NAK und Testimonium

Beiträge zur NAK-Geschichte

NAK und Testimonium

Beitragvon Holytux » 22.10.2006, 15:02

NAK und Testimonium

Der aktuelle Umgang der NAK mit dem Testimonium der englischen Apostel enthält einige interessante Akzente.

Beispiel 1: „Bibelverständnis“, „Amtsverständnis“

Im Teil 2 (http://www.nak.org/fileadmin/download/pdf/GreatTestimony1_dt.pdf)der aktuellen Serie zum „Testimonium“ wird zum Kirchenverständnis ausgesagt:

Diese Kirche war nach Abschnitt 22 schon beschlossen, als Gott den Menschen erschuf. Wir lesen dort unter Verweis auf Epheser 5, 23 ff., dass Gott mit der Erschaffung Evas aus Adams Rippe „in einem Geheimnis“ bereits „die künftige Herrlichkeit der Kirche“ als der „Braut des Lammes, die mit Ihm sitzet auf Seinem Throne offenbaret hat“. Dies ist ein Beispiel der sogenannten typologischen Bibelinterpretation, mit der konservativere Theologen die zu jener Zeit noch neue historisch-kritische Bibelauslegung abzuwehren versuchten. Man wollte beweisen, dass Gott, der allein allwissend war, in verhüllter Form, eben „in einem Geheimnis“, schon im Alten Testament alles niedergelegt hatte, was erst im Neuen Testament in Erscheinung trat und durch das Wirken des Heiligen Geistes offenbart werden konnte. Wenn dies so war, dann spielte die Person des Schreibers in ihrer Gebundenheit an die eigene Zeit, die von der historisch-kritischen Bibelauslegung hervorgehoben wurde, keine Rolle, weil man gezeigt hatte, dass Gott der eigentliche Autor war…
… Ziehen wir die Folgerungen, die diese Interpretation der Erschaffung Evas nahe legt, dann heißt dies, dass Gott nach dem Wortlaut des Großen Testimoniums schon bei der Erschaffung des Menschen den Sündenfall vorausgesetzt und die Kirche als Mittel zur Erlösung vorgesehen hat. Die Kirche soll der Leib Christi sein, regiert von Christus als dem Haupt, das Verhältnis zwischen Mann und Frau legt somit ständig Zeugnis ab von dem Verhältnis zwischen Christus und der Kirche. Durch diese Interpretation ist es katholisch-apostolischen Theologen unmöglich gemacht, die Forderung des Paulus, dass „sich ... die Frauen ihren Männern unterordnen in allen Dingen“ (Epheser 5, 24) irgendwie zu relativieren, etwa durch einen Verweis auf die gesellschaftlichen Verhältnisse ihrer Entstehungszeit.


Im weiteren wird dann über die Aussagen zur Fortnahme des Apostelamtes reflektiert. Die Autoren des NAKI-Artikels formulieren die Auffasung im Testimonium so:

Die Fortnahme des so verachteten Apostelamtes war dann ein weiteres Gericht Gottes, weil auch die heidenchristliche Kirche versagt hatte.


Weiter heißt es dann:
Wir kommen zu dem paradox anmutenden Ergebnis, dass die Verfasser des Großen Testimoniums sich einerseits gegen eine geschichtliche Betrachtung der Bibel wehrten, sie andererseits aber selbst betrieben, um eine Antwort auf die Frage zu finden, warum das Apostelamt nicht mehr bestand. Dem Neuen Testament wird das „Muster“ für die wahre Kirche entnommen, und gleichzeitig wird nachgewiesen, dass die Kirche schon in ihren Anfängen nicht dem dargestellten Ideal entsprach.

Hier frage ich mich (hoffend!), ob die NAK sich doch einer etwas differenzierenden Betrachtung der Bibelauslegung öffnet. Ich habe zumindest den Eindruck, dass eine Verteufelung der historisch-kritischen Betrachtung nicht (mehr) stattfindet und wir uns auch nicht in Richtung dieses Lagers bewegen wollen.

Wenn ich die Aussagen Lebers im IDEA berücksichtige:
…“Das Evangelium musste zunächst einige Jahrhunderte verbreitet werden, so dass das Christentum weltweite Bedeutung bekam. Dafür war das Apostelamt nicht notwendig…“


frage ich mich, welche Erklärung künftig für die „apostellose Zeit“ im Katechismus erscheinen wird. Sollte es nicht mehr „Strafe“ sein, sondern vielmehr „sinnvoller“ Bestandteil der „Reichsgottesgeschichte“ ?
Dann könnte die „Kirche Christi“ auch wieder ohne zeitliche Unterbrechung existieren. Allerdings hieße das, den durch Uster eher verdunkelten Kirchenbegriff endlich wahrhaftig zu definieren.

