Wo ist das Propheten-Amt geblieben

Beiträge zur NAK-Geschichte

Wo ist das Propheten-Amt geblieben

Beitragvon fireangel » 14.07.2006, 11:38

Liebe Fories,

ich habe eine grosse Bitte.

Kann jemand Hinweise geben, auf Briefe, Amtsblätter usw. aus denen eindeutig hervorgeht, durch wen, das Prophetenamt in der NAk- abgeschafft wurde und was die genauen Gründe dafür waren?

Wie wurde diese Änderung den Mitgliedern übermittelt? Gibt es evtl. diesbezügliche Mitteilungen oder Veröffentlichungen in den alten Schriften des VFB?

Ich danke euch schon jetzt für eure Mithilfe und Hinweise. DANKE!

Liebe Grüße
fireangel
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Beitragvon Dietmar » 14.07.2006, 11:45

In der Schrift "Haushaltung Gottes" von Niehaus (ca. 1922?) wurde das Prophetenamt beschnitten und seiner Funktion stark reduziert. Die "Fragen und Antworten" von 1938 kennen noch das Prophetenamt: "Ein Prophet soll mit den ihm von Gott verliehenen Gaben unter der Hand des Apostels dienen" (Antwort auf Frage 183 "Welche Aufgaben sind dem Prophetenamt zugedacht?". Später wird es dann heißen, das Prophetenamt sei im Apostelamt aufgegangen. Eine genaue Recherche ist sicherlich lohnenswert, kann ich aber zwischen Tür und Angel und Mittagessen nicht machen. Dieses Thema war bereits Gegenstand diverser Diskusionen, und sicherlich ist auch die Frage nach der Rolle von Heubach als anerkannter / nicht anerkannter Prophet nicht uninteressant.
Dietmar
 

Beitragvon fireangel » 14.07.2006, 12:07

Ich habe hier einen interessanten Brief von J.G. Bischof aus dem jahr 1929 gefunden, in welchem er auf das Vorhandensein des Prophetenamtes bis zur Wiederkunft Jesu hinweist:

:arrow: http://members.tripod.com/waechterstimme/4fache-1.html

Liebe Grüße
fireangel
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Beitragvon Pius » 21.12.2006, 16:48

Prophet Ernst Schärtlein hatte bisher als Vorsteher der gemeinde Öhringen gedient und war der letzte von einem Apostel berufene Prophet. In der Neuapostolischen Kirche hat man das Propheten- Amt als Unruhefaktor und als Hindernis für eine volle Machtentfaltung des Neuapostolischen Apostelamtes beseitigt. Das Prophetenamt wurde auf das Apostelamt verteilt. Somit wurde ein missbrauch des Amtes ausgeschlossen und verhindert
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Beitragvon vigilius peregrinus » 21.12.2006, 16:57

Werter Pius (noch ohne Zählung? :wink: ) - willkommen im Forum!!

Leute, nur mal mit der Ruhe! Soweit ich über die at. Verhältnisse unterrichtet bin, gab es zwar Propheten aus 'Berufung' am Tempel und am Köngishof, doch spielen diese eine - vorsichtig gesagt - untergeordnete und bisweilen eher negative Rolle im AT. Die großen Propheten Elija, Jesaja, Deuterojesaja, Jeremia, Hosea, Amos etc. sind - soweit man das sagen kann - nie von Menschen oder Priestern etc. in ein "Amt" berufen worden, sondern von Gott selbst. Sh. etwa die Thronvision in Jes 6 etc. Was "prohpeteuein" im 1Kor bedeutet, hat wohl weniger mit dem at. Verständnis zu tun /vgl. die Kommentare und einschlägigen theol. Wörterbücher).

Insofern sehe ich die Sache so: Propheten, die in ein Amt berufen werden, braucht man nicht unbedingt ernst nehmen. Wer wirklich ein Prophet ist, hat(te) es mit Gott selbst zu tun und zeigt dies in seinem Leben und seiner Lehre. Laßt die modernen NAK-, KAG- und sonstnochwas-Propheten also lieber in Frieden ruhen ..... Mir reicht schon das angeblich wieder aufgerichtete NAK-Apostelamt. Da brauche ich nicht auch noch selbsternannte oder Hofpropheten!!!

