Arie Boer - ein Apostel

Beiträge zur NAK-Geschichte

Arie Boer - ein Apostel

Beitragvon tergram » 21.12.2006, 12:04

Im Nachbarthread "Auf der anderen Seite des großen Teichs" kam das Thema "Arie Boer" in einem anderen Zusammenhang auf. Um das dortige Thema nicht unnötig auszuweiten, habe ich hier unter "Kirchengeschichte" einen neuen Thread eröffnet.

Mir war der Name "Boer" bis dahin völlig unbekannt. So dürfte es vielen gehen.

Der nachfolgende Text stammt aus "Freies Forum für Apostolische Gemeinschaften" und wurde von "Cleopatra" dort gefunden.

Mir ist H.G. Ludwig nicht bekannt. Zur Seriösität des Artikels kann ich keine Angaben machen. Hierzu kann sich jeder seine eigene Meinung bilden...

Vielleicht hat einer der Leser seriöse Informationen - in diesem Thread ist (auch) Platz dafür.

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DER FALL ARIE BOER

Geschrieben von H. G. Ludwig

[ aus: Freies Forum für Apostolische Gemeinschaften ]

Ein Lebensbericht, geschrieben von Ludwig am 11. März 2001 16:08:22:
Ja, dieser Fall ist ein ganz sonderbarer und auch genauso mysteriöser Fall. Nun sollte sich jeder von Euch Mitlesern mal die ernsthafte Frage stellen: "Aus welchem Grund haben wir denn alle von diesem Namen nie wieder etwas erfahren, besonders die neuere Generation?" Ich finde, dass es meine Pflicht ist, nach Arie's Ableben wenigstens etwas aus seiner Vergangenheit und Einsamkeit hier in Westaustralien zu erzählen, besser gesagt freizugeben, was er mir so alles anvertraute, denn die Kirchenleitung der Neuapostolischen Kirche gab ja nichts frei. Es besteht auch die Möglichkeit, dass alle Stammapostel nach Walter Schmidt nicht alles wussten was den "Fall Arie" anbelangte, denn das hatte auch sehr wahrscheinlich seine ganz besonderen Gründe. Etliche der alten Garde sind ja wohl noch am Leben, aber nur noch einzelne können sich an Arie Boer erinnern, denn etliche sind vielleicht auch von der Alzheimer Krankheit geplagt und wissen vielleicht nicht mehr was sie reden? Ein besonderer "Erzengel" namens Michael soll über ihn gut Bescheid wissen und ich persönlich möchte einmal gerne Bescheid wissen, was so hinter seinen Kulissen sich so alles abspielte? Schade, dass ich kein begabter Schreiber bin und deshalb müsst ihr halt mit dem zufrieden sein, so wie ich es hier in meiner einfachen und schlichten Weise wiedergebe; so wie er mir alles erzählte. Jeder kann mir Fragen stellen und es wäre vielleicht sogar besser diesbezüglich am "Offenen Forum "zu diskutieren, da es zu diesem Zweck besser geeignet ist, denn hier schreibt man längere Artikel.
Nächste Fortsetzung folgt.
H. G. Ludwig.
* * *

Arie wurde am 24. 11. 1921 als Sohn neuapostolischer Eltern in Holland geboren. Der spätere Apostel Slock, dem durch Testament von seinem Vorgänger Apostel van Osbree das Apostelamt übertragen wurde, war Arie's Sonntagschul-Lehrer. Auf dieses Thema kommen wir später noch zu sprechen. Arie war Diesel-Ingenieur und diente bei der holländischen Marine als solcher auf einem U-Boot. Seine Station war erst einmal Kapstadt in Südafrika und späterhin Freemantle, der Hafen von Perth in Westaustralien. In Südafrika nahm er Verbindung auf mit der Neuapostolischen Kirche (N.A.K.) und da er ja ein ausnehmend gut aussehender, fescher junger Kerl war, dazu noch eine flotte Uniform trug, wurde er in allen Kreisen natürlich schnell sehr gut bekannt.
Später folgte dann seine Versetzung nach Westaustralien, wo es zur damaligen Zeit keine N.A.K. gab. Es war aber hier in diesem Teil der Erde, wo er seine spätere Frau "Kaye" kennen lernte. Mit Ach und Krach überstand er den Krieg und erzählte mir oft, wie er dem Tod nahe war im U-Boot, hauptsächlich im Kampf gegen die Japaner. Er kam nach Perth zurück und heiratete seine Frau Kaye. Ob die beiden dann gleich zurück nach Holland sind oder über Südafrika, das weiss ich nicht genau.


Holland
Dass Slock zum Nachfolger von "van Osbree" ernannt wurde, passte ja überhaupt nicht dem damaligen Stammapostel J.G. Bischoff, denn Bischoff war ja schliesslich der "Boss", und der liess sich aber auch überhaupt nicht ins Handwerk pfuschen. Holland und Deutschland standen ja sowieso nicht im besten Verhältnis zu einander und durch die Besetzung des Landes durch die deutsche Wehrmacht der Nazis hatten wir es bei den Holändern ganz und gar versch----n. Den Krieg verloren und immer noch ein deutscher Stammapostel mit Nazi-Vergangenheit, das passte ja den Holländern schon ganz und gar nicht. Stammapostel Johann Gottfried Bischoff wagte sich nicht nach Holland und sein Sohn Fritz, der ja ein Nazi war und in der Deutschen Wehrmacht war, durfte sich dort in Holland auch nicht blicken lassen als „Apostel“. Die meisten Holländer folgten "Slock", der die "Apostolisch Genootschap" gründete und nur wenige blieben dem Stammapostel und der N.A.K. treu. In der Schweiz, in Luxemburg und dem Saargebiet fing es auch an zu brodeln in den neuapostolischen Gemeinden; denn ich weiss es aus eigener Erfahrung, weil ich selbst Grenzgänger war und das Saargebiet so gut wie meine Hosentasche kenne. Darüber noch später!
In Holland erzählte mir Arie, drehte sich nun alles in der Neuapostolischen Kirche um die Finanzen und das Kircheneigentum. Die Deutschen konnten natürlich nach dem Krieg keine grossen Sprünge in Holland machen und es musste nach einem Ausweg gesucht werden. Schlapphof wurde als Stammapostel-Helfer ernannt und mit einem Stab nach Holland geschickt, um die Interessen der Neuapostolischen Kirche zu vertreten. Gerichtsverhandlungen fanden statt und anfänglich hielten die beiden Parteien die Gottesdienste in denselben Kirchen ab, aber zu verschiedenen Zeiten, also pro und contra. Zu dieser Zeit sprach die Südafrikanische Delegation mit Arie Boer und bat ihn, doch wieder nach Südafrika zu kommen. So weit für heute. In einigen Tagen gehen wir wieder zurück nach Südafrika.

Herzlichst, euer Ludwig

* * *


Geschrieben von Ludwig am 17. März 2001, 14:43:29

Zweite Fortsetzung

Südafrika
Arie kam nach hier und arbeitete sich durch die verschiedenen Ränge nach oben. Zunächst einmal war er der Editor (Herausgeber und Redakteur) der Zeitschrift "UNSERE FAMILIE" in englischer Sprache. Neben seiner Muttersprache war sein "Englisch" fast genau so gut. Dazu hatte er sehr gute Deutschkenntnisse. Er konnte sich also mit J.G. Bischoff ziemlich gut unterhalten. Die Familie Boer hatte die beiden Söhne Johnny und Cliff; aber leider mussten die Eltern mit eigenen Augen zusehen, wie der Ältere in der Nähe ihres Hauses überfahren wurde.

Arie hatte auch die Gelegenheit, in Gegenden "Einschau" zu halten, was ihm vorher nie möglich war. Er lernte den ganzen "höheren Stab" der Neuapostolischen Kirche kennen, von Schlapphoff bis zu den Gebrüdern Fernandes, Gut, Kitching usw. Einer seiner Favoriten war Apostel Kreunen (Krönen), so auch Bhulana, den er selbst, so wurde mir gesagt, in verschiedene Ämter selbst einsetzte. Da ja die Mitgliederzahl in Südafrika ziemlich hoch war, gab es oft Gottesdienste mit einer ungeheuren Besucherzahl. Schlapphoff soll zu solchen Gottesdiensten wie ein Herrscher in seiner Limousine mit Polizeibegleitung (Motorräder-Eskorte) angefahren sein, als käme der Präsident von den Vereinigten Staaten persönlich angefahren. Für ihn war dann immer eine Flasche Schnaps bereitgestellt, denn er musste immer ein Schnäpschen haben, bevor er hinter den Altar zur gewaltigen Predigt trat; denn dann konnte er mit geisterfüllter Seele die Gläubigen so richtig anfeuern. Die N.A.K. in Südafrika hatte auch ihre eigene Schreinerei, was für uns "Deutsche" fast unbegreiflich war, denn was hatte dieses Geschäftsunternehmen wohl mit unserem neuapostolischen Glauben zu tun? In dieser Schreinerei wurde alles fabriziert; von Altären bis zu Särgen.
Der Boss der Schreinerei war zugleich auch einer der Hauptaktionäre in/an einem Beerdigungsinstitute, also für alles wurde von der Neuapostolischen Kirche gesorgt. Natürlich heisst das, dass alle die heimgingen, die gingen durch des Apostels Hand und durch sein Bankkonto.

