Da wäre Aufklärung von Nöten

Beiträge zur NAK-Geschichte

Beitragvon Cleopatra » 16.08.2006, 15:41

Hallo zusammen,

diesen Link habe ich vorhin bekommen. Ziemlich weit unten ist davon die Rede, daß die Jugend eine Brücke bildet für den Entschlafenenbereich. *Ein schöner Ausblick* Nun müßte man nur noch wissen, was denn wohl die Jugend unter der Brücke versteht.... :roll:

http://www.jugend-online.info/berichte/233.html
Jedes Phänomen, das uns bewusst wird, ist stets eine Manifestation des Geistes. [Buddha Shakyamuni, Surangama Sutra, ca. 500 v. Chr.]
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Beitragvon manfredok » 19.08.2006, 17:18

Olaf Wieland hat neue Details veröffentlicht,
auf QUO-VADIS,zum Fall Nörenberg.

Auszug:

Weitere Rechercheergebnisse des Gesprächskreises über den SS- Angehörigen Alfred Nörenberg, der lt. Schreiben von Bezirksapostel Schumacher vom 10. August 2006 als neuapostolisches Gemeindemitglied "beständig die Gottesdienste besuchte".

Die Abteilung der Gestapo, in der Nörenberg tätig war, zeichnete sich durch unwahrscheinliche Grausamkeit aus.

Nörenberg ist nach 1945 unter falschen Namen untergetaucht.

>>Mit Hilfe des V-Mannes Schütt konstruierte er die Fälle, wenn er nicht genügend echtes Beweismaterial hatte, wie "Betriebssabotage" und "Widerstandstätigkeit". Auf Konto Nörenbergs und Schütts kommt die Ermordung der "Noleika" Mädchen ( ein Hamburger Betrieb, der "Ost" Arbeiterinnen beschäftigte ) und der Mädchen der Draegerwerke ( Gasmaskenfabrik ).<<

Schütt war Nörenbers Spitzel.

>>Schütt, Waldemar ( Schyschka Wolodymyr ):

Krim.-Ang. Westukrainer, zum Volksdeutschen gemacht. Er war bei III E als Dolmetscher beschäftigt. Sch. war 1941/42 etwa 5 Monate in Polizei- u. Schutzhaft, weil er sich für die illegale "Organisation Ukrainischer Nationalisten als Kassierer betätigt hatte. Als Häftling bot er sich der Gestapo ( Burrack ) als Vertrauensmann an und arbeitete für sie. Er wurde dann freigelassen und als Dolmetscher eingestellt. Auf Grund seiner Angaben sind direkt und indirekt etwa 130 Westukrainer festgenommen und fast sämtlich ins KL eingewiesen worden, wo ein Teil von ihnen gestorben ist.

Bei IV 1 c, wo er später mit Nörenberg zusammenarbeitete, hat er an den Vernehmungen teilgenommen und sie zum Teil selbst durchgeführt, wobei er Westukrainer, Ostarbeiter und Ostarbeiterinnen auf das Brutalste geschlagen hat. Ein Westukrainer und eine Ostarbeiterin haben sich aus Furcht vor weiteren Schlägen das Leben genommen. Er war maßlos ehrgeizig und feige.<<

Nörenbergs Ermittlungen gegen Ostarbeiter führten dazu, dass diese auch exekutiert wurden.

Bei der Erschießung von Ostarbeitern stand Nörenberg 50 m rechts von der Erschießungsgrube. Die Erschießung selbst dauerte eine dreiviertel Stunde.
Ostarbeiter ( acht Frauen ) mußten zuvor eine zwei Meter tiefe Grube ausheben.

>>Diese Exekutionen sollten vor allem "abschreckende Wirkung" haben. So wurden etwa 150 russische Arbeiter der Firma MAN vom Hachmannkai im Hafengebiet Roß auf einem Motorwagen mit zwei Anhängern vom Süden in den Nordwesten gefahren, um an der Hinrichtung als "Zuschauer" teilzunehmen.<<
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Beitragvon Gaby » 21.08.2006, 06:57

Was bringt uns dieser Thread - frage ich immer noch.

Bruder Nörenberg lebt nicht mehr, ihn können wir also nicht mehr anklagen - wem nützt es also, wenn nun jeder weiß, was damals passiert ist oder nicht?

Warum wurde Bruder Nörenberg von den "weltlichen" Gerichten nicht angeklagt?

Was nützt es uns in der Vergangenheit zu leben?

Was bedeutet es eigentlich, wenn wir uns "Christ" nennen?
Haben wir verstanden was Jesu Lehre bedeutet?

