Ein Jahr Stammapostel Leber

Wem Ihr mal was nettes sagen wollt

Re: Ein Jahr Stammapostel Leber

Beitragvon Randnotiz » 19.05.2009, 09:23

Uli hat geschrieben:
Randnotiz hat geschrieben:Ich bin dann mal auf den ersten Fall gespannt, bei dem diese Methode klappt.

Wenn überhaupt nichts mehr klappt, dann ist die Existenzberechtigung eines Systems infrage gestellt, das weder durch interne Bemühungen, noch durch Öffentlichkeit zum Positiven hin verändert werden kann! Es ist jedenfalls richtig, Öffentlichkeit herzustellen, wenn hinter verschlossenen Türen nichts mehr geht...



Genau so lief es ja auch mit der DDR.
Nur wer die Fakten kennt, kann sie verdrehen.

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Re: Ein Jahr Stammapostel Leber

Beitragvon Uli » 19.05.2009, 09:31

Randnotiz hat geschrieben:
Uli hat geschrieben:
Randnotiz hat geschrieben:Ich bin dann mal auf den ersten Fall gespannt, bei dem diese Methode klappt.

Wenn überhaupt nichts mehr klappt, dann ist die Existenzberechtigung eines Systems infrage gestellt, das weder durch interne Bemühungen, noch durch Öffentlichkeit zum Positiven hin verändert werden kann! Es ist jedenfalls richtig, Öffentlichkeit herzustellen, wenn hinter verschlossenen Türen nichts mehr geht...


Genau so lief es ja auch mit der DDR.

Das ist nicht ganz richtig. Vielmehr war das westliche System nicht willens, die Bürger der DDR selbst Reformen durchführen zu lassen. Die DDR wurde quasi okkupiert und den Bürgern dort jede Chance geraubt, ein anderes System aufzubauen. Heute geht es den Menschen in den meisten Teilen der ehemaligen DDR noch viel schlechter, als vor der Wende (siehe die neuesten Analysen zur Armut in Deutschland). Immerhin, zwanzig Jahre Kapitalismus konnten die "blühenden Landschaften" nicht verwirklichen, im Gegenteil! Wer ein gescheitertes System mit einem System ersetzt, das selbst im Scheitern begriffen ist, gewinnt letztlich nichts...
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Re: Ein Jahr Stammapostel Leber

Beitragvon Randnotiz » 19.05.2009, 09:39

Wie konnte die DDR denn okkupiert werden, wo doch der antifaschistische Schutzwall stand...?
Hm.
Nur wer die Fakten kennt, kann sie verdrehen.

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Re: Ein Jahr Stammapostel Leber

Beitragvon Uli » 19.05.2009, 09:57

Randnotiz hat geschrieben:Wie konnte die DDR denn okkupiert werden, wo doch der antifaschistische Schutzwall stand...?
Hm.

Es gab besonnene Männer an der Spitze der DDR, die die Bürgerproteste nicht in ein Blutbad haben ausarten lassen. Die Mauer wurde eingerissen - das ist alles längst Geschichte. Was danach gekommen ist, hat nur wenigen Bürgern der ehemaligen DDR mehr Wohlstand und Freiheit gebracht. Der größte Teil der Menschen in den so genannten neuen Bundesländern leidet heute mehr an Not und Mangel, als das je zu Zeiten des "antifaschistischen Schutzwalls" der Fall war. Die Menschen in der ehemaligen DDR sind weder über das kapitalistische System aufgeklärt, noch sind sie um ihre Meinung befragt worden. Der Osten wurde dem westlichen System einverleibt, ausgebeutet - inklusive der durch Horst Köhler straffrei erklärten Missbräuche staatlicher Hilfen ...und dann im Stich gelassen! Die Menschen dort sind belogen und betrogen worden, wie das alle vier Jahre ohnehin im Rahmen der Wahlkämpfe auch hier im Westen Gang und Gäbe ist, mit fatalen Folgen...

P.S.: Randnotizen, die die Diskussion vom Thema wegführen, sollten in die dafür vorgesehenen Diskussionfäden eingestellt werden - Danke!
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Re: Ein Jahr Stammapostel Leber

Beitragvon Holytux » 19.05.2009, 12:12

Uli, bezüglich Deines letzten Beitrages:

mit Verlaub, so viel Blödsinn auf so wenigen Zeilen ist mir noch nicht untergekommen. Nicht nur dass Du im Stile eines Propagandasenders permanent die gleichen Halbwahrheiten verbreitest.

Es gab besonnene Männer an der Spitze der DDR, die die Bürgerproteste nicht in ein Blutbad haben ausarten lassen.


