Glauben allgemein

u.a. Diskussion der Idee eine Basisorganisation in der NAK

Glauben allgemein

Beitragvon fireangel » 29.07.2005, 05:21

Hallo Fories,

habe im Net einen interessanten Beitrag gefunden.
Guckst du hier:
http://portale.web.de/Schlagzeilen/Gese ... g/5914810/

Mich würde mal eure Meinung dazu interessieren.

Liebe Grüße
fireangel
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Beitragvon Gaby » 29.07.2005, 05:49

Hallo Fireangel,

ob diese Aussage wirklich so stimmt?
In meinem Bekannten- und Verwandtenkreis ist zwar fast niemand kirchlich engagiert (viele sind auch aus der Kirche ausgetreten), aber wenn die Gespräche in Richtung Glaube und Gott gehen, gibt es nur selten jemanden der sagt, er würde NICHT an Gott glauben.
Viele glauben sicherlich nicht wie es die christliche Lehre vermittelt, aber Gott leugnen tun die meisten nicht.
Zumindest ist das meine Erfahrung, denn mir passiert es ziemlich oft, das Gespräche sich in diese Richtung entwickeln.

Liebe Grüße

Gaby
Denn in alledem liegt der Anfang des Reiches Gottes, das entstehen soll an der Stelle, an der du stehst. Nicht irgendwo, sondern in dir selbst. (Jörg Zink)
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Beitragvon peter » 29.07.2005, 06:36

Hallo Fireangel,

ich denke sogar, das die Dunkelziffer noch höher liegt. Ich denke, unsere Zeit, in welcher wir von klein auf lernen mit den Ellenbogen zu arbeiten lässt einfach keinen Platz für einen Gott der Liebe. Keinen Gott? Naja, ganz so ist es doch nicht, es wird nach Götzen gesucht:
- Selbstverwirklichung
- Habgier
- Macht
- u.v.m.

Der christliche Gott jedoch wird gerne in Frage gestellt, viele sind nur noch per Steuerkarte in der Kirche und besinnen sich bei Festen wie Hochzeit, Konfirmation, Trauer usw. hierauf, ansonsten wird nur die KiSt abgezogen.

Fazit:
Wir sind ein land mit christlichem Restbestand (ein wenig ketzerisch formuliert).

Herzlichst

Peter
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Beitragvon fireangel » 29.07.2005, 07:26

Liebe Gaby, lieber Peter,

ich sehe das auch so wie ihr. Besonders die Aussage von Peter kann ich voll unterstreichen.
Danke euch beiden :wink:

Liebe Grüße
fireangel
fireangel
 

Beitragvon Gaby » 29.07.2005, 07:56

Lieber fireangel,

meine Meinung unterscheidet sich doch ziemlich von der von Peter denke ich.

Unterstreichst Du Peters Aussage, kannst Du mir eigentlich nicht zustimmen.

Ich kann das ja auch nicht verallgemeinern, sondern kann nur von meinem Umfeld hier sprechen.
Also von Menschen, mit denen ich zu tun habe.

Wenn ich schreibe, dass jemand nicht an die christliche Lehre glaubt, heißt das schließlich nicht, dass man nicht an Gott glaubt.

Und ich meine wirklich >>an Gott glaubt<< und nicht an "Götzen" wie Peter sie beschrieben hat.

Allerdings gibt es halt noch den Unterschied, ob man (ich nenne es mal) aktiv an Gott glaubt (eine Beziehung zu ihm hat) oder halt es einfach für möglich hält, dass es Gott gibt.

Das es auch Menschen gibt, die Gott WIRKLICH leugnen und nicht an ein Weiterleben glauben bestreite ich nicht.

Aber in meinem Umfeld ist das eher selten.

@ Peter

>>Der christliche Gott jedoch wird gerne in Frage gestellt, viele sind nur noch per Steuerkarte in der Kirche und besinnen sich bei Festen wie Hochzeit, Konfirmation, Trauer usw. hierauf, ansonsten wird nur die KiSt abgezogen.<<

Ist jemand kirchlich nicht engagiert bedeutet das nicht gleichzeitig, dass man keine Beziehung zu Gott hat!!!


Das ist eine Verallgemeinerung.

Genauso könnte ich behaupten, es gibt "Christen" die sich für die Kirche abstrampeln, aber keine richtige Beziehung zu Gott haben.

Wo der Glaube über die Zugehörigkeit und die aktive Mitarbeit der Gemeinde definiert wird.

