Liebe Grüße

Wem Ihr mal was nettes sagen wollt

Liebe Grüße

Beitragvon Merlo » 06.11.2013, 08:39

"Friede sei mit euch!"

Wie könnte ich anders beginnen, als mit diesen Worten?

Ich freue mich sehr, die GK-Gemeinde wiedergefunden zu haben, und ihr habt keine Ahnung, wie sehr ihr alle dazu beigetragen habt, mein Leben nachhaltig zu verändern und in andere Bahnen zu lenken.

Viele haben sich damals viel Zeit genommen, mit mir zu "reden", sie haben Geduld und Kraft aufgebracht, mich "auszuhalten" und ich kann euch heute nach 10 Jahren sagen, dass nichts umsonst war. Stellvertretend möchte ich ganz besonders Holytux und pantha.rei einmal ganz still und fest umarmen - ohne euch hätte ich nicht genau heute vor 10 Jahren ein bestimmtes Gespräch geführt, was den Wendepunkt meines Weges bedeutete.

All denen, die mich damals "nicht zum aushalten" fanden, möchte ich heute die Hand reichen und sagen: Auch ihr wart ganz, ganz wichtig für mich. Verzeihung - und Danke!

Und jetzt stehe ich hier in Gedanken vor euch allen und kann einfach nur noch lächeln.

Das wollte ich euch - gerade heute an diesem besonderen Jahrestag für mich - unbedingt sagen.


Eure Merlot
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Re: Liebe Grüße

Beitragvon johnnelsonjun » 06.11.2013, 12:30

Liebe Merlot,

ich kann Dir gar nicht sagen, wie sehr mich Dein Gruß (gerade auch heute) gefreut hat.
Es freut mich sehr, dass es Dir gut geht.

Ganz herzliche Grüße,
JNj. :wink:
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Re: Liebe Grüße

Beitragvon a cappella » 06.11.2013, 17:34

Da schließe ich mich an und grüße Dich auch ganz herzlich!
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Re: Liebe Grüße

Beitragvon philipp » 06.11.2013, 19:50

Ja, sei ganz herzlich gegrüßt.

Schön, zu lesen, dass es dir gut geht. Schreib mal wieder. Erzähl mal.
(Gern auch per PN)

Lieb Grüße

Philippus
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Re: Liebe Grüße

Beitragvon Heidewolf » 07.11.2013, 18:09

Liebe Merlot,
danke für deine Grüße an die kleine Herde. Es hat mich doch sehr an meine Anfänge hier im Forum erinnert.
Heute hatte ich kurzen Haustrbesuch von 2 ZJ-Frauen.
So langsam werden wir vertraut. Nicht dass ich dahin konvertieren würde. Aber so Grundsätzliches.
Kein Zwang, keine Drohungen. Auch keine Spekulationen über zukünftige Ereignisse, vor allem, wann etwas eintritt.
Leben mit Jesus, ja.
Da haben wir erstaunlicherweise Konsens (scheinbar) gehabt.

Ich denke, auch durch den Austausch hier im Forum, ist eine freiere Sicht aufs Evangelium und das Leben mit dem Evangelium möglich geworden.
Gehts dir ähnlich?

Gruß vom Heidewolf
Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder. Auch sollt ihr niemand auf Erden euren Vater nennen, denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel. (Matthäus 23,8-12)
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Re: Liebe Grüße

Beitragvon orig.gabi » 07.11.2013, 20:27

Gott ist Liebe, und wer in der Liebe ist,
der bleibt in Gott und Gott in ihm.
1.Johannes, 4,16
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Re: Liebe Grüße

Beitragvon Heidewolf » 08.11.2013, 14:46

gabi, nun will ich diesen Fred nicht zerschiessen. Die Auseinandersetzung mit den ZJ gehört dann sicherlich woanders hin.
Nur für mich gehört eben Jesus zum zentralen Thema, um zu Gott zu kommen.
Siehe auch die Aussagen Jesu: http://www.himmelsboten.de/Jesus/7JesJHW.htm

Wie wir sehen, ist das ein sehr umfassendes Gebiet.
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Re: Liebe Grüße

Beitragvon Merlo » 11.11.2013, 13:31

Hallo ihr Lieben,

wie schön, dass sich einige angesprochen fühlten bzw. meine Grüße überhaupt gelesen haben, denn das Forum wird wohl doch nicht (mehr) so stark frequentiert, wie ich dachte...?

