Blick zu den Nachbarn

u.a. Diskussion der Idee eine Basisorganisation in der NAK

Beitragvon Jesu Juva » 19.06.2007, 12:54

Moin! :-)

scholli hat geschrieben:Ist der Papst heilsnotwendig ?

"Der Petrus von heute heißt Benedikt XVI.Sein Verkündigungsdienst ist heilsnotwendig für Kirche und Welt"
Kardinal Meisner 3.Absatz

KLICK


Nach dem Diktus der RKK ist seit jeher die Zugehörigkeit zur (einzig wahren und natürlich katholischen) Kirche notwendig, um zum Heil zu gelangen. (Dogma: "Außerhalb der Kirche kein Heil.") Das wurde zuletzt besonders durch die Erklärung "Dominus Iesus" bekräftigt, die im Jahr 2000 von der Glaubenskongregation unter dem Vorsitz von J. Ratzinger, dem jetzigen Papst Benedikt XVI., herausgegeben wurde.

Wir sind halt, wie Stammapostel Leber anmerkt, der katholischen Kirche grundsätzlich ähnlicher als der evangelischen... :?

Viele Grüße, Lars
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Beitragvon scholli » 19.06.2007, 13:17

Danke für den Link,Lars :wink:

Deshalb muss in Verbindung mit der Einzigkeit und der Universalität der Heilsmittlerschaft Jesu Christi die Einzigkeit der von ihm gestifteten Kirche als Wahrheit des katholischen Glaubens fest geglaubt werden. Wie es nur einen einzigen Christus gibt, so gibt es nur einen einzigen Leib Christi, eine einzige Braut Christi: »die eine alleinige katholische und apostolische Kirche«. :shock:

Fehlt der Nak dann die Lobby in der ACK aufgenommen zu werden ?
Ich setze Liebe mit Freiheit gleich. Die Liebe zu Gott kann nicht durch Gebote, sondern nur durch einen Akt der Willensfreiheit bewirkt werden. - Isaac B. Singer
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aktuelle Pressemitteilung

Beitragvon tergram » 22.09.2007, 05:44

gefunden auf http://www.n-tv.de/855687.html :


Freitag, 21. September 2007
Hände in Unschuld waschen
Bischof: Auch Jesus irrte

Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller hat jede Mitverantwortung für den mutmaßlichen Kindesmissbrauch durch einen Pfarrer bestritten. Er habe den einschlägig vorbestraften Priester zwar wieder als Seelsorger eingesetzt. Aber "die Verantwortung für eine Straftat trägt der Täter. Ich bin nicht verantwortlich für alles, was unsere Geistlichen und Mitarbeiter tun", sagte der Oberhirte bei einer Pressekonferenz in Regensburg. Schließlich habe Jesus auch Jünger berufen, die ihn später verraten hätten, sagte Müller. Eine Entschuldigung zum Einsatz des Priesters in Riekofen gab es von Müller weiterhin nicht.

Der 39-jährige Ex-Pfarrer Peter K. war Ende August verhaftet worden, weil er sich erneut an einem Jungen vergangen haben soll. Nach Müllers Lesart "besteht leider der begründete Verdacht, dass er sich an einem Kind Übergriffe in dessen Intimsphäre hat zuschulden kommen lassen". Dass ein der Keuschheit verpflichteter geweihter Diener Gottes das getan habe, sei umso empörender. Der Bischof sei tief erschüttert, und versprach den betroffenen Kindern und Eltern jede Hilfe.

Kirche gerät ins Wanken

Der Fall im Bistum Regensbug könnte sich zu einem der größten Sex-Skandale in der deutschen katholischen Kirche ausweiten. Das Bistum soll sich angeblich bereits 1999 das Stillschweigen der Opfer erkauft haben. 6500 D-Mark wurden an die Eltern dreier betroffener Geschwister gezahlt - laut Vertrag für Therapiemaßnahmen. Trotz des Geldes kam es zur Anzeige.

