In Memoriam - 14. Juli 1835

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In Memoriam - 14. Juli 1835

Beitragvon PeterSgotzai » 13.07.2006, 21:32

Aussonderung der Apostel des HErrn zum Dienst in der Allgemeinen Kirche.

"Wir sind nicht Leute, die aus der Kirche (Landeskirchen, evangl., kathol. usw.) austreten und sich absondern. Wir sind nicht besonders gesammelt und ausgewählt, eine kämpfende Stellung gegen die andern einzunehmen, auch nicht, um Einspruch zu erheben oder gegen die, welche in der Kirche noch von den echten Ordnungen der priesterlichen Amtshandlungen und kirchlichen Dienste entfernt sind, vorzugehen; vielmehr sollen wir dafür Zeugnis ablegen, dass Gott alles das stärken will, was schwach und zurückgeblieben ist, um es der Vollendung entgegenzuführen."

John Bate Cardale, Pfeiler der Apostel
(Schlussworte aus der verkürzten Ausgabe des Testimoniums "A Manual", 1843)

Zur Gedenk-Seite: http://www.apostolic.de/90_14_juli/index.shtml
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Beitragvon agape » 13.07.2006, 22:14

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Gedenket Eurer Lehrer
Hebräer 13

14.07.2006, 171 Jahre nach Aussonderung der Apostel des HErrn zum Dienst in der Allgemeinen Kirche.

120 Jahre nach E.A. Roßteuscher,
Aufbau der Kirche Christi, 2.A. 1886

Sentimentale Grüße in die katholisch-apostolisch ökumenische Fraktion,
agape
"2020 wird die NAK eine kleine fundamentalistische Bewegung sein."

Gerrit Sepers, Mai 2007
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Beitragvon Zwischenruf » 14.07.2006, 06:30

Auszug aus den Statuten der am 19.04.1854 gestifteten Apostolischen Gemeinde zu Hamburg (die Hervorhebungen sind von mir):

§ l
Der Zweck dieser Gemeinschaft ist ein rein religiöser, nämlich, daß seine Mitglieder durch die treueste Benutzung aller Ordnungen, Segnungen und Gnadenmittel der christlichen Kirche in ihrem geistlichen Leben gefördert und eben dadurch tüchtiger gemacht werden, alle ihre Pflichten gegen Gott und Menschen in ihren Familien und Berufsarbeiten, als Bürger und Untertanen, sowie als Glieder der christlichen Kirche zu erfüllen.
§ 2
In Anbetracht dieses allgemeinen christlichen Zweckes nehmen die Mitglieder für sich wie für alle anderen Getauften nur den Namen „Christen" in Anspruch. Sie bedienen sich lediglich um der äußeren Beziehung willen des Namens einer apostolischen Gemeinde, ohne darum eine neue besondere Sekte oder Konfession zu sein oder ein separatistisches Treiben beginnen zu wollen.
§ 3
Mitglied der Gemeinde wird jeder Getaufte ohne Unterschied der Konfession oder Denomination, der nach einer genügenden Unterweisung in den Hauptstücken des christlichen Glaubens und Lebens und in den Grundsätzen und Ordnungen der Gemeinde öffentlich aufgenommen wird.
§ 4
Doch sagt sich niemand durch seinen Beitritt zu dieser Gemeinde anderer Christen, noch von den sonst bestehenden christlichen Ordnungen los. Die Mitglieder wollen vielmehr nur zu den christlichen Segnungen, die sie schon ohnedies besaßen, oder anderswo haben können, die weiteren Segnungen eines über die konfessionellen Spaltungen erhabenen kirchlichen Lebens und Gottesdienstes in einer, wie sie glauben, völlig nach Gottes Willen geordneten Gemeinde suchen.
§ 5
Daher ist den Mitgliedern der Besuch der sonst bestehenden christlichen Kirchen unverwehrt, ja, in Ermangelung eines eigenen Gemeindegottesdienstes an Sonn- und Feiertagen sogar geboten.


In einer Eingabe an den Hamburger Senat schreibt die Gemeinde folgendes:

Wenn der Inhalt dieser beiden Anlagen (gemeint sind die oben auszugsweise widergegebenen Statuten und der Gemeindekatechismus, Z.) genau geprüft wird, so ergibt sich:

