Blutmond

Selbstgedichtet und verfasst oder entdeckt

Re: Blutmond

Beitragvon Tatyana † » 12.03.2012, 20:26

orig.gabi hat geschrieben:
Klaus Binding hat geschrieben:
"Im echten Menschen muss schon innerhalb des vergänglichen Lebens ein möglichst vollkommener Christus leben", Angelus Silesius
Was ist Glaube anderes wenn nicht DAS ?

l.G. Klaus



Das kann Glaube gar nicht sein, weil es für fast jeden Menschen ein Ding des Unmöglichen ist, innerhalb des
vergänglichen Lebens ein annähernd so vollkommener Mensch wie Christus zu werden.

Ich fürchtete mich auch vor jedem, der von sich überzeugt wäre, diesen Anspruch erfüllen zu können.
Genauso vor jenen, denen von anderen eine solche Vollkommenheit zugesprochen würde.
Die Geschichte hat gezeigt, wie blind, grausam und unbarmherzig sich ausgerechnet eine selbstverblendete und
selbstverliebte angebliche "Vollkommenheit" gebärden kann.

Christus folgen heißt für mich, sich immer wieder an seinem Vorbild zu orientieren zu versuchen, zu bitten, das Gute zu erkennen, zu versuchen danach zu handeln, immer in dem Wissen, vor Gott ein schwacher, fehlbarer, der Gnade und Erlösung bedürftiger Mensch zu sein.

Manchmal fällt es mir schwer, an diesen stummen, oft so fern erscheinenden Gott zu glauben.
Aber ich habe die große Hoffnung, eigentlich die Zuversicht, er glaubt immer an mich ...

Amen.
''If you have never been called a defiant, incorrigible, impossible woman… have faith… there is yet time." (C.P. Estes)
Benutzeravatar
Tatyana †
 
Beiträge: 5025
Registriert: 10.10.2006, 07:37

Re: Blutmond

Beitragvon Bert » 12.03.2012, 21:28

orig.gabi

siehe mal hier: :shock:

Joh. 14 Vers 12:

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und er wird noch größere als diese tun;
-------------------------------
Qui tacet, consentire videtur. - Wer schweigt, der scheint zuzustimmen.
Benutzeravatar
Bert
 
Beiträge: 7951
Registriert: 01.03.2003, 11:12

Re: Blutmond

Beitragvon Peter B aus E » 12.03.2012, 21:33

... nun ja,

ich würde mich streiten.
Darüber -ob das was Klaus als Intuition angibt,die Offenbarung des Johannes mit nüchternem Verstand vom Durchschnittsverbraucher überhaupt zu
verarbeiten ist.

Auch das alte Testament zeichnet eher einen blutrünstigen Gott.

- Welcher Christ kann sich denn wirklich mit einem Gott identifizieren, der sein Volk auffordert ein anderes zu überfallen und dann alles was lebt in der Stadt -
vom Säugling bis zum Greisen, Frauen -selbst Tiere zu meucheln??-
8) Wir können es 8)
- Welcher Christ kann immer wiederholen, Gott ist die Liebe- und meint einen Gott -
welcher einen Würgeengel besitzt ??
8) Wir haben damit keine Probleme 8)

Gehörten wir ja schließlich mal zum Sonnenweib,deren exclusive NAK -Elite ( das Knäblein) vor den " grausamsten Geschichten" verschont bleibt! Ich glaube,was sich daraus entwickelte,war wirklich gefährlich.
Ich halte Klausis Geschichten für völlig harmlos.
Er zeichnet sich als Träumer.

Wer mit der Bibel keine Probleme hat,dürfte doch an Klausis Geschichten keinen Anstoß nehmen.
Oder?
Mit Toleranz definiert man die Feigheit,jemand mal ordentlich die Meinung zu geigen ( Rainer Sarkasmus )
Peter B aus E
 
Beiträge: 1339
Registriert: 06.12.2008, 19:42

Re: Blutmond

Beitragvon johnnelsonjun » 12.03.2012, 21:57

Bert hat geschrieben:orig.gabi

siehe mal hier: :shock:

Joh. 14 Vers 12:

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und er wird noch größere als diese tun;



Bert,

nur nebenbei: die Stelle sagt nichts darüber aus, ob es sich bei den "größeren Werken" um die Qualität der Werke oder die Quantität der Werke handelt. Ich denke, es geht um Letzteres.

VG,
JNj. :wink:
Benutzeravatar
johnnelsonjun
 
Beiträge: 3616
Registriert: 01.11.2003, 11:12
Wohnort: Apud Romanos - Unter (kleinen) Römern

Re: Blutmond

Beitragvon Bert » 12.03.2012, 22:10

johnnelsonjun,

das kann man so und auch anders sehen, meine ich. :wink:
-------------------------------
Qui tacet, consentire videtur. - Wer schweigt, der scheint zuzustimmen.
Benutzeravatar
Bert
 
Beiträge: 7951
Registriert: 01.03.2003, 11:12

Re: Blutmond

Beitragvon johnnelsonjun » 12.03.2012, 23:14

Bert hat geschrieben:johnnelsonjun,

das kann man so und auch anders sehen, meine ich. :wink:


Bert,
Römer 14, 5b Bild
Gute N8,
JNj.
Benutzeravatar
johnnelsonjun
 
Beiträge: 3616
Registriert: 01.11.2003, 11:12
Wohnort: Apud Romanos - Unter (kleinen) Römern

Re: Blutmond

Beitragvon a cappella » 13.03.2012, 00:14

Ich unglückselger Atlas! eine Welt,
Die ganze Welt der Schmerzen, muß ich tragen,
Ich trage Unerträgliches, und brechen
Will mir das Herz im Leibe.