In Jahr 1954, als wir hier in West-Australien persönlich ankamen, sandte ich gleich ein Telegramm zu unserem Bezirksapostel Abicht mit der Bitte, er möchte doch bitte jemand zu uns in das Lager schicken, denn wir möchten Verbindung aufnehmen mit der Neuapostolischen Kirche, aber leider war er zu dieser Zeit in Neuseeland und konnte mir nicht sofort antworten. Abicht war zu dieser Zeit die rechte Hand vom Stammapostel J.G. Bischoff und wurde bei allen Aposteln bekannt als das „lebendige Geschichtsbuch“.


In Südafrika gingen etliche Dinge nicht mit gerechten Dingen zu, was Stammapostel Bischoff anbelangte. Abicht sollte diese Dinge schlichten, aber da er nur der einzige Apostel in Australien war, musste ein anderer eingesetzt werden. Otto Gerke war der "Auserwählte". Abicht war zu beschäftigt damals mit den Problemen in Südafrika und konnte nicht nach West-Australien kommen, um hier das Werk auf ein Fundament zu stellen.

Bis hierher für heute,
Euer Ludwig.

Geschrieben von Ludwig am 26. März 2001 16:56:55

* * *

Abicht setzte dann im Auftrage des Stammapostels J.G. Bischoff die neuen Apostel in Südafrika ein. In der Schrift „Seher, Grübler ...“ weiter unten ist ja so ziemlich alles sehr schön beschrieben. Arie soll ein Spitzel gewesen sein, um dem Boss Stammapostel J.G. Bischoff in Deutschland alles genauestens zu berichten, was so in Südafrika alles vor sich ging. Dasselbe kann ich nur bestätigen, denn er hatte mir das alles damals selbst gesagt. Der Boss gab ihm Auftrag im Headquarters der N.A.K. herumzuschnüffeln. Somit gingen jeder Menge Informationen nach Deutschland, Nach Frankfurt am Main.. Als Belohnung war Arie unter den neu ernannten Aposteln und Stammapostel Bischoff hatte einen „Erster-Klasse-Mann“ an der Hand, jung, charmant, intelligent, sprachgewandt, Menschen anziehend, usw. Stammapostel Bischoff nannte Arie den „Benjamin“ unter den Aposteln. Er und Tan-bian-sing (Indonesien) waren die beiden Jüngsten unter den Aposteln. Nachdem Arie in Südafrika durch Abicht im Auftrage des Stammapostels Bischoff ordiniert wurde, ging er trotzdem nochmals das ganze Theater durch in einem Gottesdienst, den Bischoff hielt (ich glaube in Pforzheim) wo Bischoff dann sicher machte, um seine Hände auf ihn, auf Arie, zu legen.

Arie, der noch immer in Südafrika war, wurde einmal mit seiner Frau zu einer Party von einem andern Apostel eingeladen, denn ich werde das nie vergessen, als seine Frau die Angelegenheit erzählte. Die Herrn am Ruder der N.A.K. hatten ja alle „Erster-Klasse-Anwesen“ wie Kolonialherren mit Swimmingpool etc., wovon unsereiner gar nicht davon träumen konnte, denn ich wusste gar nicht, dass es so etwas gab, denn da wo ich aufgewachsen war, da gab es nur viel Arbeit und wenig Brot. Auf jeden Fall wurden die beiden durch's Haus geführt in das Poolgelände. Und siehe da: Nude Bathing Nacktbaden! Arie: „Du kannst ja nicht von mir verlangen, dass ich in „the nude“, nackend, herumspaziere und mich jedem zur Schau stelle. - Nur so nebenbei erwähnt. Aber in Südafrika war auch schon viel los.

H. Fernandes erzählte mir, dass er viel in seinem Bezirk arbeitete, um ihn aufzubauen. So hatte er auch im Natürlichen gerade ein schönes, eigenes Geschäft aufgebaut (Fahrradverleih). Da frug ihn Abicht nach einem guten Mann für Rhodesien. Nachdem er ihm so manche Vorschläge machte, drehte sich Abicht um und sagte: "Nein, du bist derjenige, den ich will". Huby war dem Weinen nahe, als er mir dieses alles erzählte. Er ging halt nach dorthin und fing praktischerweise von vorne an, weil ein gewisser Schweizer sich in ein gemachtes Bett setzte, also Hubie's Bezirk übernahm. Nebenbei bemerkt: "Huby" war einer der am demütigsten und bescheidensten Apostel, die ich jemals getroffen hatte. Er war einfach fantastisch.

Bevor wir weiterziehen im Bericht zurück nach Holland und dann in die U.S.A. noch eine kleine Bemerkung: Alle Herrn der N.A.K. hatten im Hotel übernachtet. Da kam doch morgens gegen fünf Uhr eine Glaubensschwester aus dem Zimmer vom Boss; und auf die Frage hin: „Was machst denn du im Zimmer beim Boss?“ – „Na ja, man kann ja nicht verlangen, dass der Mann so lange von seiner Frau weg ist, denn für die Sexzufriedenheit musste ja auch gesorgt werden.“ Wie man ja in Australien fast überall wusste, war es ja mit Ehe des Bezirksapostels sowieso nicht so weit her. Aber diese Dinge werden in der Zeitschrift "Unsere Familie" ja nicht gedruckt. Aber wie heisst es doch in einem schönen Sprichwort? "Die Sonne bringt die Wahrheit an den Tag". Es kommt noch mehr an den Tag, wenn wir nach dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten kommen.

H.G.L.

Geschrieben von Ludwig am 28. März 2001 17:52:17


Meine lieben Boar-Leser!

Da diese Beiträge ja nicht eine Biographie von Arie Boer sind, sondern nur Erinnerungen meinerseits, [eines Zeitzeugen] kann es sein, dass nicht alles in der richtigen Reihenfolge dargestellt ist. Deswegen bitte ich euch um Verständnis dafür zu haben.

Die „Botschaft“ Bischoffs wurde ja in Südafrika nicht gepredigt. Aber als Arie in Deutschland war, hörte er Bischoff darüber predigen. Daraufhin frug er den Stammapostel, ob er eine Rekording (Tonband) von diesem Gottesdienst haben könnte, um seinen Geschwistern in Südafrika dasselbe vorzuspielen, damit sie auch von dieser Botschaft hören könnten. „Aber natürlich können Sie das“, denn alle Geschwister in der ganzen Welt sollen davon wissen.

Arie frug die Sekretärin um dieses Tonband. Sie zögerte aber dann, denn nichts durfte das Archiv verlassen ohne die Erlaubnis des Stammapostel Bischoff. Da aber der Stammapostel das ihm zusagte, blieb der Sekretärin nichts anderes übrig, als das Tonband auszuhändigen. Arie gab mir die Erlaubnis, dasselbe zu kopieren. Als sich dann die „Botschaft“ nicht erfüllte, wurde Walter Schmidt auf sonderbare Weise als Bischoff's Nachfolger zum Stammapostel ernannt / bestimmt. Über das, was damals bei der „Erwählung“ vor sich ging, schrieb ich in melanie's board unter folgender Überschrift: "Aus Gnaden erwählt": Apostel Kreunen (Krönen) war bei der “Erwählung“ mit dabei". Laufend stand er mit "Arie" über das Telefon in Verbindung.

Wäre alles mit rechten Dingen zugegangen, dann wäre nämlich nicht Walter Schmidt der Nachfolger von Bischoff geworden sondern Rockenfelder, senior. Die Anzahl der Apostel waren sich nämlich vollkommen einig über dieses Thema, aber durch... Sorry, möchte nicht weiter in diese Diskussion eingehen, denn ich hatte dieses ja schon letztes Jahr diskutiert. Aber wo geht es denn schon mit gerechten Dingen auf dieser Welt zu??

Nun kommen wir auch so langsam zu dem Punkt, wo Arie zurück nach Holland berufen wurde, aber nur für eine kurze Zeit, denn ein anderer Auftrag wartete auf ihn: U. S. A.

Geschrieben von Ludwig am 30. März 2001 16:54:02

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U.S.A.
John Fendt wurde immer älter und ein anderer Fuchs lag etwas weiter nach Norden gelegen von New York schon bereit, wartend auf seine Beute, das Bezirksapostel-Amt. Der Bezirk St. Louis wurde von Apostel Hibby betreut, der aber schon sehr schwach und krank war. Nach seinem letzten Atemzug sagte seine Frau zu den Umstehenden folgendes: "Nun können sie dir wenigstens nicht mehr wehe tun!"; damit meinte sie natürlich seine Vorgesetzten. Also beweist dieses, dass dieser Mensch auch durch so manches Unangenehme durchgegangen sein muss in der Neuapostolischen Kirche, sonst hätte seine Frau nie eine solche Aussage gemacht. Diese Bemerkung wurde überliefert von der Glaubensschwester Kaye Boer (entschlafen).

Arie übernahm den Bezirk St. Louis. Eines Tages im Hauptquartier der N.A.K/U.S.A. (im Wartezimmer) traf Arie den Bezirks Evangelist Schmeerbauch, der ein appointment (gesprächstermin) mit J.F. (=John Fendt) hatte. „Was machst denn Du hier?“ frug Arie. "Ich werde den Bezirksapostel fragen um ein Darlehen für ein Haus zu bauen.“ – „Keine Chance, mein Freund, Du verschwendest Deine Zeit.“ Aber nach der Unterredung mit dem Bezirksapostel gab er Arie das Zeichen: "Alles Okay" Also bauten sich die Genossen Villa's mit Geldern der Krauss-Verwaltung (Kirchen-Verwaltung/Opfergeld), entweder ohne Zinsen oder nur mit 1%. Diese Dinge sind einfach nicht zu akzeptieren. So soll auch ein Apostel aus Südamerika sich eine eigene Molkerei aufgebaut haben und das Geld dann wieder zurück in die Kasse gelegt haben. Also, dies sind alles Sachen, die nie an die Öffentlichkeit kamen. In Nordamerika war der Krauss auch mit der Mafia verwickelt, denn ein Sohn der höheren Gesellschaft fiel in Ungnade (sollte etwas verbrochen haben) und der Krauss zahlte Tausende von Dollars Erpressungsgeld, weil der Vater des Betroffenen eine hochstehende Person innerhalb der N.A.K. war. Dies alles sind nur ganz kleine Fische, die beim Krauss vorkamen/erlaubt wurden. etc. In allen Kirchenzeitschriften wurden diese Dinge natürlich nicht veröffentlicht. Vielleicht wussten aber auch die meisten Stammapostel von diesem allem nichts?