Und es fühlt sich etwas gewöhnungsbedürftig an, dass offensichtlich alle Threads und Postings auch von nicht Angemeldeten gelesen werden können, also nichts mehr "geschlossene Stammkneipe des Dorfes der Spinner..." :mrgreen:

Wenn ihr mich nun danach fragt, wie denn inzwischen mein Gottbild aussieht und was aus mir geworden ist, dann kann ich nur sagen, dass ich Frieden gefunden habe und meinen Frieden mit Gott und Kirche gemacht habe.
Es hat lange gedauert, eigentlich bis ins Jahr 2010, in dem ich die Gelegenheit hatte, nach Rom zu reisen. Diese Reise, ebenso wie eine zweite im Jahr 2012, wurden völlig ungeplant zu echten "Pilgerreisen", mit vielen "unglaublichen" Erlebnissen und Begegnungen; Reisen, von denen man anders zurückkommt als man gegangen ist.

Ich habe auf diesem Weg eine unglaubliche Freiheit gefunden, die mich aus dem Gebundensein an eine Kirche erlöst hat - eine Freiheit, die aber nicht in Beliebigkeit verwässert, sondern die ihre Wurzeln in der Bibel hat und wie sie in 1. Johannes 4, 7-21 beschrieben ist (hier zitiert nach der Ausgabe "Hoffnung für alle"):

7 Lasst uns einander lieben, denn die Liebe kommt von Gott. Wer liebt, ist ein Kind Gottes und kennt Gott.
8 Wer aber nicht liebt, der weiß nichts von Gott; denn Gott ist Liebe.
9 Gottes Liebe zu uns ist für alle sichtbar geworden, als er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, damit wir durch ihn leben können.
10 Das Einzigartige an dieser Liebe ist: Nicht wir haben Gott geliebt, sondern er hat uns seine Liebe geschenkt. Er gab uns seinen Sohn, der alle Schuld auf sich nahm, um uns von unserer Schuld freizusprechen.
11 Meine Freunde, wenn uns Gott so sehr liebt, dann müssen auch wir einander lieben.
12 Niemand hat Gott jemals gesehen. Doch wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns und seine Liebe erfüllt uns ganz.
13 Ich sage es noch einmal: Dass wir mit Gott verbunden bleiben und er mit uns, wissen wir, weil er uns seinen Geist gegeben hat.
14 Wir haben es selbst erlebt, und darum bezeugen wir: Gott, der Vater, hat seinen Sohn in diese Welt gesandt, um sie zu retten.
15 Wer bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, der bleibt in Gott und Gott in ihm.
16 Das haben wir erkannt, und wir vertrauen fest auf Gottes Liebe. Gott ist Liebe, und wer in dieser Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.
17 Wenn Gottes Liebe uns ganz erfüllt, können wir dem Tag des Gerichts voller Zuversicht entgegengehen. Denn wir leben in dieser Welt so, wie Christus es getan hat. Wirkliche Liebe ist frei von Angst.
18 Ja, wenn die Liebe uns ganz erfüllt, vertreibt sie sogar die Angst. Wer sich also fürchtet und vor der Strafe zittert, der kennt wirkliche Liebe noch nicht.
19 Wir lieben, weil Gott uns zuerst geliebt hat.
20 Sollte nun jemand behaupten: "Ich liebe Gott", und dabei seinen Bruder oder seine Schwester hassen, dann ist er ein Lügner. Wenn er schon seine Geschwister nicht liebt, die er sehen kann, wie will er dann Gott lieben, den er nicht sieht?
21 Vergesst nicht, dass Christus selbst uns aufgetragen hat: Wer Gott liebt, der muss auch seinen Bruder und seine Schwester lieben.


