Ostergrüße

Wem Ihr mal was nettes sagen wollt

Ostergrüße

Beitragvon Cezi » 20.03.2008, 10:22

Ich wünsche allen hier ein gesegnetes und schönes Osterfest und ganz viel Freude, wie auch immer ihr die Feiertage persönlich gestaltet.

Ceci
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Beitragvon Randnotiz » 20.03.2008, 12:31

Ich schließe mich an. :wink:

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Nur wer die Fakten kennt, kann sie verdrehen.

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Beitragvon heinrich » 20.03.2008, 13:01

Nun, ich möchte meine guten Wünsche mit einem Gedicht von Eva Rechlin ausdrücken:

Ich wünsche Euch zum Osterfest,
dass ihr mit Freuden seht,
wie alles, weil`s der Himmel will,
wahrhaftig aufersteht.

Das Dunkle weicht, das Kalte schmilzt,
erstarrte Wasser fließen,
und duftend bricht die Erde auf,
um wieder neu zu sprießen.

Wir alle müssen eines Tags
von dieser Erde gehen.
Wir werden, wenn der Himmel will,
wie Ostern auferstehen.

Herzliche Grüße in die Runde,
Heinrich
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Beitragvon tosamasi » 20.03.2008, 16:21

Ich schließe mich den guten Wünschen zu den Feiertagen
mit einem Gedicht von Friedrich Rückert an

Am Ostermorgen

Am Ostermorgen schwang die Lerche
sich auf aus irdischem Gebiet
und, schwebend überm stillen Pferche
der Hirten, sang sie dieses Lied:
Erwacht! Die Nacht entflieht.
Das Licht zerbricht
die Macht der Nacht;
erwacht ihr Lämmer all, erwacht,
auf feuchtem Rasen kniet!

Es ward von einem Osterlamme
getan für alle Welt genug,
das blutend an dem Kreuzesstamme
die Schuld der ganzen Herde trug.
Des Sieges Stunde schlug!
Das Grab, es gab
den Raub vom Staub
zurück; nun weidet grünes Laub,
ihr Lämmer fromm und klug!

Der Baum des Lebens, fluchbeladen,
stand abgestorben, dürr und tot.
Des Lammes Blut ihn mußte baden;
nun wird es blühend rosenrot.
Gewendet ist die Not!
O seht, her geht
der Hirt, der wird
die Herde weiden unverirrt
im neuen Morgenrot



tosamasi
Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden
(Hermann Hesse)
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Beitragvon orig.gabi » 20.03.2008, 16:40

Im Garten Gethsemane

Angst hattest du, dein Antlitz war verweint.
Denn dir war klar: Der Kelch wird bitterschwer.
Du spürtest es: Es naht bereits der Feind.
Und als er kommt, setzt du dich nicht zur Wehr.

Du warst der Herr der Freude, voller Lachen.
Die Kinder liebten dich wie keinen andern.
Sie konnten mit dir tausend Dinge machen,
genossen es, an deiner Seit´ zu wandern.

Es war in deiner Macht, es abzuwenden.
Gehorsam doch warst du dazu bereit,
des Vaters schweren Auftrag zu vollenden.

Dein Kommen, Herr, war keinesfalls vergebens.
Du bleibst für ewig, bleibst für alle Zeit
der Auferstandne und der Herr des Lebens.


(Gedicht, Autor: Arne Baier, 2007)


Auch von mir damit herzliche und liebe Wünsche für die anstehenden Feiertage.