Kein Wunder, dass es Arie im Kreise der Obersten ungemütlich wurde. Gott sei Dank, dass mir der Liebe Gott wenigstens diese Gabe gegeben hatte: Mut, um den Gaul loszulassen. So soll der Krauss auch etliche der Top Leute der N.A.K. aus dem Weg geschafft haben, die ihm im Wege standen, denn mit ungeheuer vielem Geld kann man ja schliesslich auch („Power“) kaufen.

Fendt hätte auch nie sein Amt aufgegeben, es sei denn, dass sein Sohn zuerst in das Apostelamt gesetzt würde. Krauss brachte es dann fertig, das Bezirksapostel-Amt an sich zu reissen ohne Rücksicht auf Verluste. Fendt junior und Arie waren dann die Untergebenen. Arie hatte Charme und jede Menge Anhänger, besonders die Jugend hing an ihm. Und mit dieser Tatsache konnten etliche dann nicht fertig werden. Noch ein kleines wenig weiter in Amerika und dann geht's nach dem "Land down under".

H.G.L.

Geschrieben von Ludwig am 02. April 2001 16:58:41


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So wie in den Staaten schon immer alles grösser war als in dem Rest der Welt, z.B. Hühner und Puten sind dort doppelt so schwer als sonst wo, Auto's sechs und acht Zylinder, wo sie in Deutschland nur vier Zylinder haben, usw. usw. Genau so war es auch im Werke Gottes, in der Neuapostolischen Kirche. Wenn in Europa 1’000 Dollars an Blumen gespendet wurden um eine Halle zu schmücken an einem Stammapostel Gottesdienst, dann wurden in den Staaten 10’000 Dollars gespendet. Nicht nur das, sondern in Deutschland war eine Stadthalle oder ein Kino gut genug, aber in New York wurde die berühmte "Carnagie Hall" gemietet, da wo die Miete nach Minuten ging und in die Tausende von Dollars lief. Blumen wurden von Kalifornien eingeflogen für diesen besondern Gottesdienst. Fernerhin wurden die Geschwister von ganz Nordamerika zusammengetrommelt, nur um dem Stammapostel zu imponieren.

Als Normalperson muss man sich dann einfach an den Kopf greifen und sich die einfache Frage stellen: Was hat denn dieses alles noch mit der Jesulehre zu tun? Genau so war es auch mit dem Eintreffen des Stammapostels am Flugplatz: Die Medien wurde alarmiert, denn der Präsident der N.A.K. der Welt kam ja in die Staaten oder nach Kanada. Alles wurde gefilmt und auch in den Nachrichten verkündigt. Nachher wurde diese Begebenheit dann dem Stammapostel vorgeführt. Zum ersten mal sah er sich dann selbst am Fernsehen und da war er ganz von den Socken, wo man doch in Europa jedem abgeraten hatte, einen Fernseher sich zuzulegen, aber Krauss hatte damals schon lange einen.

Mit dem Kirchenbau in Kitchener war es nicht viel anders. Als ich erfuhr von den Brüdern in Philadelphia wie viel nur die Eingangstür kostete, war ich ganz von den Socken, (Ziffer habe ich vergessen); auch die farbigen Glasfenster, da können die Katholiken zu Hause bleiben. Wie konnte denn nur ein Apostelkollegium oder der Stammapostel zu diesen Plänen denn nur ihre Zustimmung geben? Ich glaube, dass Krauss überhaupt gar keinen gefragt hatte, ob das alles annehmbar wäre oder nicht. In Deutschland sagt man schon in einem Sprichwort: „Der April macht gerade was er will“. Diesbezüglich könnte man auch hier sagen, ich glaube der Krauss machte gerade was er wollte, denn er war ja weit vom Schuss und regierte somit sein eigenes kleines Königreich nach seiner eigenen Weise. So wurden auch manchmal Stammapostel-Gottesdienste in verschiedene Länder direkt übertragen, aber ER, der Krauss, liess seine eigenen Gottesdienste übertragen. Eines schönen Tages kam es zu einem Besuch bei Glaubensgeschwistern. (sollten Millionäre gewesen sein). Die ganze Party begab sich zur Treppe, um den Weinkeller zu besichtigen, wo sich dann folgender Zwischenfall begab. Arie stürzte die Treppe runter und zog sich eine Kopfverletzung zu. Durch diese Verletzung ruhte sein Apostelamt für eine Weile. Als er wieder 100% fit war, meldete er nach oben, dass er sein Amt wieder weiterführen könnte. Aber - - - - in der Zwischenzeit wurde zwischen Krauss und Walter Schmidt schon alles entschieden über Arie's Schicksal.

In einem Gottesdienst, den Krauss hielt, wurde Arie anstatt weiterzudienen in den Ruhestand gesetzt und zwar im Alter von 45 Jahren. Nachdem ich weiss, dass Arie's Sohn in dem Gottesdienst aufstand und Krauss einen Lügner nannte, muss erwähnt werden, dass gesagt wurde, er hätte sein Amt zurückgegeben, welches nie, nie statt fand, denn er hatte mir dies selbst gesagt. Auch konnte sich Arie nie von dem Gedanken lösen, dass ihn jemand die Treppe runter stiess.
So viel für heute; in den nächsten Tagen geht es weiter, euer Ludwig.
Geschrieben von Ludwig am 05. April 2001 17:23:20


Nachdem Arie gefeuert wurde, war er trotzdem immer noch in den U.S.A. und immer noch beliebt. Er hatte eine ganze Menge Freunde, was natürlich so manchen nicht gefiel. Es wurde also kein "Halt" gemacht, denn irgendetwas musste geschehen. Die Antwort war West-Australien. Da seine Frau hier geboren war und die beiden auch hier heirateten, war dies wohl der rechte Platz. Ein Staat, der cirka dreimal so gross als Deutschland ist, sollte der ideale Platz sein, um ihn hinzuverfrachten. Arie wurde geraten hier unterzutauchen und möglichst nicht mit der N.A.K. in Verbindung zu kommen. Natürlich musste sich die N.A.K. verpflichten, für den Rest seines Lebens ihm seine Rente zu bezahlen, sonst hätte ihn Australien so leicht nicht angenommen als Einwanderer, denn es ist wirklich nicht einfach in dieses Land einzuwandern.

Der damalige Vorsteher von West-Australien wurde von Bezirksapostel Gerke unterrichtet, dass seine Gemeinde wieder Zuwachs bekommt, und zwar wäre es der vormalige Apostel Arie Boer aus Südafrika und späterhin aus den U.S.A.,
der hätte sein Apostelamt zurück in die Hand des Stammapostels gelegt, und zwar aus Gesundheitsgründen. Er hätte sich entschlossen, sich nach Perth (dem Geburtsort seiner Frau) in den Ruhestand zu begeben. Das ist eine vollkommene "Lüge", denn Arie hatte nicht sein Amt zurückgegeben, sondern er wurde "gefeuert". Eine Fabrizierung zwischen Krauss und Walter. Schmidt. Gerke wurde unterrichtet, dass die Boer’s am 19. Aug. 1967 St.Louis verliessen. Seine Adresse in West-Australien wurde angegeben. Gerke schrieb in diesem Brief (mit Datum vom 22. 8. 1967), dass Bruder Boer (wie lächerlich), seine Frau und sein Sohn volle Mitgliederrechte hätten, dass aber der Stammapostel Anweisungen gegeben habe, dass Arie (wörtlich!) „must not be used for any ministerial function whatsoever“ - und unter keinen Umständen dürfte er mitdienen. Wenn sein Sohn sich gut verhalte, könnte er vielleicht aufgerufen werden zum Mitdienen, aber nicht der Vater. Nachdem der Vorsteher die Leute der angegebenen Adresse besuchte, (es war der Bruder von Schwester Boer), wurde er gewahr, mit welchem Schiff und an welchem Tag sie ankommen würden. Ob es Zufall war oder auch Berechnung, sonderbarer Weise hatte die Gemeinde Perth ausgerechnet an diesem Wochenende Apostel-Besuch aus Melbourne. Die Boer's kamen regelrecht zum Gottesdienst und Arie und Sohn sangen beide im Chor, denn sie hatten beide ziemlich gute musikalische Begabungen. Besonders gerne sang Arie mit des Vorstehers Frau das Lied "Neunundneunzig Schafe", Tenor und Alt-Solo. Wir alle hatten einen Heidenspass mit ihnen und kamen gut zusammen aus. Perth, eine Gemeinde im Aufbau, nur der Vorsteher als einziger Amtsträger, keiner zum Mitdienen, und einen vormaligen Apostel im blühenden Alter von 45 Jahren untätig in der Bank sitzen, war keine kleine Aufgabe. Man konnte sehen und fühlen, dass dieser Mann gerne helfen wollte, aber leider waren ihm Hände und Füsse gebunden. Was für eine Verschwendung von den Gaben eines gottesfürchtigen Mannes, der uns gerne helfen wollte und konnte es nicht,
weil es so manchen anderen nicht gefiel.