Ich nehme es Dir nicht übel, denn schließlich warst Du nicht dabei, oder? Ich empfehle dir, jenseits politscher Kampfblätter und einschlägiger Verlage einfach mal Zeitzeugen zu befragen.
Es waren nicht "besonnene Männer" an der Spitze, sondern es war die von der ersten Minute der Ereignisse an fehlende gewaltbereite Basis! Die bewaffneten Organe des Staates waren von sich aus nicht bereit, Gewalt gegen das eigene Volk auszuüben! Das gab es nämlich vorher lange genug!
Die "besonnenen" Männer haben sich schnell als jämmerliche Opportunisten entlarvt, die verzweifelt Machtanteile in die neue Zeit retten wollten.
Aber auch die Linke pflegt natürlich bis heute ihre Mythen, und tätschelt ihre armseligen Götter. Auch wenn Sie am Ende vielleicht nur noch als Fussnoten der Geschichte dastehen, verwendbar als linke Heiligenbildchen oder zigarrenrauchendes Avatar.

Der größte Teil der Menschen in den so genannten neuen Bundesländern leidet heute mehr an Not und Mangel, als das je zu Zeiten des "antifaschistischen Schutzwalls" der Fall war.


Du musst es ja wissen! Träum weiter...

Die Menschen in der ehemaligen DDR sind weder über das kapitalistische System aufgeklärt, noch sind sie um ihre Meinung befragt worden. Der Osten wurde dem westlichen System einverleibt, ausgebeutet - inklusive der durch Horst Köhler straffrei erklärten Missbräuche staatlicher Hilfen ...und dann im Stich gelassen! Die Menschen dort sind belogen und betrogen worden, wie das alle vier Jahre ohnehin im Rahmen der Wahlkämpfe auch hier im Westen Gang und Gäbe ist, mit fatalen Folgen...


Natürlich! Die linke Märchenstunde erreicht ihren Höhepunkt. Uli, ich wurde in der Schule und Berufsschule + NVA Dienst fast 15 Jahre lang intensivst über das kapitalistische System aufgeklärt. Dasselbe gilt für meine Millionen ostdeutscher Schwestern und Brüder.
Ich wusste von Anfang an, was mich erwartet. Ich war übrigens gegen den schnellen Beitritt und hätte mir eine neue Verfassungsgebung gewünscht. Heute sehe ich das im Rückblick anders. Die Chance war einzigartig und die politische Entwicklung im Weltmaßstab nicht absehbar. Du magst das in Deiner Welt anders sehen. Ich bin weder belogen noch betrogen worden, außer jahrzehntelang von einem linken Klerus, der Wasser predigte und Wein soff.

Das kapitalistische System wird langfristig so nicht überleben, davon, Uli bin auch ich überzeugt. Ob das künftige Heil der Menschheit allerdings von "links" kommen wird, wage ich zu bezweifeln.
Da mag aber jeder seinen Glauben haben.

:wink:
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Re: Ein Jahr Stammapostel Leber

Beitragvon Uli » 19.05.2009, 12:30

Holy -

die Geschichte lehrt uns immer wieder, dass gewaltloser Protest keine Gewähr dafür ist, dass eine gewaltsame Niederschlagung ausbleiben wird. Und egal, ob Du heute anders darüber denkst, nach der Wende wurdest Du nicht gefragt, ob Du eine neue Verfassungsgebung wünschst - basta! Das versprochene Paradies blieb aus, auch das ist eine Tatsache...
Uli
 

Re: Ein Jahr Stammapostel Leber

Beitragvon reh » 19.05.2009, 12:47

gibt es denn ein system, das unkritisiert oder überhaupt überleben kann?

nicht einmal das paradies hat überlebt!
Gruß vom Reh

Bittet Gott mit Danken
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Re: Ein Jahr Stammapostel Leber

Beitragvon Geir » 19.05.2009, 12:48

Uli hat geschrieben: Das versprochene Paradies blieb aus, auch das ist eine Tatsache...

Sozialhilfe statt Arbeitslager ist doch auch nicht so schlecht. :wink:

Aber - was hat das alles mit "Ein Jahr Stammapostel Leber" zu tun?
weiss der Geir
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Re: Ein Jahr Stammapostel Leber

Beitragvon Uli » 19.05.2009, 12:49

Geir hat geschrieben:
Uli hat geschrieben: Das versprochene Paradies blieb aus, auch das ist eine Tatsache...

Sozialhilfe statt Arbeitslager ist doch auch nicht so schlecht. :wink:

Aber - was hat das alles mit "Ein Jahr Stammapostel Leber" zu tun?

Eben das ...das Paradies blieb aus! :wink:
Uli
 

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