Plädoyer für einen offenen Neuapostolizismus

u.a. Diskussion der Idee eine Basisorganisation in der NAK

Plädoyer für einen offenen Neuapostolizismus

Beitragvon Bedenkentraeger » 25.03.2007, 16:43

Plädoyer für einen offenen Neuapostolizismus

Es ist hier ja schon viel darüber nachgedacht und geschrieben worden, was für Veränderungen in unserer Kirche notwendig sein sollen. Viele meinen, es tue sich auch etwas in dieser Richtung - ja, einige finden, es kündige sich doch so etwas wie ein Paradigmenwechsel, eine Wende, ein Umbruch an, und falls so etwas nicht kommt, falls solches ausbleibt, dann müsse man sowas eben herbeiführen, mit allen Mitteln und auch gegen alle Widerstände, gegen die Mehrheit der Gläubigen und gegen die Kirchenleitung.

Viele von Euch wissen es: Ich persönlich halte nicht viel davon - ja, ich lehne eine solche Einstellung und Handlungsweise grundsätzlich ab. Ich finde, es geht nicht darum, die Neuapostolische Kirche umzubauen, zu einer anderen Kirche, und es geht auch nicht darum, das gesamte neuapostolische Glaubenssystem umzugestalten, so daß dann ein ganz neues System entsteht. Wer solche Vorstellungen hat, der darf sie ja haben, aber er hat von der Sache her kein Recht, sie in der Kirche zu verwirklichen, die nun mal ein Glaubensgut hat, das nicht im Belieben einzelnder Personen steht. Eine Kirche ist nämlich eine Heimat für alle (resp. sie sollte es sein!), und sie ist nicht der Spielplatz für Dich und mich, wo wir vielleicht sagen können, wo es langgeht.

Aber ein jeder sollte in einer Kirche einen Platz finden - niemand sollte sich ausgegrenzt fühlen oder ausgestoßen werden, nur weil er in einigen Punkten andere Ansichten hat als die Mehrheit der Gläubigen. Glaube ist ja nicht ein intellektualistisches Fürwahrhalten von irgendwelchen Lehraussagen, sondern persönliche Erfahrung und Begegnung mit Gott. Und solche Erfahrungen und Begegnungen fallen selbstverständlich ganz unterschiedlich aus; jeder macht hier seine ganz eigenen Erfahrungen, und dafür sollte eine Kirche Christi den notwendigen Raum geben und dies als Bereicherung verstehen. Auch die Erkenntnisse können schon recht unterschiedlich ausfallen, auch in der Theologie, aber wie Hilde Domin es einmal ganz treffend ausdrückte: "Überall wird das Heu auf andere Weise geschichtet zum Trocknen unter der gleichen Sonne."

Was ich also eigentlich sagen will: Wir brauchen doch keinen neuen, ganz anderen Neuapostolizismus, sondern nur einen offeneren. Etwas weniger Lehrbuch-Glauben und auch weniger Triumphalismus eines Imponier-Neuapostolizismus, dafür mehr vom Evangelium des ohnmächtigen Mannes am Kreuz, des Bergpredigers, mehr Offenheit für die Welt, aber keinen Verrat des Evangeliums an die Tagesopportunität. Aber ich finde, wir alle sitzen nach wie vor in einem Treibhaus, haben dort ein paar schöne Pflanzen und Kostbarkeiten, aber auch viel Unkraut und Mist, und die einen würden hier gerne rigoros aufräumen, alles rausreißen, das Gute wie das Ungute, ich aber will nur die Fenster des Treibhauses öffnen, damit hier frische Luft rein kann, und mehr Licht, und dann können wir einfach schauen, wie wir das eine und andere Unkraut und manchen Mist rausbekommen, und Platz schaffen für weiteres Schöne.

Was meint Ihr?
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Beitragvon egil » 25.03.2007, 16:48

Lieber Bedenkenträger,

ich glaube, wenn Du Deine Gedanken konkretisieren würdest, wärst Du bald an einem Punkt, der Dir den Vorwurf einhandeln könnte, dass Du Dir darum geht, "die Neuapostolische Kirche umzubauen, zu einer anderen Kirche", dass es Dir darum zu tun ist, "das gesamte neuapostolische Glaubenssystem umzugestalten, so daß dann ein ganz neues System entsteht."

Remember: "Zurück zu Jesus" führte zu "Ich war immer bei ihm". Das ist zu respektieren, aber ändert nichts.
Christ ist erstanden von den Martern allen. Des solln wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein. Kyrieleis.
Wär er nicht erstanden, so wär die Welt vergangen; seit dass er erstanden ist, so freut sich alles was da ist. Kyrieleis.
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Beitragvon Bedenkentraeger » 25.03.2007, 16:58

egil hat geschrieben:Lieber Bedenkenträger,

ich glaube, wenn Du Deine Gedanken konkretisieren würdest, wärst Du bald an einem Punkt, der Dir den Vorwurf einhandeln könnte, dass Du Dir darum geht, "die Neuapostolische Kirche umzubauen, zu einer anderen Kirche", dass es Dir darum zu tun ist, "das gesamte neuapostolische Glaubenssystem umzugestalten, so daß dann ein ganz neues System entsteht."

Remember: "Zurück zu Jesus" führte zu "Ich war immer bei ihm". Das ist zu respektieren, aber ändert nichts.


Lieber "egil",

mir geht es von der Sache her nur darum, daß wir bei unserem alles in allem doch schönen Glauben das moderne Denken mit einbeziehen und die heutige Kultur. Dies wird sicherlich die eine und andere Veränderung herbeiführen - keine Frage. Aber das Gesamtbild wird dadurch nur etwas bunter und schöner, und insofern auch - ganz klar! - etwas anders, aber ich will das eigentliche, das ursprüngliche Bildnis nicht zerstören und mit einem völlig neuen übermalen.

Du verstehst?

Und alle meine Gedanken gehen nur in diese eine Richtung.

Lieben Gruß!
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Beitragvon TheologDiskurs » 25.03.2007, 19:11

Guten Abend Bedenkenträger,

nach längerer Forums-Abstinenz hat mich Dein Beitrag (mal wieder) sehr angesprochen.

Irgendwo sehe ich in Deiner Zusammenfassung oder auch Richtungsbeschreibung auch meine eigene Motivation wieder, weiterzumachen und aus diesem Weitermachen auch viel Kraft zu schöpfen.

Wir haben einen Glauben, der trotz aller menschlichen Verwirrungen die Urkirche zum Vorbild hat. Und ich bin sicher, dass die Kraft des Evangeliums auch in unserer Kirche wirkt. Du schreibst so schön einfach von dem Mann am Kreuz. Ein schwaches Bild, das uns aber die größte Macht eröffnet, die uns kaum begreiflich wird. Ein Mysterium.

Und ich bin sicher, dass aus dem Leben im Evangelium die Wirkung dieses Mysteriums sich entfaltet.

Wir sind aufgefordert, uns einzubringen in das Leben des Evangeliums. Das ist unsere Pflicht. Ich denke auch, dass unsere neuapostolische Kirche gute Impulse bringt. Auch für Christen aus anderen Kirchen. Auch darüber hinaus.

Ich sage es nochmal. Es gilt, das Evangelium zu leben. Und die Neuapostolische Kirche hat als oberstes Ziel diese Zielsetzung.

Und es sollte so sein, dass sie sich einbringt mit Offenheit in den Diskurs und den Dialog mit den anderen christlichen Kirchen um gemeinsam das Evangelium zu seiner Stellung unter der Menschheit zu verhelfen.

Gruß,

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Beitragvon James » 25.03.2007, 19:39

Lieber Bedenkentraeger - nur ganz kurz.

Ich würde Dir am liebsten widersprechen. Aber ich tue es ausdrücklich nicht - weil ich ahne, Du hast recht.

Dem anderen SEINEN Platz zu lassen und MEINEN finden zu können, ein großer schöner Wunsch.

Nur zum WIE fehlt mir die Phantasie....

Wenn ich offen glauben dürfte, was ich glaube....

Gute neue Woche :wink:

James
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Beitragvon Bedenkentraeger » 26.03.2007, 07:48

TheologDiskurs hat geschrieben:Guten Abend Bedenkenträger,

nach längerer Forums-Abstinenz hat mich Dein Beitrag (mal wieder) sehr angesprochen.

Irgendwo sehe ich in Deiner Zusammenfassung oder auch Richtungsbeschreibung auch meine eigene Motivation wieder, weiterzumachen und aus diesem Weitermachen auch viel Kraft zu schöpfen.

Wir haben einen Glauben, der trotz aller menschlichen Verwirrungen die Urkirche zum Vorbild hat. Und ich bin sicher, dass die Kraft des Evangeliums auch in unserer Kirche wirkt. Du schreibst so schön einfach von dem Mann am Kreuz. Ein schwaches Bild, das uns aber die größte Macht eröffnet, die uns kaum begreiflich wird. Ein Mysterium.

