1700 Jahre keine Apostel - warum?

Beiträge zur NAK-Geschichte

Beitragvon manfredok » 13.07.2006, 16:17

Warum keine Apostel 1700 Jahre,ist hier die Frage.
Die alten englischen Apostel geben hierauf die Antwort. Die Kirche Christi war immer vorhanden ,über die Jahrhunderte und Gott war mit Ihr.

Diese Auszüge stammen aus dem Original Testamonium (1836) der englischen Apostel. Zu diesem Zeitpunkt hatten diese neuen Apostel nicht vor eine eigene Kirche zu gründen.Es ist gerade vier Jahre her das sie sich zusammengefunden hatten (1832)

Sie wollten damals 1836 nur eine Reformation der bestehenden Kirche veranlassen und haben dieses Testamonium an die weltlichen Herrscher und auch an die Kirchenhäupter der Kirche Christi gesandt.

Daraus geht hervor,das die englischen Apostel anerkannt haben, das Gott immer derselbe Gott war und seine Kirche nie verlassen hat und immer mit ihr war über die Jahrhunderte. Sie sprachen sogar von den gesalbten Priestern seines Altars.

Hier die Überschrift des Original Testamonium von 1836
In der Neufassung des Testamoniums von 1932 durch den Friedrich Bischoffverlag ,sind diese Passagen und noch andere Passagen,teilweise ersatzlos gestrichen ,oder abgeändert worden.

Auszug

TESTIMONIUM
An die Patriarchen, Erzbischöfe, Bischöfe
und anderen Vorsteher der Kirche Christi in allen Landen.
An die Kaiser, Könige, Fürsten und andere Regenten
der getauften Nationen.
In dem Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes, des Einigen Gottes,
Amen.




Auszug

……wenn den Leuten bange wird vor Furcht und Warten der Dinge, die da kommen sollen auf Erden; soll da nicht Gott,der immer derselbe Gott ist,der nie Seine Kirche verlassen, noch versäumt hat, aufstehen und das Toben der Völker schelten, die Herzen SeinerKinder, welche zu Ihm nach Hilfe aufschauen,trösten, die Ungerechtigkeit richten und zwischen Rein und Unrein scheiden? Zumeist aber,sollte er nicht erscheinen zur Hilfe der gesalbten Priester Seines Altars und der gesalbten Könige der Christenheit

Auszug

Einzig durch die Taufe wird die Kirche von der Welt unterschieden.
Jede Unterscheidung, durch welche nur ein Teil der Getauften als das Volk Gottes hingestellt werden soll, ist eine Erfindung von Menschen, die da meinen, ihre eigenen Bündnisse mit Gott machen und Sich Sein Gericht anmaßen zu können Die Getauften haben das Leben aus Gott empfangen,sie sind die Kinder Gottes und haben ein Recht auf alle Gnadenmittel, womit Er am Anfang Sein Haus versehen hat


Auszug

……wisset ihr
nicht , o ihr Getauften, daß euer Leib der Tempel des Heiligen Geistes ist , der in euch ist , welchen ihr habt von Gott , und seid nicht euer selbst ; denn ihr seid teuer erkauft. Darum so preiset
Gott an eurem Leibe und an eurem Geist …..


Auszug

Und obwohl zu Zeiten Seine Kirche in die äußerste
Not geraten ist, obwohl sie mehrmals mit gänzlicher Zerstörung durch äußerliche Gewalt bedroht war und in die tiefe Verderbnis bis zum Erlöschen alles Lebens versenkt zu sein schien, so hat doch Gott immer sein Volk bewahrt. Der Herr Jesus Christus hat sich immer als den Fels des Heils für Seine Kirche bewährt; und noch heute, in dieser späten Stunde der Geschichte der Welt und
der Kirche, hat Gott Seine gesalbten Priester, denen Er wiederum Seinen Willen kund machen kann zum Gehorsam des Glaubens.

Auszug

Die Kirche Christ ist die Gemeinschaft aller, ohne Unterschied der Zeit und des Landes, welche im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft und durch ihre Taufe von allen anderen Menschen ausgesondert sind.

