Das alte Buch

Selbstgedichtet und verfasst oder entdeckt

Re: Das alte Buch

Beitragvon johnnelsonjun » 19.02.2012, 22:49

Cemper hat geschrieben:JNJ - ich stimme Rz. zu und möchte ergänzen, dass er - Rz. - in etwa 75 % seiner Einträge so sachlich bzw. zur Sache schreibt, wie Sie es hier getan haben. Sie sind ihm ein leuchtendes Vorbild. :mrgreen: Wenn ich mir Ihre Verlinkungen anschaue, habe ich jedoch einige Fragen. Darauf komme ich demnächst mal zu sprechen.

HC


HC,

nun ist es aber wirklich gut. Soviel Lob kann meine alte, hugenottische Pietistenseele gar nicht verkraften. Wenden wir uns also wieder den wirklich wichtigen Dingen zu. Fragen können Sie mich übrigens alles. Tun Sie sich keinen Zwang an. Reichen Sie dazu Ihren Fragenkatalog ganz einfach in dreifacher Ausfertigung (DIN A 4, Arial 12, 1,5-zeilig) bei meiner Sekretärin ein. Wenn Weihnachten, Pfingsten und Ostern auf einen Termin fallen, werde ich u. U. sogar antworten. :wink:
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Re: Das alte Buch

Beitragvon Cemper » 20.02.2012, 11:50

JNJ,

Sie werden also - und das nur "unter Umständen" - antworten, wenn Weihnachten, Pfingsten und Ostern auf einen Termin fallen.

Das kann wohl nur dann sein, wenn "etwas" eingetreten ist, was biblisch so umschrieben ist: "... es wird hinfort keine Zeit mehr sein." Erst dann kann ja Weihnachten, Pfingsten und Ostern auf einen Termin fallen. Oder? Stimmt das wirklich? Ist es nicht vielmehr so: Ein Termin setzt voraus, dass es Zeit gibt; nur dann, wenn es Zeit gibt, kann Zeit eingeteilt - terminiert - werden. Nur dann können wir einen Termin nennen. Wenn es keine Zeit mehr gibt, kann es auch keinen Termin geben, an dem Weihnachten, Pfingsten und Ostern sozusagen gleichzeitig sind. Oder ist die Wirklichkeit, in der keine Zeit mehr sein wird, die Gleichzeitigkeit - und zwar die ständige Gleichzeitigkeit - von Weihnachten, Pfingsten und Ostern? Geburt des Herrn, Ausgießung des Heiligen Geistes und Auferstehung gleichzeitig. Zwischendurch noch schnell die Kreuzigung. Also permanent und gleichzeitig Geburt, Geistausgießung, Kreuzigung und Auferstehung. Das wäre mal was. Aber wie soll das gehen? Gleichzeitigkeit ohne Zeit ist auch schwer vorstellbar.

Am Rande: Was ist eigentlich Zeit? Wissen Sie das? Haben Sie eine Vorstellung? Bewegen Sie diese Frage mal nach Marias Weise in Ihrer hugenottischen Pietistenseele. Bedenken Sie dabei, dass zwischen Wort und Zeit (also auch zwischen Ant-Wort und Zeit) schon biblisch ein Zusammenhang gesehen wird. "Im Anfang" - so lesen wir im Johannesevangelium - "war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist."

Danach sind auch Sie durch das Wort entstanden. Erzählen Sie das mal Ihren Eltern.

Einige Fragen werde ich stellen. Demnächst, wenn die Sonne scheint. Geben Sie eine Ant-Wort, solange noch Zeit ist. Die Form ist Ihnen überlassen. Es muss nicht DIN A 4, Arial 12 und 1,5-zeilig sein.
Ob ich gläubig bin? Das weiß nur Gott allein.
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Re: Das alte Buch

Beitragvon Randnotiz » 20.02.2012, 15:31

Zeit ist das, was Cemper im Überschuss hat - ganz zu schweigen von seinen Lesern. Im Übrigen wurde sie vor ca. 4000 Jahren von Gott Kronos, dem Meister der Chronologie erfunden, als er sagte "Jetzt wird's aber Zeit!" Wofür, ist leider nicht überliefert.

Zeit lässt sich der Größe nach messen in Sekunden, Minuten, Viertelstunden, halben Stunden, Dreiviertelstunden oder Halbzeiten, Nachspielzeiten, Verlängerungen, Elfmeterschießen, Stunden, Überstunden, Tagen, Wochen, Monaten, Jahreszeiten, Jahren, Jahrzehnten, Jahrhunderten, Jahrtausenden, Zeitaltern... buff. Ein Buff ist die größte Zeitmaßeinheit. Sie wird in solchen Fällen benutzt, wenn man eine Dauer angeben will, die man nicht genau kennt oder bestimmen kann, z. B. wann man endlich die Hypothek abbezahlt hat.

