August Prolle - seine schönsten Lieder

Wem Ihr mal was nettes sagen wollt

August Prolle - seine schönsten Lieder

Beitragvon agape » 26.10.2007, 11:44

August Prolle - seine schönsten Lieder



Blanker Hans aus Blankenese


Blanker Hans aus Blankenese,
Geisteswind, an dir genese
alle falsche Exegese
der Apostel-Katechese.

Feg hinweg das ominöse,
eitel böse Amtsgekröse!
Wehe, wehe mit Getöse!
Von dem Übel uns erlöse!

Danke sehr, Apostolat!
Danke für die Heldentat!
Wer noch nicht gerochen hat,
den Dünkeldunst im Amtsornat,

dem hat der Wind aus Blankenese
zugeweht den ganzen Käse.
Welch ein albernes Gewese
um die Absolutheitsthese!

Jesus fragte nicht (zum Glück):
„Wie stehst du zu Osnabrück?“
„Hast du mich lieb?“ Das war die Frage.
Und das bleibt sie alle Tage.


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Das Lied der Blankeneser
(frei nach AGB 290)

Wo Apostel stehn, Gottes Winde wehn,
Blankenese und der Welt zum Heil.
Wo Apostel sind, freut sich jedes Kind,
gern nimmt es an Christi Leiden teil…
Ja, das Herz kann den Apostel preisen,
das da steht in seines Windes Bahn,
vom Apostel sich die Tür lässt weisen,
welche führt aus allem falschen Wahn.

Wo Apostel stehn, müssen Brüder gehn,
sogar Schwestern Amtsenthebung droht.
Wo Apostel streun, muss die Saat gedeihn,
sei’s zum Leben oder ew’gen Tod…
(Refrain s.o.)

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In Hamburg sagt man Tschüss
(frei nach Kurt Lindau)

In Hamburg sagt man Tschüss, das heißt auf Wiedersehn.
In Hamburg sagt man Tschüss, „ganz liebe Brüder“ gehn.
In Hamburg sagt man Tschüss, klingt nicht vertraut und schön,
und wer noch nie in Hamburg war, der kann das nicht verstehn!


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Für cello

Wenn in sensiblen Glaubenssachen
sich Botschafter zur Botschaft machen
und Lehrer selbst zur Lehre werden,
um als Apostolat auf Erden
der Wahrheit reine Gnadengaben
vermeintlich exklusiv zu haben,

wenn nur in ihren Segenshänden
die Fähigkeit, den Geist zu spenden,
wenn nur durch ihres Amtes Prangen
der Schuld Vergebung zu erlangen,
wenn sie gar kühn sich unterwinden,
den Glauben an ihr Amt zu binden -
dann habe ich ein Störempfinden.

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Beitragvon tosamasi » 26.10.2007, 13:13

Eine Super-Idee. Danke, weitermachen. :oops:
Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden
(Hermann Hesse)
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Beitragvon werwolf » 26.10.2007, 13:35

:D :D :D :!:
Wir sind immer auf der Suche
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Beitragvon Zwischenruf » 26.10.2007, 14:23

Und noch'n Gedicht von Prolle:

Wer Ohren hat...

Wer Ohren hat, hört in denselben
- dumpf grollend in den Lauschgewölben -
noch immer jener Stimme Schall,
die einst mit lautem Donnerhall
verkündete der „Botschaft“ Lehr’:
„Nach mir, nach mir kommt keiner mehr.“

Wer Ohren hat, hört heute sagen
(nicht mehr so laut und nur auf Fragen):
Das Thema sei kein Dogma mehr.
Doch freue niemand sich zu sehr:
Der Botschaft „göttlicher Charakter“
sei noch vorhanden, nur abstrakter.

Wer Ohren hat und was dazwischen,
versteht, die Botschaften zu mischen:
Wenn Bischoff sagt, er sei der Letzte,
den Gott als Stammapostel setzte,
und Leber sagt, er glaube das,
dann fragt, wer Ohren hat: Ach was?!

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Auch und gerade in dem , was uns aufgrund unserer tiefsten Glaubensüberzeugung voneinander unterscheidet, müssen wir uns gegenseitig respektieren und lieben. (Papst Benedikt XVI.)
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Beitragvon egil » 26.10.2007, 17:13

Ist August Prolle denn verschieden, oder warum diese Werkschau?
Christ ist erstanden von den Martern allen. Des solln wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein. Kyrieleis.
Wär er nicht erstanden, so wär die Welt vergangen; seit dass er erstanden ist, so freut sich alles was da ist. Kyrieleis.
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Beitragvon tosamasi » 26.10.2007, 17:15

egil hat geschrieben:Ist August Prolle denn verschieden, oder warum diese Werkschau?




Die verschiedenen Werke werden Koch-verzeichnet :wink:
Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden
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Beitragvon Zwischenruf » 30.01.2008, 15:44

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Kinderopfer

Denen, die zum Wertemehren
Mehrwert lehrend Leere lehren,
Kindleins Scherflein frech begehren,
lasst uns Leere kess bescheren,
wenn sie ihre Kästen leeren!

Wehret denen, deren Lehren
Christi Opfertat entehren!
Lasst uns opfernd sie bekehren
und - als Opfer für die Schuld -
opfern froh den Opferkult!

Von der Wiege bis zur Bahre –
dieses Opfer ist das wahre!

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Beitragvon Geir » 30.01.2008, 16:41

Lukas 24, 5 :wink:

GG
Gruß Geir
weiss der Geir
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