Mal zum Nachdenken:

http://www.predigt-online.de/prewo/prew ... _gnade.htm

>>Ein Rabbiner, der nach dem Krieg nach Amerika auswanderte sagte einmal folgenden Satz: "Bevor ich nach Amerika kam, musste ich Adolf Hitler vergeben. Ich wollte Hitler nicht mit in meine neue Heimat nehmen."<<


Nachdenkliche Grüße

Gaby
Denn in alledem liegt der Anfang des Reiches Gottes, das entstehen soll an der Stelle, an der du stehst. Nicht irgendwo, sondern in dir selbst. (Jörg Zink)
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Beitragvon hini » 24.08.2006, 13:50

Ich möchte doch noch einmal kurz auf die Nörenberg Geschichte zurückkommen. Im Nachbarforum wurde jetzt festgestellt, dass Nörenberg erst nach dem Krieg zur NAK kam. Nun kann man die Verbrechen, die Nörenberg begangen haben soll, noch weniger mit der NAK in Zusammenhang bringen.
Herr Wieland stellt auch folgende Forderung in den Raum:
Ob jetzt in Zukunft bei öffentlichen Gratulationen von 100jährigen eine Überprüfung auf die Biographie des Jubilars erfolgen sollte, bleibt der Kirchenleitung überlassen.
In anderen Situationen hatte die NAK die Überprüfung von Personen veranlasst und diese sogar aus den Gottesdiensträumen hinaus geworfen- Zitat Wieland.
Ich weiß nicht, ob sich Herr Wieland der Konsequenz eines solchen Vorgehens bewußt ist. Es würde de facto einem "Radikalenerlaß" in der NAK gleichzusetzen sein- vor Aufnahme in die NAK polizeiliches Führungszeugnis usw. Ich will das mit Sicherheit nicht.
Grüße
Hini
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Beitragvon Cleopatra » 24.08.2006, 13:59

Hallo hini,

hierzu kann ich sagen, daß damals in Wiesbaden (es handelte sich, soweit mir gesagt wurde, um den Gedenkgottesdienst für Ap. Rockenfelder sen.)sehr wohl mit Polizeischutz gearbeitet wurde. Man befürchtete Krawalle von Seiten des Sohnes. Ähnliches soll auch mal in HH stattgefunden haben. In wie weit meine Infos stimmen, kann ich nicht sagen, aber das es da Rauswürfe aus den Gottesdiensten gab, ist mir zumindest bekannt.

LG, Cleopatra
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Beitragvon hini » 24.08.2006, 14:16

Hallo Cleopatra,
da hast Du mich falsch verstanden. Wenn man Herrn Wielands Vorschlag für gut findet, dann müßte man, bevor man eine Person für würdig befindet, in die NAK aufgenommen zu werden, erst mit einer umfangreichen Gesinnungsschnüffelei beginnen. Ich glaube kaum, dass Du Interessse daran hättest, Dein umfangreiches Vorstrafenregister einem At zu offenbaren, falls du ein solches haben solltest, bevor dieser Deinem Aufnahmebegehren in die NAK zustimmt. Oder?
Grüße
Hini
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Beitragvon Cleopatra » 24.08.2006, 14:34

Natürlich nicht! :wink: Ich dachte, es ging in deinem posting auch um Gottesdienst-Hinauswürfe. Die hat es offensichtlich schon gegeben. Ob immer ein Grund vorhanden war, ist bestimmt nicht so sicher.

LG, Cleopatra
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Beitragvon weltmensch » 25.08.2006, 07:06

Also, wenn ich es richtig verstanden habe, hat doch kein Mensch die NAK mit solchen Verbrechen in Verbindung gebracht. Das wäre doch verrückt.

Man hat die Öffentliche Ehrung kritisiert, das sind zwei Paar Schuhe.

Und es geht auch nicht darum, jemanden aus dem GD zu werfen. Wer verlangt das denn?

Gaby hat in ihrem Beitrag zitiert

[>>Ein Rabbiner, der nach dem Krieg nach Amerika auswanderte sagte einmal folgenden Satz: "Bevor ich nach Amerika kam, musste ich Adolf Hitler vergeben. Ich wollte Hitler nicht mit in meine neue Heimat nehmen."<<]

Dazu kann ich nur sagen, ich würde von KEINEM EINZIGEN Opfer verlangen, diese, Scheusal zu vergeben.

Auch wenn kein Mensch nur schlecht ist, ich habe nicht das geringste Bedürfnis an solchen Menschen etwas Gutes zu suchen. Deren Schicksal geht mir wirklich am Allerwertesten vorbei.
Für alle Zukunft!

Gruß,
Weltmensch
„Man sollte keine Dummheit zweimal begehen, die Auswahl ist schließlich groß genug.“

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