Gottes Sehnsucht nach dem Tod ..

u.a. Diskussion der Idee eine Basisorganisation in der NAK

Kennt Gott den Tod?

Ja.
14
78%
Nein.
1
6%
Keine Ahnung.
3
17%
 
Abstimmungen insgesamt : 18

Beitragvon niltir » 24.01.2006, 17:42

Lieber a cappella,

da taucht sofort die Frage auf: Kennt Gott den Leibeszustand?

Neuer Thread? :wink:

Liebe Grüße
niltir
Am Ende schuf Gott aus Liebe einen neuen Anfang ..
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Beitragvon a cappella » 24.01.2006, 17:55

Man könnte ja sogar fragen, ob er Seelenzustände kennt. 8)
a cappella
 

Beitragvon niltir » 24.01.2006, 18:02

Nun, die Seele betrachte ich als Bestandteil Gottes. Aber interessant ist die Frage: Kennt Gott den Seelenzustand vor dem leiblichen Tod bzw. eingebunden im Leib? Kennt Gott den Embryo-Zustand? usw. usw. Nur mal so ..

Es bleibt interessant, nicht wahr? :wink:

aber a cappella: Was machst Du noch im Forum? Hast Du Deinen Lapptop in die Kirche eingeschmuggelt?

p.s. Sollte der StAp nur einmal ein "Tir" erwähnen, bitte ich um sofortigen Anruf! 8) :D :wink:
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Beitragvon Christiane » 25.01.2006, 11:51

Lieber Ulrich,
ich habe nicht ganz nachvollziehen können, was du genau meinst. Wie ist dein vielleicht auch... gemeint? Und wenn du, wie du meintest, alles deinem Schöpfer überlässt, warum soll ich als bekennende Christin noch nach Jesus suchen und ihn im Herzen tragen? Natürlich bin ich gegen Werkegerechtigkeit und ich bin davon überzeugt, dass alles Gnade ist, was ich erleben darf, aber ist nicht das, was dich nach dem körperlichen "Tod" erwartet die Antwort auf dein irdisches Leben? Wie stehst du zu folgender Aussage?: "Jemand der das Geschenk des Glaubens an Jesus nicht annimmt, auch wenn es ihm offenbar wurde, erlangt das ewige Leben."
Es wäre shön, wenn du deinen Kommentar noch einmal genauer vollziehen könntest!
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Beitragvon tergram » 25.01.2006, 12:00

Gott ist durch Jesus Mensch geworden - daher sind ihm Leiblichkeit, Schmerz, Angst und Tod aus eigener Erfahrung vertraut. Gott kennt den (leiblichen) Tod, während wir alle ihn (noch) nicht kennen.
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Beitragvon Christiane » 25.01.2006, 12:02

Hallo Haexli,

natürlich gebe ich dir recht, dass Jesus nie jemanden gezwungen hat zu glauben, aber er hat Wege und Möglichkeiten gefunden, es manchen Menschen so direkt vor Augen zu führen, dass sie es taten! Nur ein Beispiel: Saulus. Er hat ihn nicht gezwungen ihm nachzufolgen, aber er hat Mittel und Wege gefunden, ihm die Wichtigkeit des Glaubens auf eine eher unsensible Art und Weise vor Augen zu führen.

Nochmal zum Tod. Ich sehe den Tod, den es für mich nicht direkt gibt, als eine Art Übergang an. Dein menschlicher Körper hört auf zu funktionieren und du verrottest ein paar Tage später. Das ist auch nicht so unnachvollziehbar. Tod bedeutet für mich nicht das Ende jeglicher Existenz.
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Beitragvon Christiane » 25.01.2006, 12:13

Lieber tergram,

ich respektiere deine vorgeprägte Meinung und frage dich jetzt ganz offiziell, wo du das her hast und in welcher Übersetzung das steht. Ich habe beide Urtexte mehrfach gelesen und ähnliche Äußerungen nie gefunden. Komm mir übrigens nicht mit Luther. :-)
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Beitragvon Christiane » 25.01.2006, 12:19