Shalom
Vigilius :mrgreen:
Vor allem: in necessariis keinen Schritt nachgeben, in dubiis sich nichts anmerken lassen, in omnibus die Pfeife nicht ausgehen lassen. Karl Barth an Eduard Thurneysen, 22.Januar 1922
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Beitragvon Schnoogele » 21.12.2006, 18:28

Pius hat geschrieben:Das Prophetenamt wurde auf das Apostelamt verteilt. Somit wurde ein missbrauch des Amtes ausgeschlossen und verhindert


:lol:

Das wäre das gleiche wenn Angela Merkel die Aufgaben des Bundespräsidenten übernehmen würde um einen Missbrauch durch Köhler zu verhindern.

:lol:
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Beitragvon Matula1 » 21.12.2006, 18:52

Bezirksgottesdienst im Maritim (17. Dezember 2006)

Zu Beginn der Gottesdienstes sang die versammelte Gemeinde das Lied aus dem GB 6. "Die Nacht ist vorgedrungen, der Tag ist nicht mehr fern".

Mit dem Wort aus 2. Petrus 1, 19:

"Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen."

hielt unser Bezirksapostel Brinkmann einen Gottesdienst im Hotel Maritim von Köln. In seiner Begleitung waren der Bezirksapostelhelfer Bezganz aus Russland, Apostel Otten, Bischof Krebs und alle Bezirksämter der Unterbezirke von Apostel Otten.

An den Anfang des Gottesdienstes stellte Bezirksapostel Brinkmann seinen Dank an Gott für die Hilfe, die er und wir bis heute erfahren konnte/n. Gleichzeitig forderte er alle Anwesenden auf Gott zu danken. Es gibt immer einen Grund zur Dankbarkeit. Er sagte, dass er viele hier aus dem Raum Köln kenne und er durch die Reihen nach ihnen ausgeschaut habe. Dabei konnte er über den Augenkontakt manches wahrnehmen und empfinden.

Eingehend auf das Textwort sagte der Bezirksapostel, das Ziel unseres Glaubens, die Wiederkunft Jesu, wird sich erfüllen. Jeder Gottesdienst ist ein prophetisches Wort und bringt uns diesem Ziel ein Stück näher. In der prophetischen Rückschau bringt der Heilige Geist Licht in die Vergangenheit, erklärt uns das Alte Testament. In der Gegenwart offenbart das prophetische Wort Herzenszustände, beleuchtet Zeitverhältnisse aus der Sicht Gottes. Es gibt auch Hinweise, wie wir handeln sollten. Das prophetische Wort der Zukunft gibt uns Einblick in den Erlösungsplan Gottes, die Wiederkehr Jesu. Der Bezirksapostel wies darauf hin, dass es wichtig ist, Jesus in den Mittelpunkt des Lebens zu stellen. Wir sollten bei allen Aufgaben und Dingen des Lebens nicht vergessen, uns auf Jesus und seine Wiederkunft zu konzentrieren und alle Aktivitäten daran ausrichten.
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Beitragvon Pius » 28.12.2006, 19:58

Eigentlich kann man sagen, dass der Stammapostel die rolle der Propheten übernimmt oder? Er setzt doch die neuen Apostel und Bischöfe. :?:
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Beitragvon 42 » 28.12.2006, 20:57

Hat Brinkmann dabei auch vermerkt: "Fuer unseren Gottesdienst heute haben wir ein Wort, das der Stammapostel vergangenen Sonntag in Marburg verarbeitet hat ..."?

Bei dem GD im Maritim hat es sich der Heilige Geist ja leicht gemacht, weil er nur das prophetische Wort der Vergangenheit noch einmal hervorzuholen brauchte :roll: Na ja, auf dem Prinzip beruhen aber auch die Lei?gedanken.
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Beitragvon fireangel » 28.12.2006, 23:03

Betrachtungen über das Entfernen von der Wirksamkeit des Heiligen Geistes in der NAK


Was ist aus dem ehemals so stolzen Schiff NAK geworden?