Auszug

Und wie die Kirche die Gemeinschaft der Getauften ist,so ist die Christenheit die Gesamtheit der Nationen, welche als Volkskörper den Glauben der Kirche Christi angenommen haben und deren Häupter und Herrscher bekennen, daß alle ihre Gewalt von Gott abgeleitet ist , und daß sie ihre Throne an Christi Statt besitzen, bis Er kommen und das Reich einnehmen wird.
Durch die Annahme der Salbung aus den Händen der Priester Gottes haben ihre Herrscher beides anerkannt, daß ihre Tüchtigkeit zur Regierung ihnen durch die Gnade des Geistes Gottes
vermittelst Seiner Kirche gespendet worden ist; und daß sie selbst samt ihrem Volk in Gottes Wegen unterwiesen werden müssen von den Lippen derjenigen, aus deren Händen sie die Salbung empfangen haben.


Auszug
An diese Kirche wenden wir uns durch ihre Bischöfe, welche samt ihrer untergebenen Geistlichkeit jenes Priestertum überkommen haben, das ein Tage der Pfingsten gestiftet wurde,und denen als Verwalter desselben in ihren verschiedenen Stellen, Parochien und Sprengeln, die Seelen der Getauften durch unsern Herrn Jesus Christus, den großen Hirten der Schafe, anvertraut sind. Und an diese Christenheit , an diese im Bunde mit Gott stehenden Nationen, wenden wir uns durch ihre gesalbten Häupter, Könige und Regenten, deren anerkannte Pflicht es ist , nach Gottes Gesetzen zu regieren und Sein Wort von Seiner Kirche zu vernehmen. Ja, wir bitten euch um geneigtes Gehör,
ihr heiligen Väter der Kirche, und ihr königlichen Herrscher und Würdenträger, und beschwören euch um Christi willen und in seinem Namen, daß ihr unser Wort weder ungehört lassen, noch rasch und unbesehen verwerfen wollt , als redeten wir es anmaßlich
aus uns selber!
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Beitragvon johnnelsonjun » 14.07.2006, 15:01

Hallo vigilius peregrinus,

schreibt Otfried Hofius auch etwas über die Männer (z.B. Barnabas) bzw. Frauen (Junia), die in gewisser Weise auch als "Apostel" bezeichnet wurden? Wenn ja, dann wäre das sicherlich für die Diskussion interessant.

VG,
JNj. :wink:
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Beitragvon vigilius peregrinus » 14.07.2006, 16:14

johnnelsonjun
hat geschrieben:
Hallo vigilius peregrinus,

schreibt Otfried Hofius auch etwas über die Männer (z.B. Barnabas) bzw. Frauen (Junia), die in gewisser Weise auch als "Apostel" bezeichnet wurden? Wenn ja, dann wäre das sicherlich für die Diskussion interessant.

VG,
JNj. :wink:


Lieber johnnelsonjun,

Hofius bezieht sich im folgenden v.a. auf die Gemeindeleitung im NT und führt das zum Apostelamt Gesagte nicht weiter aus. In einer Fußnote bemerkt er aber folgendes: "Der spezifisch theologische »Apostel«-Begriff liegt nicht vor, wenn Gesandte einer Gemeinde (II Kor 8,23; Phil 2,25) oder wandernde Missionare (Act 14,4.14 [vgl. 13,2f]; Röm 16,7; Did 11,3f.6) als apostoloi bezeichnet werden."

Apg 14,4.14 meint die Aussendung von Paulus und Barnabas, Röm 16,7 Junia und Andronikus. Der Apostelbegriff bei Lukas ist mW nicht ganz einfach zu bestimmen. Den gegenwärtigen Forschungsstand müßte ich nochmals nachsehen. Klar ist, daß es Gemeindegesandte, also Gemeindeapostel gab, deren Sender die Gemeinde und nicht der auferstandene Herr war(zB Epaphroditus im Phil). Wie Hofius zu der Einschätzung im Röm kommt, weiß ich nicht. Ich kann mir nur vorstellen, daß er argumentieren würde, Paulus hätte "apostoloi Jesou christou" formuliert, wenn Junia und Andronikus im theologischen Sinne Apostel gewesen wären. Würde er so argumentieren, dürften dem sicher nicht alle Neutestamentler zustimmen. MW argumentiert Eduard Lohse in seinem aktuellen Kommentar zum Röm (KEK 2002) anders.

