Hoffnung

Selbstgedichtet und verfasst oder entdeckt

Hoffnung

Beitragvon Bert » 20.12.2009, 16:01

Ich glaube, also bin ich in der Hoffnung
(von Klaus Vollmer )

Wer glaubt, ist an den gekreuzigten und auferstandenen Herrn gebunden. Deshalb hat er es immer mit zwei Wirklichkeiten zu tun: Mit dieser Welt, allen Schönheiten und Schrecklichkeiten, allen Freuden und allen Enttäuschungen, die nun einmal im Leben kommen ‑ und gleichzeitig mit dem Herrn, der alle Schuld getragen hat, der den Tod durchgestanden und jede Anklage vom Menschen auf sich genommen hat. Christen leben also im Glauben zugleich in der Zeit und in der Ewigkeit. Sie leben zwei Existenzen auf einmal. Das ist keine Schizophrenie, keine Spaltung der Persönlichkeit, sondern eine Persönlichkeits-Erweiterung. Ich lebe als Christ immer auf der Grenze zwischen Ewigkeit und Zeit. Ich bin ganz hier ‑ und bin im Glauben immer auch schon bei Jesus. So wie unser Herr ganz zur Ewigkeit gehört, aber immer auch ganz bei uns ist.

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Re: Hoffnung

Beitragvon Cemper » 20.12.2009, 16:07

Bert hat geschrieben:Wer glaubt, ist an den gekreuzigten und auferstandenen Herrn gebunden.

Bert - nichts für ungut; aber: Wer christlich glaubt ... Nicht alle gläubigen Menschen sind Christen. :wink:
Ob ich gläubig bin? Das weiß nur Gott allein.
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Re: Hoffnung

Beitragvon Bert » 20.12.2009, 16:10

Cemper,
ich bin nicht der Autor, wie im Beitrag ersichtlich! :wink:
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Re: Hoffnung

Beitragvon Bert » 20.12.2009, 17:02

Hoffnung
Friedrich von Schiller (1759-1805)

Es reden und träumen die Menschen viel
Von bessern künftigen Tagen,
Nach einem glücklichen goldenen Ziel
Sieht man sie rennen und jagen.
Die Welt wird alt und wird wieder jung,
Doch der Mensch hofft immer Verbesserung.

Die Hoffnung führt ihn ins Leben ein,
Sie umflattert den fröhlichen Knaben,
Den Jüngling locket ihr Zauberschein,
Sie wird mit dem Greis nicht begraben,
Denn beschließt er im Grabe den müden Lauf,
Noch am Grabe pflanzt er – die Hoffnung auf.

Es ist kein leerer schmeichelnder Wahn,
Erzeugt im Gehirne des Toren,
Im Herzen kündet es laut sich an:
Zu was Besserm sind wir geboren!
Und was die innere Stimme spricht,
Das täuscht die hoffende Seele nicht.
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Re: Hoffnung

Beitragvon Franke » 20.12.2009, 17:02

Bert - nichts für ungut; aber: Wer christlich glaubt ... Nicht alle gläubigen Menschen sind Christen.


Werter Cemper,

der Autor (Klaus Vollmer) spricht schon im ersten Satz vom gekreuzigsten und auferstandenen Herrn. Ich denke,
er darf davon ausgehen, dass der geneigte Leser erkennt, welchen Glauben er meint. Eben diesen "christlichen"
Glauben an unseren Herrn, Jesus Christus. Wobei, auch Nicht-Christen zum Glauben an den Herrn Jesus kommen
können und in den meisten Fällen ändert sich dann der Zustand des "Nicht-Christ-Seins" :wink:

Lieber Bert,
Dir ganz lieben Dank für diese/n Predigt/Beitrag/Bericht. Ja, Hoffnung lässt nicht zuschanden werden und "stirbt zuletzt!"

LG zum Sonntagabend
Franke
So ist Einiges in unsere apostolische Tradition eingegangen, aber wenn man dann mal in der Bibel nachliest, merkt man: „Oh, so wie ich das predige, steht das gar nicht in der Bibel.“
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Re: Hoffnung

Beitragvon Karl » 20.12.2009, 18:41

Lieber Bert, lieber Herr Cemper, lieber Franke,

auch ich fand den Beitrag von Bert schön
Aber ich meine auch Herrn Cemper zu verstehen - Hoffnung und Glauben kann nicht nur Bestandteil des Christentums sein.
Wenn es einen Gott geben sollte ... ALLE Menschen haben auf ihn das GLEICHE Anrecht ... als seine Kinder.
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Re: Hoffnung

Beitragvon Franke » 20.12.2009, 19:41

Lieber Karl,

inwiefern ALLE Menschen Gotteskinder sind, erlaube ich mir nicht zur urteilen.
Die hl. Schrift differenziert da schon etwas, z. Bps. "Welche der Geist Gottes treibt, die/das sind seine Kinder."
Ansonsten möchte ich dir vollumfänglich zustimmen, in Anbetracht der Worte aus 1. Tim. 2, 3+4, "dies ist gut und wohlgefällig vor Gott, unserm Heiland,
welcher will, dass ALLEN Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen."