Eine Titanic, die soeben von dem Eisberg menschlicher Denkweise gerammt wurde!

Viele Seelen werden in den eiskalten Fluten aus Themengottesdiensten, Arbeitskreisen, Projektgruppen und Seminaren ertrinken!

Wo ist in der NAK das wirken des Heiligen Geistes geblieben?

Nach der Überlieferung erfolgten alle "Aktivitäten" in der kathl./apostol. Gemeinde aus der Inspiration des hlg. Geistes. Beginnend bei der Wortverkündigung, über Weissagungen, Zungenreden, Krankenheilungen, Ordinationen usw.

Die Predigten der ersten Amtsträger in den Kath./Apostol. Gemeinden waren ausschließlich aus dem hlg. Geist. Dies war ein großer Unterschied zu den damaligen etablierten Kirchen. Es wurde "frei" gepredigt ohne Manuskript. Einziges Buch für die Liturgie war die Bibel.

Geistliche Inspiration war aber nicht eine Sache, welche nur auf Amtsträger beschränkt war. Auch aus den Reihen der Gemeindemitglieder kamen Weissagungen und Krankenheilungen.

Es gab hier auch noch das im Neuen Testament benannte "Prophetenamt" (vergl. Lukas 11 Vers 49; Apostelgesch. 13 Vers 1; 1.Kor. 12 Vers 28; Epheser 4 Vers 11)

Durch Weissagungen der Propheten, welche durch den hlg. Geist inspiriert waren, wurden in der kathl./apostol. Gemeinde, unter anderem,
-wie in der Urkirche, z.B. Saulus und Barnabas- Männer zu Aposteln ausgesondert.

Dieses Prohetenamt wurde dann aber von der, sich von der kath./apostol. Kirche abgespaltenen nachmaligen NAK abgeschafft!

Man sagte, das Prophetenamt sei in das Apostelamt übergegangen.

Hier beginnt nun ein langsames aber stetiges Entfernen von dem Wirken des hlg. Geistes in der NAK.

Ordinationen wurden nicht mehr aufgrund von Weissagungen und Inspiration durch den hlg. Geist vorgenommen.

Bis zur Auflösung des Prophetenamtes, wurden alle Apostel aussschliesslich durch Weissagungen der Propheten in ihre Ämter berufen. Wie aber wurden sie danach und werden sie heute berufen? Sie wurden und werden vom jeweiligen Stammapostel berufen bzw. von ihren Amtsvorgängern bestimmt!

Das Prophetenamt übte darüber hinaus auch eine gewisse Kontrolle über das Wirken der Apostel aus, was man mit der Übernahme des Prophetenamtes ins Apostelamt verhinderte. Von da ab, konnten die Apostel mehr oder weniger tun und lassen, was sie wollten, ohne das ihnen Jemand "in die Suppe spuckte".

Als nächster Schritt in Richtung weg von dem Wirken des hlg. Geistes, war dann um ca, 1930, das Verbot der Weissagungen in den Gemeinden, durch Gemeindemitglieder. Bis dahin gab es mehr oder weniger häufig, in den Gottesdiensten, Weissagungen aus dem Mund von Gemeindemitgliedern, welcher dies aus der Kraft des hlg. Geistes taten.Diese Weissagungen hätten ja, bezeugt durch den hlg. Geist, auf Missstände und Ungereimtheiten in der Führung durch die Apostel aufmerksam machen können.
Folglich musste auch dieses "Kontrollorgan" abgeschafft werden.

Damit war dann auch der Weg frei für Dogmen und diverse Botschaften, wie z.B. die Botschaft von Stammapostel Bischoff.

Hätte es zu diesem Zeitpunkt noch das Prophetenamt oder die Weissagungen gegeben, hätten diese möglicherweise, gewirkt durch den hlg. Geist, etwas ganz anderes gesagt.

Als Begründung für das Verbot der Weissagung, wurde das herrschende Nazi-Regime genannt.

Wenn dem wirklich so war, stellt sich doch die Frage: Warum wurden dieses Geistesgaben, nach 1945, als es kein Nazi-Regime in Deutschland mehr gab, in den Gemeinden nicht wieder neu belebt?


