Beliebigkeit des Glaubens

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Beliebigkeit des Glaubens

Beitragvon Gaby » 11.08.2004, 07:17

Cemper schrieb in einem anderen Thread:<br><br><br>@ Gaby<br><br>>>Über Ihre Antwort - für die ich Ihnen danke - denke ich auch nach. Ein Gedanke: Was ist der Unterschied zwischen Gottesliebe und Gottesglaube einerseits und Beliebigkeit des Glaubens andererseits? Ein schwieriges Thema ...<<<br><br>Dazu fiel mir diese Seite ein, die ich einmal las, denn mit diesem Thema habe ich es bei meiner Glaubensüberzeugung oft zu tun ;) <br><br> http://www.sonntagsblatt.de/artikel/2000/28/28-s3.htm<br><br>Viele haben ein Problem mit der Unterschiedlichkeit der verschiedenen Glaubensrichtungen und nennen es "Beliebigkeit des Glaubens", wenn man aus jeder Glaubensüberzeugung das mitnimmt, was man für sich als akzeptabel erkennt.<br><br>Für mich gibt es nur einen Maßstab den ich anlege.<br>Bringt mich eine Lehre von Gott weg oder stärkt sie meine Verbindung zu IHM?<br>Es mag eine Beliebigkeit sein aber ich sehe es für mich als lebensnotwendig an.<br>Was nützt mir mein Glaube, wenn er mich meilenweit von Gott weg bringt?<br><br>Das sind so meine Gedanken dazu.<br><br>Liebe Grüße<br><br>Gaby
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Beitragvon Cemper » 11.08.2004, 07:39

@ Gaby<br><br>Unter dieser Adresse sah ich den Text von Steffensky. Ein interessanter Theologe und Autor. Er war kath. (Mönch) und ist jetzt Prof. für Homiletik und Religionspädagogik in einer Fakultät für Evang. Theologie. Interessant sind auch die Studien seiner Frau: der kürzlich verstorbenen (feministischen) Theologin Dorothee Sölle.
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Beitragvon Gaby » 11.08.2004, 07:47

Liebe(r) Cemper,<br><br>danke für den Hinweis :), aber weißt Du (ups wissen Sie - war mir nur so rausgerutscht ;-) ), ich mache den Inhalt eines Textes nicht davon abhängig, wer oder was jemand ist oder war, der ihn geschrieben hat.<br><br>Auch wenn der Text vom Nachbarn um die Ecke gewesen wäre,<br>hätte ich gesagt: "Ja, genauso sehe ich das auch."<br><br>Trotzdem ist es natürlich interessant zu wissen, aus welchem Hintergrund dieser Text entstanden ist.<br><br>Liebe Grüße<br><br>Gaby
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Beitragvon Peter.SDG » 11.08.2004, 16:26

Hallöle,<br><br>ein wirklicher sehr schöner Artikel. Vor allem an diesem Abschnitt bin ich hängen geblieben:<br><br>"Die Wahrheit ist ein Gespräch. Die Wahrheit spielt sich ab zwischen den Begabungen und den Beschränkungen der Einzelkirchen. Sie ist nicht gebunkert in dem Depot einer Kirche. Sie wird gefunden, indem sich die Begabungen und die Schwächen der verschiedenen Konfessionen aneinander reiben. Und so ist vielleicht gerade die Verschiedenheit und das Ausspielen der Verschiedenheit in der Auseinandersetzung ein Mittel der Wahrheitsfindung."<br><br>Stichwort Exklusivität, Cemper - ach, hatten wir schon.<br><br>Ich habe mir übrigens das Buch (Katja Rakow) bestellt - bin mal gespannt, ob es schon vergriffen ist, war mit Sicherheit zu langsam;). <br>Werden Sie es lesen?<br><br>Die Grüße an meine Liebste habe ich übrigens ausgerichtet. Rück-Grüße hat sie mir nicht mitgegeben - sie reagiert allergisch, wenn ich nur das Wort Glaubenskultur oder Forum in den Mund nehme - verzeihen Sie ihr, ich weiß noch nicht wer Schuld daran hat: Ich oder die Kirche bzw. ihr nap. Umfeld - oder keiner?<br><br>In Liebe<br>Peter SDG
Wenn wir gelernt hätten, richtig in unseren Herzen zu lesen, würden wir erkennen, dass wir in uns ein Verlangen tragen, das in dieser Welt nicht gestillt werden kann. Auf dieser Erde bleibt immer ein Rest an Enttäuschung.
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Beitragvon Cemper » 11.08.2004, 18:05

