Nachfolge - in anderen Bildern

u.a. Diskussion der Idee eine Basisorganisation in der NAK

NACHFOLGE...?

Beitragvon maximin » 22.01.2006, 09:12

Zuletzt geändert von maximin am 22.01.2006, 13:09, insgesamt 4-mal geändert.
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Beitragvon orig.gabi » 22.01.2006, 09:42

... darauf, dass man niemals ohne die Liebe sein wird, deren Mangel Menschen zu Tätern macht ...

...darauf, dass diese Liebe genügend Selbstachtung schenkt, auf dass die Symbole der Lieblosigkeit niemals zum Ersatz dieser Liebe werden mögen ... so verlockend sie auch daher kommen mögen ...

Darauf hoffen.
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe ist,
der bleibt in Gott und Gott in ihm.
1.Johannes, 4,16
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Beitragvon Anne » 22.01.2006, 10:01

orig.gabi hat geschrieben:... darauf, dass man niemals ohne die Liebe sein wird, deren Mangel Menschen zu Tätern macht ...

...darauf, dass diese Liebe genügend Selbstachtung schenkt, auf dass die Symbole der Lieblosigkeit niemals zum Ersatz dieser Liebe werden mögen ... so verlockend sie auch daher kommen mögen ...

Darauf hoffen.


... darauf, dass diese Liebe jeden Menschen dort zu berühren vermag, wo er sie braucht - als Individuum. Auch so:

Komm - steh auf! Ich bin dein Gott und helfe dir!
Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich. Luk. 18,27

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Beitragvon Anne » 22.01.2006, 10:15

BMW hat geschrieben:Liebe Anne,

im Hintergrund höre ich die von Cemper eingestellte Musik.

Nachfolge als Ausdruck Liebe.

Nach einem erfüllten, gemeinsamen Leben starb der Mann im 96. Lebensjahr. Sie ist ihm innerhalb von 3 Tagen gefolgt.

Dieses Bild durfte ich erleben.

Jörg


Lieber Jörg,

vielen Dank! Dieses Bild hat mir auch sehr viel zu sagen!

Anne :)
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Beitragvon Anne » 22.01.2006, 11:11

Peter.SDG
hat geschrieben:
Nachfolge in Bildern. Wenn ich dem so nachgehe, muss ich unwilkürrlich an das Bild des Hirten und der Herde denken. Klar - die Schafe folgen dem Hirten nach, und wenn sie sich zu Ihm halten, gehen sie auch nicht fehl.
Traditionelles Nachfolgeverständnis eben.

Beim weiteren Nachdenken fiel mir aber auch das Gleichnis vom verlorenen Schaf ein - und wie sich da plötzlich die Situation umkehrte: Nicht mehr das Schaf folgte dem Hirten, sondern der Hirte folgte dem Schaf nach.

Vielleicht auch eine Dimension der Nachfolge, die wir im Zusammenhang mit diesem Schlagwort zu oft vernachläsigen.


Ihr Lieben,

an dieses "Bild" von Peter möchte ich abschließend noch eins anhängen, das Bezirksapostel Klingler vor kurzem in einem Gottesdienst "gezeichnet" hat:

Er sprach von einem Mann, der auf Grund von Ärgernissen seine Heimatstadt verlassen hat. Als er durch das Stadttor hinaus gehen wollte, sah er über dem Tor eine Aufschrift: Alles ist Durchgang. "Das stimmt - nur nicht hier bleiben!" waren seine Gedanken und verließ die Stadt für lange Zeit. Eines Tages kam er zurück und als er die Stadt erneut betreten wollte, las er über dem Stadttor - diesmal von der anderen Seite - die Aufschrift: Zur Heimat. Nach einer ganzen Weile hat der Mann beide Sätze für sich zu einem Ganzen zusammenfügen können: Alles ist Durchgang zur Heimat.

