Entwicklung der Glaubensartikel

Beiträge zur NAK-Geschichte

Beitragvon weltmensch » 31.07.2007, 13:55

Lieber Christian,

ich könnte Dir ja vielleicht zustimmen, wenn die NAK nicht diesen übergroßen Anspruch hätte, (exklusiv) das Heil und Erlösungswerk Gottes zu sein, dass Glaubensschiff, das alle, die sich auf es begeben, erretten wird.

Du hast geschrieben:

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„Sicher sollte man Erwartungen haben dürfen. Auf der anderen Seite schaukeln sich diese dann oft hoch, werden unrealistisch. Und deshalb erscheint mir Zurückhaltung - nicht absolutes Schweigen, aber Bedachtheit - sinnvoll.“


Wo sind denn die größten Erwartungen? Sind diese realistisch oder doch nicht ein wenig zu hoch? Um nicht von Größenwahn zu sprechen!

Wer sollte sich da vielleicht zuerst zurückhalten?

Verstehst Du mich?

Es geht um Anspruch und Wirklichkeit!

LG,
Weltmensch
„Man sollte keine Dummheit zweimal begehen, die Auswahl ist schließlich groß genug.“

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Beitragvon Matula1 » 31.07.2007, 14:09

Chris hatr geschrieben:

....Nimm z.B. die katholische Schwangerschaftsberatung. Der Papst dürfte schon gewusst haben, dass dort ein Schein ausgestellt wird, mit dem die Frau abtreiben kann. Dann wurde er aber "formell" eingeschalten, und da kann er nur "Nein" sagen. Leider! So wird sicher manches auch bei uns gesehen, aber toleriert. So lang sich niemand beschwert. Und wenn dann einer sich beschwert oder die nächste Amtsstufe gefragt wird, dann sieht es schnell anders aus und man muss sich entscheiden....

Darf ich mal fragen, weshalb da beim Hinweis auf das Nein des Papstes zum Schwangerschaftsabruch das Wort LEIDER steht !
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Beitragvon Zwischenruf » 31.07.2007, 14:32

Damit hier nicht von unterschiedlichen Dingen gesprochen wird: Das NEIN des Papstes zum Abbruch bestand schon immer und besteht fort. Ich denke aber, das von Christian gemeinte NEIN ist dasjenige zur Teilnahme katholischer Institutionen an der Konfliktberatung. Und da ist dieses LEIDER in meinen Augen auch berechtigt.

Aber dieses nur als "Zwischenruf"!

Z.
Auch und gerade in dem , was uns aufgrund unserer tiefsten Glaubensüberzeugung voneinander unterscheidet, müssen wir uns gegenseitig respektieren und lieben. (Papst Benedikt XVI.)
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Beitragvon chris » 31.07.2007, 14:52

Lieber Zwischenruf,

danke, ja genau.

Die Beratung war sinnvoll. Gerade wenn ich das Leben retten will erscheint mir eine christliche Beratung, d.h. mit gewissen Werten, sinnvoll.

ABER: Danach gabs den Schein.
Dazu kann der Papst nicht Ja sagen. Ein Schein zum töten - so ist es ja nach kirchenlehre.
Aber dieses Nein bedeutet ein NEIN zur Beratung. Und das, das ist schade.

Lieber Weltmensch, dennoch gibt es das Bodenpersonal. Und für dessen Fehler sollte man Verständnis haben, als Christ, als Mensch. Hinterher zu sagen: Man hätte - ist so einfach. Sehr bequem.

Der exklusive Anspruch ist das eine. Aber dennoch passieren Fehler.

Die Erwartungen - sorry, dreh doch jetzt den Spieß nicht um.....Es geht jetzt mal um den 04.12. bleiben wir doch hierbei.

Grüße
Christian
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Beitragvon vigilius peregrinus » 31.07.2007, 15:04

Michael hat geschrieben:Ich bin sehr optimistisch, dass ich es noch erleben werde, dass aus heilsnotwenig ein heilsförderlich wird.


Die Wahrheit im Dreckfuhler? Die Heilsnot der NAK ist so wenig, daß ihre Apostel ausreichen, die Heilsnot zu wenden? Wozu also Jesus, die Adepten tuns auch. Das fände ich nun wiederum nicht heilsförderlich, sondern heilsfürchterlich.
Vor allem: in necessariis keinen Schritt nachgeben, in dubiis sich nichts anmerken lassen, in omnibus die Pfeife nicht ausgehen lassen. Karl Barth an Eduard Thurneysen, 22.Januar 1922
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Beitragvon Matula1 » 31.07.2007, 15:25

[quote="chris"]Lieber Zwischenruf,

danke, ja genau.

Die Beratung war sinnvoll. Gerade wenn ich das Leben retten will erscheint mir eine christliche Beratung, d.h. mit gewissen Werten, sinnvoll.

ABER: Danach gabs den Schein.
Dazu kann der Papst nicht Ja sagen. Ein Schein zum töten - so ist es ja nach kirchenlehre.
Aber dieses Nein bedeutet ein NEIN zur Beratung. Und das, das ist schade.

Ist es tatsächlich so, dass grundsätzlich keine Beratung mehr angeboten wird ?
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Beitragvon Mark » 31.07.2007, 17:12

Nein. Wie es in der evangelischen Kirche aussieht weiß ich nicht (aber ich denke ähnlich), in der katholischen Kirche gibt es hinreichend Stellen, die Menschen bei psychischen Problemen oder sonstigen seelischen Notlagen seelsorgerisch und / oder psychologisch beraten und betreuen. Kostenlos und konfessionsunabhängig. Aber dass eine christliche Kirche die moralische Werte sehr hochält keine "Lizenz zum Töten" geben kann, dürfte wohl klar sein.

Siehe hier:
Stadtkirche Dortmund

Die Dienste und Einrichtungen der Katholischen Kirche in Dortmund bieten ein umfangreiches Beratungs- und Hilfeangebot zu verschiedenen Lebenslagen an. Diese Dienstleistungen stehen allen Menschen, unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit zur Verfügung. In der Auswahlliste der Untermenüs (links) finden Sie jeweils die Kontaktinformationen zu den unterschiedlichen Fragestellungen.
Laudate omnes gentes, laudate Dominum.
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