Alles hat seine Zeit

Selbstgedichtet und verfasst oder entdeckt

Beitragvon niltir » 07.11.2005, 09:16

Danke! :wink:
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Am Ende schuf Gott aus Liebe einen neuen Anfang ..
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Beitragvon orig.gabi » 07.11.2005, 09:35

Freundin! - sprach Columbus - traue
keinem Genueser mehr!
Immer starrt er in das Blaue -
Fernstes lockt ihn allzusehr!

Stehen fest wir auf den Füßen!
Nimmer können wir zurück!
Schaun hinaus: von fernher grüßen
Uns Ein Tod, Ein Ruhm, Ein Glück!

Fremdestes ist nun mir teuer!
Genua, das sank, das schwand -
Herz, bleib kalt! Hand, halt das Steuer!
Vor mir Meer -
und Land? -
und Land?

Friedrich Nietzsche
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe ist,
der bleibt in Gott und Gott in ihm.
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Beitragvon der_ortsgeistliche » 07.11.2005, 17:43

Sachliche Romanze

Als sie einander 8 Jahre kannten
(und man darf sagen: sie kannten sich gut)
kam ihre Liebe Plötzlich abhanden.
Wie andern Leuten ein Stock oder Hut.

Sie waren trauig, betrugen sich heiter,
versuchten Küsse, als ob nichts sei,
und sahen sich an und wußten nicht weiter.
Da weinte sie schliesslich. Und er stand dabei.

Vom Fenster aus konnte man Schiffen winken.
Er sagte, es wäre schon viertel nach vier
und Zeit, irgendwo kaffee zu trinken.
Nebenan übte ein Mensch Klavier.

Sie gingen ins kleinste Cafe am Ort
und rührten in ihren Tassen.
Am Abend saßen sie immer noch dort.
Sie saßen allein, und sie sprachen kein Wort
und konnten es einfach nicht fassen.

Erich Kästner
Wer am Montag zerknittert zur Arbeit kommt, hat die ganze Woche lang Zeit, sich zu entfalten.
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Beitragvon der_ortsgeistliche » 08.11.2005, 22:35

Servus

Sag beim Abschied nicht: Adieu.
Sag nicht: Du, es war irgendwie unheimlich schön mit dir.
Sag nicht: Ich glaub, es ist für uns beide das Beste so.
Sag nicht: Du warst ja viel zu gut für mich.
Sag nicht: Laß es uns doch noch einmal miteinander probieren.

Sag nicht: Ich ruf dich an,ja?
Sag nicht: Und die Leute ham immer gesagt, wir wären so ein schönes Paar.
Sag nicht: Aber körperlich, körperlich hat es doch meistensganz gut geklappt, oder?
Sag niemals: Ich glaube, ein Teil von mir wird dich ein Stück weit immer lieben.
Sag auf gar keinen Fall: Wenn ich Every Breath You Take höre, werde ich bestimmt jedesmal an dich denken müssen.
Sag nicht: Weißt du, was Konfusius sagt? Jeder Abschied ist wie ein kleiner Tod.
Sag nicht: Erinnerst du dich noch an die Szene in Casablanca, wo Bogart die Bergmann am Kinn fasst, man sieht sie so mit Weichzeichnern, Victor steht total eifersüchtig daneben, aber Bogart lässt sich nicht meschugge machen, er schaut die Bergmann an und sagt:
Sag nicht: Die Zeit mit dir hat sich auf ewig in mein Gedächtnis eingebrannt.
Sag nicht: Geh mit Gott.
Sag nicht: Okay dann.
Sag nicht: Wir sehen uns im nächsten Leben.
Sag nicht: Time to say goodbye.
Sag nicht: I'II be back.
Sag nicht: Here's looking at you, kid.
Schau nicht hin, geh nicht zurück,
Und sag beim Abschied leise: Fick Dich.

Michael Ebmeyer & Tilmann Rammstedt
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Beitragvon niltir » 09.11.2005, 11:21

Alles hat seine Zeit.

Alles.
Ja, Alles,
hat seine Zeit.

Vieles.
Ja, Vieles,
ist für die Zeit.

Manches.
Ja, Manches,
braucht seine Zeit.

Liebe.
Ja, Liebe,
kennt keine Zeit.

Liebe Grüße
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Beitragvon orig.gabi » 09.11.2005, 12:22

Hörst du die Stille?


Hörst du die Stille?
In all dem Trubel
mit dem du dich umgibst.

Zu viel Lärm
zu viele Gedanken
zu viel zu tun,
möglichst gleich.

Kein Platz ist in dir
zum Innehalten
für Muße
nur für Dich.

Mach dich frei
von allem Zuviel,
Überflüssigen
auch von Gedanken.

