Kontemplatives

Selbstgedichtet und verfasst oder entdeckt

Beitragvon Cemper » 13.09.2007, 18:42

Außerdem sind Zwillinge ein Beweis dafür, dass bei gleichem Aufwand das Ergebnis verdoppelt werden kann - bei Drilligen sogar verdreifacht.
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Beitragvon Tatyana † » 13.09.2007, 18:43

Das Ergebnis ist dann aber auch doppelte und dreifache Mühe...schon allein der Windelwechsel :lol:
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Beitragvon trinity » 14.09.2007, 07:32

Wenn man Liebe, Wahrheit oder Gott erkennen will,
darf man keine Glaubenssätze, keine Meinungen oder
Theorien darüber haben. Sobald Sie eine Ansicht
über irgendeine Tatsache haben, wird diese Ansicht
für Sie wichtiger als die Tatsache selber. Wollen
Sie wissen, ob eine Tatsache wahr oder falsch ist,
dann dürfen Sie nicht im Wort oder Intellekt leben.
Auch wenn Sie noch so viel über eine Tatsache wissen,
kann doch die wirkliche Tatsache vollkommen anders sein.

Legen Sie alle Bücher beiseite, die Beschreibungen,
Überlieferungen und Autoritäten, und begeben Sie sich
auf die Reise der Selbstentdeckung. Lieben Sie; und
verstricken Sie sich nicht in Meinungen und Ideen
darüber, was Liebe ist oder sein sollte. Wenn Sie
wirklich lieben, wird alles andere sich ergeben.
Liebe zeitigt ihr eigenes Handeln. Lieben Sie,
und ihr Segen wird Sie berühren. Keine Autorität
weiß, was Liebe ist, und wer es weiß, kann es nicht
beschreiben.


(Jiddu Krishnamurti, aus: Verstand und Liebe)
trinity
 

Beitragvon Tatyana † » 14.09.2007, 07:42

Ist es nicht auch eine Einschränkung, zu sagen, man solle keine Einschränkungen machen? Auch hier wird schließlich nur ein Weg aufgezeigt-was der Essenz des hier Gesagten ja wiederspricht. Vielleicht braucht manche(r), um zur Liebe zu finden, einen Hinweis, wo der Weg anfängt, wenisgtens anfänglich eine Beschreibung, aus der sich dann mehr ergeben kann, sobald er sich auf die Suche macht?
Auch ein Kind kann nicht sofort rennen, es muß erst Krabbeln lernen...
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Beitragvon trinity » 14.09.2007, 08:02

Liebe Tatyana,

wer sagt denn dem Kind, dass und wie es krabbeln soll? Und NEIN, einen Liebeshinweis braucht niemand - wie willst Du diese Gefühl in Worte kleiden, was so unaussprechlich ist? Es wird doch dann banal! Liebe ist da - und wird immer rauskommen, egal wie!

Sprache - in diesem Zusammenhang - ist für mich da, um sie zum Schweigen zu bringen ...

Für mich meint dieser Text: geh weg von Deinen Gedanken und Prägungen (was erstmal richtig schwer ist) und geh in Dein Gefühl (Bauch) und spür einfach mal hin, was da ist an Liebe und Kraft und Mut ...

Gruss
Herr T
trinity
 

Beitragvon Tatyana † » 14.09.2007, 08:13

Eben, es ist schwer. Alles drumrum ist so laut und oft wollen wir auch gar nicht wirklich wissen, was sich da drin so alles befindet...
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Beitragvon trinity » 14.09.2007, 08:35

oooohhh ...

2 Gedanken dazu: ich für mich mach jeden Morgen, zeitnah nach dem Aufstehen, mindestens für 5 Minuten die Augen zu und fühle in mich rein. Und versuche nur wahrzunehmen, was da ist.

Und dann versuche in eine positive Stimmung zu kommen und visualisiere, was ich wirklich möchte und was an diesem Tag geschehen soll, damit ich glücklich bin.

Das kann man tagsüber immer wieder wiederholen.

Gruss
Herr T
trinity
 

Beitragvon Tatyana † » 14.09.2007, 09:19

Klingt gut...manchmal geht das "sein" im Alltag wirklich etwas unter und man merkt es teilweise nicht mal...
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Beitragvon trinity » 15.09.2007, 04:41

Einfach mal lesen und drüber nachdenken ...


Eines Tages bat eine Lehrerin ihre Schüler, die Namen aller anderen Schüler in der Klasse auf ein Blatt Papier zu schreiben und ein wenig Platz neben den Namen zu lassen.

