Ist alles so, wie es scheint?

u.a. Diskussion der Idee eine Basisorganisation in der NAK

Beitragvon Sesemi » 18.09.2005, 17:15

Hier die Textquelle:
Studiere nur und raste nie,
Du kommst nicht weit mit deinen Schlüssen;
Das ist das Ende der Philosophie,
Zu wissen, daß wir glauben müssen.
(Emanuel Geibel)
Quelle: http://www.emmanuelgeibel.de/geibel_5.htm

Was du ererbt von deinen Vätern hast,
Erwirb es, um es zu besitzen.
Was man nicht nützt, ist eine schwere Last;
Nur was der Augenblick erschafft, das kann er nützen.

(Goethe, Faust I)


Auch Goethe suchte nach der Wahrheit - wer seine Werke liest, weiß, welche subjektiven Wahrheiten er gefunden hat.

Gruß von der Trave

Sesemi
Das Normale, Wohlanständige und Liebenswürdige ist das Reich unserer Sehnsucht, ist das Leben in seiner verführerischen Banalität. (Tonio Kröger)
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Beitragvon Wiwi » 19.09.2005, 06:32

Danke, tergram und sesemi!

hatte ebenfalls erst an Goethe gedacht ;-)

Wer aufhört zu suchen, gibt die Chance zu finden auf. Die Kunst dürfte darin liegen, immer wieder neu die Stelle des Übergangs zwischen Erforschbarem und zu Glaubenden auszumachen.

Na ja, noch zu früh zum Denken heute morgen :lol:

Euch allen eine schöne Woche!
Liebe Grüße
Wiwi
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Beitragvon Mona Lisa » 19.09.2005, 06:57

Ich möchte mir die Chance, etwas zu finden, nicht nehmen lassen. Dazu gehört aber auch, Fragen zu stellen. Leider sind die Antworten oftmals nur neue Fragen...

Daher möchte ich von meinen hier genannten Fragen eine wiederholen:
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Die christliche Religion lehrt die Sanftmut Jesu. War er es wirklich? Die Vertreibung der Wechsler im Tempel - ein Beispiel für Gewaltlosigkeit und Sanftmut? Eher das Gegenteil!

Oder Matth. 10,34: Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.

Sind dies nicht eher Hinweise auf einen gar nicht so friedfertigen Jesus? Nur mit viel Zuckerguss in der Vergangenheit überdeckt?

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Licht

Beitragvon Hütchen » 19.09.2005, 07:12

Mehr Licht!
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Beitragvon Cemper » 19.09.2005, 07:15

@ Mona Lisa

Schauen Sie sich einmal diese beiden Seiten an. Sie finden dort - vielleicht - Perspektiven der Antworten auf Ihre Fragen. Nicht DIE Antwort. Nur Perspektiven. Besonders zu empfehlen sind die Arbeiten von Flusser über Jesus und das Neue Testament. Flusser lehrte an der Hebräischen Universität in Jerusalem jüdische Geistesgeschichte, Urchristentum und antike griechische Religion. Er vermittelt eine gewisse Ahnung von Jesus als historischer Person.

http://www.uni-leipzig.de/~judaica/i-fa ... ii01_1.htm

http://www.jcrelations.net/de/?id=842
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Beitragvon Mona Lisa » 19.09.2005, 07:39

C, herzlichen Dank. Ich werde diese Seiten lesen. Wenn es mich nicht viel weiterbringt, so doch sicher mehr, wie der Hinweis "Mehr Licht" von Hütchen.
Ja, ich könnte mehr Licht gebrauchen. Doch wo scheint es?
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Beitragvon Cemper » 19.09.2005, 07:42

Mona Lisa -

Hütchen hat Goethe zitiert. "Mehr Licht" - das waren Goethes letzte Worte. Dunkel ist es immer noch.
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Beitragvon Mona Lisa » 19.09.2005, 08:06

Hallo C,
ich kenne die Worte Goethes gut. Nur weiss ich mit Hütchens Hinweis nichts anzufangen. Es erscheint mir so wie wenn ich nach dem Wetter frage, und mir geantwortet wird, dass der Dax auf 4950 steht. Das ist zwar vielleicht nicht falsch, aber nicht im Ansatz eine Antwort auf die Frage.
Allerdings - hier im Forum scheint diese Diskussionsform nicht ganz unbeliebt zu sein :(

M.L.
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Wenns denn so einfach wär

