Tröstliches

Selbstgedichtet und verfasst oder entdeckt

Tröstliches

Beitragvon Renders » 22.06.2006, 21:51

Tröstung

Das blasse
beschädigte Herz
wird aufgenommen
und in die frühe Sonne gelegt
auf den Brustfedern
kleiner Vögel.
Morgenlotionen
aus Blau
werden täglich erneut
bis die Tränenkrusten
weggeschwemmt sind
und das Herz
schwer wird von Süße
wie eine gezuckerte Frucht.

Dann wird es eingepflanzt
wie Saatkorn aus Gräbern
in die schmerzende Furche
und die Wunde wird mit dem Speichel
sanfter Küsse verheilt.
Und das Korn
totes Glück
schlägt Wurzel und keimt.
Alle Adern schmecken danach
bis meine Fingerspitzen
rosig sind
wie die eines Kinds.


Hilde Domin (1909-2006)
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Beitragvon niltir » 06.07.2006, 09:17

Einfach nur glauben ..

* Weißt du nicht? Hast du nicht gehört? Der HERR, der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt, sein Verstand ist unausforschlich. * Er gibt dem Müden Kraft, und Stärke genug dem Unvermögenden. * Männer werden müde und matt, und Jünglinge straucheln und fallen; * aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.

Jesaja 40, 28 ff
Am Ende schuf Gott aus Liebe einen neuen Anfang ..
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Beitragvon Renders » 07.07.2006, 12:52

Doch ich bin stets bei dir.
Du hast meine rechte Hand gefaßt.
Nach deinem Rat leitest du mich,
und nachher nimmst du mich in Herrlichkeit auf.
Wen habe ich im Himmel?
Und außer dir habe ich an nichts Gefallen auf der Erde.
Mag auch mein Leib und mein Herz vergehen -
meines Herzens Fels und mein Teil ist Gott auf ewig.

Psalm 73,23-26


Führwar, ich bin gewiss:
nicht Tod noch Leben,
nicht Engel noch Gewalten,
nicht Gegenwartig noch Zukunft,
nicht Kräfte aus der Höhe oder Tiefe,
nichts in der ganzen weiten Welt
wird je uns trennen können von der Liebe Gottes,
die wir schmecken in der Gemeinschaft Christi Jesu, unsers Herrn.

Röm 8,38-39
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Beitragvon panta_rhei » 07.07.2006, 18:23

gefunden in "Christ in der Gegenwart"

Demut
Demut ist die Fähigkeit, im Hinhören auf das, was ist,
die Erfahrung von Größe und Elend zusammenzubringen.
Martin Buber hat in einer chassidischen Geschichte die Demut als Teil eines lebendigen Wechselspiel beschrieben:
Zu seinen Schülern sagte ein Chassid einmal:
"Jeder von euch muß zwei Taschen haben, um nach Bedarf in die eine oder andere greifen zu können.
In der rechten liegt das Wort: Um meinetwillen ist die Welt erschaffen worden
Und in der linken: Ich bin Erde und Asche"


Ich habe diese Zeilen mit Absicht hier in "Tröstliches" geschrieben.
Ich finde sie einfach sehr tröstend, weil: Beides darf sein in uns und Beides muss sogar sein in uns, das Große und das Kleine.
Und mir gefällt der Gedanke sehr gut, diese "beiden Taschen" haben zu dürfen und je nach Empfinden, hineingreifen zu können. :-)

Einen erholsamen Abend wünscht
panta rhei :-)
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Beitragvon niltir » 17.07.2006, 17:52

Kurze Rückbesinnung ..

* Als nun Jesus hörte, dass Johannes gefangen gesetzt worden war, zog er sich nach Galiläa zurück. * Und er verließ Nazareth, kam und wohnte in Kapernaum, das am See liegt im Gebiet von Sebulon und Naftali, * damit erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht (Jesaja 8,23; 9,1): 15 »Das Land Sebulon und das Land Naftali, das Land am Meer, das Land jenseits des Jordans, das heidnische Galiläa, * das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht gesehen; und denen, die saßen am Ort und im Schatten des Todes, ist ein Licht aufgegangen.« * Seit der Zeit fing Jesus an zu predigen: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen! - * Und Jesus zog umher in ganz Galiläa, lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen im Volk. * Und die Kunde von ihm erscholl durch ganz Syrien. Und sie brachten zu ihm alle Kranken, mit mancherlei Leiden und Plagen behaftet, Besessene, Mondsüchtige und Gelähmte; und er machte sie gesund. * Und es folgte ihm eine große Menge aus Galiläa, aus den Zehn Städten, aus Jerusalem, aus Judäa und von jenseits des Jordans.

aus Matthäus 4
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Friede sei mit Euch!