In seinem wunderbaren Buch "Schmetterlinge im Bauch" beschreibt Abtprimas Notker Wolf, dass der Glaube zuallererst eine ganz persönliche und private Beziehung zwischen Gott und mir ist, keine Weltanschauung, kein von einer Institution verkündetes Dogma, sondern die Erkenntnis: Gott hat mich zuerst geliebt, ich bin angenommen, wie ich bin.

Mir ist oft aufgefallen, dass sich Glaube oder das Glaubensleben auf ein vereinslebenartiges Verhalten beschränkt, das überhaupt nicht in den Alltag hineinwirkt - mit Ausnahme der zeitlichen Termine, die es mit sich bringt, in einer Kirche aktiv zu sein. Das Glaubensleben beschränkt sich auf Anwesenheit bei diesen Terminen, man lässt sich sehen, man ist äußerlich aktiv, aber nur in Bezug auf die Kirchenaktivitäten. Was ist ein Glaube wert, der mich nicht in meinem Alltag trägt und begleitet, von innen?

"Ja, wenn die Liebe uns ganz erfüllt, vertreibt sie sogar die Angst. Wer sich also fürchtet und vor der Strafe zittert, der kennt wirkliche Liebe noch nicht." So heißt es im 18. Vers oben. Denken wir "NAK-Geschädigten" da nicht sofort an das "heilsame Erschrecken", um das in masochistischer Regelmäßigkeit in bald jedem Gebet und Gottesdienst gebeten wurde? Wer zum Henker hatte sich irgendwann einmal diesen Unsinn ausgedacht? Wie kann man von Gott etwas anderes erbitten als eine liebende und helfende Begleitung? Welches Kind würde seine Eltern um Schläge bitten, wenn es nicht folgt? Eijeijei... traurig, nicht wahr?

Aber in dieser Liebe, von der oben die Rede ist, kann ich heute auch auf allen Quatsch und Unsinn zurückschauen, den ich in der NAK erlebt habe, so wie man irgendwann als Erwachsener auch an den Punkt kommen sollte, an dem man seinen Eltern die "schlechte Kindheit" vergibt, die man hatte, weil sie es nicht besser wussten, weil sie auch nur Opfer ihrer Erziehung waren. Das ist nicht leicht, aber *das* verlangt ja auch keiner, dass das leicht ist.

Und wenn man sich dieser göttlichen Liebe endlich hingeben kann, dann verschwinden auch die Grenzen zwischen den christlichen Kirchen dahingehend, dass eine Mitgliedschaft in einer bestimmten Kirche notwendig oder besser wäre.

Wenn man dieser Liebe und dem Geist Gottes (s. V. 13 oben) Raum schenkt, dann spürt man, dass er weht und wo er weht, so wie man an jedem Ort der Welt dieselbe Wärme der Sonnenstrahlen verspürt, sei es Wüstensonne, Wintersonne, tropische Sonne... Dann kann ich auf einmal meine Seele zittern und weinen spüren vor Freude und Glück, wenn ich einer "lumpigen Abendvesper" in einer Benediktinerabteikirche beiwohne, wenn ich in einer kleinen Methodistengemeinde Ostern feiere, wenn ich am TV miterlebe, wie in Rom ein Wunder geschieht und ein emeritierter Kardinal aus Großbritannien die Wahl dieses wunderbaren Bischofs von Rom kommentiert mit: "Es ist ein Wunder, hier ist ein Wunder geschehen, das ist das Wirken des Heiligen Geistes" und die wahlberechtigten Kardinäle nachher gar nicht mehr wissen, wie ihnen "das passieren konnte", einen Papst zu wählen, der in seiner Inthronisationsrede predigt, dass man mit Liebe dienen muss, dass man keine Angst haben soll vor Güte und Zärtlichkeit.
Und dann kann ich auch vor Freude zittern und weinen, wenn ich in der NAK einem Gottesdienst beiwohne, in dem ich spüre, dass der Dienende und die Anwesenden ungeachtet aller Altlasten der Kirche genau diese Liebe und diesen Geist in sich tragen und verbreiten.

