Nachfolge - in anderen Bildern

u.a. Diskussion der Idee eine Basisorganisation in der NAK

Beitragvon Anne » 21.01.2006, 09:47

niltir hat geschrieben:Liebe Anne,

Nachfolge ist ein Ausdruck der Liebe und geschieht aus dem Herzen .. so verstehe ich Deine Beiträge ..


Schön. :)

Wie nun alles, was Menschen in Worte (und Taten!) fassen, wurde die Nachfolge auf bitterste Weise missbraucht.


Ich weiß, wovon du sprichst. Ich würde es aber nicht auf "alles beziehen, was Menschen in Worte und Taten fassen"!

Kein Mensch darf Nachfolge erwarten! Daran müssen die Geister gemessen werden, die Nachfolge fordern ..


Auch hier denke ich, dass ich verstehe. Du meinst das Aufstellen einer Konsequenz: Wenn du nicht, dann ...!

Fordern ist kein Teil der Liebe. Fordern ist Macht. Und somit abscheulich ..


So gesehen: Ja.

Lass mich bitte trotzdem einen kleinen Gedanken dazu da lassen: Manchmal mag mit dem Fordern indirekt auch etwas ausgedrückt werden, wofür die Worte fehlen:

*Bitte vertrau´ mir doch (trotzdem).
Bitte sieh´ doch, wie ich´s (wirklich) meine.
Bitte (be)achte doch trotz allem meine/unsere "basics" ... und verzeih´ meine Unzulänglichkeit ...*

Niltir, ich bin sicher, dass du verstehst.
Ich weiß wohl, wie schwer es ist - ganz allgemein betrachtet -, solche Gedanken vor dem Hintergrund mancher Erfahrungen "zu denken". Gerade deshalb hatte ich den Wunsch, den Horizont (die Enge) mancher kirchlichen Diskussionen einmal zu verlassen und alles von einer anderen Perspektive zu betrachten. Ich bin froh, dass es so verstanden wurde - halte es aber trotzdem nach wie vor (auch) für wichtig, Gutes von nicht Gutem klar zu unterscheiden.

Der Liebe nachfolgen heisst: Gott ehren! Diese Nachfolge hat Jesus gelebt .. der Herr schenke uns die Kraft, ihm nachzufolgen ...


Amen.

Liebe Grüße
niltir


Liebe Grüße zurück!
Anne :)
Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich. Luk. 18,27

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Beitragvon Anne » 21.01.2006, 10:05

Lieber Ulrich,

an dich einen besondereren Gruß: Ich wünsche dir, dass dein Herz und deine Hände im richtigen Augenblick gefüllt sind und dass du deine Sorge dann auch einer größeren, tröstenden Kraft übergeben kannst.

Alles Liebe!
Anne
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Beitragvon Kristoff » 21.01.2006, 13:50

niltir hat geschrieben:Wie nun alles, was Menschen in Worte (und Taten!) fassen, wurde die Nachfolge auf bitterste Weise missbraucht.

Kein Mensch darf Nachfolge erwarten! Daran müssen die Geister gemessen werden, die Nachfolge fordern ..

Fordern ist kein Teil der Liebe. Fordern ist Macht. Und somit abscheulich ..

niltir



das ist mir aus der seele gesprochen. mit nachfolge ist es manchmal nicht ganz einfach, wenn ein priester wasser predigt und den wein aus kisten säuft.

das prieseramt = das amt der versöhnung - wunderbar... wenn es stimmt.

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Beitragvon Uhu-Uli » 21.01.2006, 14:24

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Beitragvon Anne » 21.01.2006, 15:45

Liebe Grüße an Uli!

Anne :)
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Beitragvon Peter.SDG » 21.01.2006, 16:18

Nachfolge in Bildern. Wenn ich dem so nachgehe, muss ich unwilkürrlich an das Bild des Hirten und der Herde denken. Klar - die Schafe folgen dem Hirten nach, und wenn sie sich zu Ihm halten, gehen sie auch nicht fehl.
Traditionelles Nachfolgeverständnis eben.

Beim weiteren Nachdenken fiel mir aber auch das Gleichnis vom verlorenen Schaf ein - und wie sich da plötzlich die Situation umkehrte: Nicht mehr das Schaf folgte dem Hirten, sondern der Hirte folgte dem Schaf nach.

Vielleicht auch eine Dimension der Nachfolge, die wir im Zusammenhang mit diesem Schlagwort zu oft vernachläsigen.
Wenn wir gelernt hätten, richtig in unseren Herzen zu lesen, würden wir erkennen, dass wir in uns ein Verlangen tragen, das in dieser Welt nicht gestillt werden kann. Auf dieser Erde bleibt immer ein Rest an Enttäuschung.
(C.S. Lewis)
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Beitragvon Frettchen » 21.01.2006, 16:48

Dies ist ein Punkt, der in anderen Glaubensgemeinschaften fehlt. Wie oft werden bei uns F-Mitglieder besucht. Habt Ihr schon einmal in Eurem Bekannten- und Verwandtenkreis gehört, dass der Pfarrer "Familienbesuch" macht, weil die Gottesdienste nicht besucht werden???

fragende Grüße
Frettchen
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Nachfolge in Bildern - Folgen oder verfolgen?