LG Franke
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Re: Hoffnung

Beitragvon Bert » 20.12.2009, 22:16

Karl hat geschrieben:Lieber Bert, lieber Herr Cemper, lieber Franke,

auch ich fand den Beitrag von Bert schön
Aber ich meine auch Herrn Cemper zu verstehen - Hoffnung und Glauben kann nicht nur Bestandteil des Christentums sein.
Wenn es einen Gott geben sollte ... ALLE Menschen haben auf ihn das GLEICHE Anrecht ... als seine Kinder.



Lieber Karl,

ist schon klar. Ich verstehe C. ebenso.

Vollmer, so denke ich, hat die Zeilen wohl an Christen richten wollen.

Bert
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Re: Hoffnung

Beitragvon Cemper » 21.12.2009, 16:41

Franke hat geschrieben:
Bert - nichts für ungut; aber: Wer christlich glaubt ... Nicht alle gläubigen Menschen sind Christen.


Werter Cemper,

der Autor (Klaus Vollmer) spricht schon im ersten Satz vom gekreuzigsten und auferstandenen Herrn. Ich denke,
er darf davon ausgehen, dass der geneigte Leser erkennt, welchen Glauben er meint. Eben diesen "christlichen"
Glauben an unseren Herrn, Jesus Christus. Wobei, auch Nicht-Christen zum Glauben an den Herrn Jesus kommen
können und in den meisten Fällen ändert sich dann der Zustand des "Nicht-Christ-Seins" :wink:

Lieber Bert,
Dir ganz lieben Dank für diese/n Predigt/Beitrag/Bericht. Ja, Hoffnung lässt nicht zuschanden werden und "stirbt zuletzt!"

LG zum Sonntagabend
Franke

Werter Franke,

herzlichen Dank für Ihren Hinweis. Mir war das, was Sie schreiben, aber auch ohne ihren Hinweis klar. Ich kann ja - wie Sie vermutlich wissen - lesen und verstehe manchmal auch, was ich lese. Im konkreten Fall hatte mein Hinweis einen alltäglichen Hintergrund. Ich habe in diesen Tagen Besuch von Freunden, die zur Weihnachtszeit „auf Heimaturlaub“ sind und viel zu erzählen haben. Die beiden Besucher - ein Ökonom und eine Politologin - arbeiten in einem Entwicklungshilfeprojekt der UN in Somalia in einer nahezu hundertprozentigen muslimischen Gesellschaft und hatten mir gerade gestern von ihren religiösen Eindrücken erzählt - und zwar kurz vor meinem „Blick ins Forum“, in dem ich las: „Wer glaubt, ist an den gekreuzigten und auferstandenen Herrn gebunden.“ Angesichts der Berichte der Bekannten aus dem Alltag der muslimischen Welt schien mir dieser Satz - ich wiederhole: „Wer glaubt, ist an den gekreuzigten und auferstandenen Herrn gebunden." - ein wenig ... sagen wir mal: vereinnahmend. Stellen Sie sich vor, ein islamischer Theologe würde analog dazu formulieren. Vielleicht würden fromme Christen dann fragen: Was ist denn jetzt los?

Aber ich verstehe Vollmer selbstverständlich. Und Sie auch.

Ihr C.
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Re: Hoffnung

Beitragvon Bert » 21.12.2009, 21:45

Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen.
Immanuel Kant

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Die Hoffnungslosigkeit ist schon die vorweggenommene Niederlage.
Karl Jaspers

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Wir hoffen immer auf den nächsten Tag, wahrscheinlich erhofft sich der nächste Tag einiges von uns.
Ernst R. Hauschka

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Eines Tages wird alles gut sein, das ist unsere Hoffnung. Heute ist alles in Ordnung, das ist unsere Illusion.
Voltaire
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Re: Hoffnung

Beitragvon Bert » 21.12.2009, 22:03

"Die Hoffnung aufgeben bedeutet, nach der Gegenwart auch die Zukunft preisgeben."

Pearl S. Buck


… was aber, wenn es jeden Tag schwerer wird, die Hoffnung nicht aufzugeben, die Zukunft nicht preiszugeben? Wie lange reicht Hoffnung?
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Re: Hoffnung

Beitragvon Bert » 21.12.2009, 22:10

Die größten Menschen sind jene, die anderen Hoffnung geben können.

Jean Laurès


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„Jeder Tropfen im Ozean ist wichtig“
Mutter Teresa
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Re: Hoffnung

Beitragvon Bert » 22.12.2009, 16:30

1Tim 4,10:

Denn dafür arbeiten und kämpfen wir,

weil wir unsre Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt haben,

welcher ist der Heiland ***aller Menschen***,

besonders der Gläubigen.
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