Tröstliches

Selbstgedichtet und verfasst oder entdeckt

Beitragvon InselFuchs » 26.10.2006, 21:12

Sie: sie haben mir erzählt von dir, schon von klein an – ich hätte dich nicht erkannt.

Er: die, die es wissen, sagen es nicht
Die, die es sagen, wissen es nicht
Die, die es gehört haben, flüstern es leise in dein Ohr wenn deine Sehnsucht groß wird
Die, die es fortwährend anpreisen, haben es nie gehört in ihrem Herzen.

Am meisten reden die von mir, die mich am meisten fürchten – und ich kann ihnen nicht helfen, denn sie fürchten mich aus den falschen Gründen.
Sie fürchten nicht mich, sie fürchten das Ungeheuer das ihnen der Pinsel ihrer Angst an die Wände ihres Herzens gemalt hat.

Sie: manchmal macht mir die Urgewalt deiner Zärtlichkeit Angst.

Er: wie bist du denn auf die Idee gekommen ich könnte weniger sein als das?


(I. Mohr)
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Beitragvon orig.gabi » 06.11.2006, 11:46

Ich glaube, Gott ist in mir
wie die Sonne in der Farbe
und dem Duft einer Blume -
das Licht in meiner Dunkelheit,
die Stimme in meiner Stille.


Helen Keller (1880-1968)


http://de.wikipedia.org/wiki/Helen_Keller
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe ist,
der bleibt in Gott und Gott in ihm.
1.Johannes, 4,16
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Beitragvon tergram » 10.11.2006, 16:50

Zum Meer

wer hat dich geplant, gewollt,
dich bestellt und abgeholt
wer hat sein herz an dich verlor'n
warum bist du gebor'n
wer hat dich gebor'n.

wer hat sich nach dir gesehnt
wer hat dich an sich gelehnt,
dich, wie du bist, akzeptiert,
dass du dein heimweh verlierst
dass du dein heimweh verlierst.

dreh dich um
dreh dich um
dreh dein kreuz in den sturm
wirst dich versöhnen, wirst gewähren,
selbst befreien für den weg zum meer.

wer ersetzt dir dein programm
nur wer fallen, auch fliegen kann
wer hilft dir, dass du trauen lernst,
du dich nicht von dir entfernst,
du dich nicht von dir entfernst...

dreh dich um
dreh dich um
vergiß deine schuld, dein vakuum
wende den wind, bis er dich bringt
weit zum meer
du weißt, wohin...

dreh dich um
dreh dich um
dreh dein kreuz in den sturm
geh gelöst, versöhnt, bestärkt,
selbstbefreit den weg zum meer.

selbstbefreit auf dem weg zum meer.

(Herbert Grönemeyer)
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Beitragvon fireangel » 10.11.2006, 16:58

Sailing


I am sailing, I am sailing,
Home again 'cross the sea.
I am sailing, stormy waters,
To be near you, to be free.

I am flying, I am flying,
Like a bird 'cross the sky.
I am flying, passing high clouds,
To be with you, to be free.

Can you hear me, can you hear me
Thro' the dark night, far away,
I am dying, forever trying,
To be with you, who can say.

We are sailing, we are sailing,
Home again 'cross the sea.
We are sailing stormy waters,
To be near you, to be free.

Oh lord, to be near you, to be free.
Oh lord, to be near you, to be free,
Oh lord.



Gavin Sutherland
fireangel
 

Beitragvon niltir » 22.11.2006, 14:39

Entzweiungen um Jesu willen. Der andere Trost.

* Ich bin gekommen, ein Feuer anzuzünden auf Erden; was wollte ich lieber, als dass es schon brennte! * Aber ich muss mich zuvor taufen lassen mit einer Taufe, und wie ist mir so bange, bis sie vollbracht ist! * Meint ihr, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf Erden? Ich sage: Nein, sondern Zwietracht. * Denn von nun an werden fünf in einem Hause uneins sein, drei gegen zwei und zwei gegen drei ..

Lukas 12, 49 ff
Am Ende schuf Gott aus Liebe einen neuen Anfang ..
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Beitragvon trinity » 22.11.2006, 18:37

Fix you


When you try your best but you don't succeed
When you get what you want but not what you need
When you feel so tired but you can't sleep
Stuck in reverse

When the tears come streaming down your face
When you lose something you can't replace
When you love someone but it goes to waste
could it be worse?

Lights will guide you home
and ignite your bones
And I will try to fix you

High up above or down below
when you too in love to let it go
If you never try you'll never know
Just what your worth

Lights will guide you home
and ignite your bones
And I will try to fix you


(Coldplay)
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Beitragvon Cleopatra » 23.11.2006, 20:36

Angesichts der Debatte um Jesus als Unternehmer, sollten wir folgende Geschichte auf uns wirken lassen.:

Die drei Wege

http://www.nak-badragaz.ch/fnews1160822734c8.php
Jedes Phänomen, das uns bewusst wird, ist stets eine Manifestation des Geistes. [Buddha Shakyamuni, Surangama Sutra, ca. 500 v. Chr.]
______________

"Du bist, was du denkst!"
______________

Namaste
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ERMUTIGENDE HERBSTGEDANKEN...