"Der Geist weht, wo er will“, dieses Wort, wird in der letzten Zeit immer wieder in Verbindung mit dem Geisteswehen ausserhalb der NAK in Verbindung gebracht. Sicherlich ist es richtig zu sagen, dass der Geist Gottes -der hlg. Geist- auch ausserhalb der NAK tätig ist und Gott in seiner Souveränität entscheidet, wen er mit seinem Geist ausstattet und mit selbigen wirken lässt.

Es ist wohl unbestritten, das z.B. Martin Luther einer der Männer war, der angefüllt mit dem hlg. Geist, bahnbrechendes bewirkt hat.

Zunächst, muss gesagt werden, dass in diesem Wort nicht von dem Geist die Rede ist, sondern vom Wind. Dies ist aber eher nebensächlich, da aus dem Zusammenhang deutlich wird, dass hier mit dem Wind nur der hlg. Geist gemeint sein kann.

Leider steht aber dieses Wort in einem völlig anderen Zusammenhang. Wenn man sich einmal die Mühe macht und in Johannes 3 die Verse 1 - 8 durchliest, wir es sehr deutlich.

Wenn man allerdings den letzten Satz des Verses 8 mit einbezieht, bekommt dieses Wort einen völlig anderen Sinn, als oben angeführt. Ich lasse den gesamten Vers 8 hier einmal folgen:

"Der Wind bläst, wo er will und du hörst sein Sausen wohl; aber du weisst nicht, woher er kommt und wohin er fährt. (jetzt kommt der bedeutende Satz, Anm. von mir) So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist."

Mit diesem Satz, welcher in den oben genannten Ausführungen bewusst weggelassen wird, wir deutlich, was mit diesem Jesuswort eigentlich gemeint ist; nämlich, dass der hlg. Geist bei denen, welche aus diesem Geist wiedergeboren sind bläst, wo er will. Also nicht nur bei den Herren im schwarzen Anzug, sondern auch in den Reihen der Mitglieder.

Leider hat man, wie schon erwähnt, dieses Geisteswehen innerhalb der NAK, ab ca. 1930 verboten. Was aber um so mehr erstaunt, da doch diese Gabe u.a. bleiben soll, bis zum Erscheinen des Vollkommenen, (vergl. 1. Kor. 13 Vers 8 – 10) womit unzweifelhaft nur das Wiederkommen Jesu gemeint sein!

Was würde wohl heute geschehen, wenn in dem Kreis der Mitglieder solch ein Geisteswehen auftritt, und diese Mitglieder, gemäss einer Anweisung aus den 1930iger Jahren von J.G. Bischoff, diese, vom hlg. Geist gewirkte "Offenbarung" in Schriftform, an den heutigen Leiter der NAK weitergeleitet würde? Würde er darauf reagieren und wenn ja, wie?

Kann es nicht auch sein, dass die damaligen Leiter der NAK ganz einfach Angst hatten ihre eigene Machtposition, durch mögliche "Offenbarungen" aus eben diesem Kreis der Mitglieder, eingeschränkt zu bekommen, und aus diesem Grund dieses Verbot erlassen haben? Das damalige Nazi-Regime, kam dann gerade recht um es als Vorwand benutzen zu können.


So könnte man fortfahren bis hin zu den Seminaren "gehaltvoll predigen".

So stellt sich mir persönlich, nach eigenen Recherchen und teilweise eigenem Erleben, die Entwicklung der NAK von den ersten englischen Gemeinden bis ins Heute dar.

An die Stelle des hlg. Geistes ist mehr und mehr menschliche Überlegung getreten. Wo einstmals die Brüder um Weisheit aus dem hlg, Geist baten, um rechte Entscheidungen treffen zu können, werden heute Projektgruppen gebildet.

Warum wird denn in unserer Zeit ganz bewusst der Ruf nach "gehaltvollen" Predigten laut?

Dieses Gehaltvolle ist doch nicht das rethorische Wort der Predigt.