Platz wird
in dir
du wirst sie
wieder hören

.... die Stille


Karin Ernst
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Beitragvon pu » 29.11.2005, 08:28

Manchmal träume ich davon, dass ich nicht immer blühen muss; sondern Zeit, Ruhe habe, um Kraft für neue Triebe zu sammeln.
(Andrea Schwarz)
Und Gott spricht: "Ich lieb' dich sehr... "
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Beitragvon orig.gabi » 21.12.2005, 17:22

Wir reden
Wir reden dauernd
aneinander vorbei

Wir reden
Wir reden uns
immer weiter auseinander

Vielleicht
schweigen wir uns
wieder zusammen

Lothar Zenetti
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Beitragvon fireangel » 21.12.2005, 17:25

Heute, war Gestern noch Morgen.
Morgen wird Heute, Gestern sein.
fireangel
 

Beitragvon fireangel » 21.12.2005, 17:27

Es eilt die Zeit,
der Augenblick entschwebt;
und den du nicht genutzt,
den hast du nicht gelebt.
fireangel
 

Beitragvon Uhu-Uli » 21.12.2005, 18:35

Alles hat seine Zeit ...
ich bin dankbar einen Platz gefunden zu haben,
wo ich manchmal solche Predigten hören kann ...

http://www.ekir.de/ek-rellinghausen/html/rueckblick/18-12-05-Oblau.html

Mögen sich die Wege vor euren Füssen ebnen!

Eure Uli
Uhu-Uli
 

Beitragvon orig.gabi » 23.12.2005, 17:36

Der Engel in dir
freut sich über dein
Licht

weint über deine Finsternis

Aus seinen Flügeln rauschen
Liebesworte
Gedichte Liebkosungen
Er bewacht
deinen Weg

Lenk deinen Schritt
engelwärts

Rose Ausländer
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der bleibt in Gott und Gott in ihm.
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Beitragvon fireangel » 23.12.2005, 17:42

Liebe die ganze Menschheit.
Hilf allen Lebewesen.
Sei ein Quell unerschöpflicher
Freude.
Erkenne Gott und das Gute in
jedem Gesicht.
Kein Heiliger ist ohne
Vergangenheit,
und kein Sünder ohne Zukunft.
Sprich Gutes über jeden.
Kannst du für jemanden kein Lob
finden,
so lasse ihn aus deinem Leben
gehen.
Sei originell.
Sei erfinderisch. Sei mutig. Schöpfe Mut -
immer und immer wieder.
Ahme nicht nach.
Sei stark.
Sei aufrichtig.
Stützt dich nicht auf die Krücken anderer.
Denke mit deinem eigenen Kopf. Sei du selbst.
Alle Vollkommenheit und Tugend Gottes
Sind in dir verborgen - offenbare sie.
Auch Weisheit ist bereits in dir. Schenke sie der Welt.
Lasse zu, dass die Gnade Gottes dich freimacht.
Lasse Dein Leben das einer Rose sein.
Schweigend spricht sie die Sprache des Duftes.
fireangel
 

eigentlich am Morgen zu lesen ...

Beitragvon Uhu-Uli » 15.01.2006, 20:44

Bild

H.D.Hüsch Anteilnahme

Erkundigen wir uns, meine Freunde;
jeder, jeder ist doch froh,
wenn man Anteil nimmt.
Ganz egal, ob er nun groß oder klein,
dick oder dünn,
berühmt oder unbekannt ist.
Die meisten Menschen, wir alle brauchen das.
Wir brauchen,
dass mal jemand kommt und nach uns fragt. Nicht wahr?

Denn die Meisten Menschen fragt doch kein Mensch.
Viele blühen doch richtig auf, wie Honigkuchenlippizaner,
wenn man sie fragt, was sie denn so machen.
Wenn man sich für sie interessiert.
Und da können sie mir sagen, was sie wollen,
alle Menschen werden im Augenblick ganz andere Menschen,
wenn sie merken, da ist plötzlich jemand,
der oder die sich für das, was ich so mache, interessiert.
Plötzlich sieht der ganze Tag völlig anders aus,
viel heller, obwohl es regnet.
Weil man auf einmal von sich erzählen darf.

Und dann muss man einfach zuhören.
Das ist das Wichtigste.
Zuhören können den andern einfach mal alles erklären lassen.
Ich hab das regelrecht üben müssen,
muss ich zugeben.
Man hört sich ja auch gern selbst reden.
Besonders Künstler.

Aber jetzt ist mal der andere, der oder die dran.
Und der ist ganz überrascht, endlich hört ihm mal jemand zu.
"Das hab ich ja noch nie, oder höchst selten erlebt."
Ich lasse mir oft von Leuten ihren Beruf haarklein erklären,
obwohl ich gar nichts davon verstehe.
Aber der andere erzählt mir dabei sein ganzes Leben.
Und ich sehe, wie er immer leidenschaftlicher wird.
Vor einer halben Stunde war er noch apathisch und verbittert
und seine kleine Frau saß ganz klein und schüchtern neben ihm.
Und jetzt sind beide nicht mehr zu bremsen, und sie erzählen und
erklären und beschreiben
und machen und tun, bloß, weil jemand gesagt hat:
Wie geht es ihnen und "Was machen Sie Erzählen sie doch mal"

Sie müssen das, meine Freunde auch mal machen.
Auch wenn sie nicht gleich sämtliche Völker der Welt erreichen.
Probieren sie es mal aus.
Wenn sie wieder demnächst,
hie und da in Gesellschaft sind,
oder egal wo,
gehen sie einfach mal auf den Stillsten,
Schüchternsten zu,
und fragen sie, was sie beide so machen,
dann erzählen sie.
Sire, sie geben den Menschen ihre Bedeutung zurück!
Heute hier, morgen zwischen Moskau und Smolensk
und übermorgen auf der ganzen Welt.
Beginnen wir meine Lieben mit unserem Weg, nämlich bei uns selbst.

Vielleicht ein bisschen viel verlangt,
so früh am Morgen,
aber heute Abend ist es vielleicht schon zu spät.
Uhu-Uli
 

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