Zeit hat viele eher ungewöhliche Eigenschaften. Sie ist zum Beispiel in alle Richtungen des Raumes beliebig und ohne Arbeitsaufwand dehnbar. In sehr langgestreckter Form wird sie gern als Zeitschleife um Geschenke gewickelt. In seiner Relativitätstheorie beschrieb Albert Einstein die Relativität der Zeit: So ist eine Stunde, die man in einem Raumschiff verbringt, das sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegt, für die Menschen, die sich mit Schneckengeschwindigkeit auf der Erde bewegen, ungefähr ein Jahrtausend. Das führt leider immer wieder dazu, dass die auf die Erde zurückkehrenden Astronauten von keinem mehr erkannt werden und ein Leben in Isolation und Einsamkeit verbringen müssen. Die Zeit wird voraussichtlich in 1 Zentillion Jahren stoppen, weil dann tragischerweise die Reissäcke ausgehen werden.

Ein wichtiges Merkmal der Zeit ist, dass sie für die meisten Zeitgenossen zu schnell vergeht. Dieses Dilemma führt zu einer ständigen Zeitnot im Leben des modernen Menschen, das dieser durch ein effektives Zeitmanagement zu beheben versucht. Also wird das Leben in kleine und kleinste Einheiten eingeteilt, die sogenannten Termine, welche nach einer genau geregelten Vorgabe abgearbeitet werden müssen. Menschen, die ihr Zeitmanagement im Griff haben, gelangen auf diese Weise zu mehr Freizeit, die sie vorzugsweise dazu verwenden, Separatorenfleisch auf Grillgelagen zu verbrennen, auf dem Sofa vor dem Fernseher herumzuhängen oder im Keller mit der Zweitfamilie zu spielen.

Die allgemeine Zeitnot führt auch im ÖPNV immer wieder zu Verspätungen, welche das Zeitmanagement der arbeitenden Bevölkerung durcheinander bringen und hohe volkswirtschaftliche Schäden verursachen. Aus diesem Grund arbeiten amerikanische Wissenschaftler seit einigen Jahren an der individuellen Dehnung der Zeit, mit deren Hilfe in Zukunft jeder Mensch und jedes Unternehmen sein eigenes Zeitgefühl entwickeln und umsetzen kann. Begriffe wie Unpünktlichkeit und Verspätung werden dann der Vergangenheit angehören, was besonders den Chef der Deutschen Bahn zu Begeisterungsstürmen hinreißt.

Amen.
Nur wer die Fakten kennt, kann sie verdrehen.

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Re: Das alte Buch

Beitragvon Kati » 20.02.2012, 19:00

Ich schmeiß mich weg! Die Frage ist, wohin? - haste da auch eine Antwort drauf?

kichernde Grüße
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Re: Das alte Buch

Beitragvon Randnotiz » 20.02.2012, 21:25

Vielleicht.
Aber ich warte auf Cemper.
Ach was.
Was heißt warten.
Die Kunst des Christen ist das Hoffen.

God... ähem... Cemper...?

Danke.
Nur wer die Fakten kennt, kann sie verdrehen.

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Re: Das alte Buch

Beitragvon exkantor » 20.02.2012, 21:27

Randnotiz hat geschrieben:Vielleicht.
Aber ich warte auf Cemper.
Ach was.
Was heißt warten.
Die Kunst des Christen ist das Hoffen.

God... ähem... Cemper...?

Danke.


und das Warten auf Godot......
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Re: Das alte Buch

Beitragvon Randnotiz » 20.02.2012, 21:33

Meinte ich doch, Lockenköpfchen.
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Re: Das alte Buch

Beitragvon exkantor » 20.02.2012, 21:36

Die Locken stehen heute sänkrächt zu Bärge!!!!

....ob des Sacharja´s, der seinen Gott sucht.....
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Re: Das alte Buch

Beitragvon Randnotiz » 20.02.2012, 21:38

Freutag Mähr. 8)
Nur wer die Fakten kennt, kann sie verdrehen.

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Re: Das alte Buch

Beitragvon exkantor » 20.02.2012, 21:40

Mährzen mag ich aber nicht......... :mrgreen:
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Re: Das alte Buch

Beitragvon Randnotiz » 20.02.2012, 21:41

^^
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Re: Das alte Buch

Beitragvon Cemper » 21.02.2012, 15:08

Randnotiz hat geschrieben:... ich warte auf Cemper.
God... ähem... Cemper...?


@ Herrn RARARandnotiz

Wir können uns am 1. oder 2. März 2012 - also in wenigen Tagen - in Zürich treffen.
Lassen Sie mich im Hotel Hilton über Herrn Landolt ausrufen.
Näheres:

http://www.dalecarnegie.ch/training/Zei ... ktivitaet/

Ich werde dann genug Zeit für Sie haben.

Mit besten Wünschen
Cemper-Godot

PS: Bringen Sie bitte eine Bibel mit (möglichst Luther 84).
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