Dann sagte sie zu den Schülern, Sie sollten überlegen, was das Netteste ist, das sie über jeden ihrer Klassenkameraden sagen können und das sollten sie neben die Namen schreiben.

Es dauerte die ganze Stunde, bis jeder fertig war und bevor sie den Klassenraum verließen, gaben sie ihre Blätter der Lehrerin. Am Wochenende schrieb die Lehrerin jeden Schülernamen auf ein Blatt Papier und daneben die Liste der netten Bemerkungen, die ihre Mitschüler über den einzelnen aufgeschrieben hatten.

Am Montag gab sie jedem Schüler seine oder ihre Liste. Schon nach kurzer Zeit lächelten alle. "Wirklich?", hörte man flüstern..... "Ich wusste gar nicht, dass ich irgend jemandem was bedeute!" und "Ich wusste nicht, dass mich andere so mögen", waren die Kommentare.

Niemand erwähnte danach die Listen wieder. Die Lehrerin wusste nicht, ob die Schüler sie untereinander oder mit ihren Eltern diskutiert hatten, aber das machte nichts aus. Die Übung hatte ihren Zweck erfüllt. Die Schüler waren glücklich mit sich und mit den anderen.

Einige Jahre später war einer der Schüler in Vietnam gefallen und die Lehrerin ging zum Begräbnis dieses Schülers. Die Kirche war überfüllt mit vielen Freunden. Einer nach dem anderen, der den jungen Mann geliebt oder gekannt hatte, ging am Sarg vorbei und erwies ihm die letzte Ehre. Die Lehrerin ging als letzte und betete vor dem Sarg.

Als sie dort stand, sagte einer der Soldaten, die den Sarg trugen, zu ihr: "Waren Sie Marks Mathe Lehrerin?" Sie nickte: "Ja". Dann sagte er: "Mark hat sehr oft von Ihnen gesprochen." Nach dem Begräbnis waren die meisten von Marks früheren Schulfreunden versammelt.

Marks Eltern waren auch da und sie warteten offenbar sehnsüchtig darauf, mit der Lehrerin zu sprechen. Wir wollen Ihnen etwas zeigen", sagte der Vater und zog eine Geldbörse aus seiner Tasche. "Das wurde gefunden, als Mark gefallen ist. Wir dachten, Sie würden es erkennen."

Aus der Geldbörse zog er ein stark abgenutztes Blatt, das offensichtlich zusammengeklebt, viele Male gefaltet und auseinandergefaltet worden war. Die Lehrerin wusste ohne hinzusehen, dass dies eines der Blätter war, auf denen die netten Dinge standen, die seine Klassenkameraden über Mark geschrieben hatten.

Wir möchten Ihnen so sehr dafür danken, dass Sie das gemacht haben", sagte Marks Mutter. "Wie Sie sehen können, hat Mark das sehr geschätzt." Alle früheren Schüler versammelten sich um die Lehrerin.

Charlie lächelte ein bisschen und sagte: "Ich habe meine Liste auch noch. Sie ist in der obersten Lade in meinem Schreibtisch". Chucks Frau sagte: "Chuck bat mich, die Liste in unser Hochzeitsalbum zu kleben."

"Ich habe meine auch noch", sagte Marilyn. "Sie ist in meinem Tagebuch." Dann griff Vicki, eine andere Mitschülerin, in ihren Taschenkalender und zeigte ihre abgegriffene und ausgefranste Liste den anderen. "Ich trage sie immer bei mir", sagte Vicki und meinte dann: "Ich glaube, wir haben alle die Listen aufbewahrt." Die Lehrerin war so gerührt, dass sie sich setzen musste und weinte. Sie weinte um Mark und für alle seine Freunde, die ihn nie mehr sehen würden.

Im Zusammenleben mit unseren Mitmenschen vergessen wir oft, dass jedes Leben eines Tages endet und dass wir nicht wissen, wann dieser Tag sein wird. Deshalb sollte man den Menschen, die man liebt und um die man sich sorgt, sagen, dass sie etwas Besonderes und Wichtiges sind.

Sag es ihnen, bevor es zu spät ist. Du kannst es auch tun, indem Du Diese Nachricht weiterleitest. Wenn Du dies nicht tust, wirst Du wieder einmal eine wunderbare Gelegenheit verpasst haben, etwas Nettes und Schönes zu tun.

Denk daran, Du erntest, was Du säst. Was man in das Leben der anderen einbringt, kommt auch ins eigene Leben zurück.