Beitragvon Kirchenmusiker » 21.01.2006, 17:30

Hallo zusammen,
Hallo Frettchen!

Bin neu im Forum. Aussteiger seit März 2005. Habe lange Monate auf den Zugang gewartet.

Frettchen schreibt, dass die NAK die einzige Kirche ist, wo nicht nur die Schafe den Hirten folgen, sondern im Falle der verlorenen Schafe die Hirten den Schafen. Meine provokante Meinung:

Im ersten Fall folgen die Schafe den Hirten, im zweiten Fall verfolgen die Hirten die Schafe!
Zumindest hat man oft den Eindruck.

Bei mir war es allerdings etwas anders - ich glaube, die waren froh, dass ich endlich weg war. Weil ich nämlich genau das getan habe, was Stp. Fehr gesagt hat! Aber davon vielleicht später mal in einem anderen Thread mehr. Soll ja spannend bleiben.

Gesegnetes Wochenende wünscht

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Beitragvon Bert » 21.01.2006, 17:58

Frettchen hat geschrieben:Dies ist ein Punkt, der in anderen Glaubensgemeinschaften fehlt. Wie oft werden bei uns F-Mitglieder besucht. Habt Ihr schon einmal in Eurem Bekannten- und Verwandtenkreis gehört, dass der Pfarrer "Familienbesuch" macht, weil die Gottesdienste nicht besucht werden???

fragende Grüße
Frettchen


Liebes Frettchen,

schön, dass Du das mal ansprichst. Meine Erfahrungen mit F-Mitgliedern, die ich z.Z. meiner aktiven Tätigkeit in der NAK als Pr machte, sind allerdings demotivierend. In den seltensten Fällen kamen Besuchstermine mit dieen Mitgliedern zustande. Ohne Termine war kaum ein Besuch möglich. In anderen Fällen wurde mir klar gesagt: 'Hat keinen Zweck. Ich möchte (wir möchten) keinen Besuch mehr von der NAK.'

Also die Bereitschaft, Menschen, die nicht mehr in die GD kommen, zu besuchen, mag in der NAK vorhanden sein. Doch die praktische Durchführung scheitert i.d.R. am mangelnden Interesse der Betreffenden.

Ich denke mal, das ist heute - von Ausnahmen abgesehen - nicht anders.

Rein vorsorglich möchte ich dazu anmerken, dass das Desinteresse der seinerzeit in unserer Gemeinde aufgesuchten Mitglieder, die nicht mehr die GD besuchten, nichts mit mir oder den Priestern der Gemeinde persönlich etwas zu hatte. Über profane Dinge konnte mit ihnen - falls gewünscht, auch abendfüllend - geredet werden, nur nicht positiv über die Kirche.

LG
Bert
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Beitragvon orig.gabi » 21.01.2006, 18:20

Also ich wurde noch von den Priestern meiner ehemaligen Gemeinde der NAK besucht, nachdem ich bereits sehr lange keine Gottesdienste mehr besucht hatte.
Die letzten beiden fanden sogar statt, nachdem ich bereits in die ev. Kirche eingetreten war.

Damals fand ich`s etwas lästig, heute eher rührend,
da ich inzwischen weiß, dass eine ehrliche Besorgnis um mein Seelenheil der Antrieb zu diesen Besuchen war.

Mein ev. Pfarrer besuchte mich vor einigen Jahren allerdings auch zu Hause, nachdem ich einen "Durchhänger" in Sachen GD- Besuche hatte und auf ihn deprimiert wirkte ...

Es ergaben sich sehr persönliche, anregende Gespräche.

lgg
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe ist,
der bleibt in Gott und Gott in ihm.
1.Johannes, 4,16
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Beitragvon Cemper » 21.01.2006, 18:32

Und mein Pastor sagt: "Brauchst du etwa Seelsorge?" - und schaut mich entgeistert an.
Ich sage ihm dann: "Beruf verfehlt?"
Die Pastorin ist ganz anders. Die sagt: "Du, ich hab' Probleme, können wir mal reden?"
Und ich sage ihr: "Gern. Priestertum aller Gläubigen. Der Unterschied: Du wirst bezahlt. Ich nicht."
Und dann sagt sie: "Sei nicht so."
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Beitragvon GG001 » 21.01.2006, 20:15

Du hast wieder einmal ein nettes Bild, Anne!
Fuehre, folge - oder geh' aus dem Weg!
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Beitragvon Anne » 21.01.2006, 20:45

Ja, finde ich auch.
Was soll ich bloß zu deiner Signatur sagen? :wink:

Ich habe sie gestern schon mal gelesen ... wo war das bloß?

8) Anne
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Beitragvon BMW » 21.01.2006, 21:24

Liebe Anne,

im Hintergrund höre ich die von Cemper eingestellte Musik.

Nachfolge als Ausdruck Liebe.

Nach einem erfüllten, gemeinsamen Leben starb der Mann im 96. Lebensjahr. Sie ist ihm innerhalb von 3 Tagen gefolgt.

Dieses Bild durfte ich erleben.

Jörg
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