Und ich bin sicher, dass aus dem Leben im Evangelium die Wirkung dieses Mysteriums sich entfaltet.

Wir sind aufgefordert, uns einzubringen in das Leben des Evangeliums. Das ist unsere Pflicht. Ich denke auch, dass unsere neuapostolische Kirche gute Impulse bringt. Auch für Christen aus anderen Kirchen. Auch darüber hinaus.

Ich sage es nochmal. Es gilt, das Evangelium zu leben. Und die Neuapostolische Kirche hat als oberstes Ziel diese Zielsetzung.

Und es sollte so sein, dass sie sich einbringt mit Offenheit in den Diskurs und den Dialog mit den anderen christlichen Kirchen um gemeinsam das Evangelium zu seiner Stellung unter der Menschheit zu verhelfen.

Gruß,

TheologDiskurs


Lieber Bruder "TheologDiskurs",

es freut mich wirklich sehr, hier mal wieder ein paar Zeilen von Dir zu lesen. Du weißt ja, wie sehr ich Deine Sichtweise schätze, auch bzw. gerade, weil wir die Dinge oft verschiedenartig betrachten. Und dennoch sind wir, trotz verschiedenartiger Perspektiven, alles in allem recht nahe beisammen, zumindest in den wesentlichen Punkten. Dies ist doch wunderbar, oder nicht?

So, Du faßt hier meine Gedanken noch etwas zusammen, was Dir wirklich gut gelungen ist. Du hast es ganz zutreffend erkannt: Es geht mir in der Sache unter anderem darum, daß sich unser Neuapostolizismus, das heißt unser kirchenamtlicher und kirchvolkstümlicher Glauben und seine ganzen Ausprägungen (Traditionen, Frömmigkeitsformen etc.), etwas mehr auf das Wesentliche - das Evangelium Christi - zurücknimmt. Unser neuapostolischer Glaube ist doch alles in allem ein schöner Glaube, und wir haben dort auch ein paar wertvolle Schätze, wie ich finde, und es liegt auch mit an uns, daß wir diese Dinge hier erhalten und noch anreichern. Gegen die lehramtlich kanalisierte Offenbarung können wir doch eh nichts verrichten und wir sollten es auch gar nicht versuchen. Wir sollten uns nur darauf konzentrieren, wo in dieser Offenbarung und in dem System die Wahrheiten und Kostbarkeiten zu finden sind. Dies sollte unsere vordringlichste Aufgabe sein, oder nicht?

Das gesamte, zum Teil recht starre System können wir doch nicht verändern. Und eine Neuausrichtung an irgendwelche Moden wollen wir alle auch nicht. Und daß die Wahrheit in den Bereich des Subjektiv-Fließenden, in einen Jeder-nach-seiner-Fasson-Relativismus, gestellt wird, und somit dem privaten Belieben überantwortet wird, wollen wir alle doch auch nicht.

Aber wir können für etwas mehr Weite und Tiefe sorgen, aber bitte nicht auf Kosten der Substanz, sondern in einer Verwurzelung in den Urnormen christlichen Glaubens. Und hier kann sich ein jeder von uns einbringen und das vorhandene Glaubensgut noch etwas bereichern sowie manchen vorhandenen Schatz hochhalten.

Lieben Gruß!
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Beitragvon Bedenkentraeger » 26.03.2007, 08:39

James
hat geschrieben:
Lieber Bedenkentraeger - nur ganz kurz.

Ich würde Dir am liebsten widersprechen. Aber ich tue es ausdrücklich nicht - weil ich ahne, Du hast recht.

Dem anderen SEINEN Platz zu lassen und MEINEN finden zu können, ein großer schöner Wunsch.

Nur zum WIE fehlt mir die Phantasie....

Wenn ich offen glauben dürfte, was ich glaube....