Dieses Bild und die entsprechende Aussage haben mir sehr gefallen, weil sie nicht einschränken, sondern - zumindest für mein Empfinden - folgendes ausdrücken: Klarheit und Verständnis für die Situation, das Gewähren von Freiheit und gleichzeitig das Nachgehen in Liebe: Alles ist Durchgang zur Heimat.

Der Begriff "Heimat" ist hier - und in diesem Zusammenhang - sicher genau so ein Reizwort wie die "Nachfolge". Aber sollten wir deshalb aufhören darüber nachzudenken, was für uns Heimat bedeutet ...?
Und es ist ein Begriff, den man genau so mit Liebe und Weite füllen kann (oder sogar muss), z.B.:

Heimat ist dort, wo ich geliebt werde.
Heimat ist dort, wo ich verstanden werde.
Heimat ist dort, wo ich mich streiten darf? :wink:

Heimat ist dort, wo Versöhnung gelingt.


Ich finde, dass ich jetzt mit genug Bildern "gereizt" habe und verbleibe auch deshalb

mit herzlichen Grüßen! :wink:

Eure Anne
Zuletzt geändert von Anne am 22.01.2006, 13:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon maximin » 22.01.2006, 13:24

Bild

...
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NACHFOLGE 563...!

Beitragvon maximin » 23.01.2006, 17:08

:) Liebe Leute.

Nur wenige Lieder aus dem früheren Neuapostolischen Gemeindegesangbuch haben mich so sehr geprägt wie die Nr. 563.

Wie so oft, gab das auf Beschluss des (neuapostolischen) Apostelkollegiums bearbeitete und herausgegebene Gemeindegesangbuch (Fassung etwas 1965) und vom Friedrich Bischoff Verlag (Frankfurt am Main) produzierte und vertriebene Liederbuch nur sehr spärlichen Aufschluss über den Komponisten und Textverfasser. Warum eigentlich...?

Auf Seite 3 des mir vorliegenden und immer noch geliebten Gesangbuches findet sich dafür dieser merkwürdige Hinweis:

„Alle Rechte bezüglich der Originaltexte und Originalkompositionen vorbehalten.“

Um welche Originaltexte und Originalkompositionen geht es? Wer behält sich Rechte worauf vor und welche Rechte sollen ggf. gegen wen und nötigenfalls an welcher Stelle durchgesetzt werden?

Im Falle des erwähnten Liedes findet sich am Ende des 4stimmigen Notensatzes die Anmerkung. „Nach F. J. Crosby“. Fragt mal Eure Brüder oder Dirigentinnen, was sie über Mrs. F. J. Crosby mitzuteilen haben...

In dem mir vorliegenden Liederbuch der Heilsarmee (Jahrgang 1971) gibt es im Anhang ein Verzeichnis der Liederdichter und da lese ich über F.J. Crosby folgende Mitteilung:

...“Crosby, France Jane (Fanny) (1820-1915), USA, sechs Wochen nach der Geburt erblindet. Methodistin. Blindenlehrerin, Gattin des blinden Komponisten van Alstyne. Als Mitarbeiterin Moodys und Sankeys außerordentlich erfolgreich in Lied und Wort.“

Dass die NAK, ab welchem Zeitpunkt auch immer, ihr Liedgut in weiten Teilen, aus den verschiedensten Liedersammlungen anderer christlicher Kichen entlehnt hatte, hab ich früher so genau nicht gewusst. Und eigentlich war mir das auch ziemlich einerlei.

Aber zurück zum Lied Nr.563:

Was ist an diesem Lied für mich so prägend gewesen? Warum hat es mich nie mehr losgelassen, mich so sehr beeindruckt? Nur der Notensatz? Nur der Text. Vielleicht beides?

Oder fand diese Prägung nicht vor allen Dingen dann statt, wenn es bei gottesdienstlichen Gelegenheit hingebungsvoll gesungen wurde? Etwa als Eingangslied bei einem Apostel- oder gar Stammapostelgottesdienst?