Schluss für heute, in etlichen Tagen geht es weiter.

Frohes Wochenende wünscht euch allen
Euer Ludwig.


Geschrieben von Ludwig am 10. April 2001 17:19:59

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Die Boers kauften sich ein Haus; denn Arie musste doch etwas treiben, denn mit 46 Jahren kann man doch nicht auf der faulen Haut liegen und nichts tun. Seine Aufgabe, die er innerhalb der Neuapostolischen Kirche hatte, wurde ihm ja genommen, obwohl er mit vielen Freunden in der ganzen Welt stets in Verbindung blieb. N.A.K.-Literatur sowie auch viele andere Kirchenzeitschriften wurden ihm von allen Himmelsrichtungen zugesandt, unter anderem auch von den Rockenfelders [Bezirksapostel und Apostel] und auch von der Apostolischen Kirche Queensland Programme [eine Abspaltung von der Neuapostolischen Kirche], aber er schloss sich keinen Richtungen an, obwohl alle ihn gerne mochten und ihn als Apostel angenommen hätten. Im öffentlichen Leben war er auch mal als Dieselingenieur auf einer Fähre beschäftigt, die laufend Touristen nach "Rottnest", eine kleine Insel in der Nähe von Perth, brachte. Diese Arbeit gefiel ihm sehr gut, denn er hatte es immer mit anderen Menschen zu tun aus der ganzen Welt. Auch war er mal einige Zeit in "Realestate" beschäftigt und laufend kam er an meinem Büro vorbei, um einen guten "chat" zu haben. Auch gab er mir laufend Literatur von anderen Gruppen mit zum Durchblättern.

Eines schönen Tages kamen einmal drei Studenten aus Melbourne nach West-Australien auf Urlaub. Man darf diesbezüglich nicht vergessen, dass Perth die am meisten abgelegenste Hauptstadt der ganzen Welt ist. Für diese jungen Menschen war es ungefähr eine 3’000 km weite Reise, um nach hier zu kommen. Aber für uns war es immer
eine grosse Freude, neue Gesichter im Gottesdienst zu sehen. Am Sonntagmorgen lernte dann jeder den andern kennen und natürlich wurden alle von den Geschwistern eingeladen und betreut. Natürlich waren diese jungen Menschen auch von den Boers eingeladen. Dieser Besuch ging bis in die frühen Morgenstunden. Die Studenten waren von Arie so begeistert, dass viele Fragen gestellt und auch ernsthafte Gespräche geführt wurden. Arie hatte ja besonders gute Gaben, um Menschen zu fesseln und zu begeistern. So war er auch charmant und vornehm in jeder Weise.

Aber nun kam der Knalleffekt, denn im Osten von Australien wurde ja keiner gewahr, dass die Boers nun im Westen ihr Zuhause hatten. So wurde auch in keiner Kirchenzeitschrift irgend etwas von den "Boer's" erwähnt, denn dieser Name sollte einfach vergessen werden, aber leider nicht von "Ludwig". Die drei Studenten kehrten in ihre Heimat nach "Victoria" (Melbourne) zurück und erzählten jedem der dortigen Geschwister und auch dem zuständigen Apostel von ihren wunderbaren Erlebnissen, die sie hier in Perth hatten; denn sie lernten doch einen neuen Apostel kennen, der ihnen soooo imponiert hatte. Nun waren die Herren aus dem Osten aus dem Häuschen. Was konnte man nur tun, um dem Arie den "Garaus" zu machen? So wie überall in der N.A.K. spielte Krauss eine grosse Rolle in der ganzen Sache. Zunächst einmal wurden wir hier mit der "Canada district News" der N.A.K.-Kanada beliefert. Am Anfang wurde ein bisschen vom H.g. Stammapostel erzählt und dann der ganze Rest vom Krauss-Bezirk. Besonders wenn es sich um das Erntedankfest drehte, dann kamen Bilder von den bestgeschmücktesten Altären im Canada District. Dann bekam auch jede Familie eine Bibel von Bezirksapostel Krauss geschenkt. Wenn die Herrn aus Australien zu einer Apostel-Versammlung in Europa eingeladen wurden, dann flogen sie immer zuerst über "Die Staaten", um zuerst einen "chat" mit Krauss zu haben. Als plötzlich der Staammapostel Streckeisen verschied, bestand die grosse Möglichkeit für Krauss, um den Topjob als Stammapostel zu kriegen, aber leider hatten die Schweizer schon sicher gemacht, dass dies nicht der Fall sein darf. Während der Einsetzung von Urwyler soll Krauss während des Gottesdienstes den Kirchenraum verlassen haben, denn er hätte irgendwo Versiegelungen durchzuführen. Arie wurde über alle Angelegenheiten, die innerhalb der N.A.K. statt- fanden, unterrichtet. Im Westen von Australien fing es an zu brodeln, denn den Herrn an der Spitze gefiel es ja gar nicht, dass der Vorsteher mit den Boer's befreundet war.

Im Jahre 1968 wurde der Sache ein Ende gemacht, indem man einen andern Priester aus Victoria hierher schickte und diesbezüglich schrieb Bezirksapostel Gerke folgendes: „Priest sch. will carry the senior priest ministry and will be in charge of the Church in Western Australia as from the day of his arrival.“ Ich selbst hatte noch niemals während meines ganzen Apostolischseins von einer solchen "Ministry" gehört, aber hier in Australien ist alles möglich.

Von nun an war der Vorsteher nicht mehr ein Vorsteher, sondern ein Mitläufer, Aber dabei blieb es ja nicht, denn die Familie Sch. konnte sich hier im Westen einfach nicht einleben; denn natuerlicherweise ging ihnen alles gegen den Strich. Sie waren sehr nette Leute, aber leider legte Priester Sch. sein Amt nieder und zog wieder in seine Heimat Victoria zurück, und damit ging ein anderer Abschnitt oder ein anderes Unternehmen der Top-Meister in die Brüche. Nun blieb ihnen nichts anderes übrig, als die Gemeinde wieder zurückzugeben in die Hände dessen, der sie vorher hatte.

So weit bis heute. Fortsetzung folgt.
Euer H. G. Ludwig.

Geschrieben von Ludwig am 22. April 2001 17:09:17

* * *

Man versuchte aber auch alles, um die Gemeinde hier in Perth aufzubauen, denn man wollte ja schließlich einmal ein eigenes Kirchenlokal haben: denn immer Gottesdienste in gemieteten Hallen war auch kein Vergnügen. Nur ein A.T. und dann noch etliche Sprachschwierigkeiten, also man hatte schon zu knabbern.
Eines Tages kam aber ein junger Diakon namens "Bingham" aus Südafrika, denn er wollte sich mal Australien ansehen. Hier in Perth blieb der junge Mann einige Tage und ich hatte mit ihm eine ziemlich gute Unterredung über die Schwierigkeiten, die hier so existierten, welches er auch einsehen konnte. Sein Versprechen war, dass er jedem zuraten würde, die von Südafrika nach Australien einwandern wollten. Die Herren der N.A.K. im Osten Australiens
brauchten ihre eigenen Söhne in ihren Privatbetrieben, um ihre Geldbeutel zu füllen; aber von den armen Arbeitern im Westen wurden die unmöglichsten Dinge verlangt.

Unser Freund aus Südafrika hielt sein Wort und schon nach ganz kurzer Zeit kamen die ersten Briefe hier an. Man sah also so langsam ein Licht am Ende des Tunnels, denn ein junger Mann namens "Johnny Gielink" mit Frau und kleiner Tochter war gewillt nach hier zu kommen, um uns eine Hilfe zu sein. Natürlich war die Freude bei uns gross.
Es kamen auch etliche jüngere Leute aus Süd-Australien nach dem Westen, aber man wurde schon von dem dortigen Vorsteher gewarnt, dass diese Leute nur nach "big money" aus wären, das man hier im Norden dieses Staates verdienen konnte und deshalb könnten wir keine Hilfe erwarten und so war es schliesslich auch.
So war auch ein Überseeurlaub des hiesigen Vorstehers lange fällig und Dinge mussten organisiert werden, damit die Gemeinde versorgt werden konnte. Alles wurde 100%ig geplant. Mit dem Auto ging es mit einem jungen Unterdiakon und dessen Frau nach Adelaide zum Jugendtreffen über die Osterfeiertage. Dieser Unterdiakon wurde schon etwas früher nach Perth geschickt, weil die Herrn Apostel schon was anderes im Schilde hatten, was die Gemeinde in Perth anbelangte. (Übrigens, Perth liegt ungefähr 2’500 km von Adelaide entfernt und ist die am meisten abgelegenste Hauptstadt der Erde) Der Ostermontag diente dazu, um mit dem zuständigen Apostel eine Unterredung zu haben, wie alles gehandhabt werden sollte während der viermonatlichen Abwesenheit des Vorstehers. Die Tage in Adelaide waren alles andere als schön. Dem Apostel wurde berichtet, dass Bruder Gielink aus Südafrika bald ankommen würde und die Geschwister in Perth wären sehr glücklich darüber. Was diesbezüglich noch alles gefallen war, würde zu weit führen, um es zu berichten. Mit dem Flugzeug ging es wieder zurück nach Perth, (natürlich alles selbst bezahlt und dazu noch eine Woche Arbeitsausfall ! ). Nun kamen auch die ersten Geschwister (Gielink) aus Südafrika in Perth an. Alles wurde für diese Leute organisiert und man kam sehr gut mit ihnen aus, für welches sie uns bis zu diesem Tag noch dankbar sind.