Gute neue Woche :wink:

James


Lieber "James",

exakt darum geht es mir von der Sache her: Die Möglichkeit zu schaffen, daß in unserer Kirche ein jeder seinen eigenen Platz findet und dabei aber dem anderen seinen Platz läßt. Ich halte somit nichts von irgendwelchen umstürzlerischen Aktionen, von Revolutionen, wo dann das alte System durch ein neues (besseres?) ersetzt wird, und wo es dann viele Opfer gibt. Für so etwas bin ich nicht zu haben - im Gegenteil. Mein einziges Bestreben ist, das vorhandene Glaubensdach etwas zu erweitern und dabei das Fundament noch ein wenig zu vertiefen. Dies halte ich für notwendig und geboten, für sinnvoll und möglich. Eine kleine Entrümpelung und ein paar Schönheitsreparturen schweben mir natürlich auch vor, aber dies ist für meine Begriffe nicht das Dringendste, das Wichtigste.

Mir schwebt hierbei noch immer das anglikanische Modell der »comprehensiveness«, der Weite, der Vielgestaltigkeit, der Umfassendheit vor. Eine Kirche und viele Richtungen, aber eine Zielsetzung, ein gemeinsames Ziel. Eine pluralistische Kirche, wie es die Urkirche ja auch war und wie es die Anglikanische Kirche heutzutage ist, ja wie wir es auch in der Römisch-Katholischen Kirche von der Sache her haben: Dort gibt es auch die unterschiedlichsten und verschiedenartigsten Strömungen und Ausrichtungen, vom Opus Dei bis hin zum Kirchenvolksbegehren. Aber so etwas kommt nicht von alleine und so etwas ist nur zu erreichen, in dem diejenigen, die andere Ansichten haben als die Kirchenleitung und die Mehrheit der Gläubigen, sich nicht aus der Kirche herausdrängen lassen, sich von ihr verabschieden, sondern wenn sie in ihr verbleiben, sie mit ihren Fehlern alles in allem annehmen und sich vor allen Dingen aber auch dort einbringen, und nicht in eine stille Ecke, in eine bequeme Nische verziehen.

Dies ist gewiß nicht einfach, aber ich halte es für möglich. Revolutionen halte ich dagegen für Utopien und für falsch.

Ebenfalls eine gute neue Woche!
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Re: Plädoyer für einen offenen Neuapostolizismus

Beitragvon Cemper » 26.03.2007, 08:53

Bedenkentraeger hat geschrieben:Was ich also eigentlich sagen will: Wir brauchen doch keinen neuen, ganz anderen Neuapostolizismus, sondern nur einen offeneren. Etwas weniger Lehrbuch-Glauben und auch weniger Triumphalismus eines Imponier-Neuapostolizismus, dafür mehr vom Evangelium des ohnmächtigen Mannes am Kreuz, des Bergpredigers, mehr Offenheit für die Welt, aber keinen Verrat des Evangeliums an die Tagesopportunität.

Was meint Ihr?

Sehr geehrter Herr Bedenkenträger!

Sie wollen „keinen neuen, ganz anderen“, sondern „nur einen offeneren“ Neuapostolizismus. Ich sage Ihnen mal, was ich dazu meine: Ein offenerer Neuapostolizismus wäre das, was Sie nicht wollen: nämlich ein ganz anderer Neuapostolizismus.

Beantworten Sie doch einmal in einer so genannten stillen Stunde diese Fragen - dann wird wohl klar, dass ein offenerer Neuapostolizismus ein ganz anderer ... wäre:

- Was stünde in einem offeneren NAK-Glaubensbekenntnis?
- Was stünde in offeneren Statuten der NAK-International?
- Was stünde in offeneren Verfassungen der einzelnen Neuap. Kirchen (der Gebietskirchen)?
- Was würde in einer offeneren Neuap. Kirche in Gottesdiensten gepredigt?
- Was stünde in einer offeneren Neuap. Kirche in den Publikationen des neuap. Kirchenverlags?

Und was meinen Sie dazu?

:lol:
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Streusalz ...

Beitragvon Protestant » 26.03.2007, 09:07

Werter Cemper,

sagen Sie mal, ist es denn zulässig, Kaiserschmarrn mit Streusalz zu würzen ... :?:

... es ist viel davon übrig, denn es hat wenig geschneit diesen Winter ... :?: :wink:


P.
Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst Euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!

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Beitragvon Cemper » 26.03.2007, 09:14

Ein lebenmittelrechtliches Verbot ist mir nicht bekannt.

C.
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Re: Plädoyer für einen offenen Neuapostolizismus

Beitragvon Bedenkentraeger » 26.03.2007, 09:15

Cemper
hat geschrieben:
Bedenkentraeger hat geschrieben:Was ich also eigentlich sagen will: Wir brauchen doch keinen neuen, ganz anderen Neuapostolizismus, sondern nur einen offeneren. Etwas weniger Lehrbuch-Glauben und auch weniger Triumphalismus eines Imponier-Neuapostolizismus, dafür mehr vom Evangelium des ohnmächtigen Mannes am Kreuz, des Bergpredigers, mehr Offenheit für die Welt, aber keinen Verrat des Evangeliums an die Tagesopportunität.