@ Gaby<br><br>Ja - das sehe ich auch so. Wie geht’s den Nachbarn „um die Ecke“?<br><br><br>@ Peter.SDG<br><br>Steffensky ist gut (ich kenne ihn aus früheren Zeiten). <br><br>Katjas Buch werde ich lesen - wenn ich Zeit habe. Sie ist eine verdammt junge Frau aus der Religionswissenschaft. Diese Wissenschaft ist mir eher suspekt. Sie gibt sich immer so neutral. Schlimmer als Theologie.<br><br>Ihrer Liebsten Julia verzeihe ich. Julia - das war doch eine kath. Heilige. Märtyrerin? Haben Sie etwa eine kath. Freundin? Oder haben die Eltern sie nach einer Tochter von Cäsar oder Augustus benannt? Ohne zu wissen, was sie tun? -- Schuld hat keiner. Allenfalls könnte Gott - aber das geht ja nicht. Er ist die geborene Unschuld. Einwände? Falls ja: Seien Sie vorsichtig. Hiob ist auch gescheitert. Er wollte Gott verklagen und stellte dann fest, dass er - Gott - gleichzeitig Angeklagter und Richter wäre. Eine demokratie- und rechtstheoretisch interessante Konstellation für die Regierungszeit nach der Wiederkunft Christi. Ein Rechtsfall für Randnotiz. Fragen Sie ihn. Er wird mich wieder „gedanklichen Dreschflegel“ schimpfen. Macht aber nichts. Ich schätze ihn. Und Sie. Und Bedenkenträger. Der sieht jetzt, was er davon hat, dass er sich vorläufig zurückhält. Nämlich Ruhe.<br><br>Das Forum kann ich bald auch nicht mehr leiden. Wenn mich mal jemand lobt, wird der Beitrag vom Betreiber gelöscht. Hoffentlich wird nichts gelöscht, wenn ich kritisiert werde.<br><br>Grüße an Sie und Gaby <br><br>C.
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Beitragvon Randnotiz » 11.08.2004, 20:25

@ Cemper:<br><br>Sie sind ein gedreschter Gedankenflegel.<br>Die Begründung werde ich Ihnen beim Chinesen nachliefern.<br>Stellen Sie sich. Ich komme unbewaffnet.
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Beitragvon Gaby » 12.08.2004, 08:40

@ Cemper<br><br>>>Wie geht´s den "Nachbarn um die Ecke"?<<<br><br>Dem direkt um die Ecke gehts gut ;) abgesehen davon, dass er im Renovierungsstress steckt und sein Kopf ob der Überlegung raucht, wo das vierte Auto der Familie denn geparkt werden soll. "Kleine Kinder - kleine Sorgen, große Kinder - große Sorgen" :rolleyes: <br>Da seine Jungs beide "Jugendweihe" hatten besteht übrigens keine Gefahr, dass er einen Artikel zu unserem Thema hier schreiben wird :D <br>Also werden wir bei Steffensky bleiben müssen ;) <br><br>Liebe Grüße<br><br>Gaby
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Beitragvon Cemper » 12.08.2004, 09:10

Dieser Beitrag wurde aus dem alten Forum nicht korrekt importiert.
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Beitragvon Gaby » 12.08.2004, 09:35

