Fasten 2008

u.a. Diskussion der Idee eine Basisorganisation in der NAK

Fasten 2008

Beitragvon egil » 06.02.2008, 08:49

Liebe Leute,

mit dem heutigen Aschermittwoch beginnt die vorösterliche Fastenzeit 2008.

Neben den Veröffentlichungen im Print-Format finden sich auch im Internet Impulse für die Fastenzeit, u.a. hier und - für Männer - hier und - für Paare - hier.

Begleitung während der Fastenzeit kann - neben Veranstaltungen und Angeboten in den Pfarr- und Kirchengemeinden und Bildungshäusern, geistlichen Zentren und Klöstern - beim ersten obigen Link genutzt werden.

Diese Liste ist natürlich längst nicht vollständig - wer weitere Tipps und Hinweise hat, ist gerne eingeladen, sie hier einzustellen.

Darüber hinaus ist hier der Raum, sich zum Thema auszutauschen. Wenn das zu wirr wird, werden wir uns bemühen, die Stränge zu entknoten.

Eine erfüllte Zeit,

Egil
Christ ist erstanden von den Martern allen. Des solln wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein. Kyrieleis.
Wär er nicht erstanden, so wär die Welt vergangen; seit dass er erstanden ist, so freut sich alles was da ist. Kyrieleis.
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Beitragvon Jesu Juva » 06.02.2008, 09:06

Mein Impuls:

Internetfasten.

Ich möchte bis Ostern das Internet nur noch nutzen, wenn ich nicht darum herum komme.

Das soll kein Witz sein, sondern mein letzter Beitrag hier bis Ostern.

Bis dahin macht es gut,
und eine schöne Fastenzeit wünscht Euch,
Euer Lars
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Beitragvon maranatha » 06.02.2008, 10:55

Guten Tag,

Am Aschermittwoch
Ist alles vorbei.
Die Schwüre von Treue
Sie brechen entzwei,
Von all deinen Küssen
Darf ich nichts mehr wissen.
Wie schön es auch sei,
Dann ist alles vorbei.


Heißt es in einem Lied, Asche aufs Haupt und der beginn der christlichen Fastenzeit.
Fastenzeit ist Enthaltsamkeit, von der Beschränkung von Nahrungsaufnahme, bestimmte Dinge wie Genussmittel, Fleisch, Alkohol usw. Wie kennen es, aus allen Religionen, meist zur Vorbereitung von Festen. Im Christentum ist es die vierzigtägige Passionszeit, also bis Ostern uns dieser Enthaltsamkeit hinzugeben.
Aber warum? Schon die alten Reformatoren kritisierten die Fastengebote als reine Äußerlichkeiten, durch die das Wohlwollen Gottes nicht erlangt werden könne.
Oder ist gar "Fasten Humbug"?
Die Frage sei erlaubt warum unterziehe ich mich einer Enthaltsamkeit, wo in der Zeit davor mir fast alles erlaubt ist, warum unterziehe ich mich Sitten und Bräuche um dann das Aschekreuz zu erhalten mit den Worten: „Gedenke Mensch, dass Du aus Staub bist und zum Staub wirst Du zurückkehren."
Warum nicht immer Enthaltsamkeit, oder gerade in der Karnevalszeit?
Gewiss ich bin ein Faschingsmuffel, das ist nicht weil ich in der NaK groß geworden bin, sondern weil ich in einer Gegend aufgewachsen bin wo die Karnevalszeit an einem Spurlos vorüber gegangen ist und somit auch die Fastenzeit.
Ich lebe jetzt in einer Gegend wo man die Karnevalszeit mit allen Sinnen erlebt und in Bayern ist es noch etwas anders als in anderen Gegenden, gerade in der Fastenzeit. Es beginnt bald die fünfte Jahreszeit, hier fängt 14 Tage Später die Starkbierzeit an, diese Tradition wird heute noch gepflegt, wie schon im Mittelalter. Besonders streng wurde in den Klöstern gefastet. Um diese Zeit des Darbens ein wenig abzumildern, kamen vor einigen Jahrhunderten die Paulaner-Mönche in der Au auf die Idee, ein besonders gehaltvolles und nahrhaftes Bier zu brauen - das Starkbier eben.
Und dann heißt es wieder: „die Hände zum Himmel“.
Am Aschermittwoch ist eben nicht alles vorbei.
Am Aschermittwoch, traditionell Fischessen, politische reden schwingen, den anderen Ausrichten und sich selber in ein besseres Licht rücken.
Und es bleibt die Frage: Enthaltsamkeit nur zur Fastenzeit?
Nun muss ich essen machen, nein nicht Fisch, das wollen meine Kinder nicht, sondern was mit Rinderhack.
In diesem Sinne
Mahlzeit
maranatha
Gott des Aufbruchs, sei mit mir unterwegs zu mir selbst, zu den Menschen, zu dir.
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Beitragvon trinity » 06.02.2008, 11:07