Aber wie dem auch sei. Man muß sich im Klaren darüber sein, daß apostolos im gr. Text nicht gleich eine Amtsbezeichnung sein muß. Apostolos wird in der Profangräzität nur einmal als "Gesandter" verwendet. Der Gebrauch im NT dürfte wohl eher vom hebr. schaliach kommen, der seinen Sender persönlich vertritt, von diesem aber von Angesicht zu Angesicht ausgesandt werden muß. Dh, es kann ganz verschiedene apostoloi geben, es heißt ja nichts anderes als "Gesandter", je nachdem, wer den Betreffenden ausgesandt hat. Das Spezifikum des Apostelamtes hängt also von seinem Sender ab und man muß von Fall zu Fall entscheiden, welches gemeint ist.
Klar ist aus 1Kor 15,6ff und den echten Paulusbriefen, daß die theologischen Apostel - um einmal Hofius aufzunehmen - tatsächlich vom Auferstandenen Herrn berufen und ausgesandt wurden, dafür spricht auch unabhängig von Paulus Mt 28,16ff. Dh, die Apostel sind eigentlich Auferstehungszeugen und da die Auferstehung ein sowohl einmaliger wie zentraler Akt des Evangeliums ist, dessen einmalig berufene Zeugen, die die Heilszuwendung Gottes im auferstandenen Christus bezeugen konnten und mußten. Deshalb ist auch Paulus seit Damaskus Apostel, der letzte nach 1Kor 15,8f.

Für die Nak heißt das, daß Ihre Apostel keine Apostel im theologischen Sinne des NT sein können, da sie nicht durch den auferstandenen Gekreuzigten berufen wurden. Nach Gal 1,1 (Apostel weder VON noch DURCH Menschen) ist auch eine Ordination zum theologischen Apostel im NT ausgeschlossen. Freilich kann es Gemeindegesandte für die Mission geben, die das durch die Apostel Jesu Christi bezeugte Evangelium weitertragen. Dieses Gemeindeapostelamt ist sicher auch als Charisma zu sehen, von den Ap Jesu Christi aber zu unterscheiden.

Die englischen Apostel mögen als besonders charismatisch berufene Männer gewesen sein, also eine Art Erweckungsbewegung, wobei man übrigens betonen muß, daß die Erwartung der Wiederkunft Jesu immer wach war, besonders im Pietismus. Die heute ordinierten Apsotel der Nak sind wohl den Gemeindeaposteln alter Zeit gleichzustellen. Sie haben damit Lehrbefugnis und den Auftrag, das Evangelium Jesu Christi unverfälscht weiterzutragen. Ein Anspruch auf alleinige Spendung der Sakramente und daraus folgende Exklusivansprüche lassen sich mE nicht halten. Und Ap VKühnles kryptische Bemerkung, die APs der Nak würden vom wiederkommenden Herrn bestätigt, scheint mir eher ein Ergebnis von Unsicherheit in der KL zu sein. Theologisch wäre das ohnehin ein Novum.

Soweit mal.

Vigilius
Vor allem: in necessariis keinen Schritt nachgeben, in dubiis sich nichts anmerken lassen, in omnibus die Pfeife nicht ausgehen lassen. Karl Barth an Eduard Thurneysen, 22.Januar 1922
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Beitragvon Dietemann » 14.07.2006, 18:15

Vertrauen in die Selbstversorgerriege der NAK Führung setzen???
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Re: 1700 Jahre keine Apostel - warum?

Beitragvon Cemper » 25.10.2011, 18:34

In einer münsterländischen Tageszeitung war heute zum Apostelamt und NAK ein simpler und wohl zutreffender Satz zu lesen: "Sie (die Neuapostolische Kirche) hat das Apostelamt wieder eingeführt." So einfach ist das. Wahrscheinlich.