2. „Wassertaufe“ und „Geistspendung“

Hierzu stellt Teil 3(http://www.nak.org/fileadmin/download/pdf/GreatTestimony2_dt.pdf)fest:

Die Verfasser des Testimoniums gingen entsprechend der ihnen vertrauten protestantischen Tradition davon aus, dass es in der christlichen Kirche zwei Sakramente gebe, Taufe und Abendmahl. Allerdings schreiben sie auch von einer Handauflegung durch Apostel, die für die Zukunft erwartet wird (Abschnitt 114). Die sogenannte „apostolische Handauflegung“ oder „Versiegelung“ wurde erstmals 1847, also zehn Jahre nach der Veröffentlichung des Testimoniums, erteilt.


Ich finde diese Aussage durchaus bemerkenswert, wird sie doch gewiss für viele Geschwister neu und überraschend sein (sofern es jemanden interessiert)…

Weiter:
Die Wiedergeburt geschieht nach dem Verständnis der ersten englischen Apostel in der Wassertaufe. So heißt es in Abschnitt 25, dass das Sakrament der Taufe „das Bad der Wiedergeburt“ sei, „wodurch Gott nach Seiner Barmherzigkeit uns selig macht (Titus III. 5.); denn wir, die da todt sind in Übertretung und Sünde (Ephes. II. 1.5.), werden darin wiedergeboren vom Heiligen Geist (Joh. III. 5.), Gottes Kinder, ... und durch die Mittheilung jenes Lebens werden wir wahrhaftige Glieder unseres auferstandenen Herrn Jesu Christi (Ephes. V. 20.)...“. So ist auch die Aussage verständlich, dass auch in den Jahrhunderten, in denen keine Apostel tätig waren, „dennoch Scharen von Menschen ... für Gott wiedergeboren worden sind“ (Abschnitt 65).


Tja, jetzt ist es raus…
Hier hat unsere aktuelle „fortschreitende Erkenntnis“ eine völlig andere Sehensweise hervorgebracht. Da liegt nun allerdings die „Sonderlehre“ nicht im Testimonium, und auch nicht in einem vermeintlich „protestantischen“ Verständnis, sondern in einer, durch Uster zementierten, NAK-spezifischen Auffassung der „Geburt in zwei Akten“.
Denn vollwertig wiedergeboren ist man nur durch das Sakramenten-Doppel der NAK.
Ein Ausweg könnte die „Besiegelung“ sein, ohne Bezugnahme auf „Gotteskindschaft“.

… Die an den Gläubigen vollzogene Handauflegung wird als „Besiegelung und Bestätigung der Heiligen“ gekennzeichnet, bei der die „Mittheilung der Gaben des Heiligen Geistes, je nachdem sie der Heilige Geist einem Jeglichen zutheilen will“ (Abschnitt 37) stattfindet. Die Versiegelung wird als Ergänzung und „Festigung“ der Wassertaufe verstanden.


Bleibt zu hoffen, dass unsere Wurzeln diesbezüglich genauestens bedacht und geprüft werden.
Möge das „herumustern“ zu einem christlichen Ende kommen,

LG
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Beitragvon Dietemann » 22.10.2006, 15:58

…“Das Evangelium musste zunächst einige Jahrhunderte verbreitet werden, so dass das Christentum weltweite Bedeutung bekam. Dafür war das Apostelamt nicht notwendig…“

Wem hatte Jesus eigentlich gesagt: "Gehet hin in alle Welt und lehret alle Völker"?
Hatte Jesu nicht damit seine Apostel beauftragt, das Evangelium allen zu verkünden? Oder hat er die breite Masse beauftragt? Was sollten den seine Apostel sonst verkünden?
Das kommen lustiger KL NAKler - die nicht mehr wissen wie sie die Menschen weiter für dumm verkaufen können?(verblöden wollte ich nicht schreiben)

Es sind heute erst recht keine selbst ernannten "Apostel" notwendig, schon gar keine die sich vordergründig als Präsident titulieren lassen und die das ihnen angeblich gegebene Apostelamt nicht öffentlich ausüben!

Wenn jemand ein Apostel Jesu ist, so hat er es in der Öffentlichkeit zu sein und nicht hinter MAUERN der NAK-Kirchenlokale und in geschlossenen Veranstaltungen des unseligen vfb! Zutritt allerdings möglich mit HoppeReisen des vfb incl. VIP Karten!

Hatte Jesu sich versteckt vor den Menschen? Oder ist er frei unter die Menschen gegangen?

Wenn die NAK KL es noch nicht einmal schafft, die drei Buchstaben in Deutschland nach den beiden großen Konfessionen öffentlich anerkennen zu lassen in allgemeinen Papieren (Personalausweis u.s.w.) - da frage ich mich was machen die Herren eigentlich um "Gottes Werk" (ist es überhaupt Gottes Werk oder dient diese Vorgabe nur zur Selbstversorgung einiger Dietemänner?) unter die Menschen zu bringen? Sie verkriechen sich nur in Mauselöcher und lassen wie im Bezirk Gießen die Verantwortung für die Bezirksseite der NAK von einem Werbebüro tragen (im Impressum angegeben - dazu noch von einer Gehülfin), für öffentliche Verkündung NAK Geistes!