Und das ist etwas anderes, als eine Beziehung zu Gott zu haben.

Liebe Grüße

Gaby
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Beitragvon peter » 29.07.2005, 08:21

Liebe Gaby,

ich hatte mir fast gedacht diesen Widerspruch von Dir zu erhalten :wink: , ich war auch überrascht das Fireangel in unseren Aussagen den gleichen tenor erkannt hatte und dachte mir: "Ups Peter (ich duze mich, wenn ich alleine bin :oops: ), hast Du etwas falsch formuliert?"

Ich stellte fest, das wir beide sehr wohl gemeinsame Aussagen getätigt haben, jedoch diffenzieren zwischen engagiert und zugehörig.

Ich möchte es verdeutlichen: Ich habe diverse gespräche mit Menschen bzgl. Glaube geführt. Ich erhielt jedesmal die Aussage, das sie ja gläubig wären und der Kirche (hier ev) angehören würden. Dann kam die Frage aufgrund meines Engagements für meine Kirche, wo denn die Unterschiede unserer Glaubenslehre bestehen würden. Daraufhin fragte ich, wieviel denn überhaupt über den eigenen Glauben bekannt wäre. Die Antwort kannst Du Dir denken, oder? Beschämend was dort (nicht) zu Tage kam.

Hier setze ich genau an. Zu Zeiten Elia's galt das jüdische Volk als Gottesvolk. Ja, sie glaubten an Gott, beteten ihn zuhause auch an, gleichwohl jedoch opferten sie dem Baal, praktizierten die Verehrung der Aschera usw. DAS hat mit Glauben an Gott m.E. nichts zu tun - und das wollte ich auf die heutige Zeit reflektieren, denn auch heute glaube viele vermeintlich an Gott, haben sich Gott jedoch soweit negiert, das von seiner eigentlichen Aussage nichts mehr übrig blieb.


Herzlichst

Peter
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Beitragvon Minka » 29.07.2005, 10:33

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Beitragvon peter » 29.07.2005, 11:04

Liebe Minka,

woher hast Du mein Passbild erhalten?

Schmunzelnd grüßt

Peter
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Beitragvon Gaby » 04.08.2005, 12:06

Lieber Peter,

es ist zwar schon ein paar Tage her, aber ich möchte auf Dein Posting noch einmal eingehen.

>>Ja, sie glaubten an Gott, beteten ihn zuhause auch an, gleichwohl jedoch opferten sie dem Baal, praktizierten die Verehrung der Aschera usw.<<

Glaubst Du dieses ist nur bei >>Nicht Kirchgängern - Nicht Kirchenmitgliedern<< vorzufinden?

Ich glaube dies ist pauschalisiert.

Wenn jemand nicht genau darüber informiert ist, WAS seine Kirche lehrt (frage mal neuapostolische Christen was sie denn von anderen Kirchen unterscheidet - ob Du da immer eine Antwort bekommst?), heißt das letztlich nicht, dass man keine Beziehung zu Gott hat.

Im Gebet kann JEDER mit Gott verbunden sein.

Liebe Grüße

Gaby
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Beitragvon peter » 04.08.2005, 12:59

Liebe Gaby,

ja, wir beide meinen bzgl. Kirchgängern und Nichtgänger dasselbe!!! Ich meine doch insbesondere jene, die sich mit ihren Kirchgang brüsten und ...

anders handeln.

Herzlichst

Peter
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Beitragvon Gaby » 04.08.2005, 13:05

Lieber Peter,

dann hatte ich Dich falsch verstanden.

Nix für ungut ;)

Liebe Grüße

Gaby
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Beitragvon regenbogen » 11.06.2006, 09:54

Ich fand das interessant zu lesen...

Häufig gestellte Fragen
an Christen und den christlichen Glauben


http://www.bechhaus.de/christsein/faq_christsein.html

Gruss
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Beitragvon dr.scheuble » 31.07.2007, 14:40

Es ist schon wichtig einen Glauben zu haben, ob es nun DEN Glauben gibt weiß ich nicht. Viele Christen die aus einer Gemeinschaft austreten sehen da wohl das Thema Kirche als Problem. Auch die Institution NAK ist letztendlich ein großes Unternehmen mit Managern und Führungskräften, die nun in der jüngsten zeit endlich mal versuchen, Weiterbildungen professionell anzubieten.
Mich persönlich stört auch eine Menge an der Institution...das hat jedoch nichts mit meinem Glauben zu tun.
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