Im Jahr 1969 an einer Konfirmation wo Arie und auch der zuständige Apostel anwesend waren, nahm der Apostel den Arie beiseite und hatte mit ihm eine private Unterhaltung, über die ich mich noch sehr gut entsinnen kann, denn es war im Garten bei einem B.B.Q. (Grillfest). Arie erzählte mir nachher, was stattfand. Ihm wurde gesagt, von der Kirche Abstand zu nehmen und den Mund zu halten; und wenn er nicht ein Apostel wäre, dann würde er ihm eine in die Fr---- hauen, aber es konnte ja kein Aufsehen erregt werden, weil fast die ganze Gem. anwesend war.(Sorry, das zu berichten, aber so war es leider ! ). Diese Anweisungen kamen nicht vom Stammapostel aus Deutschland sondern aus Kanada vom Krauss, dessen waren wir uns hundertprozentig gewiss. Der Vorsteher und Bruder Gielink machten es sich zur Aufgabe, alle der Gemeinde Ferngebliebenen Geschwister einen Besuch abzustatten, um sie wieder zurück in die Kirche zu bringen. Alle wurden besucht und dann war nur noch eine Familie übrig, und das waren die Boer's.

Der Vorsteher und Bruder Gielink besprachen den Fall Boer noch im Auto und beide stimmten darin überein, dass man keine Ausnahme machen sollte, obwohl uns das verboten war vom Headquarter, denn gemäss des Briefes vom Bezirksapostel hatten sie, die Boer’s, doch volle Rechte in der Kirche, aber dieser Brief wurde ja geschrieben vor Ihrem Ankommen. Der Erfolg des Besuches war eine Katastrophe, aber nicht von Arie's Seite, sondern von der anderen.
H. Gr. Ludwig. Fortsetzung folgt.

Geschrieben von Ludwig am 03. Mai 2001 17:27:58

* * *

Beim nächsten Apostel-Besuch wurde dem Heissgeliebten klargemacht, dass der Vorsteher und Bruder Gielink beschlossen hatten, alle Geschwister zu besuchen, die den Gottesdiensten fernblieben; und das wurde auch durchgeführt, die Boer's mit einbeschlossen. "Was hatte ich denn befohlen," war die Antwort des Apostels? Der Teufel war los und die Frage könnte nun gestellt werden, wer in diesem Falle richtig gehandelt hatte? Der Vorsteher hatte es nun versch.----- beim Apostel an allen Ecken und Enden, denn er hatte ja gegen die Anordnungen des Apostels gehandelt, obwohl der Bezirksapostel geschrieben hatte, die Boer’s hätten alle Rechte in der Kirche. Was man von nun auch unternahm, beschloss, jede Entscheidung war verkehrt, denn den Herren in der N.A.K.-Leitung war jetzt aber auch nichts mehr richtig zu machen. Sogar das gewählte Eingangslied war verkehrt, obwohl man doch lange genug in der Kirche war, um diese Dinge zu wissen. Man war ja schliesslich mit Musik und Gesang bewandert, aber alles vergebens.

Der Übersee-Urlaub begann und die Arrangierungen waren so getroffen, dass drei andere Priester aus Süd-
Australien abwechselnd nach der Gemeinde Perth schauten. Zurück vom Urlaub, am Flugplatz angekommen, freute sich der Vorsteher, seine Freunde und den Rest der Famamilie zu begrüssen. Zum Erstaunen waren der Apostel und noch ein anderer Priester, der zwar nicht nach hier gehörte, auch am Flugplatz anwesend, um die Familie zu empfangen. Eine Zeit wurde vereinbart, um am nächsten Tag den Boss, den Apostel, in seinem Motel zu besuchen.
Da aber nur ein paar Tage vorher das erste Enkelchen des Vorstehers geboren wurde, war man sich nicht ganz genau
sicher, wann die Besuchszeiten im Hospital waren. Trotzdem sollte so gegen fünf Uhr alles klappen. Mit Mühe und Not konnte man es doch nicht schaffen, doch es waren so circa vier oder fünf Minuten später. Der Apostel schaute auf seine Uhr und sagte im Beisen des anderen Priesters glatt und sauber: "Du bist fünf Minuten zu spät!". So war der Vorsteher kaum zurück und das Theater fing schon wieder an. Die Luft war dick, man hätte sie schneiden können.

Morgen geht es weiter, denn es ist schon spät.

H. G. Ludwig.

Geschrieben von Ludwig am 04. Mai 2001 16:23:53

* * *

Es tut mir leid, dass ich nicht ein ausgebildeter "Schreiber" bin, denn ich habe mir diese Kunst erst seit letzten Jahres zugelegt, (bin also sehr langsam mit dem "Tippen".) Auf jeden Fall war das: Bei dem Treffen in des Apostels Zimmer wurde dem Vorsteher glatt und sauber gesagt, dass er von seinem Amt zurücktreten sollte. Natürlich war der Vorsteher wie vom Blitz getroffen! Was ging hier vor sich, da man doch das sogenannte "Werk des Herrn " so ernst nahm bei den Asposteln von der Neuapostolischen Kirche? Zuerst dachte man, den Apostel nicht verstanden zu haben, aber nach etlichen Minuten der Unterredung wurde dem Vorsteher die Sache so langsam klar.
Die Worte des Apostels waren: Während seiner Urlaubszeit wäre die Zahl der Gottesdienst-Besucher gestiegen und auch das eingegangene Opfergeld und das wäre ein Zeichen, dass alles besser gemacht werden könnte. Nachdem dann der Vorsteher frug, wieso die Opfergelder zunehmen konnten, denn der Apostel sagte doch vorher immer, dass, wenn das Opfergeld von dem Vorsteher und seiner Familie nicht wäre, dann wäre es schlecht um diese Gemeinde bestellt, denn der Vorsteher wusste doch von den Abrechnungen, dass die meisten Opfergelder aus seiner Familie kamen, denn er war doch schliesslich der einzige Amtsträger. Auf jeden Fall, die Antwort auf die Frage des Opfers war: "Weil während der Abwesenheit des Vorstehers die Gemeinde das Werk Gottes soooo viel mehr schätzte und sie deshalb mehr opferfreudig waren." In diesem Moment hatte der Vorsteher die Schnauze soooo voll, dass er dem heissgeliebten Apostel hätte ins Gesicht spucken können. Dann bat der Apostel den Vorsteher, dass er weiterhin die musikalische Leitung der Gemeinde beibehalten sollte; so sollte er auch nach einem Grundstück Ausschau halten, denn wir sollten ja die erste neue Kirche hier haben. Nun kam der Vorsteher nach Hause und seine Frau und Kinder sahen ihm sofort an, dass irgendetwas mit ihm nicht stimmte. Der Sonntagmorgen-Gottesdienst kam näher. Alle Glaubensgeschwister ausser ein paar "Judas" waren froh, dass der Vorsteher mit Familie wieder zurück war. Es war ihm vom Apostel erlaubt, die Grüsse der Geschwister aus Übersee und auch die Grüsse des damaligen Stammapostel Streckeisen, den der Vorsteher in Zürich in seine Privatwohnung bei seiner Tochter sah, zu übermitteln.

Vom Alter sagte der Apostel wörtlich, dass einer der Priester, die nach der Gemeinde Perth schauten, wolle hierher ziehen, aber da eine Gemeinde solchen kleinen Ausmasses keine zwei Priester bräuchte, hätte der Vorsteher sein Amt niedergelegt.

"Vollkommene Lüge des Apostels!"

Derselbe Apostel sagte einige Zeit später in einem Gottesdienst in Perth, als eine Familie aus Südafrika, (es war nämlich der Schwiegervater von Bruder Gielink) hier ankam, und weil der Mann dort in Südafrika bereits das Priesteramt trug, bestätigte hier der Apostel sein Amt: „Es war immer schon mein Wunsch gewesen, dass jede Gemeinde zwei Priester und zwei Diakone haben sollte“.

Also wieder eine vollkommene „Lüge“ ! !

Einige Wochen später sprach einmal der Vorsteher mit dem Bezirksapostel Gerke über seinen Fall und hauptsächlich darüber, was der Apostel zu ihm sagte.

Nach vielem Beten und Besprechung mit dem Bezirksapostel wollte der Vorsteher die Angelegenheit vor den Stammapostel bringen und beschloss, diesen Schritt zu unternehmen.

Die Antwort des Bezirksapostels G. Mit einer solchen Kleinigkeit würden er nie an den Stammapostel herantreten.

Welcher hatte nun wieder "gelogen"???

Eine Zeitlang später hatte der (vormalige) Vorsteher einen Familien-Besuch des neu eingeführten Priesters aus Süd-Australien. Die Rede kam darauf, Kostenvoranschläge einzuholen. Ja, sagte der Priester, der Apostel frug ihn auch, dass er Kostenvoranschläge für seinen "Umzug" von Adelaide (zweieinhalbtausend Kilometer von der Gemeinde in Perth entfernt!) einholen sollte. Auf die Frage der Frau des ehemaligen Vorstehers, wieso der Apostel die Preise wissen wollte, musste er halt eingestehen, dass die Neuapostolische Kirche für den Umzug bezahlen wird, obwohl der Apostel vom Altar sagte, dass dies alles kein "Coup" wäre.

Wieder eine „Lüge“ !

Die Neuapostolische Kirche, in anderen Worten, der heissgeliebte Apostel hatte alles arrangiert, er schämte sich aber nicht, sich hinter den Altar zu stellen, um dies alles zu verkündigen.

Sorry, habe jetzt die Schnauze voll vom "Tippen", aber es geht noch weiter, gebt mir nur ein bisschen Zeit.

Ich wünsche euch allen ein frohes Wochenende, Euer Ludwig.