In 2. Tim. 4 Vers 3 heist es: "Denn es wird eine Zeit sein, da sie die heilsame Lehre nicht leiden werden; sondern nach ihren eigenen Lüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach dem ihnen die Ohren jucken," (LUT 1912)

Weiter heist es im 4. Vers ... "und werden die Ohren von der Wahrheit wenden und sich zu Fabeln kehren". (LUT 1912)

Warum braucht es denn heute Seminare in denen gelehrt wird "gehaltvolle" Predigten zu halten?

Natürlich ist es gut ein fundiertes Bibelwissen zu haben, aber das Lebensbrot im Wort, gewirkt durch den hlg. Geist macht doch den Gehalt einer Predigt aus und nicht das reflecktierte Wissen des Sprechers.

Ich möchte an dieser Stelle, zwei Bibelstellen einfügen:

1. "Den Geist dämpfet nicht, die Weissagung verachtet nicht;" 1. Tessal. 5 Vers 19 - 20 (Luth. 1912) bzw.

"Den Geist dämpfet nicht. Prophetische Rede verachtet nicht." (Luth. 19984)


2., 1. Kor. 14 Vers 1 ff.

Ich überlasse es einem jeden selbst, sich hierzu seine eigenen Gedanken zu machen, ich tat es auch.

Nachdem nun die Unterweisungen der priesterlichen Ämter in Bezug auf gehaltvolle Predigten abgeschlossen sind muss ich feststellen, dass sehr viele priesterliche Ämter (Tendenz steigend) nur noch bemüht sind akribisch und teils unter Zuhilfenahme von Spickzetteln, die Vorgabe aus dem Amtsblatt im GD wortgetreu wiederzugeben und hierbei an der Gemeinde vorbei predigen.

Ein GD soll doch ein Wechselspiel zwischen den Bitten, Fragen und Sorgen aber auch den in den Geschwistern durch den hlg. Geist erweckten Gedanken sein, welche im Gottesdienst mittels des hlg. Geistes durch den sprechenden Mund am Altar hörbar gemacht werden bzw. durch ihn Antwort und Hilfestellung gegeben wird . Leider ist dies aus den vorgenannten Gründen, mit zunehmender Tendenz, nicht mehr gegeben.

Ist das der Sinn der Unterweisungen? Sicherlich nicht, aber leider ist das, das reale Ergebnis!

Wenn sich die NAK in ihrer bisherigen Lehraussage, als die Fortsetzung der Urkirche verstehen, dann ist doch diese Urkirche der Maßstab an welchem sie sich heute messen lassen muss. Hierzu dient das Neue Testament in der hlg. Schrift als eindeutige „Meßlatte“.

Wenn wir dort u.a. lesen können, dass Jesus selbst sagte: „ ...; denn , von dem Meinigen wird ER (der hlg. Geist) es nehmen und euch verkünden“.(Johannes 16, aus 14), dann ist diese Aussage doch der Maßstab für eine gehaltvolle Predigt; ebenso wie es in Johannes 16, aus 13 heißt: “Denn ER (der hlg. Geist) wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist wird er euch verkündigen.“

Es gibt im Gottesdienst mindestens zwei "Arten" von Zuhörern:

1, solche die ihr Herz geöffnet haben und eine Predigt aus dem hlg. Geist erleben möchten, die ihr Herz und die Seele berührt und ihnen neue Kräfte durch den Heiligen Geist gibt;

2, solche die ihren Verstand geöffnet haben um eine Predigt zu hören die nach theologischen Gesichtspunkten erstellt wurde,

Diese zwei Gruppen treffen nun im Gottesdienst auf ebenfalls zwei "Arten" von Dienstleitern:

1, solche die sich durch Gebet und Heiligung sowie lesen der Leitgedanken auf den Gottesdienst vorbereitet haben, ihr Herz ganz öffnen und dem Heiligen Geist Raum geben zu wirken,

2, solche die ihren Verstand einsetzen um sich auf den Gottesdienst vorzubereiten und in der von BAP Leber bezeichneten Weise (entspr. dem vorbereitenden Ü-GD, sollen nach Aussage des BAP Leber, zur Vorbereitung, neben den Leitgedanken versch. Bibel-Übersetzungen, Bibel-Konkordanz und geeignete andere Schriften, herangezogen werden) tätig werden,

Wenn nun Zuhörer der Gruppe 1 auf Dienstleiter der Gruppe 2 treffen, oder umgekehrt, wird bei beiden Zuhörergruppen ein Gefühl der Leere und Inhaltslosigkeit empfunden.