Beitragvon agape » 17.07.2006, 20:15

Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden die Türen verschlossen hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!
(Johannes 20, 19-23)

Wenn Jesus irgendwo hin ging, sagte er nicht "Hallo" oder "N´Abend zusammen" oder "Guten Tach", sondern:
"Friede sei mit Euch!"

Auch das ist Trost für mich, wenn ich daran denke, dass Jesus jetzt mitten ins Arbeitszimmer oder Wohnzimmer ´rein käme und würde diese heilsamen, segnenden Worte sagen: "Friede sei mit Dir!"
Er würde es wieder sagen und es würde wieder helfen.

Lieben Gruß,
agape
"2020 wird die NAK eine kleine fundamentalistische Bewegung sein."

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Beitragvon panta_rhei » 18.07.2006, 10:07

Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden die Türen verschlossen hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!
(Johannes 20, 19-23)

Wenn Jesus irgendwo hin ging, sagte er nicht "Hallo" oder "N´Abend zusammen" oder "Guten Tach", sondern:
"Friede sei mit Euch!"

Auch das ist Trost für mich, wenn ich daran denke, dass Jesus jetzt mitten ins Arbeitszimmer oder Wohnzimmer ´rein käme und würde diese heilsamen, segnenden Worte sagen: "Friede sei mit Dir!"
Er würde es wieder sagen und es würde wieder helfen.

Danke agape
Dieser Gedanke hat wirklich etwas besonders Tröstendes.
Und der Gedanke, Jesus käme jetzt mit diesen Worten zu jedem Einzelnen von uns...
So bleibt uns nichts weiter, als in uns zu fühlen und diese Worte Jesu zu "hören". Denn er sagt sie uns immer wieder, bloß reden wir manchmal ziemlich laut dazwischen.... :roll:
Lieben Gruß
panta rhei
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Beitragvon Kontrabass » 18.07.2006, 10:37

Liebe Fories,

ich werde an die Worte aus Matthäus 28 erinnert, wo es da heißt:

"Siehe ich bin bei Euch, alle Tage, bis an der Welt Ende."

Was ich auch tue, erlebe oder vielleicht auch durchleben muss, Jesus ist bei mir, verlässt mich nicht. Er hat es versprochen, und aus einigen Erlebnissen heraus kann ich sagen, er hat sein Versprechen bis zum heutigen Tag gehalten ! Was für ein Trost.

Euch allen alles Liebe
Kontrabass
Toleranz ist eine Form der Nächstenliebe. Sie gibt dem anderen den Lebensraum, den es braucht, um ganz Mensch zu sein (Verfasser nicht bekannt)
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Beitragvon tergram » 19.08.2006, 16:24

Lache, wenn es nicht zum Weinen reicht

tausend haare in der suppe
und dein löffel hat ein loch
es fällt keine sternschnuppe
deine kerze hat keinen docht

dich quält ein unendlicher schluckauf
dein spielfeld ist ständig verschneit
und deine schaltung klemmt im leerlauf
selbst deine kriechspur ist vereist

im bus der zeit
hast du nur einen stehplatz,
einen stehplatz im
einen stehplatz im schleudertraum

du tust jedem jeden gefallen
bist bescheiden und bemüht
du wirst benutzt von allen,
erntest kein danke, nur einen tritt

das jammertal hat auch geschlossen
die klagemauer
die klagemauer ist belegt

und gleicht ein tag noch so sehr dem andern
und ist das leben unerträglich seicht
und bist du innerlich längst ausgewandert
lache, wenn's nicht zum weinen reicht

dein schiff schon ohne ratten
der kapitän bereits über bord
du bist von aller welt verlassen
leckgeschlagen auf hoher see

es steckt kein geist mehr in der flasche
fürs paradies fehlt die phantasie
die falschen wünsche in erfüllung
keine liebe, keine poesie

keine gefahr, keine abenteuer
gleichförmigkeit
gleichförmigkeit, melancholie

und gleicht ein tag noch so sehr dem andern
und ist das leben unerträglich seicht
und bist du innerlich längst ausgewandert
lache, wenn's nicht zum weinen reicht