Was meint Ihr?

Sehr geehrter Herr Bedenkenträger!

Sie wollen „keinen neuen, ganz anderen“, sondern „nur einen offeneren“ Neuapostolizismus. Ich sage Ihnen mal, was ich dazu meine: Ein offenerer Neuapostolizismus wäre das, was Sie nicht wollen: nämlich ein ganz anderer Neuapostolizismus.

Beantworten Sie doch einmal in einer so genannten stillen Stunde diese Fragen - dann wird wohl klar, dass ein offenerer Neuapostolizismus ein ganz anderer ... wäre:

- Was stünde in einem offeneren NAK-Glaubensbekenntnis?
- Was stünde in offeneren Statuten der NAK-International?
- Was stünde in offeneren Verfassungen der einzelnen Neuap. Kirchen (der Gebietskirchen)?
- Was würde in einer offeneren Neuap. Kirche in Gottesdiensten gepredigt?
- Was stünde in einer offeneren Neuap. Kirche in den Publikationen des neuap. Kirchenverlags?

Und was meinen Sie dazu?

:lol:


Hohes C., :wink:

in einer gewissen Art und Weise wäre ein offener Neuapostolizismus ein anderer, neuer Neuapostolizismus - gar keine Frage. Aber er wäre es nur in einer gewissen Art und Weise.

Wie ich hier schon gestern unserem Freund und Bruder "egil" geschrieben hatte: Mir geht es von der Sache her NICHT darum, das eigentliche, ursprüngliche Bildnis zu zerstören, zu übermalen, sondern es nur durch neue Farbtupfer zu bereichern und einige schon vorhandene Segmente zu betonen, hervorzuheben. Das Gesamtbild wird dadurch etwas bunter und schöner und insofern natürlich auch etwas anders, aber wir haben damit nur einen offeneren, einen geweiteten Neuapostolizismus, denn das Alte und Gute wird erhalten, nur das eine und andere Neue und Gute kommt hinzu.

Insofern meine ich, daß wir die Statuten der NAKI nicht unbedingt umschreiben müßten. Und es müßten daher auch die Verfassungen der Gebietskirchen nicht umgearbeitet werden. Wieso sollte man dies tun, wenn man ja das Alte alles in allem erhalten will, nur Nuancierungen vornimmt, wenn man die konfessionelle Eigenart erhalten will und nur die ärgsten Mißstände beseitigen will, die allerschlimmsten Auswüchse, und dafür nur ein paar neue Dinge hinzufügt, die aber nicht die Glaubensaussagen ersetzen, sondern anreichern sollen?

Und insofern muß noch nicht einmal das Glaubensbekenntnis umformuliert werden.

Können Sie mir hier ein wenig folgen? :wink:
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o.k. ...

Beitragvon Protestant » 26.03.2007, 09:21

Cemper
hat geschrieben:
Ein lebenmittelrechtliches Verbot ist mir nicht bekannt.

C.


Cemper, ich ärgere mich, dass ich diese Antwort nicht vorhin notariell hinterlegt habe. Ich wußte sie vorher ... fast wörtlich ... :wink:

... aber ich sehe, Sie haben mich verstanden ... :lol:

... und damit ziehe ich mich erst einmal wieder aus diesem Thema zurück und störe nicht weiter.


P.
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Re: Plädoyer für einen offenen Neuapostolizismus

Beitragvon Cemper » 26.03.2007, 09:26

Bedenkentraeger hat geschrieben:Können Sie mir hier ein wenig folgen? :wink:

Nein.
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Re: Plädoyer für einen offenen Neuapostolizismus

Beitragvon Bedenkentraeger » 26.03.2007, 10:27

Cemper
hat geschrieben:
Bedenkentraeger hat geschrieben:Können Sie mir hier ein wenig folgen? :wink:

Nein.


Nun, "Cemper", mir geht es - ganz einfach und damit hoffentlich verständlich ausgedrückt - schlichtweg nur um einen Anbau des bestehenden Glaubensgebäudes und kleineren Korrekturen, Ausbesserungsarbeiten, nicht um einen Abriß und Neubau oder einen kompletten Umbau.
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