Es ist doch wohl unbestritten, dass der Heilige Geist heute ebenso wirken will wie bei den ersten Christen und dass die Worte aus Johannes 16, 13-15; 1 Korinther 1,• 21 heute mehr den je Gültigkeit haben.


Offensichtlich ist es doch so, dass eine "durchgestylte Designerpredigt", vollgestopft mit "eingedeutschten" Fremdwörtern, oftmals an den Zuhörern vorbeigeht, weil sie vom Sinn her nicht verstanden wird.

Als Luther die Bibel übersetzte, schaute er "dem Volk auf`s Maul" um eine Sprache, oder besser um Worte, zu finden, die vom "Volk" verstanden wurden.

Diese Überlegung sollte mit in eine "gehaltvolle" Predigt einfliessen.

Ich möchte meine Gedanke zu dem Thema „Predigen“ in einem Bild darstellen um zu verdeutlichen, was mir persönlich wichtig und wertvoll ist.

Von dem großen Geigenvirtuosen Niccolo Paganini wird folgendes berichtet.

Bei einem Spaziergang durch eine Stadt, sah er am Marktplatz einen alten Mann sitzen, der versuchte auf einer Geige mit nur drei Seiten, Lieder zu spielen. Aber alles was er auf der Geige hervorbrachte war ein jämmerliches Gekrächtse. Von Harmonie keine Spur. Alle Leute gingen achtlos an dem Alten vorbei. Niemand blieb stehen um seine „Musik“ zu hören, niemand beachtete ihn.

Paganini beobachtete den Mann eine Weile, dann ging er zu ihm und erbat sich die Geige von ihm. Der alte Mann war zunächst überrascht, gab sie ihm aber dennoch.

Paganini setzte das Instrument an seine Schulter und begann ihm die wundervollsten und harmonischsten Melodien zu entlocken. Zunächst lauschten die Vorübergehenden nur der Musik, vereinzelt blieben sie stehen. Es wurden immer mehr und plötzlich war der gesamte Marktplatz angefüllt mit Menschen, die der wunderschönen Musik lauschten.

Ich denke, es kommt weniger auf das Instrument, -im übertragenen Sinne dem Amtsträger- an, als vielmehr auf den Meister, der das „Instrument“ bedient.

Es spielt somit keine Rolle, ob ein AT studiert hat oder „nur“ Arbeiter ist. Wichtig ist, dass er in seiner Unzulänglichkeit nicht versucht eine eigene Predigt auf die Beine zu stellen, sondern den großen Meister wirken zu lassen und dies geschieht ausschließlich durch seinen hlg. Geist.

Glaube ist mit dem Verstand halt nicht zu erfassen! Entweder man glaubt an das Wirken des hlg. Geistes oder nicht. Dem Verstand wird sich der Glaube nie erschließen!

Ich bin der festen Überzeugung, dass die Worte Jesu: „ Meinst du, dass ich Glauben finden werde, wenn ich wiederkomme?“, genau auf diesen Glauben abzielen.

Wie sollten denn Kinder deren Verstand noch nicht so ausgeprägt ist, oder wie sollten den ältere Gemeindemitglieder deren Verstand sich langsam "verdunkelt" eine solche "verstandesmäßige" Predigt aufnehmen.

Habt ihr schon einmal einen GD in einer Anstalt für geistig Behinderte gehalten?

Hört doch endlich auf mit dem Gejammer nach diesen voll rethorisch und eloquent durchgestylten Designerpredigten die ausser einer Handvoll Pseudointellektueller eh niemand versteht.

Besinnen wir uns lieber auf den Ursprung.

Maßstab für die NAK ist und bleibt die Urkirche.

Wer das Herz eines Anderen erreichen möchte, muß zunächst das eigene öffnen.

