Kontemplatives

Selbstgedichtet und verfasst oder entdeckt

Beitragvon steppenwolf » 14.06.2008, 06:51

Musik der Unsterblichkeit

In einem Konzentrationslager lebte einmal ein Gefangener, der, obwohl er zum Tode verurteilt, furchtlos und frei war. Eines Tages sah man ihn mitten auf dem Gefängnisplatz Gitarre spielen. Eine große Menge versammelte sich um ihn, denn unter dem Zauber der Musik wurden alle genauso furchtlos wie er. Als die Gefängnisbeamten das merkten, verboten sie dem Mann zu spielen.

Aber am nächsten Tag war er wieder da, sang und spielte auf seiner Gitarre, und die Menge um ihn war größer als zuvor. Wütend schleppten ihn die Wärter weg und hackten seine Finger ab.

Am nächsten Tag war er wieder da, sang und spielte, so gut er mit seinen blutenden Fingern konnte. Dieses Mal jubelten ihm die Menschen zu. Die Wärter schleppten ihn fort und zerschlugen seine Gitarre.

Am nächsten Tag sang er aus ganzem Herzen. Was für ein Lied! So rein und beglückend! Die Menge fiel ein, und während des Singens wurden ihre Herzen so rein wie seines und ihr Geist genauso unbesiegbar. Dieses Mal waren die Wärter so wütend, daß sie ihm die Zunge ausrissen. Stille breitete sich über dem Lager aus, eine Ahnung von Unsterblichkeit.

Zu jedermanns Erstaunen war er am nächsten Tag wieder da und wiegte sich tanzend zu einer tonlosen Musik, die nur er hören konnte. Und bald faßten sich alle an den Händen und tanzten um diese blutende, zerbrochene Gestalt in der Mitte, während die Wärter wie angewurzelt dastanden.

Anthony de Mello
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Beitragvon Cleopatra » 26.12.2008, 18:25

Unsere tiefste Angst ist nicht,
dass wir unzulänglich sind.
Unsere tiefste Angst ist,
dass wir unermeßlich machtvoll sind.
Es ist unser Licht, das wir fürchten,
nicht unsere Dunkelheit.

Wir fragen uns: "Wer bin ich den eigentlich,
dass ich leuchtend, hinreißend,
begnadet und fantastisch sein darf?"
Wer bist du denn, es nicht zu sein?

Du bist ein Kind Gottes.

Wenn du dich klein machst, dient das der Welt nicht.
Es hat nichts mit Erleuchtung zu tun,
wenn du schrumpfst, damit andere um dich herum
sich nicht verunsichert fühlen.

Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes zu
verwirklichen, die in uns ist.
Sie ist nicht nur in einigen von uns,
sie ist in jedem Menschen.

Und wenn wir unser eigenes Licht erstrahlen lassen,
geben wir unbewußt anderen Menschen die Erlaubnis,
dasselbe zu tun.

Wenn wir uns von unserer eigenen Angst
befreit haben,
wird unsere Gegenwart ohne unser Zutun
andere befreien.

(Nelson Mandela)
Jedes Phänomen, das uns bewusst wird, ist stets eine Manifestation des Geistes. [Buddha Shakyamuni, Surangama Sutra, ca. 500 v. Chr.]
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"Du bist, was du denkst!"
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Beitragvon Cleopatra » 26.12.2008, 18:47

Alles was wir in unserer Innenwelt besitzen,
wird uns auch in der äußeren Welt begegnen,
denn die äußere Welt spiegelt immer nur
unser inneres Bewußtsein wider.

Erst wenn wir unser Bewußtsein gezielt ausrichten,
können wir in Resonanz mit den Dingen treten,
die wir gerne in unserem Leben
realisiert haben möchten.

Wollen wir zu Ergebnissen kommen,
die wir uns wünschen,
sollten wir beginnen,
unsere Gedanken, Gefühle und Überzeugungen
zu beobachten und zu kontrollieren,
denn alles was wir denken oder fühlen,
ALLES
ruft ein Resonanzfeld hervor. Wird wahr.

(Pierre Franckh)

Das Glück deines Lebens
hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.

(Marc Aurel)

Von der Art des Denkens hängt alles ab.
Vom Denken geht alles aus, wird alles gelenkt und geschaffen. Wer schlecht redet oder handelt, dem folgt Leid wie das Rad den Hufen des Zugtieres.

(Buddha)

Das was du heute denkst,
wirst du morgen sein.

(Buddha)
Jedes Phänomen, das uns bewusst wird, ist stets eine Manifestation des Geistes. [Buddha Shakyamuni, Surangama Sutra, ca. 500 v. Chr.]
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Re: Kontemplatives

Beitragvon Cleopatra » 16.04.2010, 20:33

Gehe ruhig und gelassen durch Lärm und Hast des Lebens

und sei des Friedens eingedenk, den die Stille bergen kann.
Stehe, soweit ohne Selbstaufgabe möglich, in freundlicher Beziehung zu allen
Mitmenschen. Äußere deine Wahrheit ruhig und klar und höre anderen zu, auch
den Geistlosen und Unwissenden; auch sie haben ihre Geschichte.
Meide laute und aggressive Menschen, sie sind eine Qual für den Geist.


Wenn du dich mit anderen vergleichst, könntest du bitter werden und dir nichtig
vorkommen; denn immer wird es jemanden geben, größer oder geringer als du.
Freue dich deiner eigenen Leistungen wie auch deiner eigenen Pläne.
Bleibe weiter an deiner eigenen Laufbahn interessiert, wie bescheiden auch immer.
Sie ist ein echter Besitz im wechselnden Glück der Zeiten.


In deinen geschäftlichen Angelegenheiten laß Vorsicht walten; denn
die Welt ist voller Betrug. Aber dies soll dich nicht blind machen
gegen gleichermaßen vorhandene Rechtschaffenheit.
Viele Menschen ringen um hohe Ideale; und überall ist das Leben voller Heldentum.


Sei du selbst, vor allen Dingen heuchle keine Zuneigung. Noch sei zynisch was die
Liebe betrifft; denn auch im Angesicht aller Dürre und Enttäuschung ist sie doch
immerwährend wie das Gras.


Ertrage freundlich-gelassen den Ratschluss der Jahre, gib die Dinge der Jugend
mit Grazie auf. Stärke die Kraft des Geistes, damit sie dich in plötzlich
hereinbrechendem Unglück schütze. Aber beunruhige dich nicht mit Einbildungen.
Viele Befürchtungen sind Folge von Erschöpfung und Einsamkeit.
Bei einem heilsamen Maß an Selbstdisziplin sei gut zu dir selbst.


Du bist ein Kind des Universums, nicht weniger als die Bäume und Sterne; du
hast ein Recht hier zu sein. Und ob es dir nun bewusst ist oder nicht: zweifellos
entfaltet sich das Universum wie vorhergesehen.
Darum lebe in Frieden mit Gott, was für eine Vorstellung du auch von ihm hast.


Trotz all ihrem Schein, der Plackerei und den zerbrochenen Träumen
ist diese Welt doch wunderschön.


Sei wachsam und strebe danach, glücklich zu sein.

-Aus der alten St. Paul´s Kirche, Baltimore 1692
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