Sonntag, 15. Mai 2016

u.a. Diskussion der Idee eine Basisorganisation in der NAK

Sonntag, 15. Mai 2016

Beitragvon Triangel » 06.03.2006, 15:03

Liebe Fories,

gestern bin ich von einer Zeitreise zurückgekehrt. Ich habe einen Pfingsttag im Jahre 2016 erlebt und bin mir nicht sicher, ob ich doch nur geträumt habe. Was meint ihr? Könnte ich das wirklich erlebt haben?


Es ist Pfingstsonntag. Neuapostolische Christen haben sich im recht modern gehaltenen Kirchengebäude zu einem Gottesdienst versammelt. Es ist noch ca. eine halbe Stunde Zeit, somit Möglichkeit, den ansprechenden Gospelchor, begleitet am Flügel im großzügig und hell gehaltenen Altarbereich, zu lauschen. Es tritt eine Gruppe von ca. 15 Geschwistern auf, die recht engagiert und beschwingt vorträgt. Anschließend verliest eine Glaubensschwester, so im mittleren Alter, vor dem Altar das Pfingstgedicht von Karl Gerok. Es breitet sich eine feierliche Ruhe aus. Etwa 10 Minuten vor Gottesdienstbeginn erhebt sich der gemischte Chor der Gemeinde. Mit ca. 40 Sängern und perfekter Orgelbegleitung steigt die Pfingststimmung, es wird immer feierlicher.

Währenddessen begrüßen Jugendliche in sommerlich, bunter Kleidung immer noch eintreffende Geschwister. Kein schwarzer Anzug weit und breit. Alle Ankommenden erhalten neben einen freundlichen Händedruck außerdem einen Stimmzettel. Schließlich ist heute nicht nur Pfingsten, sondern auch Wahltag. Es jährt sich nämlich zum 4. Mal die Amtszeit des Vorstehers. Heute ist die Wahl des Neuen!

Doch nun beginnt der Gottesdienst. Der Apostel mit dem Bezirksältesten und dem noch amtierenden Vorsteher und 8 örtlichen Priestern, allesamt mit schwarzem Anzug, betreten zum Gemeindegesang, der aus ca. 180 Kehlen ertönt, das Kirchenschiff.

Es sind noch 3 weitere Vorsteher der Nachbargemeinden eingeladen, die aber auf der Empore bereits vor dem Gottesdienst ihren Platz eingenommen haben. Nach kurzem Gebet liest der Apostel ein Wort aus Apg. 10, 47:

„Während Petrus noch diese Worte redete, fiel der heilige Geist auf alle, die dem Wort zuhörten. Und die gläubig gewordenen Juden, die mit Petrus gekommen waren, entsetzten sich, weil auch auf die Heiden die Gabe des heiligen Geistes ausgegossen wurde; denn sie hörten, dass sie in Zungen redeten und Gott hoch priesen. Da antwortete Petrus: Kann auch jemand denen das Wasser zur Taufe verwehren, die den heiligen Geist empfangen haben ebenso wie wir? Und er befahl, sie zu taufen in dem Namen Jesu Christi. Da baten sie ihn, noch einige Tage dazubleiben“
.

Nach kurzen, einleitenden Worten erläuterte der Apostel den Anwesenden das etwas andere „Pfingstgeschehen“. Er machte dabei deutlich, dass der Heilige Geist weder per Dekret vermittelt werden kann, noch sich an kirchliche Riten orientiert, wie ja auch aus dem Textwort eindeutig hervorgeht. Ein mit Heiligem Geist durchdrungenen Menschen kann die Wirksamkeit desselbigen nicht verborgen bleiben, für ihn selbst nicht und für Außenstehende auch nicht und verwies beispielsweise auf 1. Sam. 19, aus 22:

„Und der Geist Gottes kam auch über ihn, und er ging einher in Verzückung, bis er nach Najot in Rama kam“
.

Das ganze unterstrich der Apostel mit den neuerlichen Aussagen des Stammapostels vor 4 Jahren, im Rahmen von „Uster 13“, wonach alle Menschen Inhaber des Heiligen Geistes sind, sofern sie rite getauft und den erforderlichen Glauben an die Trinität Gottes aufbrächten, der für die Empfangnahme des Heiligen Geistes Voraussetzung sei.

Es folgt der „Wechsel“. Zuvor versammeln sich etwa 12 Kinder und tragen ein Lied mit Inhalten zum Pfingstgeschehen vor. Mit ihrer herzlichen und unbekümmerten Art, die nur Kindern zu eigen ist, singen sie sich schnell in die Herzen der Zuhörer. Danach dient ein Diakon.