Beitragvon maximin » 29.11.2006, 16:06

Das ehedem so frische lebenskühne Grün
wird welk, fällt ab, vom Sturm davongetragen.
Wozu denn war im Frühjahr es gewachsen,
wenn es so bald schon niederfällt und fault?
Ein Baum hat keine Wahl, muss sich entblättern,
damit die kalte Zeit er überleben kann.
Doch – sieh nur: Eh` das letzte Blatt gefallen,
sehr klein noch, gut beschützt und deutlich sichtbar doch,
gedeihen bereits jetzt die neuen Knospen,
für frisches lebenskühnes Grün zu seiner Zeit.
Maximin grüßt alle Traurigen und besonders `t`
:roll:
Der kleine Glaube hat denselben starken Heiland wie der große Glaube...
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Beitragvon regenbogen » 29.11.2006, 18:21

und immer wieder neue Hoffung... wieder ein neuer Frühling neues Grün, worauf wieder der Herbst/Winter folgt... wie viele neue Hoffnungen die zerplatzen... erträgt Mensch...

Nachdenkliche Grüsse
regenbogen
Sei kein Teil der Masse. Tue Dinge nicht, nur weil jeder es so macht. Hinterfrage Regeln und Konventionen. Mach dein Ding. Auch wenn es bedeutet anders zu sein. (Ralf Senftleben)
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Beitragvon trinity » 29.11.2006, 18:27

regenbogen hat geschrieben:und immer wieder neue Hoffung... wieder ein neuer Frühling neues Grün, worauf wieder der Herbst/Winter folgt... wie viele neue Hoffnungen die zerplatzen... erträgt Mensch...

Nachdenkliche Grüsse
regenbogen



Es knospt unter den Blättern -
das nennen sie Herbst
.


Hilde Domin
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HOFFNUNG SCHAFFEN...!

Beitragvon maximin » 29.11.2006, 19:14

hoffnungslosigkeit
trägt man schwer
wenn sie erdrückt
die luft zum atmen nimmt...
warum denn das austragen,
weil hoffnung doch trägt...
9 Monate trägt sie
die Hoffnung
und keinen tag mehr...
wenn das leben
atmen will
und leben
muss...
Maximin
:roll:
Zuletzt geändert von maximin am 29.11.2006, 19:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon trinity » 29.11.2006, 19:25

Für Maximin ... und alle ...


Herbst

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.



Rainer Maria Rilke
trinity
 

LEBEN WOLLEN...!

Beitragvon maximin » 29.11.2006, 19:43

:) @ Trinity,
lebe, sag JA tsum Leben wollen. Die Erde ist so groß und weit...
Maxi grüßt :wink:
Der kleine Glaube hat denselben starken Heiland wie der große Glaube...
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von Johann Gottfried Seume

Beitragvon Sangreal » 29.11.2006, 22:18

Eines der schönsten und tröstlichsten Gedichte, wie ich meine:

Die Beterin

Auf des Hochaltares Stufen knieet
Lina im Gebet, ihr Antlitz glühet,
Von der Angst der Seele hingerissen,
Zu des Hochgebenedeiten Füßen.

Ihre heißgerungnen Hände beben,
Ihre bangen nassen Blicke schweben
Um des Welterlösers Dornenkrone,
Gnade flehend von des Vaters Throne:

Gnade ihrem Vater, dessen Schmerzen
Ihrem lieben kummervollen Herzen
In des Lebens schönsten Blüthetagen
Bitter jeder Freude Keim zernagen;

Rettung für den Vater ihrer Tugend,
Für den einzgen Führer ihrer Jugend,
Dem allein sie nur ihr Leben lebet,
Über dem der Hauch des Todes schwebet.

Ihre tiefgebrochnen Seufzer wehen
Ihrer Andacht heißes, heißes Flehen
Hin zum Opferweihrauch; Cherubinen
Stehn bereit, der Flehenden zu dienen.

Tragt, ihr Engel, ihre Engelthränen;
Betend hin, den Vater zu versöhnen;
Frömmer weinte um die Dornenkrone
Nicht Maria bei dem todten Sohne.

Siehe, Freund, in den Verklärungsblicken
Strahlet stilles, seliges Entzücken;
Lina streicht die Thräne von den Wangen,
Ist voll süßer Hoffnung weggegangen.

Eine Thräne netzt auch meine Augenlieder;
Vater, gieb ihr ihren Vater wieder!
Gern wollt’ ich dem Tode nahe treten,
Könnte sie für mich so glühend beten.
Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht
(Josua 1,5b)
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