Dieser Tag soll ein gesegneter Tag sein und genau so etwas Besonderes wie Du es bist.
trinity
 

Beitragvon tosamasi » 15.09.2007, 08:26

PSALM 85, 8-14

Herr, erweise uns deine Gnade
und gib uns dein Heil!

Könnte ich doch hören,
was Gott der Herr redet,

dass er Frieden zusagte seinem Volk und seinen Heiligen,
damit sie nicht in Torheit geraten.

Doch ist ja seine Hilfe nahe denen, die ihn fürchten,
dass in unserem Lande Ehre wohne;

dass Güte und Treue einander begegnen,
Gerechtigkeit und Friede sich küssen;

dass Treue auf der Erde wachse
und Gerechtigkeit vom Himmel schaue;

dass uns auch der Herr Gutes tue,
und unser Land seine Frucht gebe;

dass Gerechtigkeit vor ihm her gehe
und seinen Schritten folge.
Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden
(Hermann Hesse)
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Beitragvon Tatyana † » 15.09.2007, 19:06

Wenn so eine lange Woche endlich vorbei ist, dann macht man sich manchmal Gedanken. Darüber, was passiert ist oder nicht passiert ist, darüber, was man gesagt und getan hat, bewertet sich und seine Handlungen und Gedanken und die anderer. Man sieht, was man eigentlich tun wollte und nicht getan hat, was man vielleicht gesagt oder getan hat, das man besser hätte lassen sollen. Nimmt sich vor, das eine oder andere zu ändern und weiß genau, man fällt wahrscheinlich sowieso wieder in den alten Trott zurück. Der Neujahrseffekt quasi;-)

Normalerweise ist das auch nicht weiter schlimm, man meint immer, noch ganz viel Zeit zu haben. Das Leben scheint ewig zu währen, vor allem, wenn man jung ist. Doch manchmal, da bleibt dann auf einmal keine Zeit mehr. Haben wir etwas versäumt, das wir nie werden zurückholen können.
Warum leben wir oft so sehr bequem im “morgen”? Sollten wir nicht lieber versuchen, mehr im “heute” zu leben, bevor es zu spät ist?


TK
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Beitragvon autor » 16.09.2007, 17:15

Liebe Tatyana,

" ... bevor es zu spät ist." ist ein hartes Wort, das Leben vergrämt. Ich hoffe, dass es niemals zu spät wird, dem, der lebt.

Betrachtung der Zeit

Mein sind die Jahre nicht,
Die mir die Zeit genommen;
Mein sind die Jahre nicht,
Die etwa möchten kommen;
Der Augenblick ist mein,
Und nehm ich den in acht
So ist der mein,
Der Jahr und Ewigkeit gemacht.

Andreas Gryphius
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Beitragvon Tatyana † » 16.09.2007, 17:47

Manche Wege verschließen sich, wählt man den einen Weg statt eines anderen. Manche Menschen begleiten uns eine zeitlang, um wieder, manche still und leise, manche nach lauten Worten, eines anderen Weges zu gehen, einen, der uns nicht mehr berührt. Und manche, denen wir heute noch etwas liebes sagen oder tun wollten, sind morgen schon tot und diese Chance ist vorbei.

"Zu spät". Es heißt, wenn sich eine Tür schließt, tut sich eine andere dafür auf. Aber hinter dieser Tür wird nicht das warten, was hinter der anderen Tür gewartet hätte, zum Guten oder zum Schlechten.
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Beitragvon autor » 16.09.2007, 18:25

Es ist wahr, was ist. Eine Handlung, die in meinem Einflussbereich „vertan“ wurde, ist Möglichkeit geblieben, eine unter Tausenden. Diese Handlungsmöglichkeit ist nicht Handlung geworden. Sie ist nicht in die Zeit getreten. Für sie war es nie zu spät und wird es nie zu spät werden. Sie ist nicht. „Hätte, wäre, wenn“ – wenn ich mich von geträumten Wirklichkeiten meines Handelns leiten ließe, was sollte ich dann tun um mein Leben in Anbetracht aller Handlungsmöglichkeiten so zu leben, dass es für Dinge nie „zu spät“ würde? Krampfhaft müsste ich stets versuchen, der Zukunft meine überkommenen Träume abzuringen trachtend, die fließende Wirklichkeit in die staubigen Schubladen einer in der Vergangenheit aufgestellten Weltwahrnehmungskommode zu pressen. Dieser Weg oder jener Weg, diese Tür oder jene Tür – Träumerei. Nur ein Weg ist wahr, und zwar der, der ist. Und er besteht aus Momenten, die einfach da sind.
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