Wenn das nicht geschieht, redet man an einander vorbei, ohne den anderen wirklich zu erreichen.

Ich denke, Verstand und Glaube sollten nicht vermischt werden. Wo Verstand gebraucht wird, muß er eingesetzt werden, es wäre falsch hier den Glauben einzusetzen. Da wo Glaube gefragt ist, muß er eingesetzt werden, da sollte dann auch konsequenter Weise der Verstand außen vor bleiben.

Allerdings KANN man den Verstand auch einsetzen um die eine oder andere Glaubenssache zu "beweisen".

In diesem Zusammenhang stellt sich dann eine weitere Frage, nämlich: „Was ist denn die Sünde, wider den hlg. Geist?“

Ich muss allerdings etwas ausholen, versuche aber mich dennoch kurz zu fassen,
Zunächst kann ich sagen, dass ich diesen Gedanken nicht abgeschrieben habe.

Schon als kleiner Junge habe ich mich intensiv für Religionsgeschichte im Allgemeinen und die der NAK im Besonderen Interessiert. Dementsprechend habe ich meine Seegensträger mit einer Unmenge Fragen regelrecht „genervt“. Es waren auch viel Fragen dabei auf die sie keine Antwort wussten. Auch die Frage nach der Sünde wider den hlg. Geist war darunter.
Die Antworten reichten von: „Frag nicht so unsinnige Sachen“, über: „Weiss ich auch nicht“ bis hin zu: „Das ist, wenn du einen Apostel verfluchst“. Aber alle diese Antworten brachten keine wirkliche nachvollziehbare Antwort.




Mit zunehmenden Alter und intensivem „Studium“ der Bibel, kam mir dann zu Bewusstsein, das ich ja Gott selbst um Antworten bitten könnte. Ich hatte ja von z.B. Sirach und Esra gelesen, welche ja auch den lieben Gott mit ihren Fragen „gelöchert“ hatten und zwar so lange und unerbittlich, bis ihnen die jeweilige Antwort gegeben wurde. Ich sagte mir, warum sollte es heute nicht auch möglich sein, von Gott direkt Antworten zu bekommen, auf welche sein Bodenpersonal keine kennt.

Ich bat nun in unzähligen tiefen Gebeten, meinen himmlischen Vater um seine Antwort auf die Frage. Nach und nach wurde mir dann diese Antwort geschenkt.

Eigentlich und bei näherer Betrachtung völlig klar und einleuchtend.

Nehmen wir einmal die Frage ein wenig auseinander.

Der Begriff „Sünde“ dürfte eigentlich klar sein; er bedeutet Trennung von Gott durch eine Übertretung der Gebote Gottes.


Wer aber, legt denn fest, was Sünde ist?

Wer aber, legt denn fest, was Schuld ist?

Wer aber, legt denn fest, wie gross die Schuld einer Sünde ist?

Wer aber, legt denn fest, was grösser ist, Sünde oder Schuld?

Die Antwort auf diese Fragen: G O T T allein.

Wir Menschen sollten langsam begreifen, dass WIR , mit unserer begrenzten Sichtweise und unserer geringen Vorstellung von Sünde und Schuld, Gott unsere Vorstellung und Sichtweise der Begriffe Sünde und Schuld, nicht einfach überstülpen können.

Wir sollten uns nicht den Kopf darüber zerbrechen, was Sünde und was Schuld ist oder wie gross sie sind und wie schwer sie bei Gott wiegen mögen, sondern wir sollten anfangen die Gnade Gottes zu begreifen und diese anzunehmen, aus SEINER Hand


Was Letztendlich wirklich entscheidend ist, ist nicht die Frage nach der Anzahl irgendwelcher Sünden oder der Schwere irgendwelcher Schuld, sondern einzig und alleine dass, was in Matth. 25 Vers 31 - 46 (Luth. 1984) geschrieben steht!


Das Wort „wider“ bedeute ja nichts anderes als „gegen“. Wenn ich also eine Sünde wider etwas verübe, sündige ich GEGEN etwas. In diesem Fall gegen den hlg. Geist.

