Die NAK im 3. Reich

Beiträge zur NAK-Geschichte

Beitragvon schabronat » 27.02.2006, 10:13

Liebe Melanie,

1948 hat die NAK in Deutschland 232.000 eingetragene Mitglieder in 1900 Gemeinden, während es 1925 erst 130.000 waren. Der SD-Bericht über die NAK stellt 1937 ein größeres Wachstum für die Zeit nach 1933 fest und geht bei einem Zuwachs von über 100 Gemeinden von einer Mitgliederzahl von etwa 300.000 aus.
Anfragen an die NAK (Frankfurt, Hamburg), wie groß sie um 1933 war, wurden nicht beantwortet.

Zu meinem Aufsatz und unserem Publikationsporjekt, an u.a. auch Dietmar Korthals mit einer sehr interessanten Arbeit beteiligt ist, kann ich nur sagen, dass es dezeit ein "schwebendes Verfahren" ist und es am Vorstand der Apostolischen Gemeinschaft liegt, was daraus wird.
Wenn es konkret wird, gebe ich hier Bescheid.

Mit lieben Grüßen
Klaus
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Beitragvon mel_eben » 27.02.2006, 10:43

Hallo Buecherwurm,

ich zaehle die ZJ nicht unbedingt zu den christlichen Kirchen :-> Mein Beitrag sollte nun wahrhaftig keinen kompletten Ueberblick geben, ich habe nur ein paar Ideen verfolgt.

Natuerlich moechte ich keine Signifikanztests ueber die Konfessionen berechnen. Aber das Argument der Groesse sollte nicht unberuecksichtigt bleiben. Die christlichen Widerstaendler waren sehr wenige, vielleicht sind die Bonhoeffers und Niemoellers heute in unserem Bewusstsein etwas ueberrepraesentiert. Das aktiv anbiedernde Verhalten (bis hin zum vorauseilenden Gehorsam) von nationalistischen Teilen der Evangelischen Kirche ist ja heute auch kein Thema mehr. Selbst die kleine Bekennende Kirche ist nicht mit einer Widerstandsbewegung gleichzusetzen. Meines Wissens wollte sie in grossen Teilen nur die Unabhaengigkeit der Kirche wahren, nicht aber gegen die Untaten des Nazi-Regimes angehen. Nicht zuletzt deswegen ging ein Dietrich Bonhoeffer schliesslich in den politischen Widerstand.

Das alles ist kein Versuch, das Verhalten der NAK im dritten Reich zu beschoenigen oder zu entschuldigen. Ich moechte nur den Blick fuer die Verhaltnisse wahren. Und zwar ganz ohne Aufregung. Letzteres kann ich auch dir empfehlen.

Mit freundlichem Gruss,
Melanie

P.S.: Klaus, danke fuer deine Antwort! Ich hoffe, wenn der Vorstand das Projekt nicht weiterverfolgt, dass deine Arbeit dann trotzdem nicht in der Versenkung veschwindet!
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Beitragvon Bücherwurm » 27.02.2006, 10:46

mel_eben hat geschrieben:Und zwar ganz ohne Aufregung. Letzteres kann ich auch dir empfehlen.


Rest verstanden, aber dies???

Grüße, B.
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Beitragvon mel_eben » 27.02.2006, 10:56

Hi Buecherwurm,

ich hatte deinen Satz "Was ist das denn für ein Argument!?" so verstanden, als haettest du dich ein wenig echauffiert. So sehr, dass du im folgenden Satz "Märtyrer definieren sich doch nicht per Normalverteilung sondern über etwas, das sie vertreten." etwas bestreitest, was ich nie gesagt habe. - Wenn ich mit meiner Einschaetzung falsch gelegen haben sollte, mach einen Haken hinter meine Empfehlung. Per Web kommen die Zwischentoene eben nicht so rueber.

Mit freundlichem Gruss,
Melanie
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Beitragvon Bücherwurm » 27.02.2006, 11:02

mel_eben hat geschrieben:ich hatte deinen Satz "Was ist das denn für ein Argument!?" so verstanden, als haettest du dich ein wenig echauffiert.


Ach so. Nun ja, ich hatte mit meinem Satz "Was ist das denn für ein Argument!?" lediglich meine in eine Frage gefasste Meinung ausdrücken wollen, dass dies evt. kein Argument sei. Ich echauffiere mich nur dort, wo es sich lohnt (d.h. Veränderung bewirkt werden kann). Das kommt im Web aber nicht immer so rüber.

Grüße, B.
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Historische Aufarbeitung

Beitragvon 42 » 10.04.2006, 10:34

Kurz vor der Fussball-Weltmeisterschaft im eigenen Land hat der Historiker Nils Havemann im Auftrag des Deutschen Fussball-Bundes (DFB) eine brisante Studie vorgelegt. Sie setzt sich mit der Rolle des Verbands zur Zeit des Nationalsozialismus auseinander und wird derzeit ausgiebig diskutiert ...
Der DFB hatte es nach zahlreichen Aufforderungen und jahrelanger Kritik endlich geschafft, die Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels in Auftrag zu geben. Parallel wurde deutlich, dass die Studie des unabhaengigen Historikers nur der Anfang einer ausfuehrlichen Diskussion sein konnte ...

"Die Erinnerung ... faellt gewiss nicht leicht, [...] aber wir haben die Pflicht, uns mit diesem Thema auseinanderzusetzen" ...

Im Stil einer Lobby-Vereinigung habe der Deutsche Fussball-Bund den eigenen Zielen alles untergeordnet. "Der DFB stellte sich nahezu geschlossen hinter das NS-Regime, weil er sich davon grossen Nutzen versprach, nicht aus ideologischer Ueberzeugung". ...

In Bad Boll war man sich in einem einig: Gut, dass der DFB den Schritt gemacht hat. Zwanziger erklaerte sich bereit, weitere Kritik anzunehmen: "Wir tragen als Sportverbans auch gesellschaftliche Verantwortung - gerade in (sic!) dieser Einsicht hat es zwischen 1933 und 1945 gemangelt."
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HABE EHRFURCHT VOR DEM ALTEN UND MUT DAS NEUE FRISCH ZU WAGEN
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Beitragvon Cemper » 10.04.2006, 10:50

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WaZ, Jugendfreund, Amtsblatt 1940 ff.

Beitragvon jay-jay » 09.11.2006, 17:57

Wer kann helfen?

Suche dringend die letzten Kriegsausgaben der "Wächterstimme", des "Jugendfreundes" und des "Amtsblattes" (1940 ff.)

Wer könnte mir die entsprechenden Jahrgangsbände ausleihen?

jj
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Beitragvon GG001 » 06.08.2007, 14:32

Fuehre, folge - oder geh' aus dem Weg!
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Beitragvon Sinus » 06.08.2007, 14:41

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