Liebe(r) Cemper,<br><br>"Jugendweihe" wurde in der ehemaligen DDR gefeiert. Viele die jetzt hier im Westen leben behalten dies als Tradition bei, da Kirche und somit Konfirmation in ihrem Leben nie eine Rolle gespielt hat. <br>Im Grunde bedeutet die Jugendweihe ja nur, dass der Jugendliche in die Erwachsenenwelt aufgenommen wird.<br> <br>Bei der Konfirmation bezieht sich die Aufnahme in die Erwachsenwelt rein auf den Glauben. Man übernimmt die Verantwortung für seinen Glauben selbst, ist somit erwachsen. (oder sollte es zumindest sein ;) ) <br><br>Wenn man bei uns hier in der Gegend einen Beruf ausüben will, bedeutet das meistens, man MUSS ein Auto haben.<br>Öffentliche Verkehrsmittel fahren hier nur sehr selten und die meisten Arbeitgeber sind leider nicht damit einverstanden, wenn man zu spät zur Arbeit kommt :rolleyes:<br>Nächstes Jahr haben wir dann auch das vierte Auto stehen, nur haben wir mehr Platz zum Parken :D <br><br>Aber nun noch etwas zur Beliebigkeit:<br><br> http://www.joerg-sieger.de/glaube/themen/leben.htm<br><br>Liebe Grüße<br><br>Gaby
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Beitragvon Cemper » 12.08.2004, 09:45

@ Gaby<br><br>Auf dieser Seite des Pfarrers Dr. Sieger sah ich unten rechts den Begriff "Seelsorgeeinheit St. Peter". SEELSORGEEINHEIT. Das muss einem erstmal einfallen. <br><br>Vielleicht schenken Sie Ihren Nachbarn das Buch "Atheistisch an Gott" glauben. - Auch so eine merkwürdige Formulierung. Die Autorin ist die Frau vom Steffensky: Dorothee Sölle. Prof. Dr. theol. (am Union Theological Seminary in New York).<br><br>C.
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Beitragvon Gaby » 12.08.2004, 10:05

Liebe(r) Cemper,<br><br>wenn Kirche und Konfirmation im Leben keine Rolle spielen, heißt es nicht unbedingt, dass man nicht an Gott glaubt.<br>Denn Formulierungen wie "Dann wollen wir den lieben Gott mal um schönes Wetter bitten" hört sich nicht unbedingt nach Atheismus an denke ich.<br>Da ich nur sehr selten in die Kirche gehe, müßte ich ja demnach auch Atheistin sein ;)<br>Vielleicht sollte ich dies Buch einmal lesen um mir darüber Klarheit zu verschaffen, ob ich letztlich nicht doch Atheistin bin :eek: <br><br>Nun zu der "Seelsorgeeinheit" kann ich nicht so viel sagen,<br>aber im Zeichen der Rechtschreibreform kann man ja schließlich sagen "Nichts ist unmöööglich - in Deutschland" <br><br>Sommerliche Grüße<br><br>Gaby
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Beitragvon Randnotiz » 12.08.2004, 10:10

Was gibt es bei der Seelsorgeeinheit zu essen?<br>Seelsorgeeinheitsbrei...?<br>*grübel*
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Beitragvon Gaby » 12.08.2004, 10:14

Bitte sagen Sie mir Ihre Meinung oder schreiben Sie mir ganz einfach. Meine Adresse lautet:<br>Pfarrer Dr. Jörg Sieger, Peter-und-Paul-Str. 49, 76646 Bruchsal,<br>Tel.: +49 (07251) 9761-0, Fax: +49 (07251) 9761-12, e-Mail: kontakt@joerg-sieger.de<br><br>Vielleicht sollte man ihn selbst fragen was es dort zu essen gibt. Bin mir ziemlich sicher, dass er antworten wird <br> ;)<br><br>Erspart übrigens die grauen Haare, die man vom Grübeln bekäme ;)<br><br>Liebe Grüße<br><br>Gaby
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Beitragvon Cemper » 12.08.2004, 10:18

@ Randnotiz<br><br>... und "Glaubensgulasch" als Sättigungsbeilage. Diesen Begriff muss man auch erfinden können. Haben Sie irgendwelche Kenntnisse vom Schöpfer dieses Wortes? <br><br>Kommen Sie mir aber nicht theologisch mit Betrachtungen zum Unterschied zwischen Erfindung und Schöpfung - die kenne ich schon.<br><br>C.
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