Ich vermag diese wichtige Frage nicht abschließend zu beantworten. Was mir bei diesen Überlegungen aber u.a. einfach nicht aus meinem Kopf verschwinden will ist der eingangs erwähnte Urheberrechtsvorbehalt:

„Alle Rechte bezüglich der Originaltexte und Originalkompositionen vorbehalten.“

Nun muss ich allerdings eingestehen, dass ich von je her eine wahrscheinlich lebensfremde Einstellung zu Urheberrechtsvorbehalten in christlichen Lebenswelten habe.

Denn wer zur Verherrlichung Gottes und zur Freude und Erbauung christlich gläubiger Liedertexte verfasst, diese vertont hat und trotzdem gleichzeitig penibel und eifersüchtig darüber wacht, wer diese Lieder wann singen darf und wer wann und wo nicht, Pardon, der ist in meinen Augen eine jämmerliche Krämerseele, die aus dem Tempel Gottes mit Kälberstricken entfernt gehört.

Hier werden tiefschürfende Überlegungen zum wünschenswerten Ökumenedenken erörtert. Gut so! Nur was sollen dann bitteschön gleichzeitig kleinlichste Urheberrechtsvorbehalt in christlichen Gesangbüchern, egal welcher "FIRMENNAME", meist in Golddruck, auf dem Deckel steht?

Halten wir also fest: Das Lied Nr. 563 stammt von einer früherblindeten Frau aus den USA, die sich zur Methodistenkirche bekannte und für diese mit ihrer Begabung sehr erfolgreich wirkte.

Dieses Lied wird, was als sicher anzunehmen ist, irgendwann aus den USA nach England gekommen sein und in der Zeit bis 1915 Eingang und eine breite Akzeptanz in verschiedenste christliche Bewegungen gefunden hat.

Dass ausgerechnet dieses Lied dann auch von dem damaligen neuapostolischen Apostelkollegium als „(neu-) apostolisch“ akzeptiert und über Jahrzehnte hinweg von unzähligen Gläubigen inbrünstig gesungen wurde, dass kann und wird gewiss niemand bestreiten.

Aber das genau dieses Lied im Jahre 2006 exakt das Thema dieses Threads berührt, das scheint mir am Vorabend stammapostolischer Verkündigungen zum christlichen Taufverständnis, selbst aus neuapostolischer Sicht, einigermaßen nachdenkenswert.

Maximin :roll:
Zuletzt geändert von maximin am 23.01.2006, 18:52, insgesamt 1-mal geändert.
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NACHFOLGE ...!

Beitragvon maximin » 23.01.2006, 17:23

HERR MEIN HEILAND UND MEIN HIRTE

Herr mein Heiland und mein Hirte,
der des Lebensbahn mir brach,
ich bin dein von ganzem Herzen;
dir nur will ich folgen nach;

Refrain:
dir nach, dir nach, dir nach dir nach.
Ich bin dein von ganzem Herzen,
dir nur will ich folgen nach.

Du bist meine Sonn in Freuden,
du mein Trost in Ungemach;
seh ich deines Fußes Spuren,
o da will ich folgen nach;

dir nach, dir nach, dir nach dir nach...

Nimm mich hin zu deinem Dienste,
tue, was dein Mund versprach!
Geh voran, du großer Meister,
so will ich dir folgen nach;

dir nach, dir nach, dir nach dir nach...


Führ mich durch dies Erdentale,
halt mein Herze treu und wach!
Bis zum ew`gen Hochzeitssaale
lass mich froh dir folgen nach,

dir nach, dir nach, dir nach, dir nach,
dir nach, dir nach, dir nach, dir nach!
Durch die Schmach zur Ehrenkrone,
Herr, will ich dir folgen nach.

Nr. 563...
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Beitragvon philippus » 23.01.2006, 19:48

:)

Sag mal, lieber Freund, wie kommst du gerade heute auf dieses Lied?

