Gebete

u.a. Diskussion der Idee eine Basisorganisation in der NAK

Gebete

Beitragvon Anne » 05.09.2004, 07:21

Komm herüber und hilf denen, ...

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... die an ihrem Glauben,
ihrer Hoffnung,
ihrer Liebe leiden;


Hilf denen, die gesucht haben - und nicht gefunden,
hilf denen, die gehofft haben und enttäuscht wurden,
hilf denen, die Liebe gaben und Liebe suchten,
hilft denen, die glaubten ...

"Will denn der Herr nicht Gott sein in Zion ?

Herr, höre unser Gebet !"*

Amen.[b]


*aus "Elias" von F. Mendelssohn - Bartholdy
Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich. Luk. 18,27

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Hier stehe ich ...

Beitragvon Anne » 06.10.2004, 15:22

Und wenn jemand - vielleicht wie ein Luther - sagen muss:

"Hier stehe ich, ich kann nicht anders"

und ...


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möge Gott ... auch ... den Ruf des Herzens hören.

Einen besonderen Gruß an alle, die sich selbst und ihrem Herzen treu bleiben.

Anne
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Beitragvon philippus » 07.10.2004, 12:38

Das Gebet des Jabez

Er selbst hatte zum Gott Israels gebetet:
"Segne mich
und erweitere mein Gebet.
Steh mir bei
und halte Unglück und Schmerz von mir fern!"

Diese Bitte hatte Gott erhört.

(1.Chronik 4,10)


... begleitet mich seit ein paar Tagen ...

Liebe Grüße

Frank
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Beitragvon Liebesgruß » 07.10.2004, 13:25

Hallo philippus,
richtig heißt es:
„Segne, ach segne mich und erweitere mein Gebiet. Lass deine Hand über mir sein, und halte Schmerz und Unglück von mir fern.“

Und Gott ließ geschehen, worum er bat.

„Segne, ach segne mich!“
Man soll einen Brief nicht mit “ich“ anfangen, haben wir gelernt. Und wirkt das als Einstieg in ein Gebet nicht auch egoistisch: „Segne mich“? Kann man beim Gespräch mit Gott dermaßen mit der Tür ins Haus fallen? Doch, man kann. Ich bin überzeugt davon, Gott erlaubt uns, dass wir beim Glauben und Beten mehr an uns denken. Vertrauen auf Gott schenkt Kraft, gibt Lebensmut, macht froh und glücklich, Vertrauen auf Gott richtet auf. Vom Segen Gottes ist genug für alle da. Auch für die, die eine Last tragen. Wir müssen nur eines tun: um den Segen bitten.

Unzählige Male haben wir den Schlusssegen im Gottesdienst gehört, ihn akzeptiert und gut gefunden, aber oftmals blieb dieser Segen in eigenartig gebremster Weise hier vorne am Altar – und kam nicht bis an uns heran.

Was bedeutet Segen? Segen heißt nicht einfach: Gib mir, was ich will! Segen ist mehr als „Alles Gute“. Um Segen bitten heißt auch nicht einfach: Gib mir mehr von dem, was ich schon habe. In der Bitte um Segen steckt die Erwartung drin: Überrasche mich, Gott! Schütte dein Füllhorn unbegrenzter Möglichkeiten über mir aus. Befreie mich aus meinem eingegrenzten Denken. Segen bedeutet, Grenzen zu sprengen, über das Gewohnte hinaus zu denken, die eigenen Möglichkeiten zu nutzen.

Noch einmal zu dem Gebet des Jabez. „Lass deine Hand über mir sein!“ – das könnte man so übersetzen: „Ich schaff es nicht allein! Nicht ich werde groß, sondern Gott soll groß werden in mir!“ Dann wird spürbar, dass uns die Hand Gott mühelos beschützen wird.

„Halte Schmerz und Unglück von mir fern!“ Das ist ein ehrliches, bescheidenes und sympathisches Gebet.

Lenk meine Schritte weit weg von allem, was nicht von dir ist. Führe meinen Weg weit weg von all dem, was mir schadet.