Dann „führt“ der Apostel die Gemeinde zum Abendmahl. Es folgt die bekannte Liturgie. Der Apostel teilt die Hostien an alle Amtsträger inkl. Diakonen der Gemeinde aus. Danach ruft er den Kinderchor zum Altar. Sie erhalten ebenfalls die Hostie vom Apostel und nehmen danach die Abendmahlskelche in Empfang. Während dieser Zeit spielte ein Cellist mit Flügelbegleitung ein einfühlsames Stück. Es ist Mucksmäuschen still.

Die 12 Kinder stellen sich nun vor dem Altar auf und halten für einen Jeden der nach vorn gehenden Gemeindemitglieder ihre Patenen entgegen. Jeder nimmt sich so seine Hostie und setzt sich anschließend wieder auf seinen Platz. Als der Letzte Platz nimmt, spricht der Apostel laut und vernehmlich die Worte in die Gemeinde: „Der Leib und das Blut Jesu auch für dich gegeben.“ Die Gemeinde antworte mit einem lauten „Amen“ und erst jetzt nimmt jeder die Hostie zu sich. Es folgen Schlussgebet und Schlusssegen.

Nach dem Gottesdienst lädt der Apostel die Gemeinde zum kleinen Imbiss und Kaffee ein. Er erinnert die Stimmzettelinhaber während dieser Zeit die Stimmzettel auszufüllen und fügt scherzhaft hinzu, nur 1 Kreuzchen zu machen, sonst hätte man hinterher 6 Vorsteher – so viele wie Kandidaten auf dem Blatt stehen. Von den Kandidaten, 8 Priester und der alte Vorsteher haben sich nur insgesamt 6 zur Wahl gestellt. Ferner erinnert der Apostel an die Wahl des Diakon Stephanus, er wurde ja auch aus der Gemeinde heraus gewählt, weil er voll des Geistes war. Unsere Beurteilungskraft möge die Gleiche sein, wie sie schon vor 2000 Jahren zu rechten Entscheidung führte, so der Apostel.

Nach dem Mittagessen sitzt der Brüderkreis unter Leitung des Bezirksältesten – der Apostel macht in der Gemeinde noch 1 Kranken- und 2 Familienbesuche – zusammen und wertet die Stimmzettel inkl. der per Briefwahl teilgenommenen Geschwister aus. Von den 6 Kandidaten liegen 2 Priester „Kopf an Kopf“. Es kommt zum Patt. Was nun?
Kein Problem, die Wahlordnung sieht hier die Entscheidung per Los vor. Gemäss Apg. 1, 26, welches in diesem Zusammenhang der Bezirksälteste noch kurz zitiert, meint er lachend, dass die Gemeinde nun auch ihren „Matthäus“ als Vorsteher hat.

Der so gewählte und durchs Los entschiedene Priester wird gefragt, ob er die Wahl annimmt. Er antwortet mit „Ja“. Der Apostel der wieder eingetroffen ist, gratuliert als erster und gibt das Ergebnis der zum Teil noch anwesenden Gemeinde bekannt.

Der neue und der alte Vorsteher, sowie der Apostel treten nun gemeinsam an den Altar. Der Apostel dankt im Namen der Gemeinde dem bisherigen Amtsinhaber für die aufopferungsvolle Arbeit in der Gemeinde und heißt ihn im Kreis der Amtsträger als Priester herzlich willkommen. Der neue Vorsteher bedankt sich bei der Gemeinde für das entgegengebrachte Vertrauen und stellt sein „Programm“ für die nächsten 4 Jahre vor: Zunächst möchte er Vorsteher aller Gemeindemitglieder sein. Allen soll der Weg zu Gott und zum Heil der Seele durch geeignete Rahmenbedingungen erleichtert werden und zeigt Schwerpunkte seiner zukünftigen Arbeit in der Gemeinde auf..................


Ich reise zurück oder erwache aus einem Traum. Was meint ihr?


Pling
Die Triangel
Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.
(Francis Picabia)
Benutzeravatar
Triangel
 
Beiträge: 104
Registriert: 14.06.2005, 07:11
Wohnort: NRW

Beitragvon tergram » 06.03.2006, 15:24

Pling Triangel,

ich hatte 2006 gehofft, es würde nur noch kurze Zeit dauern, bis Frauen in der NAK ein Amt bekommen können. Heute, 2016, sehe ich, dass die Hoffnung damals getrogen hat. Es war doch richtig, dass ich mich anders orientiert habe - dorthin, wo der Geist Gottes keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern macht. Gut, es hat sich wiederum einiges verändert in der NAK. Aber wie schon Anfang des Jahrhunderts berühren die Veränderungen immer nur die Form, nicht aber den Inhalt.