Ich habe gerade einen meiner kleinen, bescheidenen Beiträge geschrieben und eine Parallele festgestellt zwischen diesem Lied und der PV zum 1.Februar. :wink:
Wenn du Zeit hast, und Lust, schau mal nach.

Liebe Grüsse
Frank
philippus
 
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Beitragvon Uhu-Uli » 23.01.2006, 21:02

Hallo philippus

Vielleicht ist es Maxis Uster-lied?! :roll:

oder anders ... es ist ein Usterapell an die Zuhörer ...
"seines Fußes Spuren" zu suchen & für sich zu entdecken ...

Ich bleib bei ... "Vertrau den neuen Wegen"
zum Suppentopfbeschwörer gen Berlin wink ...

Deine Uli
Uhu-Uli
 

Murmelzeit...

Beitragvon Anne » 08.01.2008, 14:05

Liebe Forumsbande ;-),

ich bitte um N a c h s i c h t, dass ich dieses – also mein eigenes – Thema noch einmal hervor krame. Es ist mir ein ebenso murmelhaftes Bedürfnis, wie in der Blumenwiese (und das muss außer mir ja keiner verstehen).

In den letzten Tagen und Wochen ist mir dieser thread immer wieder durch den Kopf gegangen. Als ich ihn dann noch einmal durchgelesen habe, ist mir aufgefallen, wie viele Themen er ganz komprimiert enthält und wie aktuell diese – auf ihre Art – wieder geworden sind. Deshalb bin ich auch so frei, ihn inmitten der politischen Diskussionen dieser Tage zu platzieren.

Wenn man sich die Übersicht hier im Forum anschaut, liest man immer wieder zwei Namen: Wilfried Klinger und Gerrit Sepers. Beide kommen – gewissermaßen – auch hier vor:

Gerrit Sepers nicht direkt, also nicht persönlich genannt ... aber so, wie ich ihn verstehe: in einem 'anderen' Verständnis von Lebens- und Glaubensfragen.

Von Wilfried Klingler liest man auf dieser Seite (siehe oben: Antwort an Peter.SDG).

Bild

* * *

Herman van Veen - ein uns auch gut bekannter Niederländer - singt so:

Machs gut

Machs gut
adieu
goodbye
so long
ich werde
dich vermissen

au revoir
fare well
tot ziens
sayonara
ich werde immer
an dich denken

jeden Tag
an dem du weg bist
werd ich
ein Bäumchen
für dich pflanzen
bleib nicht zu lange weg
sonst verschwinde ich
ich einem Wald

Machs gut
adieu
goodbye
so long
ich werde
dich vermissen

au revoir
fare well
tot ziens
sayonara
ich werd immer
an dich denken


* * *

Bild

Wer pflanzt jetzt wo Bäume?

* * *

Ich wünsche meiner Kirche, dass sie eine Sprache findet, durch die Versöhnung gelingt.
Vielleicht liegt sie darin begründet, dass uns eins verbindet: Im Grunde suchen wir alle Heimat. Ob wir sie finden, liegt aber nicht wirklich in unserer Macht – und genau das gibt ihr Freiheit, denn Heimat ist ja - wie alle großen Werte im Leben – ein Geschenk.

Mit herzlichen Grüßen
Anne
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Beitragvon mkoch » 09.01.2008, 13:35

Dazu schick ich mal hinterher, was vielleicht passt, und wo wir in Wuppertal ein bisschen die Illusion haben durften, dass es möglich ist:

Irgendwo auf der Welt (Comedian Harmonists)

Irgendwo auf der Welt
Gibt's ein kleines bißchen Glück,
Und ich träum' davon in jedem Augenblick.
Irgendwo auf der Welt
Gibt's ein bißchen Seligkeit,
Und ich träum' davon schon lange lange Zeit.

Wenn ich wüßt', wo das ist,
ging' ich in die Welt hinein,
Denn ich möcht' einmal recht,
So von Herzen glücklich sein.
Irgendwo auf der Welt
Fängt mein Weg zum Himmel an;
Irgendwo, irgendwie, irgendwann.