Geschrieben von Ludwig, am 15. Mai 2001 17:09:22

* * *

Da ja der vormalige Vorsteher vom Apostel aus dem Amt rausgefeuert wurde, denn er hätte ja alles verkehrt gemacht, (so wie ihm sein Apostel wörtlich nach einem Gottesdienst gesagt hatte!) muss man ihm nun einen anderen Namen geben und das beste wäre vielleicht "Mr..X." Alle Bekannten, Verwandten, Freunde, Bankmanager, Nachbarn usw. wurden nun gewahr, dass Mr. X. in Ungnade gefallen war. Im Geschäftswesen war es schliesslich dasselbe, denn überall wurde doch „Zeugnis gegeben“ von dem „wunderbaren Erlösungswerk des Herrn“ in der Neuapostolischen Kirche, der seine Braut bald heimholen würde. Wo stand Mr. X. nun??? Er war weiterhin immer noch gut Freund mit Arie, besuchte ihn des öfteren und sie hatten schöne Zeiten des Beisammenseins. Es kam zum Kirchenbau, denn der liebe Apostel und der neue Vorsteher suchten ein Grundstück, ohne sich weiter irgendwelchen Rat bei den am meisten kundigen Leuten einzuholen. Obwohl Mr. X. der einzigste Bauunternehmer in der Gemeinde war, wurde einfach ein wildfremder Mann genommen, der aber auch niemals etwas von dieser Kirche gehört hatte, der war aber der Arbeitgeber des (neuen) Vorstehers. Die Kirche wurde gebaut, obwohl Mr. X. mit seinem Sohn zu der Zeit arbeitslos war. Nachdem etliche Geschwister an die Leitung der Neuapostolischen Kirche etliche Fragen stellten, wurde ihnen geantwortet, dass Mr. X. mit seinem Kostenvoranschlag zu teuer war.

Dies war wieder eine vollkommene "Lüge", denn der Mann wurde vollkommen hintergangen und niemals nach einem Kostenvoranschlag gefragt!

So langsam kam dann der Tag der Einweihung näher, aber schon etliche Monate früher konnte der Mr. X. nicht mehr in die Gottesdienste gehen, denn er war mit den Nerven vollkommen fertig, wie mit ihm von der Neuapostolischen Kirche verfahren wurde.

Kinderunterricht wurde zuhause gehalten. Einen Tag vor der Einweihung ging der Mann mit seinem Hund durch den Busch, um sich von seinen sorgenvollen Gedanken abzulenken. Damals hätte sich dieser Mann sollen absagen von der Neuapostolischen Kirche, denn dann wären ihm viele Sorgen und Kummer erspart geblieben, aber er ging immer noch weiter in die neuapostolischen Gottesdienste.

Als er dann finanziell einmal ganz am Boden lagen, Haus verloren usw. frug der Ap. mal Mr. X., wie es ihm ginge. Gut, sagte er, denn seine früheren Nachbarn, die sehr gute Katholiken waren, halfen ihm aus der Not mit einem kleinen Darlehen, damit er sich wieder ein Dach über den Kopf bauen konnte. Da sagte doch der herzlich geliebte
Apostel: "Das war aber sehr nett von diesen Leuten." Die N.A.K. hatte ihm aber nicht geholfen, obwohl jeder in der neuapostolischen Gemeinde sagte, sie hätten für ihn gebetet. Aber dass geistige und natürliche Dinge Hand in Hand gehen müssen, davon weiss die Neuapostolische Kirche nichts.

Forts. folgt, Gr. Ludwig.

Geschrieben von Ludwig am 03. Juni 2001 16:11:22

* * *

Ja, nun wird es endlich Zeit, diese Fortsetzung zu schreiben.

Arie wurde überladen mit Schriftgut von allen Enden der Erde, das er auch mit mir teilte. Er hatte Freunde in der ganzen Welt, die ihm laufend alle Neuigkeiten zutrugen, ob sie sich im offenen oder auch hinter den Kulissen zutrugen.

Seine Freunde im Westen der U.S.A., die bei Krauss in Ungnade fielen ,wandten sich an ihn und zahlten ihm auch eine oder zwei Flugreisen nach dort. Er erzählte mir auch, dass er dort so und so viele Gottesdienste hielt und auch etliche "Seelen" versiegelte. Er stand auch immer noch auf dem Standpunkt, dass, wenn ein Apostel, dann ein Apostel für's ganze Leben, was auch schliesslich richtig wäre, von meinem Standpunkt aus gesehen; denn wer hat/hätte denn wohl schon das Recht, diese Dinge in seine eigene Hand zu nehmen? Wie kann denn eigentlich heute jemand ein Apostel sein und morgen bist du keiner? Das wäre mal wieder eine Frage, um die dem Stammapostel zu stellen. Was er dazu denken würde? So hielt auch Arie jeden Samstag einen Gottesdienst für sich selbst und besonders gedachte er den Entschlafenen.

Im Jahre 1984 oder so, war Stammapostel Urwyler in Perth mit einem Geschwader von ungefähr 12 Aposteln und deren Frauen etc. etc.! Unser Freund Krauss war mit ihnen in den Ost-Staaten von Australien, aber nach Perth kam er nicht, denn es hätte ja sein können, dass plötzlich "Arie" aufgetaucht wäre. Auf jeden Fall, keiner der Besucher kümmerte sich um "Arie", nicht mal einen Telefonanruf des Stammapostels oder von irgend einem seiner Mitapostel kam.

Dieser Mann wurde aber auch vollkommen ignoriert von seinen vormaligen Mitaposteln, was ein trauriges Benehmen dieser Gesellschaft ist, die sich „des Herrn Eigentum“ nennen. In diesem Gottesdienst in Perth hatte O. Gerke zum letzten mal für den Stammapostel übersetzt, aber der fantastische Arthur Rosentreter wurde nun unser Bezirksapostel. Stammapostel Urwyler erwähnte in diesem Gottesdienst das Wort, "Du hast noch einen grossen Weg vor dir". Otto Gerke übersetzte es folgendermassen: "You have a long way before you". Vor allen Anwesenden beschuldigte Urwyler Otto Gerke, als hätte er diesen Satz verkehrt übersetzt. Otto Gerke war ganz verlegen, aber er übersetzte den Satz zum zweitenmal, und wieder gebrauchte er dieselben Worte. Urwyler sagte zu ihm, es sollte "great" und nicht "long" heissen. Wenn Urwyler dieses alles so gut wusste, warum hatte er es dann nicht selbst übersetzt und ersparte "Otto" die Blamage? Warum musste Urwyler vor allen diesen Leuten in der Kirche den Mann so beleidigen und blossstellen, und zwar an seinem letzten offiziellen "Engagement". Otto Gerke wäre am liebsten in den Erdboden versunken. Urwyler's "Englisch" war sehr limited (gering), aber Otto Gerke's war perfekt.
Obwohl mir von diesen beiden einer so lieb war wie der andere, aber diese Dinge wurden nie in der Zeitschrift "Unsere Familie" freigegeben und erwähnt. Weiterhin rief Stammapostel Urwyler einen Apostel (von den Inseln ??) auf zum Mitdienen, welches ein ganz grosser "Flopp" war, denn dieser Mann wurde nur zum „Spott“ genommen; denn der sprach einen solchen "Unsinn", dass es jedem nur lächerlich erschien, denn keiner konnte etwas übersetzen und keiner, aber auch keiner konnte ihn verstehen. Also wurde dieser Mann vollkommen lächerlich gemacht im Gottesdienst.

Damit alles beim Besuch des Stammapostels einen besseren Eindruck machen sollte, bestellte man ein Sonderflugzeug von Melbourne nach Perth und brachte mit dem hauptsächlich Sänger nach hier. Unser Dirigent musste in der Bank sitzen und mitsingen, weil ein anderer aus Adelaide unseren Chor dirigierte und zwar war es der heutige Apostel Williams. Er war streng. Sänger, die nur einmal fehlten beim Proben, durften nicht mitsingen.
Beim Ankommen oder Abflug des Stammapostels und seiner Begleitung durfte keiner von uns zum Flugplatz kommen, denn die "Medien" hätte ja können aufmerksam werden.

Einem meiner Freunde gelang es trotzdem zum Flugplatz zu kommen und er sagte, dass da die fremden Leute, denen der Stammapostel die Hand schüttelte, wären aber auch überhaupt und vollkommen überrascht gewesen, denn sie wussten gar nicht, was hier vor sich ginge. Der Stammapostel dachte aber es wären Glaubensgeschwister gewesen.

In der Zwischenzeit bis zum nächsten Stammapostel-Gottesdienst ereigneten sich so manche Dinge, die ja in der Neuapostolischen Kirche nicht selten sind, nämlich Lügen, Hintergehung, Eifersucht etc. Anlässlich dieser Dinge legte unser Vorsteher von K. sein Amt nieder.

Besser wurden auch die Verhältnisse nicht, als R.’s Sohn die Tochter des hiesigen Bezirksevangelisten heiratete.
Diese Tochter des Bezirksevangelisten hatte einen Freund, mit dem sie verlobt war, aber da nun hier ein Bischof’s Sohn auftauchte, musste sie den fantastischen Kerl sausen lassen, denn ein Bischofs-Sohn, das war ja fantastisch.
Dieser J. R. spielte von nun an eine grosse Rolle in West-Australien. Nach ganz kurzer Zeit übernahm er gleich den Gesangchor, dann wurde er in Nullkommanix zum Diakon und auch gleich danach zum Priester ordiniert; übernahm gleich darauf die Gemeine Rivervale und der dortige Vorsteher wurde in den "Busch" verfrachtet. Schöne Art!