Arme NAKler!
Zuletzt geändert von Dietemann am 22.10.2006, 16:09, insgesamt 1-mal geändert.
Dietemann
 

Beitragvon Fingerhut » 22.10.2006, 16:08

DIETEMANN, DU SCHWÄTZER. Hast du heute wenigstens mitdienen dürfen, ohne NAK- Worthülsen natürlich und ohne Schwarzkittel?
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Beitragvon Dietemann » 22.10.2006, 16:22

NAK Gießen:
Impressum


Verantwortlich für Inhalt, Konzept und Design:
.... MEDIA-SERVICE
Ca-U-S. 7
35396 GIESSEN
Telefon 0641 3
www. media....

Toll wer für den Inhalt des NAK Bezirkes Gießen Verantwortung trägt.

Da braucht es wahrhaftig keine Apostel noch weniger Präsidenten!
Dietemann
 

Beitragvon Fingerhut » 22.10.2006, 16:24

Du gehst du teilweise auf die Fragen ein. Hast du irgendein Problem?
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Beitragvon Fingerhut » 22.10.2006, 16:25

muß heißen: du gehst nur ...
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Beitragvon Fingerhut » 22.10.2006, 16:34

Dietemann, sind denn die Geschwister in deiner Gemeinde heute Morgen unter deinem Dienen, ohne NAK Worthülsen natürlich, glücklich geworden? Und vor allem, ohne Schwarzkittel? Erzähl mal.

Noch eins. Gib doch deinem und meinem Apostel, der erstens erst seit wenigen Wochen Apostel ist und zweitens zur Zeit noch im zivilen Beruf tätig ist, etwas Zeit. Vielleicht erfüllt er deine Wünsche, auch was die Internetseite von Gießen anbelangt.
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Beitragvon Fingerhut » 22.10.2006, 16:54

Dietemann, ich bin enttäuscht von dir. Was ist nun?
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Beitragvon Dietemann » 22.10.2006, 17:18

Jemand, der ein Apostel sein will - darf keine Unterschiede machen und nicht Gemeinden bevorzugen! Daher kann er nicht "mein" Apostel sein! Als Antrittsbesuch wäre wohl ein Besuch für den gesamten Bezirk in einer Halle angemessen gewesen.
Zum anderen habe ich keine Lust mehr in der Hälfte der Zeit nur Worthülsen ohne Inhalt zu hören. Ein GD sollte Substanz haben und nicht nur aus "liebe Geschwister" in jedem zweiten Satz bestehen! Ich kenne auch GD mit Inhalt, der einem GD angemessen ist.
Dietemann
 

Beitragvon Fingerhut » 22.10.2006, 17:26

Dietemann, soll ich mal ein Wort bei unserem Apostel einlegen, dass du endlich mal predigen darfst so wie es richtig ist? Ohne liebe Gewischister, ohne Ihr Lieben. Mein Gott Dietemann, hast du schon einmal am Altar gestanden? Weißt du wie das ist? Rede doch nicht einfach so einen unsagbaren Müll daher und gib unserem Apostel doch eine Chance. Was hast du denn gegen ihn vorzubringen?
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Beitragvon Dietemann » 22.10.2006, 17:42

Dann solltet ihr endlich zugeben, dass es eure Gedanken sind!

Wenn es der Heilige Geist ist, der durch Schwarzkittel spricht, so brauchen Schwarzkittel keine Worthülsen zu verwenden, um die Zeit rumzubringen! Geht doch endlich einmal auf das ein, was der Geist wirklich zurzeit und Stunde lebendig macht und haltet euch nicht an euren Worten und den Vorgaben aus Zürich fest! Gott ist für alle da!

Der jetzige Ap. tritt genau in den gleichen Trott wie sein Vorgänger - hess. Sibirerin ist eben sehr weit entfernt! Im Übrigen habe ich nichts gegen ihn, da ich ihn noch nicht hören konnte und wenn er jetzt erst so spät hier herkommt, habe ich keinen Nerv, um zuzuhören!
Dietemann
 

Beitragvon Fingerhut » 22.10.2006, 17:51

Dietemann, hör endlich auf so einen ungehäuren Müll zu reden. Du glaubst doch wahrscheinlich selbst nicht was du da schreibst. Gerne kannst du mir per PN schreiben wenn du magst.
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Beitragvon Dietemann » 22.10.2006, 18:05

Glaubst du, was du zu glauben vorgibst? Oder plapperst du nur nach?

Wenn du wirklich glaubst – warum hast du Angst? Warum versteckst du dich hinter Floskeln?
Warum verstecken sich so viel Amtsträger und geben in der Öffentlichkeit nicht zu erkennen, dass sie in der NAK ein "Ambt" ausüben? Warum haben sie Angst? Glauben sie nicht an Gott und dass er zu ihnen steht, wenn sie sich zu ihm bekennen?
Dietemann
 

Beitragvon Fingerhut » 22.10.2006, 18:07

Dietemann, noch einmal zum mitschreiben: Dein Apostel ist seit Mai im Amt , geht aber noch seiner "nätürlichen" Arbeit nach. In Ausübung dieser Tätigkeit musste er einigemale nach China reisen und konnt deshalb keinen Gottesdienst in deiner Gemeinde oder deinem Bezirk halten. Also, wo ist dein (das) Problem?)
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