für meine liebe frau.

Wem Ihr mal was nettes sagen wollt

Beitragvon MASEL TOV » 28.04.2008, 20:41

danke an euch noch mal für diesen tag.

meine liebe frau ist wieder raus und jetzt bei einer starken freundin.

habe heute nicht mehr die kraft um meine gedanken an euch zu formen.

danke

matthias
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Beitragvon chris » 29.04.2008, 06:51

Wieder ein Tag, wieder ein Schritt.
Wir sind bei Dir, bei Euch.
Wir halten Eueren Regenschrim, bis die Sonne wieder lacht.

Christian
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Beitragvon cello » 29.04.2008, 10:01

Lieber Matthias,

Gebete - Fürbitte, ja gerne! Die Situation ist furchtbar.
Gott ist da. Da habe ich keinerlei Zweifel.
Und eine zweite Chance ist für Euch da!

Meine Empfehlung ist, schau mit Fachleuten hin, wo das Problem ist.
Dazu mein Blick zu dem, was ich diesem Thread entnommen habe.
Du gibst Dir Schuld. Das tut weh. Nur wenn daraus Veränderung entsteht, dann ist es hilfreich sich selbst so anzuklagen.
Sie verletzt Dich um Dir etwas zu zeigen. Das liest sich - entschuldige den deutlichen Ausdruck - wie Erpressung.
Wo ist/war/wird Kommunikation? Und genau dort wird Eure Hilfe und auch Gottes Beistand dazu liegen.

In Ba-Wü gibt es http://www.ak-leben.de/.
Tolle Adresse! Ich hoffe, solche Unterstützung gibt es bei Euch auch.

Alles Gute!
c.
Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus. (Marie von Ebner-Eschenbach)
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Beitragvon evah pirazzi » 29.04.2008, 14:00

Im Chinesischen steht ein Wort für die Begriffe:

Krise, Gefahr und Chance,

wodurch die ganze Tiefe eines Lebensabschnitts, den wir Krise nennen, zum Ausdruck kommt.

(hierzu ein interessanter :arrow: Link).

Möge diese eure Krise im Rückblicken eine hoffnungsvolle Chance für etwas Neues, Starkes in sich getragen haben, das wünsche ich euch!
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zurück im Leben.....

Beitragvon Aster » 02.05.2008, 18:44

Liebes Forum, ich schreibe heute zum ersten Mal hier, weil ich Eure vielen Gebete für mich/uns als Familie gelesen habe und tief dankbar und bewegt davon war und Euch meinen Dank gerne persönlich ausdrücken möchte, denn ich bin die Frau von Matthias, alias Mazeltov.
Wie Ihr verfolgt habt, war ich in einer sehr traurigen Lage, denn ich habe mit dem Gedanken gespielt, mein Leben zu beenden. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob ich das in der Situation auch bis zur letzten Konsequenz durchgeführt hätte. Aber es gab diesen Augenblick, wo ich meinte, mein Leben nicht mehr aushalten zu können und das tut mir heute sehr leid. Es ist schwer, angemessen und ruhig zu reagieren, wenn man in einer nach außen "hübsch neuapostolisch" geführten Ehe plötzlich und durch Zufall von wiederholten und erneuten Vertrauensbrüchen erfahren muss mit Konsequenzen, die nicht mehr rückgängig zu machen sind. Ich dachte, es zieht mir den Boden unter den Füßen weg. Doch das entschuldigt mein Verhalten nicht. Ich möchte die Verantwortung für meinen Teil dieser traurigen Geschichte auf mich nehmen. Ich habe in diesen Tagen gemerkt, wie wichtig das ist, seinen Fehlern in Verantwortung und Ehrlichkeit zu begegnen und dass nur das letzlich dazu führt, "glaubhaft" im Glauben zu sein. Ich werde noch lange über das, was passiert ist, nachdenken und freue mich sehr, das im Hier und Jetzt und in Freiheit tun zu dürfen. Ich freue mich wieder über das Leben und jeden geschenkten Tag. Vielleicht wird es lange dauern, bis ich wieder in den Gottesdienst finde, aber ich möchte nicht aufhören, Gott im Gebet nahe zu sein. Und ich möchte Euch von ganzem Herzen für die vielen lieben Gebete und Gedanken danken, die mich durch diese schwere Zeit begleitet und getragen haben. Anja.
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Beitragvon tosamasi » 02.05.2008, 19:02

Von guten Mächten

Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Noch will das alte unsre Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last,
ach, Herr, gib unsern aufgescheuchten Seelen
das Heil, für das Du uns bereitet hast.

Und reichst Du uns den schweren Kelch, den bittern
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus Deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst Du uns noch einmal Freude schenken
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann wolln wir des Vergangenen gedenken,
und dann gehört Dir unser Leben ganz.

Laß warm und still die Kerzen heute flammen,
die Du in unsre Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, Dein Licht scheint in der Nacht.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
so laß uns hören jenen vollen Klang
der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
all Deiner Kinder hohen Lobgesang.

Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiß an jedem neuen Tag.

Dietrich Bonhoeffer

Sind das nicht wunderbare, tröstende Gedanken, auch für dich, Anja?
Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden
(Hermann Hesse)
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Beitragvon maranatha » 02.05.2008, 20:07

Liebe Aster,
die lieben Gebete und Gedanken, sollen dich auch weiterhin begleiten, die guten Mächte sollen euch treu und still umgeben (dank auch an tosamasi).
Mit lieben und besonderen Gruß auch an Matthias.
Und noch mal ein kleiner Gedanke:
Herr, hilf mir, auszuhalten, wenn ich mit dem Leben nicht mehr fertig werde.
Gib mir den langen Atem, um mit dir zu schweigen.

m.
Gott des Aufbruchs, sei mit mir unterwegs zu mir selbst, zu den Menschen, zu dir.
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Beitragvon Bruder08/15 » 02.05.2008, 21:12

Liebe Anja,

haltet genau so energisch durch wie wir es mit unseren Gebeten für euch tun!

Hier noch ein kleiner Text von Ulrich Schaffer. Seine Texte haben mir schon in manchen, scheinbar aussichtlosen Situationen wieder neue Kraft gegeben.


...und vergiß Nicht,
dass sich mitten im Schmerz eine Tür auftut,
so groß nur wie dein kleiner Rest Freude.
Erst blickst du nur durch.
Dann steckst du den Kopf durch,
deine Hände,Arme,deine Schultern seitlich,
dann springst du im Hechtsprung durch.
Wenn du dich dann umdrehst,findest du die Tür nicht mehr.

Ulrich Schaffer, „Neues umarmen"


Lieben gruß,
Rene'
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Beitragvon orig.gabi » 02.05.2008, 23:41

Liebe Anja,

es gibt Situationen, denen Worte nicht gerecht werden können.Sie sind so individuell emotional - und dadurch einfach unbeschreiblich.
Ratschläge von außen, so gut sie gemeint sein mögen, kommen nicht wirklich an, weil kaum jemand jetzt, in diesem Moment nachfühlen, beschreiben, erfassen kann,
was einen so sehr quält, bewegt.
Egal was gesagt wird, man fühlt sich allein und unverstanden.
Oft ist es so.

Das ist schwierig.Man läuft aus der "Spur", tut Dinge, äußert Ansichten, die man im "normalen" Alltag nicht machte, hätte.
Ganz schwierig ist es allerdings, wenn man sich in einer solchen Situation dazu genötigt fühlt, Rechenschaft für sein Verhalten abzulegen.
Das muss auch nicht sein.Alles ist menschlich, nichts ist peinlich - und, trotz jeglicher empfundener Einzigartigkeit der bedrückenden Last - von Anbeginn der Menschheitsgeschichte millionenfach passiert.
(Kein tatsächlicher Trost, ich weiß)

Wichtig bist jetzt jedoch nur Du, deine Situation, dein Umfeld, dein Mann, die unmittelbar Beteiligten.
Alle anderen bleiben draußen, bis auf die, die ihr selber mit "ins Boot" holt, ihre Hilfe wollt und annehmen könnt.
Der Rest kann Euch mit lieben Gedanken und Gebeten unterstützen und mit ungebetenen Ratschlägen verschonen.:oops:

Daher bin ich jetzt auch still.

Liebe Grüße,

-Gabi-
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe ist,
der bleibt in Gott und Gott in ihm.
1.Johannes, 4,16
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Liebe das Leben!

Beitragvon MASEL TOV » 03.05.2008, 00:27

@lieber chris,
du setzt dich dafür ein, dass „mein“ tread „sauber“ bleib und nicht abweicht von der fürbitte für meine liebe frau und unsere familie. Dafür danke ich dir. Und doch: wenn du über meine gedankensprünge und hin und her an gefühlen wüsstest und selber erleben könntest ( was ich dir in dieser form jedoch nicht wünsche) wie ich all diese texte erlebe, dann hättest du gleich mir keine sorge mehr.


Ihr lieben alle,

Wenn mir in dieser zeit eines klar geworden ist, dann das, daß es völlig egal ist welcher äußeren form ein gebet genügen muss. Ich kann von hier aus nicht sehn, ob sich jemand hin gekniet hat auf seinen wohnzimmerteppich oder vor sein bett. Oder ob er meinen ruf an seinem arbeitsplatz entdeckt hat und dann kurz die augen schloss um sich zu verbinden, oder ob dieser dann aufstand, aufs klo ging um die hände zu falten um dabei nicht gesehn zu werden (ein unwürdiger ort?). hat ein mann oder eine frau sich ein gebetsbuch genommen und im stillen darin gelesen, oder einer in der runde laut und frei mit anderen gebetet. Hat der eine seine knie auf eine holzbank gestützt und der andere auf einer mit stoffbespanntem sitz zu orgelmusik gebetet. War da jemand dem es wichtig war in welche himmelrichtung er betet und seinem gott eine für uns ungewohnten namen gibt?

Ich habe nichts davon gesehen.

Ich habe alle gespührt.

Mit einer solchen macht und kraft wie ich es zu vor noch nie verspührt habe.


Dem „abtünnigen“ @weltmenschen sage ich besonderen dank, denn er hat erzält wie es mir geht.

Das beten in der gewohnten form ist mir nicht möglich. Wenn ich meine knie beuge, die hände falte und die augen schließe scheint mir der schädel zu platzen und tausend lose gedanken und üble bilder rammen mir durch den kopf. Aber gedanken konnte ich haben, immer wenn es still war hier in der wohnung die ich nun zum wochenende verlasse...


...
ihr lieben alle,
den oben geschriebenen text hatte ich schon vor tagen angefangen, doch nicht die kraft und stille gehabt um ihn zu ende zu schreiben. Und nun sehe ich das meine liebe frau zum ersten mal hier ein paar ihrer gedanken schreibt. Bin darüber tief bewegt, hoch erfreut und total verwirrt.

Liebe Aster ...!

Noch einmal danke ich euch allen aus tiefstem herzen für jeden einzelnen gedanken. Zwangsläufig ziehe ich mich für die nächte zeit aus diesem forum zurück, da mir die nötige technick nicht zur verfühgung steht. Bitte begleitet meine liebe frau noch ein wenig, denn der beginnende alltag wird besonders schwer sein.
Heute sagens wir den kindern! Was für ein gang.

In brüderlicher liebe und dankbarkeit
Euer Matthias
Masel Tov!
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Miteinander

Beitragvon Aster » 03.05.2008, 05:02

Dankeschön. Es tut gut, zu merken, dass man sich nicht allein fühlen muss, auch wenn die einzelnen Schritte allein gesetzt werden müssen.
Was Miteinander bedeuten kann, merke ich hier.
Was die nächsten Schritte einer räumlichen Trennung der Familie angeht, so habe ich auch Angst davor. Aber da müssen wir jetzt wohl durch, lieber M.: falls nicht mehr zueinander, dann miteinander. Anja.
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Beitragvon lotus » 03.05.2008, 06:11

Liebe Anja, lieber Mathias,

ich möchte nicht viel Worte machen.
Egal zu welchen Schritten ihr jetzt kommt, ich werde weiter an Euch und Eure Kinder denken.

Falls ihr Hilfe benötigt, scheut Euch nicht professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Alles Gute für Eure Zukunft
Lotus
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Beitragvon Knaki » 03.05.2008, 09:02

Liebe Anja, lieber Matthias,

Eure persönliche Situation ist mir weitgehend unbekannt, ich lese aber von räumlicher Trennung der Familie.
Was immer ihr beiden für richtig haltet, tut und ich gebe Euch ein Lied mit auf den Weg :


Mit dir, o Herr, verbunden,
fühl´ ich mich nie allein;
mir bleibt zu allen Stunden
dein tröstlich Nahesein.
In frohen, lichten Tagen,
auf blumenreicher Bahn
darf ich mein Glück dir sagen,
und du nimmst teil daran.

Doch wenn die Wunden brennen,
der Pfad voll Dornen ist,
dann lernt man erst erkennen,
wie stark und treu du bist.
Du kannst den Schmerz verstehen,
den keiner sonst versteht;
du kannst die Wunde sehen,
die jedem Blick entgeht.

Wenn andrer Wohl und Wehe
mir tief zu Herzen geht,
wenn ich Gefahren sehe,
wenn man mich mißversteht,
dann darf ich vor dich treten,
und niemand weiß davon;
du hörst das stille Beten,
das leise Seufzen schon.

Wie könnt´ ich einsam werden ?
Wir sind ja immer zwei.
Im Glück und in Beschwerden
bist du, o Herr, dabei.
Was ich dir nicht darf sagen,
da will ich nichts davon;
denn alles will ich tragen,
o Herr, vor deinen Thron.


In Liebe
Knaki
Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft.
( Wilhelm von Humboldt )
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Beitragvon Anne » 03.05.2008, 09:49

Liebe Anja, lieber Matthias,

für euch (draufklicken): Give me Jesus

Ich habe es letzte Woche in einem Kantorei-Chor mitgesungen, deshalb ist es mir so präsent:

When I am alone
when I come to die
when I want to sing

you may have all the rest
give me Jesus
.

Liebe Anja, dir möchte ich sagen, dass du dich für nichts zu schämen brauchst. Gabi hat es sehr wohltuend ausgedrückt, finde ich:

Alles ist menschlich...


Und gerade darin können wir Gott finden: im menschlichen. Auch dann, wenn wir gar nicht nach ihm fragen. Darin zeigt sich seine grenzenlose Liebe: dass ER sich uns zeigt, wenn wir die Orientierung verloren haben. :)

Ich wünsche euch alles Liebe!
Anne
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