Dann fiel es seinem Vater mal ein, auf dem Zurückflug von "Übersee" nach Perth, dass es wohl keine schlechte "Idee" wäre, seinen Sohn ins "Evangelistenamt" zu setzen; denn zwei von dieser Sorte standen noch über ihm. Wenn dann sein Schwiegervater einmal in den Ruhestand geht, dann sind es drei Evangelisten, und einer von diesen rückt dann wohl auf in das Bezirksamt, und das wäre wohl des R.’s Sohn.

Nächste Woche der Schluss und das erbarmungsvolle Ende von "Arie Boer"

Gruss, Ludwig.

Als Antwort auf: Re: Arie Boer in West Australien, sechste Fortsetzung, am 04. Juni 2001 14:11:11


* * *

So manches kommt einem wieder in die Gedanken, wenn man sich manches überlegt. Zum Beispiel unser zweitjüngster Junge überschlug sich bald, als wir ihm einen Binder um das Genick legen wollten. Er wollte einfach nicht diese schwarz-weissen Klamotten für den Gottesdienst anziehen, sodass er loslief runter in eine grosse Wiese hinter unserem Haus. Wir konnten ihn einfach nicht mehr einholen. Der älteste Bruder musste dann zu Hause bleiben, bis er dann wieder ins Haus zurückkehrte. Der Rest von uns ging dann in den Gottesdienst.
Es war schon eine richtige Theatervorstellung, das steht fest. Was deine Fragen über Arie anbelangen, kann ich nur bestätigen, was er mir im Beisein meiner Frau erzählte. Da er selbst ein sehr gottesfürchtiger Mann war, würde ich aber auch nicht im Geringsten an seinen "Aussagen" zweifeln. Krauss hatte an zweie der hiesigen Apostel monatlich eine grosse Summe Dollars gezahlt, um ihn von der Kirche abzuhalten. Dasselbe erzählte er auch dem früheren Bischof A. Rosentreter. Krauss schwänzelte ja oft genug hier in dieser Gegend herum, aber nach Perth kam er selbst nicht. Er wollte sich praktischerweise diesen Bezirk auch noch dazu kaufen, wo er doch schon fast die ganze Welt unter Kontrolle hatte.

Die Aussage einer Schwester aus Ludwigshafen, die hier auf Besuch war, nahm ich mal mit zu Arie und wir unterhielten uns bis in die Nacht hinein. Auf dem Nachhauseweg sagte diese Frau: „Dieser Mann sollte nicht nur Apostel sein, sondern der sollte Stammapostel sein“, denn sie war von ihm sehr begeistert. Hätte Arie hier freien Lauf gehabt, dann hätte er diesen Bezirk in einen fantastischen Bezirk verwandelt, aber wie heisst es doch so schön? >>Wie kann denn ein Mensch im Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt?<< Ja, so wurde hier schon so mancher "Bock" geschossen und das geht schon Jahre zurück. Eifersucht und Neid spielten immer schon eine grosse Rolle, aber vielen wird (wie du ja schon geschrieben hast) so manches vorenthalten. Veröffentlicht wurden viele Dinge nicht, aber eine Menge läuft immer noch blindlings nach.

Die siebte Fortsetzung werde ich im Laufe der Woche noch schreiben.

Herzl. Grüsse, dein Freund Ludwig.

Geschrieben von Ludwig am 03. Juli 2001 16:45:02



Endlich komme ich dazu, diesen Bericht fertig zu schreiben; denn ich habe selbst in letzter Zeit so ziemlich viel erlebt. Zwei Todesfälle, d.h. zwei Trauergottesdienste in der N.A.K.

Die Jahre flogen dahin und Arie hatte eine ganze Zeitlang seine Frau zu versorgen, denn sie hatte nämlich alle Sorten von Krankheiten. Als sie dann endlich von ihrem Leiden erlöst wurde, stand der Mann alleine da in der grossen Welt; denn er hatte nur einen Sohn mit zwei Kindern. Ab und zu besuchten wir ihn und die Freude war immer gross wenn wir zusammen kamen. Unserer beide Vergangenheit wurde dann immer wieder durchgekaut und so manches konnten wir nie so richtig verstehen: Und zwar wie die Neuapostolische Kirche nur so weiter existieren konnte, ohne dass mal etwas aufplatzte.

So langsam kam die Nachricht, dass Stammapostel Fehr nach West Australien kommen würde. Der ganze "Stab" mit Frauen traf sich zuerst im Osten von Australien. Da es Arie ja nie möglich war, eine Aussprache mit irgend einem Stammapostel zu haben, gab er sich diesmal eine grosse Mühe, Herrn Fehr zu sehen und zu sprechen, denn er kam ja schliesslich in die Hauptstadt von West Australien, nach "Perth". Der hier zuständige Apostel zahlte Arie einen Besuch ab und besprach mit ihm, dass eine Zusammenkunft arrangiert werden sollte. Nun atmete er mal richtig auf, denn nun ist ihm mal endlich die Möglichkeit gegeben, mit dem "boss" zu sprechen, um seinem Herzen Luft zu machen.

Nur einen Tag vor dem Eintreffen der von Gott gesandten "Party" sprach ich am Telefon noch mit Arie und er war ganz aufgeregt, dass es nun endlich so weit war. „Spreche nicht so lange, denn ich erwarte jeden Moment einen Anruf von (Melbourne oder Sydney), denn ich soll Bescheid bekommen, wann und wo ich den Stammapostel sehen kann.“ Ich wünschte Arie einen guten Erfolg und legte den Hörer auf. Der ganze Stab traf am nächsten Tag in Perth ein, aber Arie hörte aber auch von nirgendwo etwas. Ich (wieder neugierig), denn Arie war ja einer meiner besten Freunde, rief ihn wieder an, aber er war ganz ausser sich, denn nun waren alle in greifbarer Nähe, aber alles blieb stumm.

Wochen vor dem Stammapostel-Besuch wurden ja in allen Gemeinden schon Moralpredigten gehalten, was wir alles tun und nicht tun sollten, wenn „Der Gesalbte des Herrn“ kommt. Keiner wusste die Stunde, wann das Flugzeug ankommt. Keiner sollte zum Flugplatz kommen. Keiner wusste das Hotel, wo sie eingebucht waren. Der Gottesdienst kam näher an uns heran. Immer noch kein Anruf von irgendjemand, aber ein im Ruhestand befindlicher Priester konnte das Hotel herausfinden, wo die Gäste eingebucht waren. Arie rief dort an und frug nach "Herr" Fehr, aber Apostel Rosentreter meldete sich am Apparat; und als Arie ihm die Situation erklärte, gab er ihm klar und deutlich zur Antwort, dass er von allen diesem nichts wüsste! ? Das war natürlich die "Höhe" !

Arie war ausser Rand und Band, kaum fähig, dies alles zu verkraften. Der Gottesdienst in der Neuapostolischen Kirche war angesagt und alle sollten eine halbe Stunde zuvor schon sitzen. Ich selbst wollte schon gar nicht mal hingehen, gab aber in letzter Minute meinem Herzen noch einen Stoss. Wir sassen eine Dreiviertelstunde zuvor auf einem guten Platz wo ich alles ziemlich gut überblicken konnte. Der Chor fing an zu singen, die Plätze für die Frauen der Apostel wurden freigehalten, obwohl eine ganze Menge Glaubensgeschwister hinten stehen mussten. Keine Spur von der "Party"!

Arie fand einen Platz ganz hinten, denn der J. R. befindliche Priester hielt ihm den Platz frei. Alle eingeübten Lieder waren schon gesungen, aber immer noch keine Spur von den Frauen! Nun Fing Rosentreters Sohn (Dirigent) an, Grablieder zu singen, denn „Mache dich auf und werde Licht“ war schon lange gesungen. Auf einmal, so eine halbe Stunde später, kamen die Frauen angetanzt, als wenn sie aus dem Puderfass gefallen wären. Gleich darauf die „Gesalbten des Herrn“. Nach einer Weile dann der fantastische Gottesdienst, wo sich alles nur um das Stammapostelamt drehte. Natürlich hob jeder mitdienende Apostel den „Gesalbten“ in den Himmel.
Nach Beendigung des Dienstes musste jeder sitzen bleiben und keiner durfte die Hand ausreichen, auch nicht zu den Fauen, bis sie alle draussen waren. Alles musste sitzen bleiben. Draussen aber im "Foyer" wartete Arie, um den Stammapostel zu begrüssen. Rosentreter war gleich zur Hand und sagte dass dies "Arie" wäre und Arie sprach dann mit dem Boss ein paar Worte; aber da der kleine Mini-Bus ja auf den Stammapostel, war keine Zeit mehr, um sich mit ihm zu unterhalten. So war auch die ganze "Party" am Nachmittag: Mit dem Dampfer auf dem Swan River herumgekreuzt, aber für Arie keine Zeit.

Alles Gute und auf Wiedersehn--wiederseh--he—hen.

Gott mit Euch, bis wir uns wiedersehn, wiedersehn. Wiederse -he-hen! usw. usw.

Das war leider der Abschied von allen seinen Mitaposteln und dem Chief-Apostel.

Traurig aber wahr!

Euch Brüder, wie ihr hier zugegen ward, wünsche ich ja nicht Schlechtes, aber hoffentlich geht es Euch mal nicht genau so wie Eurem Mitapostel, für den aber auch keiner von Euch was übrig hatte.
Anstatt den Mann einzuladen und mit Euch zu nehmen auf der Dampferfahrt, habt ihr ihn vollkommen ignoriert und verachtet.