Quelle: http://www.mv-online.de/lokales/kreis_s ... irche.html

Cemper

PS: Der kompetente Vigilius ist nicht mehr auffindbar. Schade.
Ob ich gläubig bin? Das weiß nur Gott allein.
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Re: 1700 Jahre keine Apostel - warum?

Beitragvon Ludger » 25.10.2011, 20:25

Sehen Sie, Herr Cemper - so einfach ist es eben nicht. Denn genau betrachtet hat die NAK das Apostelamt gar nicht wieder eingeführt. Die NAK ist nur deshalb entstanden, weil damals in Hamburg apostolische Christen das wieder eingeführte Apostelamt fortgeführt wissen wollten.

Haben also die KAG das Apostelamt wieder eingeführt? Auch das kann man so nicht sagen, denn die Katholisch-Apostolischen Gemeinden sind ja durch die Arbeit der wiedereingeführten Apostel entstanden.
Diese Apostel wiederum wurden nicht "eingeführt", sondern "ausgesondert". Und der erste englische Apostel wurde berufen mit den Worten "Bist du nicht ein Apostel?" Könnte man also eher von einer "Wiederentdeckung" als von einer "Wiedereinführung" sprechen?

Einen münsterländischen Journalisten kümmert das indes nicht. Im Münsterland ist ein anständiger Christ römisch-katholisch. Alle anderen gehören nur zu christlichen Gemeinschaften, deren Existenz auf unrechtmäßiger menschlicher Eigenmächtigkeit beruht. Wer diese münsterländische Denkweise kennt, versteht den Unterton des Satzes.

Ein merkwürdiger Rumpfartikel ist das. Die interessanten Einzelheiten fehlen. Beispielsweise ist die kleinste der genannten drei Gemeinden seit etwa einem Jahr bereits geschlossen. Für die fusionierte Gemeinde ist eine der verbleibenden Kirchen zu klein, die andere stark renovierungsbedürftig. Verhandlungen zum Kauf eines neuen Kirchengrundstücks, in der Presse groß angekündigt, zerschlugen sich überraschend.

Sie sehen, es ist auch dort wie so oft - nicht so einfach.

Freundliche Grüße,
Ludger
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Re: 1700 Jahre keine Apostel - warum?

Beitragvon Cemper » 25.10.2011, 21:43

Werter Ludger -

ich weiß nicht, wie das Apostelamt der Neuap. Kirche das Licht der Welt erblickt hat. Ich weiß auch nicht, ob dieses Amt das Amt ist, das im Glaubensbekenntnis der Neuap. Kirche vorgestellt wird.

Ich habe den Eindruck, dass man die historischen Entwicklungen nicht erforschen kann. Es gibt - vermute ich - keine verlässlichen Quellen. Das ist aber - wie gerade gesagt - nur ein Eindruck und nur eine Vermutung. Und deshalb hatte ich in meinem kurzen Eintrag auch "wahrscheinlich" geschrieben. Zugleich vermute ich, dass die Apostelamtsgeschichte komplizierter ist als Ihre Andeutungen suggerieren. Vielleicht fragen Sie wegen der historischen Hintergründe mal Dr. Hübner, Herrn Prof. Dr. Krafft oder Frau Christine Krafft oder Frau Dr. Kruse. Oder andere. Es gibt ja genug Adressen. Die wissen alle Bescheid und können darlegen, ob eine Fortführung keine Einführung ist und was die eigentliche Einführung war - nämlich evtl. eine Fortführung. Wahrscheinlich. :wink:

Ansonsten finde ich die zitierte Formulierung in dem - zugegeben - rumpfartigen und vielleicht auch etwas ungenauen Artikel durchaus brauchbar.

Freundliche Grüße
Cemper
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Re: 1700 Jahre keine Apostel - warum?

Beitragvon chris » 26.10.2011, 05:49

Das Apostelamt war in dieser Zeit sicher nicht notwendig - aber es hätte auch nicht geschadet.
Wieso sollte Gott mit der Bereitung der Braut anfangen - und dann eine nicht ganz unerhebliche (nach unseren Maßstäben) Pause einlegen?
Wenn man das Apostelamt als Beginn und Ende sieht - wieso dauert dann die Endzeit schon so lange.
Schon 150 Jahre 5 vor 12?