Liebe Freunde,

was hat das mit Gott zu tun. Du beantwortest meine Frage nicht, Ulrich.
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Beitragvon Gaby » 25.01.2006, 13:38

>>Nur bei unchristlichen Menschen kann es die Angst vor dem Tod und überhaupt ihn als solchen geben.<<
Christiane

Das erinnert mich doch sehr daran, von einem Christen zu erwarten, dass er/sie nicht trauert wenn ihm liebe Menschen sterben und er/sie zurückbleiben muß.
Am Besten noch mit der Aufforderung: Freu Dich doch, denn er/sie hat es jetzt ENDLICH geschafft und ist im Himmelreich angekommen, hat dieses Jammertal genannt Erde verlassen dürfen.

Ist jetzt vielleicht etwas sarkastisch, aber diese Empfindungen kommen mir, wenn ich obiges lese.

Jeder auch ein Christ darf Angst vor etwas ihm/ihr Unbekannten haben, darf Angst haben, seine Familie
(Mann, Frau, Kinder, Mutter, Vater usw.) zurücklassen zu müssen - auch wenn er/sie überzeugt ist, dass es eben nur ein Übergang ist in eine andere Welt.
Tod ist nicht nur, wenn wir "drüben" angekommen sind, dazu gehören ganz viele Aspekte die Angst auslösen können. Und das hat m.E. nichts mit Unglauben zu tun - dies betrifft Christen genauso wie Atheisten.
Es bleibt die Ungewissheit, was mit denen wird, die zurückbleiben.
Und wer schon mal miterlebt hat, welch langer Prozess Sterben sein kann, darf davor auch ruhig Angst haben.
Jeder Christ darf nur hoffen und wünschen, wenn es denn soweit ist, das wir die Kraft von oben bekommen und wirklich loslassen können.

Liebe Grüße

Gaby

P.S. Christiane ich will dich mit meinen Gedanken nicht angreifen, aber Aussagen wie die deine können jemandem der grad in der Situation ist und weiß das er bald sterben muß sicherlich ganz schön zu schaffen machen.
Denn in alledem liegt der Anfang des Reiches Gottes, das entstehen soll an der Stelle, an der du stehst. Nicht irgendwo, sondern in dir selbst. (Jörg Zink)
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Beitragvon Christiane » 25.01.2006, 13:53

Erstmal lieber Uli,

Ich bin nicht der Meinung, dass Gott Mensch ist, denn dann hätte er dieselben Fehler und Schwächen wie du und ich. Gott gibt nicht auf und Gott ist auch nicht nachtragend, was durchaus menschliche Eigenschaften sind, die wir alle besitzen. Das macht uns nämlich zu Menschen!

Die anderen Dinge, die du erwähntest, sind nicht Bestandteil meines Glaubens, aber ich respektiere das und fnde es schonmal sehr schön, dass es überhaupt noch Menschen gibt, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen. Wir müssen nicht die gleiche Meinung haben. Es ist und bleibt nunmal Glaube und den kann man bekanntlich nicht argumentieren. Was ich weiß, muss ich nicht Glauben...

Jetzt zu Gaby,

ich gebe in allem, was du geschrieben hast absolut recht. Trauer gehört zum "Tod", wie auch Verzweiflung und Verlust. Ich finde es schön, dass du auch diesen Aspekt in diesem recht sachlichen Gespräch erwähnst.

Ich würde mich gerne noch weiteräußern, aber ich muss jetzt zur Uni.

Liebe Grüße an alle :)
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Beitragvon Gaby » 25.01.2006, 13:54

Ansonsten stimme ich Ulrich zu und stelle diese Geschichte ein (eine ähnliche habe ich wohl schon mal gepostet)

Kennt Gott eigentlich Leid?