Arie ging seelisch und körperlich zugrunde. Er verbrachte seine letzten Tage hier im Altersheim als ein gebrochener Mann. Zwei Wochen vor seinem Tod sahen meine Frau und ich ihn noch und ich streichelte ihn noch über den Kopf und über die Haare und meine Frau drückte ihm noch den letzten Kuss auf die Wange. Seine letzten Worte waren noch unsere Namen, also hatte er uns doch noch erkannt. Zwei Wochen später wurde Arie Boer beigesetzt, aber sein Sohn setzte erst die Todesanzeige in die Zeitung, als er schon bestattet war. Wenn ich einer von dieser hochheiligen Party gewesen wäre und würde diesen Bericht lesen, ich würde mich zu Tode schämen.

Dies war die Biographie von "Arie Boer".
Herzlichen Gruss,
Ludwig.

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Zuletzt geändert von tergram am 21.12.2006, 22:39, insgesamt 3-mal geändert.
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Beitragvon DH » 21.12.2006, 12:58

tergram,

was willst Du damit konkret sagen?
Die in der Geschichte genannten Punkte sind nicht schön, und keine Ehre für die NAK, wenn sie tatsächlich vorgekommen sind.

Gibt es objektive Belege für die genannten Punkte?

Arie Boer ist nicht der einzige Apostel, der in Ungnade gefallen ist. Anfang er 1970er Jahre setzte StAp W. Schmidt einen Engländer ins Apostelamt (Name: Erie, oder so ähnlich). Er sollte in Indien (damals Beginn der Missionsarbeit unter M. Kraus) wirken. In den offiziellen Publikationen erfuhr man NIE wieder etwas von ihm. In England frug ich Mitte der 1980er Jahre einen Ältesten. Er sagte mir, dass sich Erie dem Ap. Kuhlen (Düsseldorf) angeschlossen habe.
Nur wer in der NAK ist, kann zu ihrer Veränderung beitragen.
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Beitragvon tergram » 21.12.2006, 13:16

DH,

wie du siehst, stammt der Text nicht von mir. Im Nachbarthread "Auf der anderen Seite des großen Teichs" kam dieses Thema mit auf. Um den dortigen Thread thematisch nicht zu sprengen, habe ich hier unter Kirchengeschichte einen neuen Thread eröffnet.

Ich ergänze den Text aber gern um diese Informationen, insofern danke für den Hinweis.
Zuletzt geändert von tergram am 21.12.2006, 13:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Clemens » 21.12.2006, 13:18

Lieber DH,

Ich möchte diesen Thread nicht zerschießen - aber nur so mal: Ich kann deinen "Wahlspruch" nicht nachvollziehen. Erklär` mir das doch bitte mal (per mail).

Gnade und Friede,
Cl.
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Beitragvon syndrome.2 » 21.12.2006, 13:22

Hallo DH,

Apostel William Edgar Erry war für die NAK in Indien tätig. Er wurde ausgeschlossen und gründete die United Apostolic Church India, die am 20. September 1981 der "Vereinigung Apostolischer Gemeinden" (VAG) beigetreten ist. Sein Nachfolger war Ap. Michael Vanathaian, der plötzlich im Oktober 2005 verstarb. Die wenigen und sehr kleinen indischen Gemeinden der VAG sind seitdem in Auflösung. Ap. Erry selbst lebt in Andorra.
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Beitragvon fireangel » 21.12.2006, 16:02

XXX
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Beitragvon a cappella » 21.12.2006, 16:09

Schön, jetzt kann man's zweimal lesen. 8)
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Beitragvon Aquamarin » 21.12.2006, 16:30

a cappella hat geschrieben:Schön, jetzt kann man's zweimal lesen. 8)

*gg*

nur wenn man die Zeit dafür hat ;))
LG
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Beitragvon Matze » 21.12.2006, 21:14

Sorry, aber dieser ganze Text ist ziemlich das Unseriöseste, was ich hier jemals las...

Und voller Fehler: Es fängt schon schlecht mit den Niederlanden an. Die Geschichte der NAK in den NL nach 1945 ist sehr dramatisch, aber nicht eine Folge des "bösen Bischoff".

Auch will der Autor "Ludwig" hier wieder mal die Verschwörungstheorie "böses Kanada" unter "bösem Kraus" usw. usf. weiter spinnen.
Der Tiefpunkt war beim Nacktschwimmen erreicht... War Kraus da auch dabei?!? ;-))))
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Leider gar nicht so unseriös

Beitragvon Ludger » 22.12.2006, 00:08

I'm very sorry, Matze,

aber leider leider ist der Bericht gar nicht so unseriös. Im Gegenteil: Wenn man ihn mit den historischen Fakten vergleicht und begreift, auf welche Personen sich "Ludwig" bezieht, passt alles zu anderen Quellen. (Zum besseren Verständnis empfiehlt es sich, das "Verzeichnis der Apostel" hinzu zu ziehen.)

Die Schilderung der Vorgänge in den NL ist natürlich ein wenig oberflächlich, aber nicht falsch. Selbstverständlich war der Hauptgrund der ersten Nachkriegsspaltung der unhaltbare Sonderweg in der Lehre, den v. Oosbree eingeschlagen hatte. Die Probleme der Nachkriegssituation, das schlechte Ansehen der Deutschen in den NL, die Querverbindungen und Parallelen zum Saarland... es entspricht alles der Wahrheit. Und spätestens die nachfolgenden Spaltungen in den NL (was nach Gründung der Ap. Genootschap übrig blieb, war zeitweise in 3 Gemeinschaften gespalten) waren durchaus Folgen der Botschaft.

Was das Nacktbad betrifft: Ich verstehe den Text so, dass es bei Erasmus, Malan und Schlapphoff stattgefunden hat. Und genau auf das Wohlstandsleben der südafrikanischen Apostel spielt Rockenfelder in der "Geschichte der Neuapostolischen Kirche" an, wenn er in der Ausgabe der frühen 80er Jahre schreibt, dass üble Verhältnisse und "Fleischeslust" diese Ap. untragbar gemacht hätten.

Auch die Verschwörungstheorie vom "bösen Kraus" ist gar nicht so abwegig: Bei vielen anderen Aposteln seines Bezirkes hat er aus nichtigem Anlass eine Amtsenthebung betrieben:
-Erry
-die Bower-Brüder
-Ang
-Bez.Ap.-helfer Kuthottungal
-...

Ich erinnere an Kraus's Satz, dass jedes Mitglied nichts zu vermelden, sondern nur zu gehorchen hat. Es scheint absolut verständlich, dass ihm Boer gefärlich wurde, nachdem dieser auf fragwürdiges Finanzgebahren in der Nordamerikanischen Verwaltung hinwies. Wer wollte schon so gestürzt werden, wie die Südafrikaner?

Für mich bleibt die Frage offen: Wer war Arie Boer? Ein aufrechter Apostel, der sich nicht verbiegen ließ, Wahrhaftigkeit und Gradlinigkeit liebte und daran gescheitert ist, dass er die Machtspiele und Eitelkeiten seiner Mitbrüder nicht mittrug?

Oder war er ein Wichtigtuer, der gerne Verschwörungstheorien forcierte und die Botschaft weidlich ausnutzte, um in der Kirche Karriere zu machen? Hat er mit seinem smarten Auftreten und seiner Beredsamkeit allen den Kopf verdreht und wurde deshalb nach Amerika geschickt und später nach Australien verbannt?

Ich bitte zu berücksichtigen, was Brenda P. im englischsprachigen NAC-Board aus der Tonbandaufnahme mit Ap. Boer zu berichten weiß. Dabei wird STAp-Helfer Schlapphoff in ein noch wesentlich zweifelhafteres Licht gerückt, sogar ein Mord wird ihm zugetraut. Und auch hier gilt wieder: Die Übereinstimmung mit den historischen Fakten ist verblüffend.

Dieser neue Text erklärt auch, warum Arie Boer die Südafrikanischen Apostel über die Botschaft stolpern ließ: Nicht Ehrgeiz und Intrigrantentum, sondern unhaltbare Zustände wären die Ursache -
wenn seine Darstellungen stimmen.

Ich finde es richtig, dass dem Büro des Stammapostels diese Dinge zur Kenntnis gegeben worden sind...

Soviel dazu,
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Beitragvon Cleopatra » 22.12.2006, 10:56

Hallo zusammen,

vielleicht ist es in diesem Zusammenhang ganz interessant mal eine Stimme aus Australien selbst zu hören, die sowohl Arie Boer, als auch Priester Ludwig sehr gut gekannt hat. (Ich selbst habe die Geschichte auf meiner CD - also nicht selbst gefunden - nur als Info. :wink: )

http://quo-vadis-nak.foren-city.de/topi ... .html#6112

http://quo-vadis-nak.foren-city.de/topi ... .html#2504
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Beitragvon Prozium » 22.12.2006, 12:36

gel.
Zuletzt geändert von Prozium am 16.01.2007, 10:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon GG001 » 15.01.2007, 16:30

In "A voice from the past" im NACboard bringt Brenda "in Kurzschrift" verfasst den Inhalt eines Tonbands, das Ap. Boer besprochen hat.

Eine versoehnliche "Voice from the Past" zitiert einen Apostel der "Apostolic Church of Queensland" - nicht identisch mit der NAC.
http://p072.ezboard.com/fnacboardfrm8.s ... =833.topic
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Beitragvon GG001 » 16.04.2007, 12:20

Steve Pathman schreibt an die Moderatorin des NACboards und erzaehlt, dass er in Kontakt mit Ari Boer stand:

http://p072.ezboard.com/fnacboardfrm8.s ... =986.topic

Das Thema "Steve Pathman" hat sein eigenes Oberthema im NACboard erhalten, falls jemand sich fuer sein Schicksal interessiert.
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