Was wohl Triangel heute macht, 10 Jahre später? Muss doch mal wieder ins gk-Forum schauen. :wink: Pling.
Benutzeravatar
tergram
 
Beiträge: 9124
Registriert: 12.12.2004, 18:21

Beitragvon Ruhrgebiet » 06.03.2006, 15:47

Liebe Triangel,

ich möchte diesen Traum um ein weiteres Geschehen an diesem Pfingsttag ergänzen.

Wenn du mir sagst, wo der GD genau stattfindet, komme ich auch dorthin und gebe ein Gemeindefrühstück im Anschluss an den Gottesdienst aus, da ich an diesem 15.05 mein vierzigstes Lebensjahr vollende :lol: :lol: :lol: !

Eine Frage hätte ich noch. Welcher Stap. führt denn Uster 13 aus? Dr. Leber besucht 2016 nämlich wieder die Gottesdienste in Buchholz. Aber er erinnert sich bestimmt an den 15.05.2005 als er das hohe Amt in Fellbach selber antrat und denkt dabei an seine Amtszeit zurück :wink: .

Ihr seht, der 15.05 ist ein ereignisreiches Datum in der "neuen" Reichsgottesgeschichte :wink: ...

Liebe Grüße vom mitträumenden

Ruhrgebiet 8)
„Empfangt, was ihr seid: Leib Christi, damit ihr werdet, was ihr empfangt: Leib Christi.“ (Augustinus)
Benutzeravatar
Ruhrgebiet
 
Beiträge: 3218
Registriert: 19.03.2005, 15:53
Wohnort: ...tief im Westen

Beitragvon Triangel » 07.03.2006, 07:31

@tergram
auf meiner Zeitreise/Traum hatte ich kurz Gelegenheit mich im Foyer der besuchten Gemeinde umzuschauen....Da hing die Karte der letzten Bezirksstrukturreform. Aus 13 Gemeinden wurden 3 Gemeinden, damit wuchs die "Personaldecke", so dass weibliche Ordinationen hinfällig wurden. (Tut mir leid) :wink:


@Ruhrgebiet
im Foyer der besuchten Gemeinde, war wirklich sehr groß, entdeckte ich das Bild vom heutigen BAP Schneider. :wink:

Allerdings waren auf der Weltkarte, ebenfalls im Foyer ausgehängt, die Nordamerikaner nicht mehr präsent.... 8)


ein fröhliches Pling in den Morgen

die Triangel
Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.
(Francis Picabia)
Benutzeravatar
Triangel
 
Beiträge: 104
Registriert: 14.06.2005, 07:11
Wohnort: NRW

Beitragvon tergram » 07.03.2006, 07:40

Hallo Triangel,

hmmm, wenn die Frauenordination in der NAK ohnehin nur ein Notnagel für fehlenden männlichen Nachwuchs hätte werden sollen.... :shock:, dann tut es mir nicht leid.

Heute ohne "pling", dafür mit fröhlichem pfeifen, Pfeif- und Trällermodus an. :wink:
Benutzeravatar
tergram
 
Beiträge: 9124
Registriert: 12.12.2004, 18:21

Beitragvon fritz » 07.03.2006, 08:17

@triangel

Was gibt's denn zum Mittagessen im Jahr 2016? :roll:
Benutzeravatar
fritz
 
Beiträge: 55
Registriert: 01.05.2002, 10:12

Beitragvon Matthias_20 » 07.03.2006, 10:03

Naja, scheint sich ja in den 10 Jahren nicht viel geändert zu haben ... bis auf die Wahl des Vorstehers *g*
Matthias
Matthias_20
 
Beiträge: 23
Registriert: 05.08.2005, 22:12

Beitragvon Triangel » 08.03.2006, 08:04

@tergram
Heute, zum Weltfrauentag, las ich in der WAZ ein folgendes Zitat:

„Wenigstens in einem Punkt sind sich Männer und Frauen einig: Beide misstrauen den Frauen“
Kallimachos, 5. Jhr. v. Chr.


Mit Pling und Plong zum Frotzelmodus ;-)


@fritz
Ich konnte sehen, dass es Grünkernsuppe gab.

Guckst du hier:
http://www.wdr.de/studio/dortmund/wdrpu ... .06.03.jpg



@Matthias_20
Lieber Matthias_20, ich wäre schon froh, wenn wir in unserer Gemeinde im Jahre 2016 nur die Hälfte umgesetzt bekämen. Unser Vorsteher meinte z.B. zu Uster: „Naja, damit könne man wohl leben“

Welch eine Begeisterung drückt das aus, nicht wahr?


