Heilsnotwendigkeit von Aposteln in der Kath.-Apost. Kirche

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Heilsnotwendigkeit von Aposteln in der Kath.-Apost. Kirche

Beitragvon titus » 13.12.2006, 08:15

http://www.nak.org/fileadmin/download/p ... amtKaK.pdf
Dort steht unter der Zwischenüberschrift
"Christus im Mittelpunkt der Heilserwartung":

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Im Gegensatz zu einigen Tendenzen der heutigen Ökumene-Diskussion, die Christus nicht als den Weg, sondern als einen möglichen Weg neben anderen sehen, um eine Pluralität nicht nur der christlichen Konfessionen, sondern auch der Weltreligionen zu propagieren, sah die Katholisch-apostolische Kirche in Christus den alleinigen Weg zum Heil für alle
Menschen. Die grundsätzliche Heilsnotwendigkeit des Christentums und damit der wesensmäßige Unterschied des Christentums gegenüber allen anderen Weltreligionen wurde nie in Frage gestellt.

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Diese Passage lese ich mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge, zuerst

a) das weinende:

es will mir so scheinen als solle die NAK-innerkirchliche Ökumene-Bewegung zwischen den Zeilen diskreditiert werden, da sie ja ALLES GLEICHMACHEN will und Christus auf die selbe Stufe mit Buddha und Mohammed stellen.
Dabei geht es den Ökumene-Freunden in der NAK doch "nur" darum, dass das Trennende innerhalb der Christenheit aufgehoben wird.

b) das lachende:

wenn es so gemeint ist, wie es da steht, dass nämlich nur in Christus Heil ist, dann ist dies bibeltreu und richtig.


Nicht verstanden habe ich allerdings, wie der Artikel zu seiner Überschrift kommt. Denn es wird von der Heilsnotwendigkeit des Christentums gesprochen (in Abgrenzung von anderen Weltreligionen) und dann über Uneinigkeiten im Apostelkreis berichtet, es wird aber nirgends die "Heilsnotwendigkeit des Apostelamtes" begründet.

:roll:
Was Christum nicht lehret, das ist nicht apostolisch, wenn's gleich Petrus oder Paulus lehret ... (Martin Luther)
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Beitragvon 42 » 13.12.2006, 09:14

Im Gegensatz zu einigen Tendenzen der heutigen Ökumene-Diskussion, die Christus nicht als den Weg, sondern als einen möglichen Weg neben anderen sehen, um eine Pluralität nicht nur der christlichen Konfessionen, sondern auch der Weltreligionen zu propagieren, sah die Katholisch-apostolische Kirche in Christus den alleinigen Weg zum Heil für alle
Menschen. Die grundsätzliche Heilsnotwendigkeit des Christentums und damit der wesensmäßige Unterschied des Christentums gegenüber allen anderen Weltreligionen wurde nie in Frage gestellt.


Wer stellt sie hier denn ueberhaupt in Frage? Bitte Butter bei die Fische!

Diese Formulierung empfinde ich ebenfalls als tendenzioes bis unserioes. Wie Du schreibst, ist das Ziel dener, die Oekumene unter den christlichen Kirchen foerdern wollen, nicht, gleichzeitig auch andere nichtchristliche Religionen als "den ebenfalls richtigen Weg" zu propagieren. Es geht den Oekumenikern zuerst einmal darum, den Zwiespalt zwischen den christlichen Religionen zu ueberbruecken.

Gleichzeitig steht es allen gut an und ist nicht nur ein christliches Gebot, die religioesen Ueberzeugungen anderer Menschen zu respektieren. Die Religionen haben oft genug mit dem Schwert versucht, ihre Ueberzeugungen anderen aufzuzwingen. Den entsprechenden Respekt fordert uebrigens auch unserer Grundgesetz. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wenn die christlichen Kirchen freundschaftliche Kontakte mit Vertretern nicht-christlicher Religionen pflegen, heisst das doch nicht, dass sie deren Credo uebernehmen, genau so wenig, wie ich die Ueberzeugungen meines Nachbarn uebernehme, nur weil ich mich mit ihm treffe.

Eine solche respektvolle Haltung gegenueber anderen Religionen kann und darf nicht nur ein Oekumeniker haben, diese Haltung muss jeder Mensch haben und leben. Als Realist reduziere ich die Aussage auf "... sollte jeder Mensch haben und leben."
MherzlG, 42
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(Grossherzog Ernst Ludwig, Darmstadt)
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