Gabi
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe ist,
der bleibt in Gott und Gott in ihm.
1.Johannes, 4,16
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Beitragvon maranatha » 22.03.2008, 11:12

CHRISTIAN MORGENSTERN

Der einsame Christus

Wachet und betet mit mir!
Meine Seele ist traurig
bis an den Tod.
Wachet und betet
mit mir!
Eure Augen
sind voll Schlafes -
könnt ihr nicht wachen?
Ich gehe,
euch mein Letztes zu geben -
und ihr schlaft...
Einsam stehe ich
unter Schlafenden,
einsam vollbring ich
das Werk meiner schwersten Stunde.
Wachet und betet mit mir!
Könnt ihr nicht wachen?
Ihr alle seid in mir,
aber in wem bin ich?
Was wisst ihr von meiner Liebe,
was wisst ihr
vom Schmerz meiner Seele!
O einsam!
einsam!
Ich sterbe für euch -
und ihr schlaft!
Ihr schlaft!


maranatha hat geschrieben:Von Gott kommt diese Kunde: mein Leben ist ein Fest,
das mich in jeder Stunde mein Leben feiern lässt.
Als hohes Unterpfand aus Gottes Schöpferhand,
die mich in dieser Welt begleitet, trägt und hält.

Bild

Vom Tod bist erstanden, Herr Christus, für die Welt.
Die Kräfte, dich mich banden, sind an dem Sieg zerschellt.
Mein Leben ist ein Fest! Was mich das glauben lässt,
ist Gottes große kraft, die neues Leben schafft.


(Aus EGB Nr. 614, Vers 1+4 – Text: Peter Spangenberg)

Gesegnetes Auferstehungsfest!
Der Herr ist auferstanden! - Er ist wahrhaftig auferstanden!
m.
Gott des Aufbruchs, sei mit mir unterwegs zu mir selbst, zu den Menschen, zu dir.
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Beitragvon steppenwolf » 22.03.2008, 11:22

Wer die Osterbotschaft gehört hat, der kann nicht mehr mit tragischem Gesicht herumlaufen und die humorlose Existenz eines Menschen führen, der keine Hoffnung hat.
Karl Barth

In diesem Sinne: Frohe Ostern... :wink:

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Beitragvon Rosinante » 22.03.2008, 17:21

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Beitragvon 42 » 22.03.2008, 19:45

:!: Ohne Worte
MherzlG, 42
(Nein, mein Name ist nicht "NoAvatar")

HABE EHRFURCHT VOR DEM ALTEN UND MUT DAS NEUE FRISCH ZU WAGEN
BLEIB TREU DER EIGENEN NATUR UND TREU DEN MENSCHEN DIE DU LIEBST.
(Grossherzog Ernst Ludwig, Darmstadt)
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Beitragvon Rosinante » 22.03.2008, 20:19

:!: Eben.
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Beitragvon egil » 23.03.2008, 08:44

Zum Osterfest

Der Morgen rötet sich und glüht,
der ganze Himmel tönt von Lob,
in Jubel jauchzt die Erde auf,
und klagend stöhnt die Unterwelt.

Der starke, königliche Held
zerbrach des Todes schwere Bann.
Sein Fuß zertrat der Hölle Macht:
Aus harter Fron sind wir befreit.

Er, den der Stein verschlossen hielt
und den man noch im Grab bewacht,
er steigt als Sieger aus dem Grab,
fährt auf in strahlendem Triumph.

Schon werden alle Klagen stumm,
in Freude wandelt sich der Schmerz,
denn auferstanden ist der Herr;
ein lichter Engel tut es kund.

Dem Herrn sei Preis und Herrlichkeit,
der aus dem Garbe auferstand,
dem Vater und dem Geist zugleich
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.

aus der Stundengebet


Ein freudenvolles, fröhliches und lichtes Osterfest wünscht

Egil

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Christ ist erstanden von den Martern allen. Des solln wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein. Kyrieleis.
Wär er nicht erstanden, so wär die Welt vergangen; seit dass er erstanden ist, so freut sich alles was da ist. Kyrieleis.
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Beitragvon MASEL TOV » 24.03.2008, 00:07

hallo liebe gk-gemeinde,

ich komme gerade eben (01.30uhr) aus einem mitternächtlichen, evangelischen auferstehungsgottesdienst (nennt man das so?). meine liebe frau hat uns als familie dazu eingeladen.
die gemeinde in der wir waren ist die hauptgemeinde meiner kreißstadt.
einen solchen ostergottesdienst habe ich noch nie erlebt. bin tief beeindruck und durfte durch diesen GD eine ganz besondere verbindung zum ostergeschehen erleben.