"Keine pädophile Fixierung"

Der Pfarrer Peter K. habe bereits vor acht Jahren eine ähnliche Straftat in einer anderen Gemeinde verübt, so Müller. Aber ein gerichtlicher Gutachter habe damals festgestellt, dass der Pfarrer nicht pädophil fixiert sei und keine Bedenken gegen einen Wiedereinsatz bestünden. Nach einer Therapie und dem Ablauf der Bewährungszeit habe er den sehr beliebten Pfarrer deshalb 2004 als Seelsorger in Riekofen eingesetzt, sagte der Bischof. "Die Entscheidung war also verantwortet, auch wenn das wohlbegründete Vertrauen auf schreckliche Weise missbraucht wurde."

Gegen die Richtlinien der deutschen Bischofskonferenz, wonach verurteilte pädophile Pfarrer nie wieder in der Jugendseelsorge eingesetzt werden sollen, habe er nicht verstoßen, sagte Müller. Der Gutachter habe im Zuge des Vergehend von 1999 von einer einmaligen Tat des Pfarrers gesprochen.

Der Papst soll's richten

Die Kirchenvolksbewegung "Wir sind Kirche" hat wegen des Skandals den Vatikan zum Einschreiten aufgefordert. Papst Benedikt XVI. sollte Bischof Müller zur Unterstützung der Verwaltung des Regensburger Bistums einen sogenannten Koadjutor zur Seite stellen. Der Vatikan sei nun gefordert, um die Glaubwürdigkeit der römisch-katholischen Kirche wieder herzustellen. Christian Weisner von der Bewegung "Wir sind Kirche" sagte bei n-tv: "Das Nicht-Handeln des Bischofs, das jetzt immer offenkundiger wird, ist ein himmelschreiender Skandal. Das Vertuschen des Problems des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche muss jetzt endlich ein Ende haben."

Nach dem Kirchenrecht kann solch ein Bischofskoadjutor vom Vatikan mit besonderen Befugnissen in der jeweiligen Diözese ausgestattet werden. Kritiker fordern jetzt den Rücktritt des zuständigen Bischofs.
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Beitragvon trinity » 22.09.2007, 06:43

... ja, danke tergram für diesen link ... das ist so unvorstellbar, dass es mir fast die Sprache verschlägt!

Nein, ich möchte und werde hier nicht urteilen und schon garnicht richten, weil ich in solch einen (Täter)Menschen nicht reinschauen kann! Aber was dieser Bischof Müller aus Regensburg hier abzieht, das ist fast schon Beihilfe und sollte von öffentlicher Hand einmal untersucht werden!

Er hat einen, von der Öffentlichkeit finanzierten Seelsorgeauftrag - und diesen sollte er im vorliegendem Fall zuallererst für die Opfer wahrnehmen! Das ist seine Aufgabe!

Gestern habe ich ein Interview mit einer Psychologin gehört, die auf dem Gebiet Missbrauch/Pädophilie mit Opfern und Täter arbeitet. Ihr (sehr versöhnlicher und kreativer) Ansatz: diesen Mann einbinden in ein Team, in dem alle Betroffenen Bescheid wissen ...


Gruss
Herr T
trinity
 

Beitragvon maranatha » 22.09.2007, 12:44

- die Verantwortung für eine Straftat trägt der Täter –
gewiss mag die aussage vom Regensburger Oberhirten Bischof Gerhard Ludwig Müller, denn ohne Täter keine Tat. Opfer? - Ich bin nicht verantwortlich für alles, was unsere Geistlichen und Mitarbeiter tun – so Bischof Müller, kaum ein Wort zum Opfer, keine Entschuldigung gegenüber den Riekofener.