Das verfluchen eines Apostels würde diesem Tatbestand sicherlich nicht gerecht werden, da ich nur dem Menschen fluchen könnte aber nicht dem Geist Gottes. Es muss sich also bei dieser Sünde um etwas handeln, was sich ausschließlich gegen den hlg. Geist richtet.

Wie kann ich denn gegen Gott sündigen? In dem ich ihn verachte, ihn in seiner Wirksamkeit an meiner Seele hindere, mich von ihm abwende und an seine Stelle einen anderen „Gott“ stelle.

So ist es auch mit der Sünde gegen den hlg. Geist. Wenn ich diesen Geist verachte, ihn in seiner Wirksamkeit behindere oder unterdrücke, wenn ich ihn quasi aus meiner Seele „verbanne“ und an seine Stelle einen anderen Geist setze, dann habe ich mich gegen den hlg. Geist versündigt. Ich kann dies als Einzelperson tun oder auch als eine ganze Glaubensgemeinschaft.



Es fällt mir sehr schwer, das Folgende zu schreiben, aber schreibe es dennoch.

In der NAK hat man schrittweise, immer mehr, den hlg. Geist aus der Kirche verbannt.

Man hat das Prophetenamt abgeschafft, man hat die Weissagungen verboten.

Man hat Seminare eingerichtet um den priesterlichen Ämtern eine Handhabe zu geben, vermeintlich gehaltvolle Predigten zu halten, da man wohl schon den Mangel an Geisteswirken erkannt hat.

Stünde man noch in der Überzeugung des Wirkens des hlg. Geistes in der NAK durch den Mund der Gottesknechte, bedürfte es solcher Seminare sicher nicht.

Jesus sprach auch von der erkaltenden Liebe. Auch dies ist ein Hinweis auf einen Mangel an hlg, Geist. War es nicht Paulus, der davon sprach das diese göttliche Liebe mit dem hlg. Geist in unsere Herzen ausgegossen wird? Wenn ich also Lieblosigkeit feststelle, so ist dies die Folge der Verdrängung des hlg. Geistes.
Zuletzt geändert von fireangel am 30.12.2006, 18:27, insgesamt 2-mal geändert.
fireangel
 

Beitragvon bundschuh » 29.12.2006, 09:59

gel.
Zuletzt geändert von bundschuh am 01.03.2007, 13:47, insgesamt 1-mal geändert.
bundschuh
 

Beitragvon fireangel » 29.12.2006, 10:44

Lieber bundschuh,

das "du" als Anrede ist völlig in Ordnung :lol:

Eine Antwort auf deine Frage erfolgt als PN, wird aber noch etwas dauern, da ich z.Zt. ziemlich im Stress lebe.

Liebe Grüsse und reichen Segen für 2007
fireangel
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Beitragvon niltir » 29.12.2006, 14:22

fireangel hat folgendes geschrieben:

[..]Dieses Prohetenamt wurde dann aber von der, sich von der kath./apostol. Kirche abgespaltenen nachmaligen NAK abgeschaft![..]

Ein wahres Wort, lieber Bruder, im sich selbst abschafenden Jahr .. :wink:
Am Ende schuf Gott aus Liebe einen neuen Anfang ..
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Beitragvon Suggy » 29.12.2006, 17:27

Hi Fireangel,

habe Deinen Beitrag nicht ganz gelesen, kann ihn aber in gewissen Teilen nachvollziehen.

Die ganze Zeit dachte ich aber an zwei Verse aus dem 1. Korinther 13,9-10.

Wie denkst Du (Ihr)darüber

(Wenn ich ihn jetzt hier rein Kopiere, geht mir dieser Beitrag flöten.)

Es st mir schon klar, das das viele nicht an der NAK festmachen, ich meine das Vollkommene in den Versen.

Aber wissen wir, wie Gott Denkt oder Fühlt und was er vor hat???

Wir Meinen, alles zu wissen, oder beurteilen zu können, Was geschieht und Warum es geschieht.

Ich Denke wir alle liegen zu 99,80% verkehrt.

Viele Grüsse
Suggy

Wir sollten uns mehr um unsere Demut Kümmern
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