Ich hab' so Sehnsucht,
Ich träum' so oft;
Einst wird das Glück mir nah sein.
Ich hab' so Sehnsucht,
Ich hab' gehofft,
Bald wird die Stunde da sein.
Tage und Nächte
Wart' ich darauf:
Ich geb' die Hoffnung niemals auf.

Irgendwo auf der Welt
Gibt's ein kleines bißchen Glück,
Und ich träum' davon in jedem Augenblick.
Irgendwo auf der Welt
Gibt's ein bißchen Seligkeit,
Und ich träum' davon schon lange lange Zeit.

Wenn ich wüßt', wo das ist,
ging' ich in die Welt hinein,
Denn ich möcht' einmal recht,
So von Herzen glücklich sein.
Irgendwo auf der Welt
Fängt mein Weg zum Himmel an;
Irgendwo, irgendwie, irgendwann,
Irgendwo, irgendwie, irgendwann.

Liebe Grüße
michael
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Beitragvon Reverend » 09.01.2008, 13:58

...
Zuletzt geändert von Reverend am 12.07.2011, 06:35, insgesamt 1-mal geändert.
1 Joh 4,2: Daran sollt ihr den Geist Gottes erkennen: Ein jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus in das Fleisch gekommen ist, der ist von Gott
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Beitragvon Anne » 10.01.2008, 10:53

Reverend hat geschrieben:...ich habe dieses "kleine" bißchen Glück! Bei mir zu Hause! Jeden Tag. Meine Frau.


Lieber Reverend,

das ist das Schönste, was ich hier seit langem gelesen habe. :)

mkoch hat geschrieben:Dazu schick ich mal hinterher, was vielleicht passt, und wo wir in Wuppertal ein bisschen die Illusion haben durften, dass es möglich ist: Irgendwo auf der Welt (Comedian Harmonists)...


Lieber Michael,

- eine Illusion? :wink:

Dazu einen letzten Gedanken: Es gibt zwei Faktoren, die ich als Ursache dafür sehe, dass wirkliche Veränderungen innerhalb der NAK so schwer bis unmöglich sind. Und das sind

1. das System und
2. das Emotionale

Beides sind 'große', umfassende Themen und sie hängen - aus meiner Sicht - wie Kitt zusammen. Die Sehnsucht ist ein Teil davon ... weshalb sie das Thema ist, das - wiederum aus meiner Sicht - mit allergrösster Vorsicht betrachtet werden sollte.

:arrow: Bitte versteh mich nicht falsch: Ich möchte eure Erfahrungen nicht schmälern, zumal ich sie auf Grund eigener Erlebnisse gut nachvollziehen kann!

Trotzdem möchte ich mal darauf hinweisen dürfen, dass die Sehnsucht den Blick auf Realitäten tatsächlich verschleiern kann und dass das gefährlich werden kann: Wenn sie z.B. unsere basics anspricht oder 'guten Grund und Boden' verlässt.

Ich habe in den letzten Wochen immer wieder davon gelesen, dass Christen bestimmten Gefühlen widerstanden haben (D. Bonhoeffer spricht z.B. davon): denen, die ihnen besondere Sicherheit (im Glauben) versprechen wollten; denen, die sie an bestimmte Menschen gebunden hätten; denen, durch die sie auf ganz emotionale Art an eine Rettung glauben wollten.

Der (neue) BÄ Richter aus Hannover arbeitet übrigens auch daran, dass wir eine Klarheit über diese, unsere inneren Bilder und Triebkräfte bekommen und lernen, "erwachsen zu glauben".

Aus gemachter Erfahrung war es mir wichtig, diesen "Senf" dazu zu geben. Und jetzt bin ich froh, dass ich in den kommenden Tagen unterwegs bin und keine Zeit mehr für das Forum haben werde. Mensch! :lol:

Herzliche Grüße
Anne

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