[...]Daß wir uns von den vier Hauptkonfessionen in ihrer Besonderheit im wesentlichen nur darin unterscheiden, daß wir sie sämtlich als Bruchteile der einen wahren Kirche Christi und insofern als gleichberechtigt erkennen, ohne jedoch ihre Spaltung und Sonderung von einander zu billigen und uns an ihren konfessionellen Zwistigkeiten fernerhin beteiligen zu wollen. Unser Katechismus und unsere Statuten verweisen hinsichtlich der Quellen des christlichen Glaubens nur auf die heilige Schrift und auf ihre Auslegung in den drei ökumenischen Glaubensbekenntnissen, die bekanntlich von den sämtlichen genannten vier Hauptkonfessionen als bindende Symbole anerkannt werden.[...]Daß wir mithin nicht darauf ausgehen, die Zerteilung der Christenheit noch zu vergrößern, sondern die Nachteile derselben auszugleichen durch die Vereinigung von Gläubigen aller christlichen Konfessionen auf einem (nicht neu erfundenen, sondern längst gelegten und überall anerkannten) gemeinsamen Grunde. Nach unseren Statuten wird es jedem unserer Angehörigen eingeschärft, daß er sich durch die Gemeinschaft mit uns nicht von der Kirche trenne, vielmehr die Pflicht habe, deren Gottesdienste, Ämter und Ordnungen nach wie vor zu ehren. Und wenn wir noch besondere Versammlungen halten, und namentlich die Feier des heiligen Abendmahles nach den Statuten unserer Gemeinde begehen, so geschieht es nur, um jene von uns ersehnte Vereinigung von Christen aller Konfessionen auf dem Grunde des gemeinsamen Glaubens und der gemeinsamen Hoffnung darzustellen und zu bestätigen.[...]



Ebenfalls sentimentale Grüße, Z.
Auch und gerade in dem , was uns aufgrund unserer tiefsten Glaubensüberzeugung voneinander unterscheidet, müssen wir uns gegenseitig respektieren und lieben. (Papst Benedikt XVI.)
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Beitragvon Peter.SDG » 14.07.2006, 10:14

Über das Verhältnis der Katholisch-Apostolischen Gemeinden zur übrigen Christenheit

"Gemäß dem Zeugnis, das von den Aposteln verfasst und an die höchsten Häupter in Kirche und Staat gerichtet worden ist, welches die Grundsätze unseres Verfahrens deutlich darlegt, dürfen wir die bestehenden christlichen Kirchen nicht als abgefallen betrachten. Wir sind im Gegenteil verbunden, sie für die Kanäle des Segens Gottes und für die Ordnungen anzusehen, durch die Er Seinem Volke Gnade spendet. So tief sie auch gesunken und so mangelhaft ihre Einrichtungen sein mögen, dürfen wir doch ihre Sakramente nicht leugnen und ihre Ämter nicht verkennen. Wir dürfen nicht sagen, dass ihnen etwas fehlt, was für den Einzelnen nötig ist, um zur Seligkeit in Christo zu gelangen.

Wie könnten wir auch den Genuss der zur Seligkeit notwendigen sakramentlichen Gnade ihnen absprechen, ohne uns selbst von solcher Seligkeit abzuschneiden und ein Gericht über die früheren Geschlechter zu fällen, durch welche die Wahrheiten und Segnungen des Evangeliums bis zu uns gekommen sind, ohne die Mutter zu verachten, die uns getragen hat, und unsere Väter in Christo zu verunehren.

Doch unsere Pflicht gegen die bestehenden Kirchen beschränkt sich nicht auf eine äußerliche Anerkennung der Ordnungen Gottes in ihnen und unsere Einheit mit unseren Brüdern, den Getauften. Wir müssen vielmehr diese Ordnungen dadurch anerkennen und ehren, dass wir uns ihnen als Gottes Ordnungen unterwerfen, Gottes Gnade durch sie suchen und erwarten und uns mit Freudigkeit an sie halten (waiting on them) in der Hoffnung auf das Kommen des Herrn. ...

... Die erste Pflicht der Gläubigen ist demnach, an ihrer Stelle zu verharren, dies also nicht zu verlassen und durch erhöhten Fleiß im Halten an Gottes Ordnungen Gott in denselben zu ehren (siehe 1. Korinther 7,18- 24).

Wem es an Glauben fehlt, um ein gewisses Maß des göttlichen Segens durch die bestehenden Ordnungen in der christlichen Kirche zu empfangen, der kann nicht den vollen Segen Gottes durch die vollkommneren Ordnungen empfangen, die Gott in diesen letzten Tagen wieder hergestellt hat. Denn in beiden Fällen kommt der Segen gleichermaßen durch unseren Glauben an Christus das Haupt Seiner Kirche, der durch die von Ihm gesetzten Ordnungen tätig ist und wirkt alles in allem. ...

... Sind die, welche ausgehen zu predigen oder Zeugnis abzulegen, nicht von diesen Wahrheiten durchdrungen, so werden ihre Worte Spaltung anstatt Einheit, Hass anstatt Liebe hervorbringen, und pharisäischen Stolz anstatt christliche Demut befördern."


Aus einem handschriftlichen Exemplar eines Zirkulares aus dem Jahre 1855 (Seite 3, 4 und 5) nach dem Besuch des norddeutschen Stammes durch den Apostel F. V. Woodhouse. (Sammlung „Apostolische Zirkulare“)
Wenn wir gelernt hätten, richtig in unseren Herzen zu lesen, würden wir erkennen, dass wir in uns ein Verlangen tragen, das in dieser Welt nicht gestillt werden kann. Auf dieser Erde bleibt immer ein Rest an Enttäuschung.
(C.S. Lewis)
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Beitragvon agape » 14.07.2006, 10:18

.... von mal zu mal sentimentaler werdend...

Gruß an ALLE hier,
agape
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Gerrit Sepers, Mai 2007
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