragvon Vancouver » 29.08.2007, 11:25

Lieber Chefkoch,

ich weiß nicht, was dabei herauskäme, würde man die ERNSTHAFTEN Beiträge (nicht das Alltagsgeplänkel) einmal nach Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gewichten. Vielleicht hat jemand mal Lust auf diese Fleißarbeit.

Der Geschichtsanteil dürfte jedoch ziemlich hoch sein, vermute ich mal.

V.

PS: Nur am Rande. Die Erweiterung der Labermöglichkeiten hat nicht zu deren Verminderung beigetragen. Falls dies gewollt war. Ja, ich habe hin und wieder auch mitgemacht.
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Beitragvon mkoch » 29.08.2007, 11:27

Wenn du dir anschaust:
KIRCHENGESCHICHTE hat 118 - dagegen
LEBEN IN DER NAK allein schon 455

im Übrigen brauch man natürlich dann weniger darüber zu diskutieren, wenn die VErgangenheit aufgearbeitet ist. Wir sind da aber gegenwärtig noch in der Vollendungsphase.
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Beitragvon Vancouver » 29.08.2007, 11:38

Nach den Themen ist das sicher richtig. Nur geben die Themen nicht die tatsächlichen Inhalte der einzelnen Beiträge wieder. Deshalb Fleißarbeit...

Ich glaube nicht an eine Veränderung NACH der Vollendungsphase. Vielleicht täusche ich mich ja... :wink: Das wäre dann eine wirkliche Verbesserung.

V.
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Re: Jesu Juvas Beitrag Wenn Fritz zum Bischof....

Beitragvon Sinus » 29.08.2007, 11:59

mkoch hat geschrieben:
gaildorfer hat geschrieben:Gibt es eigentlich keine andere Sorgen, die man sich als neuapostolischer Christ machen müßte, als immer und immer wieder an der Botschaft, deren Nachfolgeregelung und der Wirtschaftlichkeit(Profitgier??)herumzustochern?


Lieber gaildorfer,
deine Frage führt letztlich in die Betrachtung des Themas hinein: Was ist der Sinn von Geschichte?

Dazu sagte Golo Mann einmal: „Immer hat Geschichte zwei Komponenten: das, was geschehen ist, und den, der das Geschehene von seinem Orte in der Zeit sieht und zu verstehen sucht. Nicht nur korrigieren neue sachliche Erkenntnisse die alten; der Erkennende selber wandelt sich. Die Vergangenheit lebt; sie schwankt im Lichte neuer Erfahrungen und Fragestellungen.“ [quelle: wikipedia.org]

Wir haben hier viele Leute, die einen beschäftigen sich mit diesem, die anderen mit jenem; du mit dem unnötigen.
LG michael

Lieber mKoch.

Würdest du mir erklären, wo ich mich mit unnötigem beschäftige?
Das Thema Botschaft Bischoff ist hier im Forum groß und breit vertreten, daher sehe ich es als unnötig an, erneut ein "neues Thema" wegen dieser "Botschaft" öffnen zu müssen.

Die Vergangenheit hatte den Herrn Jesu am Kreuz auch nicht mehr intressiert, als Jesu sah, dass der Schächer am Kreuz erkannt hatte, wer er(Jesu) ist.

Noch heute wirst du mit mir im Paradiese sein, ist eine klare Sprache Jesu!

Warum, bitte, hat Jesu das allzeit gültige Opfer denn gebracht?
Dass wir ständig und immer wieder im "Alten" steckenbleiben, darin herumstochern, anstatt sich um unsere Glaubenszukunft zu sorgen.

Ich frage mich daher, wer hier sich mit unnötigen beschäftigt.

Wir können, und das ist ja klar, aus der Vergangenheit lernen, aber man setzt den Hebel der Verbesserung nicht am Aufhalten an Derselben an.

Gruß
Gaildorfer
Sinus
 

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