Am Sonntag wird neuer Pfarrer eingeführt
Ursprünglich hatte der Bischof am Sonntag den neuen Pfarrer von Riekofen in sein Amt einführen wollen. Statt Müller soll nun der zuständige Dekan die Zeremonie leiten.
Vorwurf: Sexueller Missbrauch von Ministranten
Der frühere Pfarrer von Riekofen sitzt derzeit in Untersuchungshaft, weil er einen Ministranten mehrmals sexuell missbraucht haben soll. Der Geistliche ist wegen ähnlicher Vergehen an zwei Buben in einer anderen Gemeinde bereits einschlägig vorbestraft. Dennoch wurde er von Bischof Müller erneut als Gemeindepfarrer eingesetzt. Dieses Vorgehen hat dem Bischof in der Öffentlichkeit scharfe Kritik eingebracht.
so br-online
( http://www.br-online.de/bayern-heute/ar ... /index.xml )

Bischof fühlt sich verleumdet
Weil er die Gemeinde nicht über die pädophilie Vorgeschichte ihres Pfarrers informierte, haben die Riekofener Katholiken Bischof Müller heftig kritisiert. Jetzt dreht der den Spieß um - und droht mit rechtlichen Schritten.

so die SZ ( http://www.sueddeutsche.de/bayern/artikel/560/132320/ )

Nun liegt das Problem wesentlich tiefer, ein verurteilter Pfarrer habe sich damals (Viechtach) an zwei Jungen vergangen, es kam trotz Zahlung (ob die Opfer wirklich was bekommen haben, es sind da stimmen laut geworden, die das sehr bezweifeln) zu einer Anklage und Verurteilung. Bischof Müller, wollte dem Pfarrer eine zweite Chance geben, was ja auch richtig sein mag. Sich aber gutachten hinzugeben und einen Pfarrer mit pädophilier Vorgeschichte, eine Gemeinde zu übertragen wo er unbeobachtet sich seiner pädophilien art nachkommen kann, ist mehr als unverantwortlich. Hier trifft Bischof Müller nicht nur Mitschuld, sondern mehr. Es wäre ganz einfach möglich gewesen, so auch nach der Deutschen Bischofkonferenz, die zweite Chance dem Pfarrer in einer von Kindern ferngehaltenen Bereich zu geben, wie z.B. die Altenpflege.
Das wäre doch das gleiche wenn es im Schuldienst, oder ähnlicher Einrichtungen von verantwortlichen zu pädophilien übergriffen kommt, sie verurteilt werden und dann weiter beschäftigt werden und das auch noch ohne Kontrolle. Hier würde doch auch der Verantwortliche der das zulässt zur Verantwortung gezogen werden, oder zumindest versetzt werden.
Aber bei allem sollte man nicht vergessen, das Bischof Müller, gerne von reden macht, so die vor einiger Zeit, mit der Abschaffung der Laiengremien, die sogar von seinen Mitbischöfen aufs heftigste kritisiert wurde.
Streit mit einigen Pfarren und deren Rauswurf usw.

Aber größeres steht bald an, die Besetzung des Bischofsstuhls des Erzbistums München und Freising. Aussichtsreichste Kandidaten, natürlich Bischof Müller, den weniger unbekannten Bischof Mixa und der weniger in den Schlagzeilen stehende Passauer Bischof Wilhelm Schraml. Man kann Rom nur eine gute Hand wünschen, denn Bischof Müller ist bei Benedikt nicht so unbeliebt.
Das alles ist nicht nur für Katholiken des Bistums Regensburg ein Trauerspiel, sondern für alle Christen. Denn es heißt doch sehr schnell, schaut sie euch doch an, die verantwortlichen der Kirche, die sind doch alle gleich, wie alle Christen!

maranatha
Gott des Aufbruchs, sei mit mir unterwegs zu mir selbst, zu den Menschen, zu dir.
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Beitragvon Jesse » 22.09.2007, 14:09

Das Thema kocht in allen Konfessionen und Gesellschaftsschichten.
Hier haben wir auch schon darüber diskutiert.

http://forum.glaubenskultur.de/viewtopi ... &start=294

Bitte mal in diesem Thread ein wenig blättern.
Jesse
 

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