Ich glaube an die Wiederkunft Christi und freue mich drauf.
Ich glaube auch, dass es jederzeit sein kann.

Aber gerade deshalb ist diese Pause für mich nicht ausreichend erklärbar.
chris
 
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Re: 1700 Jahre keine Apostel - warum?

Beitragvon Bert » 26.10.2011, 12:39

Chris,
ob die christlichen Gemeinschaften, die sich entschlossen, ihre führenden Kräfte 'Apostel' zu nennen oder als solche zu ordinieren, dadurch wirklich etwas Besonderes aus Gott oder Jesus Christus besitzen, etwa eine Art Geistesgut, welches einer Kirchenverwaltung zugänglich sein kann, ist doch allein eine Glaubenssache der Betreffenden selbst wie auch ihrer jeweiligen Nachfolgeschaft.
Ich kann jedenfalls in den Evangelien nirgendwo einen Akt des Gottessohnes entdecken, der der Schaffung eines solchen göttlichen Guts in Form eines Amtes gedient hätte. Was Jesus lt. biblischem Bericht machte, als er zwölf seiner Jünger zu sich rief, stellt sich als persönliche Beauftragung dieser Männer dar. Hierzu vermerken zwei Evangelisten, dass Jesus diese Zwölf auch Apostel nannte, d.h. sie waren weiterhin Jünger und der Zusatz (auch!) 'Apostel' verweist mit einem damals üblichen Wort aus der griechischen Sprache lediglich aufgabengemäss auf ihr Gesendetsein.
Selbst wenn man die seinerzeitge Beauftragung der zwölf Jünger durch Jesus wie die Übertragung eines göttlichen Amtes werten wollte, bliebe zum einen für unsere Zeit offen, wie denn angesichts der Abwesenheit von Jesus heute etwas Gleichwertiges geschehen könnte. Zum anderen wäre gar nicht nachvollziehbar, dass eine Ausführung von bestimmten Aufgaben, die Jesus damals gegenüber den Zwölfen skizzierte, nur dann nach der Lehre des Gottessohnes wirksam geschehen kann, wenn sie unter einem ganz bestimmten Amtstitel für die Tätigen geschieht, also, wie geglaubt wird, unter dem Titel 'Apostel'.
Der Wert oder die Wirksamkeit eines Dienstes im Namen Gottes kann sich nur aus dem ergeben, was der Diensthabende nach Massgabe des Evangeliums tut. Das dürfte unstrittig sein. Sein kirchlicher Titel ist dabei Äußerlichkeit, welche je nach Landessprache und kirchlicher Verfassung sich unterschiedlich darstellt.
Ich meine, dass man für die 1700 Jahre nicht nach dem Vorhandensein von Männern mit dem Titel 'Apostel' fragen sollte, sondern vielmehr danach, ob all die Jahre bis heutezu überhaupt göttliches Dienen nach Massgabe des Evangliums von Jesus Christus stattfand.
Und da muss ich sagen, ich bin davon überzeugt, dass es so war und noch ist, und zwar dort, wo Jesus verklärt wird - unabhängig von Kirchentiteln.

Liebe Grüße
Bert
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Re: 1700 Jahre keine Apostel - warum?

Beitragvon Cerebron » 26.10.2011, 12:57

Werter Bert,

wo wird Jesus "verklärt"? Was meinen Sie mit diesem Ausdruck?

Gruß
C.E.
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Re: 1700 Jahre keine Apostel - warum?

Beitragvon Bert » 26.10.2011, 13:49

Werter Cerebron,

ich meine damit: Jesus anerkennen, loben, preisen als den Gottessohn; seine Lehre, wie die Evangelien sie vermitteln, gläubig annehmen, danach leben, sie den Menschen lauter verkündigen.

Vielleicht ist 'verklären' nicht der zutreffende Oberbegriff. Doch denke ich, dass mit vorstehender Erklärung (Aufzählung erhebt nicht den Anspruch auf Vollsändigkeit) klar geworden ist, was ich ausdrücken wollte.

FG
Bert
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