Adventsgrüße 2006

Wem Ihr mal was nettes sagen wollt

Beitragvon Cemper » 01.12.2008, 00:10

Sie glauben?
Ob ich gläubig bin? Das weiß nur Gott allein.
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Beitragvon godzilla » 01.12.2008, 00:10

An Sie,lieber Cemper. :P
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Beitragvon godzilla » 01.12.2008, 00:12

Randnotiz hat geschrieben:Godzilla ist leicht wie eine Feder.
Genauer: Wie eine LKW-Blattfeder. :wink:

(Wieder eine Prophetie)


Noch so´n Ding umnd ich walz Dich platt! 8)
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Beitragvon Cemper » 01.12.2008, 00:16

Godzilla - ich habe es hier schon mal erzählt. Bayern. Wieskirche. Da wollte ich hin. Vor der Kirche steht - in einiger Entfernung - ein größeres Holzhaus. Dort ist ein Geschäft für religiösen Kitsch. An der Außenwand hing ein ins Holz geschnitzter Spruch: "Jeder muss an etwas glauben. Ich glaub', ich trink noch einen." - Und Sie glauben an mich. Lassen Sie das. Glauben Sie lieber an sich. Das meine ich wirklich. Aber denken Sie auch an sich.
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Beitragvon godzilla » 01.12.2008, 06:58

Lieber Cemper,
das haben Sie aber zu wörtlich genommen.Ich bin nicht darauf angelegt,an Sie,oder an den Weihnachtsmann zu glauben.Ich glaube außer meinem Mann nur ganz wenigen Menschen,und fahre gut damit.
Trotzdem Danke für Ihre Fürsorge,und:Ja,ich hab gelernt,an mich selbst zu glauben und auf mich aufzupassen.. :wink:
Übrigens:Geschäfte mit religiösem Kitsch ekeln mich wahnsinnig an. :wink:
Vielleicht bin ich ein zu nüchterner Mensch,ist aber auch gut so.
Einen schönen Tag wünscht Ihnen Godzilla!
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Beitragvon Cemper » 01.12.2008, 09:35

godzilla -

es ist gut, dass Sie nicht an den Weihnachtsmann glauben. Ich tue es auch nicht. Ich glaube an Gott ... und manchmal auch an die Kollegin des Weihnachtsmannes. HIER IST SIE.

Ihnen wünsche ich eine gute Woche. Seien Sie nicht so misstrauisch; glauben und vertrauen Sie auch anderen - dann wird nicht alles gut, aber manches besser. Aber kein Leichtsinn. In Gottes Welt lauern überall Gefahren. Selbst hinter dem Weihnachtsbaum könnte ... zum Beispiel ... unser Freund Randnotiz stehen.

Ihr HC
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Beitragvon Jesse » 01.12.2008, 10:25

Cemper hat geschrieben:godzilla -

es ist gut, dass Sie nicht an den Weihnachtsmann glauben. Ich tue es auch nicht. Ich glaube an Gott ... und manchmal auch an die Kollegin des Weihnachtsmannes. HIER IST SIE.

Ihnen wünsche ich eine gute Woche. Seien Sie nicht so misstrauisch; glauben und vertrauen Sie auch anderen - dann wird nicht alles gut, aber manches besser. Aber kein Leichtsinn. In Gottes Welt lauern überall Gefahren. Selbst hinter dem Weihnachtsbaum könnte ... zum Beispiel ... unser Freund Randnotiz stehen.

Ihr HC



Huch!
RZ ist gefährlich?
Davon habe ich bisher zwar noch nichts bemerkt. Aber gut, wenn Sie meinen.
Jesse
 

Beitragvon heinrich » 01.12.2008, 10:40

Selbst hinter dem Weihnachtsbaum könnte ... zum Beispiel ... unser Freund Randnotiz stehen.


****leise-sing***

Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm,
Es hat von lauter Purpur ein Mäntlein um.
Sagt, wer mag das Männlein sein,
Das da steht im Wald allein
Mit dem purpurroten Mäntelein……..