Beitragvon Ich war(? )ein Gotteskind » 19.09.2005, 08:17

:wink: Hallo Mona Lisa, was Du schreibst, berührt mich, da ich vieles von dem auch so gefühlt habe, bzw. fühle. Auf der einen Seite bin ich froh und dankbar, darüber, dass ich irgendwann angefangen habe Fragen zu stellen und dass mein Weg letzten Endes so verlief,- Zum anderen erlebe ich auch heute noch immer wieder diese tiefe Trauer.
Wobei das bei mir nicht bedeutet, dass ich zurück will. Aber auch ich habe etwas, was mir einmal sehr wichtig war,- was meinen Lebensinhalt ausmachte verloren. Daran, wie schwer so ein Weg ist, wie der meine, oder anderer, die sich getrennt haben, sieht man wie tief wie Neuapostolischen indoktriniert wurden bzw. sind. <Geplagt von Selbstzweifeln,- schreibe ich in meinem Buch geht man dabei oft einen Schritt vor und zwei zurück (...)>--- und das empfinde ich wirklich auch so. Ich bin heute überzeugt davon, dass ich abhängig war. Bewußt oder unbewußt abhängig gemacht, durch die Neuapostolische Kirche. Es hatte irgendwann für mich mit viel Ängsten zu tun und es hat lange gedauert, bis ich das überhaupt richtig einordnen konnte. Da greifen ja erst viele andere Mechanismen, wie Sätze: immer selber Schuld, wenn ich nicht mache, was gefordert wird, stehe ich nicht im Segen,- wer weiß was mit mir dann geschieht (...).

17einhalb beschreibt auch vieles, das ich kenne.

eric,- so einfach wie du es sagst und dir scheinbar auch machst, ist es absolut nicht. Ich glaube dir auch nicht, dass du es wirklich so siehst.

tergram,- was du über die Wahrheit schreibst, dem stimme ich auch zu und (...) auch so schreibst du viele kluge Sachen. Aber ich meine, so klar wie es auf dem Papier ist, ist es im Leben oft nicht. Leider!

Muß erst mal weiter,- für den Moment einen herzlichen Gruß und Euch allen eine gute Zeit mit möglichst guten Gedanken.- Winni
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Beitragvon Balduin » 19.09.2005, 10:10

Ist alles so, wie es scheint?
Auf was bezieht sich diese Fragestellung?

Bezieht sie die frage auf das Leben?
oder auf Glauben im allgemeinen bzw im besonderen
(NAK)? oder auf persönliche Problemstellungen?

Nichts ist wie es scheint oder den anschein haben mag. Jegliche Interaktion unterliegt Gesetzmässigkeiten, von mir aus auch Spielregeln, die Stillschweigend übernommen werden.


Wenn man mal eine x beliebige Situation aus seinem privaten Bereich herrausnimmt, die so vor 5 Jahren sich ereignet hat, man fragt alle beteiligten, sie sollen die Situation wiedergeben so wie sie sich ereignet hat. Das Ergebniss wird sehr erstaunlich sein. Sogar die eigene Erinnerung weicht vermutlich weit von dem ab, was sich tatsächlich ereignet hat.
Es ist nichts so wie es den Anschein hat, aus diesem Grund Vorsicht vor allen die einem Wahrheit verkaufen wollen. Bei Verunsicherung jeder hat die Möglichkeit Nein zu sagen bzw Ja zusagen und die daraus resultierenden Konsequenzen zutragen.

lieben Gruss in die Runde
Balduin
 
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Beitragvon Gast » 19.09.2005, 14:03

Wenn ich die Diskussion verfolge, so gehe ich davon aus, dass Mona Lisa das wohl auf die christliche Religion allgemein und nicht auf eine bestimmte Kirche bezieht.
Sicher trifft es auch auf andere Bereiche zu. Aber hier geht es wohl hauptsächlich um Glaubensangelegenheiten.
Ich denke, dass vieles, was als allgemeine Wahrheit verkündet wird, problematisch wird, wenn es genau unter die Lupe genommen wird.

Dieter
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Beitragvon Wiwi » 19.09.2005, 16:55

@ Mona Lisa:

Ich versuche mal ganz vorsichtig eine Antwort. Nimm die Begebenheit mit der Sünderin, eine meiner Lieblingsstellen in der Bibel. "Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein". - "Hat Dich niemand verurteilt? Dann verurteile ich Dich auch nicht". - UND: "Gehe hin und sündige hinfort nicht mehr!"

GÜTE UND KLARHEIT und Forderung zu Umkehr!

Ich möchte auf Deine Frage folgendes antworten: Jesus war sanftmütig bis zum Äußersten, aber nicht um jeden Preis! Übrigens eine interessante Haltung im Hinblick auf die gelegentliche Weichspüler-Mentalität unserer Tage...

Ist nur der Versuch einer Antwort, bitte sieh es auch so.

Liebe Grüße!
Wiwi
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Beitragvon Mona Lisa » 19.09.2005, 19:12

Wiwi:
Danke. Ich lass es mir durch den Kopf gehen. Könnte der Versuch eines Antwortansatzes sein. So ein kleines bisschen wenigstens.
ML
Mona Lisa
 

Beitragvon Wiwi » 19.09.2005, 21:37

Mona Lisa:

Der Nachsatz zu Deinen Beiträgen ist bedenkenswert! Danke und liebe Grüße!
Wiwi
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