Weiß Gott eigentlich, was manche Menschen leiden müssen? Kennt er denn Leid, um unsere Situation verstehen zu können?
Folgende Geschichte soll hierzu zum Verständniss verhelfen:

Es war die Zeit des jüngsten Gerichtes (Off. 20).
Eine nicht zu zählende Schar von Menschen stand vor dem großen Throne Gottes.
Einige Menschen standen nur stumm herum, andere aber regten sich über die Ungerechtigkeit Gottes heftig auf: "Wie kann Gott über uns richten? Kann er überhaupt verstehen, was wir durchmachen mussten?".

Eine farbige junge Frau zog ein Hosenbein hoch. "Seht euch die Einschnitte eines Seiles am Bein an. Erst hat man mich von den Liebsten getrennt. Auf einem Sklavenschiff hat man mir dann mit Steinen beschwerte Stricke umgebunden und mich damit ersäuft, nur weil ich schwarze bin und krank geworden war!". Ein anderer Farbiger fügte hinzu: "Ich überlebte zwar die Überfahrt, musste aber wie ein Tier arbeiten, wurde ständig geschlagen. Der Tod brachte dann erst die Erlösung!"
Eine andere Frau zog den Ärmel hoch und zeigte den umher stehenden Personen eine eintätowierte Nummer die sie im Konzentrationslager bekommen hatte. "Weiß Gott eigentlich was ich durchmachen musste? Der hätte auch einmal so abgeführt, misshandelt und letztlich qualvoll umgebracht werden müssen wie ich!" fauchte sie.

Immer mehr anklagende Stimmen wurden laut, weil Gott das Leid und das Böse in der Welt zugelassen hatte: "Der hat es doch gut im Himmel! Dort gibt es doch weder Leid, Hass, Hunger oder Tränen! Der hat doch keine Ahnung, was wir durchmachen mussten!!!"

Schnell wurden sie sich einig, dass Gott auch so etwas erleiden müsste, um überhaupt gerecht richten zu können. Von überall her kamen dazu Forderungen.
Grundforderung war, er musste als Mensch geboren werden, und zwar nicht in einem Palast, sondern in den ärmlichsten Verhältnissen. Das er alle seine göttliche Macht abgeben musste, war auch gleich klar. Schließlich sollte er keine Möglichkeit haben sich selbst zu helfen.
Ein jüdischer KZ-Häftling forderte: "Er müsste als Jude geboren werden - nicht in einem Volk, das gerade herrscht, sondern das beherrscht wird".
Ein uneheliches junges Mädchen gab hinzu: "Der offizielle Vater sollte nicht der wirkliche Vater sein!"
Ein indischer Guru erklärte: "Er muss versuchen, den Menschen begreiflich zu machen, wer Gott ist!".
Eine von der Gestapo verhaftete Frau, die später im KZ umkam, fügte hinzu: "Vom besten Freund soll er verraten werden!".
Ein in der Drogenszene versumpfter junger Mann forderte: "Und allen möglichen Versuchungen muss er auch ausgesetzt werden. Soll der es erstmal schaffen denen zu widerstehen, bevor er heuchlerisch über uns richtet!"
Ein anderer Mann meldete sich zu Wort: "Ich wurde mit falschen Anschuldigungen von einer kommunistischen Regierung verurteilt und hingerichtet. Gott hatte nichts gegen dieses Unrecht getan. Der soll mal selbst so was erleiden! Der soll mal selbst erfahren wie es ist, von allen verlassen, unschuldig verurteilt und dann hingerichtet zu werden!"

Immer mehr Menschen brachten ihre Forderungen vor.
Doch dann sahen sie in der Ferne ein Kreuz stehen.
Das schimpfen verstummte langsam - jeder wusste auf einmal: Gott hatte ja schon all dies durchlitten - aus Liebe zu den Menschen! Ja, Gott hat sich in Jesus Christus für uns geradezu 'zu Tode geliebt'!

Liebe Grüße

Gaby
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