ich wünsche auch euch allen ein ganz besonderes osterfest und ein inniges, eigenes aufersteungserlebnis.

liebe grüße
matthias
masel tov



hallo ihr lieben da draussen,
der obige text war leider falsch platziert.

nach dem wir diesen sehr bewegenden osterGD erlebt hatten, haben wir natürlich promt den "eigenen" nak-oster-GD verpennt. war keine absicht, ehrlich!

noch mal: ich wünsch euch allen noch eine schöne restosterzeit.

mato
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Beitragvon Kaplan » 24.03.2008, 18:36

Ich war im Osternacht-GD einer benachbarten evangelisch-luth. Gemeinde.
Beginn: 05.30 Uhr, Kirche dunkel, Osterkerze wird entzündet, Chor singt "Alta trinita beata", Pastor, Kantor und Chor gehen hinter der Osterkerze in das Kirchenschiff und nehmen im Altarraum Platz. 2 kleine Kinder entzünden ihre Kerzen an der Osterkerze und tragen das Licht in die Gemeinde. (Jeder GD-Teilnehmer hatte am Eingang eine Kerze erhalten). Im Laufe es etwa 1,5 stündigen GD werden vom Chor und Solisten verschiedene gregorianische Gesänge angestimmt, Abendmahlsfeier mit Wein. Beim Verlassen der Kirche ist die Sonne aufgegangen, der Chor hat als erstes die Kirche verlassen und sich in einer Reihe aufgestellt, um allen Teilnehmern "frohe Ostern" zu wünschen. Der Pastor steht an der Kirchentür und drückt jedem ein kleines Schoko-Osterei in die Hand.
Der anschließende Besuch des NAK-Ostergottesdienstes veranlasst mich zu folgendem Fazit:
Eine gute Mischung aus Bestandteilen beider GD wäre für mich das Optimum gewesen. Da ich in beiden GD war, hatte ich einen schönen Ostersonntag.

Liebe Grüße vom
KAPLAN :wink:
Menschenfreund, nach deinem Bilde ...
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Beitragvon Cemper » 24.03.2008, 20:20

Ich bin Karfreitag nachmittags zu meiner Mutter und meiner Verwandtschaft gefahren. Der traditionelle Osterbesuch. Von Samstag auf Sonntag habe ich bei einer Verwandten übernachtet. Sie wohnt 200 Meter neben einer neuap. Kirche. Dort war ich zum Ostergottesdienst.

Ich betrete das Kirchengebäude. In dem Moment fällt mir ein, dass ich hier nicht im Mantel „in die Kirche“ kann (was in kath. und ev. Kirchen selbstverständlich möglich ist). Also gehe ich einigen Leuten nach und komme so zur Garderobe. Dann gehe ich zum Eingang des Kirchenraumes und sehe links und rechts mehrere Herren in schwarzen Anzügen. Plötzlich hält mich jemand von hinten am Ärmel meiner Anzugjacke fest: „Haben Sie ein Gesangbuch?“ Mir wird klar: Aha, hier bist du registriert, bevor du Luft geholt hast. Ich sage „ja“. Aber ich habe keins. Diese Unwahrheit war mir ohne Absicht „rausgerutscht“. Dann gehe ich in den Kirchenraum und suche mit schnellem Blick einen Tisch oder ein Gestell für Gesangbücher. So etwas gibt es ja in anderen Kirchen. Es ist aber nichts da.