Du stolzes Herz! du hast es ja gewollt!
Du wolltest glücklich sein, unendlich glücklich
Oder unendlich elend, stolzes Herz,
Und jetzo bist du elend.

Heinrich Heine
a cappella
 

Re: Blutmond

Beitragvon Klaus Binding » 13.03.2012, 09:08

@ org-gabi
"Christus folgen heißt für mich, sich immer wieder an seinem Vorbild zu orientieren zu versuchen, zu bitten, das Gute zu erkennen, zu versuchen danach zu handeln, immer in dem Wissen, vor Gott ein schwacher, fehlbarer, der Gnade und Erlösung bedürftiger Mensch zu sein."

Am Vorbild orientieren ist doch der Versuch der Nachfolge, oder ? Wir müssen nicht schwach und klein bleiben, wir sind Gotteskinder, und Joh.14 zeigt den Weg. Wir sind potentiell in der Lage gleiche Werke zu vollbringen, der Qualität nach selbstverständlich! Christus nennt seine Jünger stellvertretend für die Menschen FREUNDE ! Das muss man sich mal klar machen: wir sind Freunde des höchsten Gotteswesens- wir sind gar nicht so arm dran :-) Paulus konnte auch Tote erwecken, Petrus auch, sie konnten auch heilen wie Christus- wenn das mit Werken gemeint ist. Christi Werke waren auch nicht das Entscheidene, sondern sein Erscheinen auf der Erde, sein Tod und die Auferstehung, durch die der Absturz des Menschen aufgefangen wurde.
Dienstagsgrüße, Klaus
Klaus Binding
 
Beiträge: 359
Registriert: 28.01.2012, 18:52
Wohnort: Niedersachsen- Tor zur Heide

Re: Blutmond

Beitragvon DerPropagandaminister » 13.03.2012, 13:08

Und ist nicht die Nachfolge auch immer eine Folge? Tag für Tag eine neue Folge, immer wieder neu und doch immer wieder völlig anders! Aber das sollte uns nicht stören, denn wir sind Gottes Kinder, wir dürfen Vater sagen. Ist es nicht entscheidend und doch auch wieder so einfach, dass wir dies dürfen? Hatte nicht auch Paulus einen Vater? Und ist diese direkte Verbindung von dem Vater des Paulus´ nicht ein wunderschönes Geschenk? Ja, auch wir können die Werke des Paulus-Vaters vollbringen, dem Tagwerk nachgehen, nachts schlafen, in der Familie präsent sein. Ist nicht das der wahre Kern des Christentums? Folgen wir nicht alle diesem Schuh? Nur so wird doch ein Schuh daraus! Während der Blutsturz langsam den Blutwurz aus den Augen verliert grinst der Blutmond doch wie ein Vollmondkalb! Darum lehrt uns Jesus Christus in seinem Wirken auch immer: Seid wie ihr seid Seit an Seit! Und doch immer auf dem Weg der Vollendung, der Vollendung des Vollendens. Immer dort, wo der Friede des Schuh´s uns umfängt, immer dort sind wir doch zuhause, geborgen, verwöhnt und nicht nur gelitten! Und darum nannte Christus Paulus stellvertretend für alle Paulusse auch Paulus! Ganz geradeheraus, nicht versteckt, erschrocken, verstört! Können wir nicht alle davon lernen? Sagte nicht auch Joh. 23. schon beizeiten: "Ich bin müde!" Kann das unsere Seelen und Sinne nicht auf eine geradezu metaphysische Art stimulieren und Seele und Geist koordinieren und eröffnen sich uns dadurch nicht die wahren Horizonte christlicher Nächstenliebe? So viele Gedanken sind noch unausgesprochen, noch im Begriff des Entstehens, angeleitet durch die wahrhaft wahren Gedanken von Klaus Blindlings erinnere ich darum an den sicherlich wichtigsten Punkt im Christentum: „Pharisäer ist nicht nur ein Getränk!“
Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit. (Mahatma Gandhi)
Benutzeravatar
DerPropagandaminister
 
Beiträge: 3093
Registriert: 23.02.2006, 08:45
Wohnort: Henrichenburg

Re: Blutmond

Beitragvon orig.gabi » 14.03.2012, 19:35

Noch mehr Pharisäer - und die Frage, ist die Forderung des Zehnten rechtens?

klick

klack
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe ist,
der bleibt in Gott und Gott in ihm.
1.Johannes, 4,16
Benutzeravatar
orig.gabi
 
Beiträge: 12647
Registriert: 01.07.2004, 10:12
Wohnort: Blauer Planet

Vorherige

Zurück zu Lyrik und Prosa



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast