Hallo Zusammen!

Wem Ihr mal was nettes sagen wollt

Hallo Zusammen!

Beitragvon kreiner » 19.12.2019, 09:50

Ich habe leider vor zwei Jahren eine tiefe Lebenskrise erfahren und bin seither nicht mehr die Gleiche. Ich habe mich schon einmal getäuscht und bin leider an eine Gemeinschaft von freikirchlichen Christen geraten. Vielleicht hat der ein oder andere davon schon mal gehört: GIVICI . Das war leider eine Enttäuschung und ich habe lange gebraucht um zu erkennen, dass die Gemeinde tatsächlich eher an meinem Geld interessiert ist und dann wohl eher als Sekte zu sehen ist. Dort wurde ich vor allem bekehr und sollte natürlich Geld dafür zahlen.
Dabei fing alles seriös an in meinen Augen. Ich wurde durch eine hochwertige Werbung auf die Gruppe aufmerksam. Ich sah ein Werbebanner in der Stadt und dachte, wer sich so offen präsentiert, kann keine Sekte sein.
Die Gruppe ist ja auch viel im Netz unterwegs und spricht "offen".

Jetzt bin ich zum Glück wieder bei Sinnen, aber trotzdem traurig.
Das einzige, was mir geblieben ist, ist mein Glaube.
Da ich prinzipiell auf der Suche nach einer Hauskirche bin, versuche ich jetzt viel darauf zu achten wer in Frage kommt.
Ich freue mich daher hier viel zu lesen um wieder zu lernen wie eine einfache Gemeinde wirklich ist!

Viele Grüße,

Christian
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Re: Hallo Zusammen!

Beitragvon teresa » 19.12.2019, 17:49

Hallo Kreiner, willkommen im Forum.
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Re: Hallo Zusammen!

Beitragvon kreiner » 20.12.2019, 09:45

Danke Teresa!
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Re: Hallo Zusammen!

Beitragvon orig.gabi » 31.12.2019, 18:07

Guten Abend kreiner!

Zufällig las ich vorhin deinen Eintrag. Leider ist in diesem Forum seit langem nichts mehr los, daher bin ich überrascht, dass sich hier überhaupt noch jemand neu anmeldet. :wink:

Verstehen kann ich es schon, weil Du, wie sich deiner Schilderung entnehmen lässt, auf der Suche bist. Du schreibst, Du wurdest bitter enttäuscht. Du suchtest Zugehörigkeit
und Geborgenheit in einer christlichen Gemeinschaft und fandst nur Heuchelei und die Erwartung, Du könntest der Gemeinde irgendeinen Nutzen bringen.
Wie oft verborgen unter dem Deckmäntelchen eines als Wahrheit verkauften Glaubens. Nach einigen Erfahrungen mit christlichen Gemeinschaften ist das eher die Regel als
Ausnahme.
Bei den einen sollst Du Geld einbringen, bei den anderen einseitig ehrenamtliche Tätigkeiten ausführen, bei noch anderen missionieren gehen. Die armen ZJ müssen sogar aus
ihren, wie ich annehme häufig bescheidenen Mitteln, die zu verteilenden Wachtürme selber bezahlen. Und stehen dafür stundenlang -wie heute wieder - bei Wind und Wetter
stundenlang in zugigen Ecken und müssen sich manchmal von den Vorübergehenden auch noch blöd anmachen lassen.
(Ich frage mich immer, wieso machen die ZJ das? Die Wachturmgesellschaft ist reich, sehr reich und was wollen ihre Oberen, die ja angeblich stündlich den Herrn erwarten,
eigentlich mit einem derart großen gehortetem Vermögen? Warum sehen die einfachen Mitglieder nicht, dass ihr Klerus Wasser predigt und selber Wein säuft?)
Manchmal wird das, also Spenden, Mission, Ehrenamt usw. alles gleichzeitig erwartet. Manchmal nur Teile.

Ich sehe heute nicht einmal die beiden großen christlichen Kirchen da als Ausnahme.
Denen ist die Kirchensteuer wichtig und die Anzahl der Mitglieder auf dem Papier. Je mehr, je einflussreicher fühlt man sich. Die Seelsorge für und in der Gemeinde hat
sich vielerorts darüber klammheimlich davongestohlen.
Man politisiert lieber, gibt sich hochmoralisch wenn es um die Erwartungen an andere, an die Bürger, die Gesellschaft geht, verweigert allerdings fast immer die Verantwortung
wenn es um die Fehlbarkeit aus den Reihen, der eigenen Amtsträger betrifft. Bedauert und offen erwähnt werden z.B. die zahlreichen Fälle von Missbrauch meist erst nach deren
Verjährung. Und man hält mit eisernem Daumen die eigenen Geldschatullen zu, statt das unterm Strich das reichlich vorhandene Geld für die ständig von Dritten geforderten humanitären
Hilfen wenigsten teilweise großzügig zur Verfügung zu stellen. Welch ein Zufall.

Vielleicht schreckt dich das nicht und Du wirst weiter suchen. Dazu wünsche ich viel Glück und Erfolg. Möge Gott dich in die richtige Richtung leiten, dass das geht, daran glaube
ich fest. Keiner kirchlichen Institution im Kleinen oder Großen anzuhängen bedeutet nicht, sich von Gott los zu sagen. Er sieht und nimmt dich so wie Du bist, wendet sich dir zu
und braucht dafür kein selbsternanntes Sprachrohr in menschlicher Gestalt. Sei einfach offen und vor allem ohne Angst, so weit es geht.
Nichts trennt so sehr von Gott wie die ständige Angst vor Gott und ewige Selbstzweifel, denn das bedeutet ein dauerhaftes, zwanghaft eingeengtes Kreisen um sich selber.
Man sieht nichts anderes mehr und wird blind für das Wesentliche. Für Möglichkeiten. Für das Gute, das aus völlig unerwarteten Ecken kommen kann.

Ich wünsche Dir jedenfalls für das neue Jahr eine neue Freude am Leben, gespeist aus Gottes reichem Segen. Der fällt dir zu, wenn Du es zulässt. Unerwartet kommt oft.
Und das Schönste, Du musst ihn, den Segen, nicht mühsam verdienen. Hör nicht auf die, die dir anderes eintrichtern wollen.

In diesem Sinne, liebe Grüße
G.
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe ist,
der bleibt in Gott und Gott in ihm.
1.Johannes, 4,16
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