****leise-sing*** :) :)
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Beitragvon godzilla » 01.12.2008, 12:34

:lol: :lol: :lol:
Was für ein Szenario haben Sie mir jetzt aufgezeigt,lieber Cemper..?
Nun kann ich nicht mal friedevoll am Heiligabend vor dem Tannenbaum sitzen,weil ich befürchten muß,daß Randnotizéns Goldzahn hinterm Baum hervor blinkt..? :lol:
Ach was,das seh ich nicht so eng..Ich werde ihm ein Schnäps´chen geben,oder zwei,oder drei..Und dann werd ich ihn oben als Weihnachtsbaumspitze fest tackern.. :lol:
Woher haben Sie eigentlich mein Foto im Weihnachtsfrau-Outfit..? :lol:
Auch Ihnen eine schöne und eisfreie Woche,
LGG
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Beitragvon Jesse » 01.12.2008, 13:08

Nun kann ich nicht mal friedevoll am Heiligabend vor dem Tannenbaum sitzen,weil ich befürchten muß,daß Randnotizéns Goldzahn hinterm Baum hervor blinkt..? Lachen


Aber godzilla, so graut Dir vor ihm?
:shock:
Jesse
 

Beitragvon tosamasi » 01.12.2008, 13:27

Dabei ist eine Randnotiz nur am Rande bemerkenswert. :wink:
Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden
(Hermann Hesse)
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Beitragvon orig.gabi » 06.12.2008, 19:33

Der eingesparte Weihnachtsmann

Der Weihnachtsmann ist übel dran,
er muss jetzt alles tragen
Hat keinen Schlitten, kein Gespann.
Hat nicht mal einen Wagen.

Sein Antrag wurde abgelehnt,
die Gelder sind gestrichen
Das ist nun mal der große Trend.
Man kennt das ja inzwischen.

Mit Auto oder Bahn zu fahr´n
ist Luxus heutzutage.
Man will an allen Stellen spar´n
und streicht trotz mancher Klage.

Der Weihnachtsmann fragt: "Liebe Leut
ja, wollt ihr mich verkohlen?
Soll´n sich die Kinder weit und breit
die Sachen selber holen?"

Da tönt´s: "Wir sparen ganz gerecht
bis alle Schuld beglichen."
Und wenn du aufmuckst, alter Knecht
dann wirst du auch gestrichen.

Verfasser unbek.
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe ist,
der bleibt in Gott und Gott in ihm.
1.Johannes, 4,16
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Beitragvon tosamasi » 06.12.2008, 21:36

Der Stern der Mitte

Paula Dehmel

Ein weiser Mann aus dem Morgenland hatte nach Jahren mühseliger Arbeit aus den Gesteinen der Erde einen Stern zusammengesetzt, in dem die feinsten Kräfte des Lebens gebannt waren. Was dem Weisen Schönes und Wertvolles begegnet war, hatte er in Kristallen verwandelt und dem Sterne eingefügt.
Als der Wunderstern vollendet war, ließ er auf der Landstraße, die von Mekka nach Medina führt, eine prächtige Schau- und Kaufhalle errichten. Hoch oben in der Kuppel befestigte er seinen Stern. Um ihn her liefen goldene Lettern, die in einer fremden Sprache folgenden Spruch trugen:

Weib oder Mann,
sieh mich gläubig an,
dann leuchtet tief,
was verborgen schlief,
dann wird zum Kern der Dinge Gestalt,
dann wird zur Ohnmacht fremde Gewalt,
dann wird zum Helden das Kind, der Tor,
dann klimmt ein Mensch zu Gott empor!