Gottes Liebe ist doch so viel mehr, so viel größer als dass sie nur innerhalb der Grenzen einer einzigen Kirche wirken könnte. Mein Glaube sollte mich nicht darauf beschränken, es einer *Kirche* recht zu machen, die von einer Kirche vorgegebenen Regeln und Gebote einzuhalten, sondern der Wärme, dem Wehen, dem Wirken des Geistes Gottes nachzufühlen und nachzugehen. Und in dieser Liebe kann ich anerkennen und stehen lassen, wo auch in der NAK ein Umdenken und Umlenken eingesetzt hat und man froh und befreit die Hand über den eigenen Tellerrand hinaus reicht. Das muss ich dann nicht wegen dem blöden BÄ X aus meiner Jugend und dem doofen Vorsteher Y aus meiner Kindheit noch verächtlich und unzufrieden abtun.

Gottes Geist wirkt und weht, wo er will. Selbst in der NAK, ob es den Geschwistern und Amtsbrüdern passt oder nicht. :wink:

Diese innere Freiheit, die ich gefunden habe, bringt es auch mit sich, dass ich mich eben nicht mehr aufregen muss über unglückliche Formulierungen oder sonstige Aussagen von Amtsbrüdern, Pastoren, Pfarrern... sondern die Gewissheit, dass Gott sich nichts aus der Hand nehmen lässt, gibt mir innerlich eine gelassene Souveränität über solche Dinge. So wie ich es jemandem nachsehen kann, der mir in gebrochenem Deutsch unter Verwendung unpassender Vokabeln einen Sachverhalt schildert, wenn ich doch in der Lage bin, zu begreifen, was derjenige eigentlich meint. Es kostet doch so viel Kraft, sich an jedem Jota und Tüttelchen aufzuhalten und aufzuregen, wenn mir der Geist Gottes doch schon sagt: Das war aber eben unglücklich ausgedrückt, das war aber eben großer Quark.

Das Dilemma entsteht im Grunde nur dadurch, dass sich so viele Gläubige zwanghaft innerhalb der Grenzen ihrer Kirche halten wollen und den Fokus eben nicht darauf legen, wo er hingehört: In GOTT zu bleiben, mithilfe des Geistes, den er uns gegeben hat.

Wo zwei oder drei in seinem Namen zusammenkommen, wird er mitten unter ihnen sein, ganz wurscht, ob noch 100 andere da drumrum sitzen, die innerlich gerade nicht *in seinem Namen* anwesend sind, ganz wurscht, ob sich diese zwei oder drei aus den Reihen derselben Kirche(ngemeinde) rekrutieren oder nicht.

Wer an Gott glaubt, ist mein Bruder. Wer an Jesus glaubt, ist meine Schwester.

Und diese gewonnene Einsicht und Freiheit muss ich jetzt auch nicht verbissen mit dem Schwert verkünden gehen, sondern ich lasse sie einfach leuchten und ein Lächeln auf meine Seele zaubern.

Ich wünschte, es ginge euch allen so.


Ganz liebe Grüße!

Eure Merlot
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Re: Liebe Grüße

Beitragvon oberländer » 11.11.2013, 14:19

@Merlot

Danke für Deine Gedanken. Sie haben richtig gut getan.

Liebe Grüße vom oberländer
oberländer
 

Re: Liebe Grüße

Beitragvon Franke » 15.11.2013, 10:45

Ich habe auf diesem Weg eine unglaubliche Freiheit gefunden, die mich aus dem Gebundensein an eine Kirche erlöst hat - eine Freiheit, die aber nicht in Beliebigkeit verwässert, sondern die ihre Wurzeln in der Bibel hat und wie sie in 1. Johannes 4, 7-21 beschrieben ist


Liebe Merlot,

ich freue mich gerne mit Dir und erkenne in deinem Zeugnis auch mich selbst und meinen Weg in die "Freiheit in Christus"!
Vielen Dank für Dein mutiges Bekenntnis hier im Forum...

Mit Grüßen die von Herzen kommen
Franke
So ist Einiges in unsere apostolische Tradition eingegangen, aber wenn man dann mal in der Bibel nachliest, merkt man: „Oh, so wie ich das predige, steht das gar nicht in der Bibel.“
Stap Schneider - AT-Godi, 30.10.2014, Johnnesburg-Towerby (Südafrika)
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