und nennen sie dich auch eine mimose
und schlurfst du ständig neben der zeit
es gibt für jedes herz eine eigene rose,
lache, wenn's nicht zum weinen reicht

und gleicht ein tag noch so sehr dem andern
und ist das leben unerträglich seicht
und bist du innerlich längst ausgewandert
lache, wenn's nicht zum weinen reicht

und greife endlich nach den sternen
kein planet ist für dich zu weit
sehnsucht kann man zum glück nicht verlernen
zum weinen bleibt noch so viel zeit

sehnsucht kann man zum glück nicht verlernen, oder:
zum weinen bleibt noch so viel zeit

(Herbert Grönemeyer)
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Beitragvon niltir » 01.09.2006, 09:45

Trauer und Hoffnung (Jesu Abschiedsworte ..)

* Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet weinen und klagen, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet traurig sein, doch eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden. * Eine Frau, wenn sie gebiert, so hat sie Schmerzen, denn ihre Stunde ist gekommen. Wenn sie aber das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an die Angst um der Freude willen, dass ein Mensch zur Welt gekommen ist. * Und auch ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen. * An dem Tag werdet ihr mich nichts fragen ..

Johannes 16, 20 ff
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Beitragvon tergram » 16.10.2006, 09:19

Tröste dich, die Stunden eilen,
uns was all' dich drücken mag,
auch die schlimmste kann nicht weilen,
und es kommt ein andrer Tag.
In dem ew'gen Kommen, Schwinden,
wie der Schmerz liegt auch das Glück,
und auch heitre Bilder finden
ihren Weg zu dir zurück.

Harre, hoffe! Nicht vergebens
zählest du der Stunden Schlag:
Wechsel ist das Los des Lebens,
und es kommt ein andrer Tag.

(Theodor Fontane)
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Beitragvon Renders » 19.10.2006, 21:27

Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn's nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten? Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin.

Joh 14,1-3
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Beitragvon trinity » 20.10.2006, 07:10

Jesu Fürbitte für die Jünger
(Johannes 17)

9 Für sie bitte ich; nicht für die Welt bitte ich, sondern für alle, die du mir gegeben hast; denn sie gehören dir.

10 Alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, ist mein; in ihnen bin ich verherrlicht.

11 Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt, und ich gehe zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir.

12 Solange ich bei ihnen war, bewahrte ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast. Und ich habe sie behütet und keiner von ihnen ging verloren, außer dem Sohn des Verderbens, damit sich die Schrift erfüllt.

13 Aber jetzt gehe ich zu dir. Doch dies rede ich noch in der Welt, damit sie meine Freude in Fülle in sich haben.

14 Ich habe ihnen dein Wort gegeben und die Welt hat sie gehasst, weil sie nicht von der Welt sind, wie auch ich nicht von der Welt bin.

15 Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie vor dem Bösen bewahrst.

16 Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.

17 Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit.

18 Wie du mich in die Welt gesandt hast, so habe auch ich sie in die Welt gesandt.

19 Und ich heilige mich für sie, damit auch sie in der Wahrheit geheiligt sind.
trinity
 

Beitragvon trinity » 20.10.2006, 08:19

PSALM 84


(1) Wie lieblich sind deine Wohnungen, HERR der Heerscharen!

(2) Meine Seele verlangte und sehnte sich nach den Vorhöfen des HERRN; nun jubelt mein Herz und mein Fleisch dem lebendigen Gott zu!

(4) Wohl denen, die in deinem Hause wohnen, die werden dich noch preisen!

(5) Wohl den Menschen, deren Stärke in dir liegt, in deren Herzen gebahnte Wege sind.

(6) Wenn solche durch das Jammertal gehen, machen sie es zu lauter Brunnen, und der Frühregen bedeckt es mit Segen.
(7) Sie schreiten von Kraft zu Kraft, erscheinen vor Gott in Zion.

(10) Denn ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend; ich will lieber an der Schwelle stehen in meines Gottes Haus, als wohnen in der Gottlosen Hütten!

(11) Denn Gott, der HERR, ist Sonne und Schild, der HERR gibt Gnade und Herrlichkeit; wer in Unschuld wandelt, dem versagt er nichts Gutes.

(12) O HERR der Heerscharen, wohl dem Menschen, der auf dich vertraut!
trinity
 

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