Im Kirchenraum empfängt mich keine Ruhe. Ein Orgelspieler - der von allen gesehen werden kann, weil er neben dem Altar sitzt - spielt mit lauter Registrierung Osterlieder und irgendwelche Kadenzen. Ich finde einen Platz in der ersten Reihe und vergesse das in neuap. Kirchen übliche persönliche Gebet. Schon wieder - so mein Eindruck - falle ich auf. Ein Chor singt mit überwiegend schönen Stimmen sehr laut und etwas unsauber ein Lied. Der Organist spielt wieder. Während seines Spiels gehen Lichter an. Alle stehen auf und singen. Jemand schließt die Fenster. Er tut es vermutlich, weil rechts neben der Kirche Ein- und Zweifamilien-Wohnhäuser stehen und der laute Gesang weithin hörbar ist - und in der christlichen Nachbarschaft wahrscheinlich zwei Drittel der Leute noch in den Betten liegen und besser nicht gestört werden ...

Fünf Männer gehen durch die singende Gemeinde. Einer tritt hinter den Altar. Vier setzten sich neben den Altar. Die fünf Männer beten still für sich und singen dann mit. Nach dem Gemeindegesang betet der Prediger. Das Gebet beginnt: „In dem Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ In dem dann folgenden frei gesprochenen Gebet sagt der Prediger schätzungsweise zwanzig Mal „lieber Vater“. Mindestens. Das Gebet hat nichts Abstraktes. Es geht vorwärts und rückwärts um alle möglichen privaten Probleme und Problemchen und um "sein Wort" und die "Stärkung des Glaubens" und die nahe Wiederkunft Christi und dass alle "dabei" sein mögen.

Dann liest der Prediger einen Predigttext vor: 1. Korinther 6 Vers 14. Danach singt der Chor. Dann predigt der Prediger 25 Minuten. Danach singt der Chor und ein anderer Mann predigt noch fünf Minuten. In beiden Predigten höre nicht einmal irgendeinen klaren Gedanken mit klarem Bezug zum Predigttext. Es war alles lieb und nett gemeint. Es war aber auch anstrengend. Anstrengend war es offenbar für die Prediger und mindestens für mich. Der Hauptprediger war richtig nervös. Ich hatte das Gefühl, dass ich seine feuchten Hände spüre.

Sehr lautes Vaterunser der Gemeinde. Sündenvergebung mit Bezug auf „den Apostel“ und Jesus. Unfeierliche - gewohnheitsmäßig wirkende - Austeilung der Hostien. Den Gottesdienstbesuchern in der ersten Reihe werden die Hostien „am Platz“ gereicht. Also bekomme ich auch eine - ich hätte bewusst „nein danke“ sagen müssen. Aber das gehört sich nicht.

Schlussgebet. Segen. Auf Wiedersehen. Erleichterung beim Prediger.

Draußen warte ich auf meine Verwandte und frage mich: Was hast du heute in der Predigt gehört? Ich wusste keine Antwort. Auf dem kurzen Heimweg sagt meine Begleiterin: Das war unser neuer Vorsteher. Der alte Vorsteher hat gut und kritisch gepredigt. Mit dem konnte man über alles reden. Jetzt - mit dem jungen Mann - ist es so, wie es vor 40 Jahren war. Ich frage: Was sind das denn für Leute in der Gemeinde? Sie: „Das ist gemischt. Ein Medizinprofessor. Eine Internistin. Eine Rechtsanwältin. Ein Informatiker. Ein Sozialarbeiter. Viele Rentner. Eine Dolmetscherin. Einige Ingenieure. Verwaltungsangestellte. Ein Lehrer. Hausfrauen. So genau weiß ich das aber nicht.“

In ihrer Wohnung habe ich dann ein Bier getrunken. Das brauchte ich.

Ostermontag war ich wieder zu Hause und wollte zu einem ev. Spätgottesdienst. Als Prediger war ein mir bekannter Theologieprofessor eingetragen. Ich bin nicht zum Gottesdienst gegangen. Ich hatte keine Lust auf Theologie. Aber gleich fahre ich noch zur Kirche und spiele mir eine Stunde mit Bach-Orgelwerken meinen Oster-Frust aus der Seele.

Und hier - im Forum - ist auch nichts los.

Allen eine gute Woche!
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