Pling
Die Triangel
Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.
(Francis Picabia)
Benutzeravatar
Triangel
 
Beiträge: 104
Registriert: 14.06.2005, 07:11
Wohnort: NRW

Beitragvon fritz » 08.03.2006, 08:06

:shock: brrrrrrrrr

Grünkernsuppe???
Naja, in einen sauren Apfel bzw. Grünkern muss man wohl beißen. Wenn der Rest dieses Traums realisiert wird, ist das schon ok... :wink:
Benutzeravatar
fritz
 
Beiträge: 55
Registriert: 01.05.2002, 10:12

Beitragvon organa » 08.03.2006, 10:52

Nach dem Mittagessen sitzt der Brüderkreis unter Leitung des Bezirksältesten – der Apostel macht in der Gemeinde noch 1 Kranken- und 2 Familienbesuche – zusammen und wertet die Stimmzettel inkl. der per Briefwahl teilgenommenen Geschwister aus. Von den 6 Kandidaten liegen 2 Priester „Kopf an Kopf“. Es kommt zum Patt. Was nun?


ist doch klar -

die Frauenbeauftragte erklärt die Kandidatenliste aus Gleichstellungsgründen für ungültig und erzwingt eine komplette Neuwahl.... :lol:

organa
Benutzeravatar
organa
 
Beiträge: 2111
Registriert: 30.11.2004, 11:15

Beitragvon tergram » 08.03.2006, 10:59

:mrgreen: :mrgreen:
Benutzeravatar
tergram
 
Beiträge: 9124
Registriert: 12.12.2004, 18:21

Beitragvon Triangel » 08.03.2006, 11:48

o.k. ich gebe mich geschlagen :oops: Es war tatsächlich so wie organa es schrieb (warst du auch da?) :lol:

Die Wahl wurde wiederholt und wirklich, Vorsteher wurde Amalie Goeschen. Sie war im früheren Leben schon mal Vorsteherin gewesen (1855 - 1898) und zwar im Magdalenen-Asyl Boppard zu St. Martin.

Bild

Amalie Goeschen
(Vorsteherin 1855 - 1898)


Die Gemeinde war begeistert, vor allem die jüngeren Brüder waren von der neuen Vorsteherin sehr angetan :wink:


Zum heutigen Weltfrauentag bitte nicht allzu ernst nehmen :wink:

meint Triangel
Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.
(Francis Picabia)
Benutzeravatar
Triangel
 
Beiträge: 104
Registriert: 14.06.2005, 07:11
Wohnort: NRW

Beitragvon organa » 08.03.2006, 12:06

Triangel hat geschrieben:o.k. ich gebe mich geschlagen :oops: Es war tatsächlich so wie organa es schrieb (warst du auch da?) :lol:



Liebe Triangel,

was glaubst Du denn, wer die Frauenbeauftragte war? :lol:

Der liebe Gott saß mal wieder auf der Bank vor seinem Häuschen und rief alsbald:

"organa, beende das Lärmen - steige herab von deinem Orgelbock und gib meinen Knechten da unten eins auf den Hut! Mit schönen Grüßen von mir! Wie oft habe ich euch schon gesagt...."

"ja,ja," rief ich, "bin schon dabei, Herr, ich muß nur schnell meine Orgelschuhe gegen die präsentablen Treter austauschen, DU weißt, das geht nicht so schnell, und auch bei Kirchens gilt: wie du kommst gegangen..."

:lol: :lol:
organa
Benutzeravatar
organa
 
Beiträge: 2111
Registriert: 30.11.2004, 11:15

Beitragvon agape » 08.03.2006, 12:06

Liebe Organa,
ich hatte triangel eine Vision per pn gesendet.
Da hatte zumindest die Diakonin, die die Kinder betreut hat, eine kurze Zugabe gegeben.
Und ein Mitglied der ACK hatte noch zum Abschluss des GDes ein Grußwort gesprochen und auf die bevorstehende regionale ACK-Veranstaltung aufmerksam gemacht.

Aber wieso 10 Jahre warten? *grübel* 8) :lol:

agape :D
"2020 wird die NAK eine kleine fundamentalistische Bewegung sein."

Gerrit Sepers, Mai 2007
Benutzeravatar
agape
 
Beiträge: 2302
Registriert: 01.08.2003, 10:12

Nächste

Zurück zu Offene Kirche



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron