Das andere Gedicht

Selbstgedichtet und verfasst oder entdeckt

Re: Das andere Gedicht

Beitragvon tosamasi » 28.12.2011, 12:07

Im nächtlichen Schatten
dem monddunklen, matten
bewegen sich leise
auf heimliche Weise
diverse Gewächse
wie Hexer und Hexe
die gern schabernacken
und Glieder abhacken
und nachts in den Laken
Listen abhaken
Doch fürchtet euch nicht
sie scheuen das Licht

:mrgreen:
Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden
(Hermann Hesse)
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Re: Das andere Gedicht

Beitragvon a cappella » 28.12.2011, 12:11

Du hättest noch "harken" einarbeiten können. Verschenkte Chance ... :wink:
a cappella
 

Re: Das andere Gedicht

Beitragvon tosamasi » 28.12.2011, 12:14

Manchmal hakt es. Man müsste dann tiefer harken.
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Re: Das andere Gedicht

Beitragvon a cappella » 28.12.2011, 12:51

:mrgreen:
a cappella
 

Re: Das andere Gedicht

Beitragvon Cemper » 29.12.2011, 23:14

In Rom steht ein Dom,
und es domt oft in Rom,
wenn es domt läuten die Glocken,
drum iss morgens Haferflocken,
das mildert Kummer und Peng.
Ob ich gläubig bin? Das weiß nur Gott allein.
Stanislaw Jerzy Lec (Unfrisierte Gedanken)
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Re: Das andere Gedicht

Beitragvon a cappella » 30.12.2011, 07:59

... und des reimt sich nur a weng.
a cappella
 

Re: Das andere Gedicht

Beitragvon Stellungnehmer » 30.12.2011, 09:02

a cappella hat geschrieben:... und des reimt sich nur a weng.


Sei doch nicht so streng
Ich bin neuapostolisch - und das ist auch gut so!
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Re: Das andere Gedicht

Beitragvon a cappella » 30.12.2011, 19:07

:wink:
a cappella
 

Re: Das andere Gedicht

Beitragvon tosamasi » 30.12.2011, 23:05

Ich sage jetzt mal rundheraus
ich mag das heitere Geplänkel
da spende ich doch glatt Applaus
und stelle keinen in den Senkel

Denn diese kleinen heit'ren Spiele
die unsre Münder lachen machen
die setzen sich ja nur zum Ziele
den kleinen Scherz, im Mannigfachen

:D
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Re: Das andere Gedicht

Beitragvon orig.gabi » 31.12.2011, 15:56

Bevor man das neue Jahr würdig begrüßen kann, sollte man das Alte anständig beenden:

http://www.youtube.com/watch?v=bgtczZdDbQI

:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe ist,
der bleibt in Gott und Gott in ihm.
1.Johannes, 4,16
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Re: Das andere Gedicht

Beitragvon Cemper » 25.01.2012, 09:14

Sonia hat geschrieben:Tag, Herr Cemper,

Kant behauptet an der von Ihnen verlinkten Stelle:
Die Dichtkunst verschwindet mit dem Alter und andere Wissenschaften bekommen alsdann ihre Reife.


Was meinen Sie, wie ist das zu verstehen? Als etwas Unausweichliches - wie des Mannes Haarpracht, die sich vom Oberhaupt in Nase und Ohren verlagert?
Oder ist jugendliches Staunen und Unwissen nötig zum Dichten? Soeben sah ich aus meinem Fenster einen schicken Regenbogen, der sich vor einem schwarzgrauen Himmel über der Stadt wölbte. Würde ich darüber eher in Verzückung geraten und ein Regenbogengedicht schreiben wollen, wenn ich nicht wüsste, wie ein Regenbogen entsteht, und wenn ich nicht schon hunderte nicht minder schöne gesehen hätte?

Bunte Grüße
Sonia


Tag, Frau Sonia,

ich weiß nicht, wie "das" zu verstehen ist. Hinter mir steht im Regal eine Kant-Gesamtausgabe. Wenn ich Zeit habe, werde ich mal "etwas blättern". Vielleicht finde ich eine Antwort in den großen Studien zur Kritik (der praktischen Vernunft, der Urteilskraft und der reinen Vernunft) oder in dem Text "Was heißt: sich im Denken orientieren?". Ich werde Ihnen dann schreiben. Bis dahin verweise ich Sie auf Robert Gernhardt:

Eines Tages geschah es Kant,
daß er keine Worte fand.
Stundenlang hielt der den Mund,
und er schwieg nicht ohne Grund.
Ihm fiel absolut nichts ein,
drum ließ er das Sprechen sein.
Erst als man zum Essen rief,
wurd' er wieder kreativ,
und er sprach die schönen Worte:
“Gibt es hinterher noch Torte?”

Rote Grüße
Cemper
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Re: Das andere Gedicht

Beitragvon tosamasi » 25.01.2012, 10:59

:lol:
Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden
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Re: Das andere Gedicht

Beitragvon Stellungnehmer » 25.01.2012, 14:23

Cemper hat geschrieben:Bis dahin verweise ich Sie auf Robert Gernhardt:


Ja, der Gernhardt ist gut. Leider viel zu früh gestorben, damit bleiben uns viele Werke vorenthalten.
Sein unvergleichlicher Humor kommt sehr gut in dem GLEICHNIS Käthe und Elch zum Ausdruck.

In Erinnerung an R. G. hier sein knapper Kommentar über Dürers Handzeichnungen:

Zum Heul'n,
wie viele tausend Blatt
er blindlings vollgezeichnet hat
mit Männern, Frauen, Eul'n -
zum Heul'n!

:wink: :lol:
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Re: Das andere Gedicht

Beitragvon johnnelsonjun » 13.02.2012, 16:41

Beim Lesen der threads in den letzten Tagen legte sich mir die folgenden Verse eines großen Dichters meiner Heimat auf den Nerv:


Die Harzer Schmorwurst

Die Rose blüht, der Dorn, der sticht,
Die Harzer Schmorwurst tut das nicht.
Sie duftet nur und glänzt von Fett
Und ruht gemächlich und adrett
Voll Saft und Kraft im Teller hier,
Zu locken deines Gaumens Gier.
Jedoch, wer ihr zum Attentat
Mit Ungeschick und Gabel naht
Und ihr mit allzu raschen Händen
Von oben zwischen beiden Enden
Den Stich versetzt und hurtig schneidet,
Was meint ihr wohl, was der erleidet?
Die Schmorwurst, saft- und tugendvoll,
Spritzt ihm vor Wut aufs Kamisol!

"Die Rose kühne Räuber ritzt,
Die Schmorwurst - zum Vergleiche - spritzt"

Wer seinen Schlips und Kragen liebt,
Der tue, was man hierorts übt:

Der Schmorwurst nah mit sanften Mienen,
Dann wird sie dir desgleichen dienen.
Am Zipfel, der dir abgewandt,
Pick ihr ein Loch mit sich'rer Hand,
Die Wurst wird ohne ein Verdrießen,
So angezapft, ihr Fett vergießen
Und ist dann, nicht mehr prall und breit,
Ergebenst zum Genuss bereit.

Zuerst den Widerstand erweichen!
Reizt das nicht manchen zu Vergleichen?

Quelle: "Kleine Bettlektüre für alle, die den Harz lieben"
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