Tausende von Wanderer kamen täglich durch die Wunderhalle und bestaunten die Pracht und die Schätze, die der weise Mann darin aufgehäuft hatte. Sie betasteten das künstliche Gitterwerk vor den Schaukästen, die farbenprächtigen Teppiche an den Wänden, die herrlichen Sammlungen der Waffen und edlen Gesteine in den Nischen - jedoch den Stern hoch oben in der Deckenwölbung sah niemand gläubig an. Wohl streifte ab und zu ein halber blick den hellen Fleck, aber man hielt ihn für wertloses Glas, und niemandes Auge blieb an ihm haften. Immer kehrten die Blicke in die prächtige Halle unten zurück. Da hingen auch zwei große Bilder an den Wänden. Vor diesen Bildern stand die Menge immer dichtgedrängt mit Staunen und Geflüster.
Das eine Bild stellte den Tod dar, wie er an einer langen Kette vorbeimarschierte und mit der Sense einem Soldaten nach dem andern den Kopf abschlägt. Die Soldaten aber - und das war grausig anzusehen - standen alle stramm wie auf dem Kasernenhof, und die ihren Kopf noch hatten, machten die Augen zu. Vorn, auf dem Feuer einer platzenden Granate, saß grinsend der Teufel und schwenkte sein rotes Fähnchen.
Das Bild auf der andern Seite war ein Gastmahl in einer offenen Veranda. Eine Menge schöngeputzter Herren und Damen saßen da zu Tische. Erlesene Speisen und edle Weine standen vor ihnen. Sie aßen und lachten mit einander und warfen Knochen und Brotstücke über die Brüstung. Draußen standen viele arme Leute und fingen die Broken auf; einige mit Hass in den Augen, andere mit tiefer Verbeugung. Daneben standen etliche, die sahen traurig oder ingrimmig zu, und einer ballte die Faust nach dem Tisch mit den Speisen.
Diese beiden Bilder zogen die Menschen immer wieder machtvoll an, aber der Weise aus dem Morgenland sah kopfschüttelnd zu; die Halle war schon seit Jahren fertig, und noch kein Pilger hatte den Stern der Decke gläubig angesehen.
Da kam eines Tages ein Findelkind der Armut in das Gewölbe. Heimatlos und elternlos war der Knabe ausgezogen, aber Augen waren voll Sonne und sein Herz voll Güte. Er sang in den blauen Himmel hinein, und sein trocknes Brot mundete ihm wie köstliches Manna. Ehrfurchtsvoll trat er in das hohe Tor, ließ seine staunenden Blicke langsam durch das Gewölbe gleiten und sah entzückt auf zur Kuppel. Da war ihm, als ob das ganze Bauwerk fern oben in der Mitte zusammenfloss, und als ob sich goldne Ströme in langen Bahnen aus dem leuchtenden Sterne in die Halle zurückergössen. Immer wieder sah er hinab - hinauf - seine Augen wurden weit vor staunender Erkenntnis, und wie zum Gebet schlossen sich seine Hände.
Da erfüllte sich das Wunder, das den Sterne innewohnte: Er fing an sich zu drehen und dem Knaben sein verborgenes Farbenspiel zu zeigen. Weich und glühend dehnten sich seine bunten Kreise durch das Gewölbe; und was sie berührten, wurde von eigenem Leben erfüllt oder kristallen durchsichtig und offenbarte dem Beschauer sein innerstes Wirken. Da faltete der einsame Knabe gläubig die Hände und betete: "Gelobt sei Allah!"
Wie ein Träumender ging er zuerst durch das Gewimmel der anderen Pilger; sie wichen scheu vor ihm, er aber merkte es nicht.
Bald jedoch erfüllte sich die Verheißung des Weisen an ihm; es war, als ob ein geheimes Licht in Menschen und Dinge hineinleuchtete. So sah er vieles, was den andern verborgen war, und was er selbst nie vorher gesehen hatte. Auch die Bilder in der Halle sah er mit neuen Augen. Auf dem Bilde mit den geköpften Soldaten erblickte er hinter allen Greueln den Friedensengel; und auf dem Bilde der Reichen und Armen sah er den Geist der Gerechtigkeit, der eben das Schwert aus der Scheide zog. Fern aber zwischen beiden Bildern, tat sich ihm die Wand auf, und er sah ein neues Land in der Dämmerung liegen, wo stolze, gesunde Menschen ihrem Tagewerk und ihrer Muße nachgingen.
Und er sah das Lebendige und das Tote, und erkannte, dass ein Weizenkorn mehr sei als ein Goldkorn.
Und sah den Krieg und die Bitternis, und wusste, dass der Frieden ihr letztes Kind sein würde.
Und er sah, dass der Tod nur ruhendes Leben und das Endliche nur ein Widerspiel des Unendlichen ist.
Und er wuchs und tat seinen Mund auf und sagte den Pilgern, was er sah. Und es ging ein Leuchten von ihm aus, so dass sie ihm glaubten und ihm anhingen.
Er hatte den Stern in der Mitte gläubig angesehen.

Paula Dehmel, 1862 - 1918
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Beitragvon maranatha » 07.12.2008, 07:31

Lied im Advent


Immer ein Lichtlein mehr
im Kranz, den wir gewunden,
dass er leuchte uns so sehr
durch die dunklen Stunden.

Zwei und drei und dann vier!
Rund um den Kranz welch ein Schimmer,
und so leuchten auch wir,
und so leuchtet das Zimmer.

Und so leuchtet die Welt
langsam der Weihnacht entgegen.
Und der in den Händen sie hält,
weiß um den Segen!


von Matthias Claudius

Bild
Gott des Aufbruchs, sei mit mir unterwegs zu mir selbst, zu den Menschen, zu dir.
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