„Und Gott ließ geschehen, worum er bat.“
Über dem Beten liegt eine große Verheißung, über jedem Gebet. Wir haben es hoffentlich alle zu einem festen Bestandteil unseres Tagesablaufs gemacht. Dann segnet Gott uns. Er merkt und hört. Er schreibt es in ein Gedenkbuch. Er erweitert den Horizont der Menschen, die beten. Er hält seine Hand über alle, überall. Ich bin davon überzeugt, dass Gott uns zuhört. Dass er uns hört und erhört. Und dass wir seinen Namen loben können. Tagtäglich!

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Beitragvon philippus » 07.10.2004, 13:50

@ Liebesgruß

Zunächst einmal ein liebes Dankeschön für die schönen Gedanken zu diesem Gebet.

Liebe Grüße
Frank
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Beitragvon sepia » 07.10.2004, 14:11

"Halte Schmerz und Unglück von mir fern."

Ich habe gerade das Märchen gelesen, das panta_rhei unter "Besondere Grüße" eingestellt hat. Da heißt es unter anderem:
Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. "Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf, wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh.

Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Statt dessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu."

Ich persönlich bete nicht grundsätzlich darum, dass Schmerz, Unglück und Traurigkeit von mir fern bleiben mögen. Das hat allerdings zur Folge, dass ich Gott manchmal geradezu anflehen muss, mich darunter nicht zerbrechen zu lassen, mir zu ermöglichen, dass ich helfende Hände und tröstende Worte auch an mich heranlassen kann, anstatt mich im Elend zu vergraben. Und dass es mir möglich sei, wieder zu heilen, aus allem zu lernen, daran zu wachsen und mir die Empfindsamkeit für meine Nächsten zu bewahren. Und noch viel mehr...

Liebe Grüße,

:) Sepia.
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Beitragvon orig.gabi » 07.10.2004, 14:18

Liebe Sepia,
ich kann deine Gedanken sehr gut nachvollziehen.
Ich denke an Dich und wünsche Dir ganz viele Hände die Dich halten...

Liebe Grüße Gabi
Zuletzt geändert von orig.gabi am 08.10.2004, 05:04, insgesamt 1-mal geändert.
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe ist,
der bleibt in Gott und Gott in ihm.
1.Johannes, 4,16
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Beitragvon Liebesgruß » 07.10.2004, 14:21

Hallo sepia,
als ich deine Zeilen las kam mir das Lied aus dem Gesangbuch Nr. 236, die dritte Strophe in den Sinn:

Komm als der Arzt, der alle Krankheit heilt,
als milder Freund, der jeden Kummer teilt!
Als Lehrer komm auch heut, gering und schlicht,
und als Erlöser komm, verlass mich nicht!


Liebesgruß
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Beitragvon Anne » 07.10.2004, 15:09

... und ich dachte an das Lied:

"Speak Lord, for we hear thy call ...":

Rede ... auch in das zerschlagene Herz !

Eine Umarmung von

Anne :)
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Beitragvon sepia » 07.10.2004, 19:39

*D*A*N*K*E*

Euch allen.

Für diesen milden, warmen Regen. Ich strecke mich dem Himmel entgegen, die Tropfen perlen über mein Gesicht und ich lasse los was Kummer macht...

Ihr habt mich sehr berührt.

Liebevolle Gedanken an euch,

Sepia.
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Beitragvon Anne » 07.10.2004, 19:55

Einen warmen Abendgruß an euch alle !

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Anne :)
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Beitragvon Randnotiz » 07.10.2004, 20:25

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- ohne Worte -
Nur wer die Fakten kennt, kann sie verdrehen.

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Beitragvon philippus » 07.10.2004, 21:32

:)

Was so ein kleines Gebet doch alles bewirken kann ...
(Hätte ich nicht gedacht.)


Liebe Grüße an alle.

Frank
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Beitragvon panta_rhei » 07.10.2004, 21:39

Liebe sepia,
das hast Du gut gesagt, ich denke, ich weiß genau, wie Du es meinst mit dem Beten. Ich kann es auch nicht anders machen.
Und ich wünsche Dir viele haltende und sorgende Hände um Dich herum!!!!

@ Randnotitz
Was für ein schönes Bild....., da möchte ich barfuß langlaufen...
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