Falsches und echtes Fasten
(Jesaja 58, 3 bis 12)


1 Rufe getrost, halte nicht an dich! Erhebe deine Stimme wie eine Posaune und verkündige meinem Volk seine Abtrünnigkeit und dem Hause Jakob seine Sünden!

2 Sie suchen mich täglich und begehren meine Wege zu wissen, als wären sie ein Volk, das die Gerechtigkeit schon getan und das Recht seines Gottes nicht verlassen hätte. Sie fordern von mir Recht, sie begehren, dass Gott sich nahe.

3 »Warum fasten wir und du siehst es nicht an? Warum kasteien wir unseren Leib und du willst's nicht wissen?« Siehe, an dem Tag, da ihr fastet, geht ihr doch euren Geschäften nach und bedrückt alle eure Arbeiter.

4 Siehe, wenn ihr fastet, hadert und zankt ihr und schlagt mit gottloser Faust drein. Ihr sollt nicht so fasten, wie ihr jetzt tut, wenn eure Stimme in der Höhe gehört werden soll.

5 Soll das ein Fasten sein, an dem ich Gefallen habe, ein Tag, an dem man sich kasteit, wenn ein Mensch seinen Kopf hängen lässt wie Schilf und in Sack und Asche sich bettet? Wollt ihr das ein Fasten nennen und einen Tag, an dem der HERR Wohlgefallen hat?

6 Das aber ist ein Fasten, an dem ich Gefallen habe: Lass los, die du mit Unrecht gebunden hast, lass ledig, auf die du das Joch gelegt hast! Gib frei, die du bedrückst, reiß jedes Joch weg!

7 Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut!

8 Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Heilung wird schnell voranschreiten, und deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des HERRN wird deinen Zug beschließen.

9 Dann wirst du rufen und der HERR wird dir antworten. Wenn du schreist, wird er sagen: Siehe, hier bin ich. Wenn du in deiner Mitte niemand unterjochst und nicht mit Fingern zeigst und nicht übel redest,

10 sondern den Hungrigen dein Herz finden lässt und den Elenden sättigst, dann wird dein Licht in der Finsternis aufgehen, und dein Dunkel wird sein wie der Mittag.

11 Und der HERR wird dich immerdar führen und dich sättigen in der Dürre und dein Gebein stärken. Und du wirst sein wie ein bewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, der es nie an Wasser fehlt.

12 Und es soll durch dich wieder aufgebaut werden, was lange wüst gelegen hat, und du wirst wieder aufrichten, was vorzeiten gegründet ward; und du sollst heißen: »Der die Lücken zumauert und die Wege ausbessert, dass man da wohnen könne«.
trinity
 

Beitragvon egil » 06.02.2008, 16:14

Auch interessant: Einfach mal 40 Tage lang nicht über andere reden.
Christ ist erstanden von den Martern allen. Des solln wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein. Kyrieleis.
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Beitragvon P&J » 06.02.2008, 18:00

egil hat geschrieben:Auch interessant: Einfach mal 40 Tage lang nicht über andere reden.


... und jede Woche einen Brief erhalten, der die Fastenzeit unterstützt

:arrow: Andere Zeiten
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Beitragvon egil » 26.02.2008, 18:42

Finde ich einen wirklich prima Impuls für eine Fasten-"Zwischenstation".
Christ ist erstanden von den Martern allen. Des solln wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein. Kyrieleis.
Wär er nicht erstanden, so wär die Welt vergangen; seit dass er erstanden ist, so freut sich alles was da ist. Kyrieleis.
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