Wer kommt alles in den Himmel...

u.a. Diskussion der Idee eine Basisorganisation in der NAK

Wer kommt alles in den Himmel...

Beitragvon user_553 » 18.07.2003, 16:53

Es käme mir nach dieser Diskussion allein darauf an meine Dachterrassen Wohnung mit jeweils 15 Quadratmeter nach Norden und 20 Quadratmeter nach Süden behalten zu können.<br>Mehr Wünsche hätte ich ja gar nicht.
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Beitragvon maximin » 18.07.2003, 18:52

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Der kleine Glaube hat denselben starken Heiland wie der große Glaube...
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Beitragvon Lars » 19.07.2003, 08:55

Moin,<br><br>wie auch schon in einem parallelen Thread mit Siggi, möchte ich zur Beantwortung der Frage<br><br>> Erwählung: wann, wozu, wen, wie?<br><br>noch einmal das Lesen der Kapitel 9-11 des Römerbriefes empfehlen.<br><br>Bemerkenswert ist meines Erachtens vor allem der Ausspruch:<br><br>"So liegt es [das Erwähltsein] nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen." [1]<br><br>Nun stellt sich die Frage, ob die Erwählung durch Gott der erste oder der letzte Schritt im Glaubensleben ist. Ich sehe bei vielen Diskussionen in diesem Forum zwei grundsätzlich verschiedene Herangehensweisen an die Frage, wer in "den Himmel" kommt:<br><br>Die erste Fraktion glaubt, ein Mensche werde zuerst von Gott erwählt. Diese Erwählung muß der Mensch festmachen - er muß beweisen, der Erwählung würdig zu sein, indem er Prüfungen im Glauben besteht und die Primärtugenden der jeweiligen Glaubensüberzeugung aufweist. Gelingt dem Menschen dies, ist er bereit für Gottes Reich und wird "garantiert" von Gott bei Christi Wiederkehr angenommen. Der Ablauf ist also quasi "Erwählung -> Bewährung -> Aufnahme in Gottes Reich".<br><br>Die zweite Fraktion glaubt, ein Mensch müsse zunächst durch gottgefälliges Leben Gottes Wohlgefallen auf sich ziehen. Dies ist aber allen Menschen möglich, die Gott als solchen erkannt haben, es gibt also keine Beschränkung auf eine elitäre Schar von Erwählten. Dies wird erst bei Christi Wiederkunft der Fall sein, wo Gott aus denen, die an ihn Glauben, jene auswählen wird, die würdig sind, in sein Reich zu kommen. Der Prozeß sieht also etwa so aus: "Bewährung -> Erwählung -> Aufnahme in Gottes Reich"<br><br>Es handelt sich dabei um die alte Frage, ob des Menschen Leben vorbestimmt sei oder nicht. Die erste Fraktion, zu der auch jene zählen, die sich auf die in der NAK traditionell vertretene Lehrmeinung berufen, geht davon aus, die Schicksale der Menschen seien grundlegend festgelegt. Die zweite Fraktion setzt darauf, daß Menschen durch ihre eigene Kraft ihr Schicksal beeinflußen können und wird hauptsächlich von Gläubigen gebildet, die kirchliche Strukturen im Grunde ablehnen.<br><br>Dabei wäre diese Aufspaltung in verschiedene Lager gar nicht notwendig. Jesus selbst beschreibt den Prozeß, der nötig ist, um in Gottes Reich einzugehen, als Kombination der beiden oben dargestellten Ansichten. Nach dem Gleichnis der königlichen Hochzeit [2] wäre der Ablauf vierstufig: "Berufung -> Bewährung -> Erwählung -> Aufnahme in Gottes Reich". Der Unterschied zwischen den Berufenen und den Auserwählten wird vor allem deutlich, wenn es heißt: "Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt." [3]<br><br>Interessant ist hierbei weiterhin, daß offensichtlich schon bei den Berufenen eine Einschränkung gemacht wird - es sind schließlich nicht "alle" berufen. Dabei entscheidet aber Gott sowohl bei der Berufung als auch bei der Auserwählung souverän und daher auch nach eigenen Maßstäben.<br><br>Diese Maßstäbe waren im Judentum in Form der Gesetze noch klar umrissen, sind aber im Christentum zum größten Teil verloren gegangen. Das liegt vor allem daran, daß der Gott der Juden ein gerechter Richter ist, der sich an die von ihm entwickelten Vorschriften hält, die wichtigsten Eigenschaften des durch Christus entwickelten Gottesbildes aber Gnade und Liebe sind und das Gesetz (schon bei Christus) in den Hintergrund tritt. Damit ist es für einen Christen nicht mehr möglich, die Gründe für die Berufung und Erwählung eines Menschen zu erklären, denn es ist Gottes alleinige Entscheidung, wem er seine Gnade und Liebe schenkt. <br><br>Viele Grüße,<br>Lars<br><br>[1] Röm. 9, 16<br>[2] Matth. 22, 1-14<br>[3] Matth. 22, 14
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Beitragvon Lars » 19.07.2003, 10:43

Moin,<br><br>zur Beantwortung der beiden ebenfalls sehr interessanten Fragen<br><br>> Gottes Volk: will Gott wirklich „allen Menschen“ helfen?<br><br>und <br><br>> Gottes Liebe zu den Menschen: zu allen und ganz grundsätzlich?<br><br>will ich nur ganz kurz eingehen: <br><br>Die Verheißung, einen Retter zu senden, gab Gott Adam und Eva nach dem Sündenfall. [1] Dabei waren Adam und Eva aber wohl nicht die einzigen Menschen, die auf der Erde lebten [2] - wohl aber die einzigen, über die es heißt, daß sie mit Gott im Garten Eden lebten [3] und von ihm nach seinem Bilde geschaffen wurden. [4]<br><br>Die Schöpfungsgeschichte erhebt also nicht den Anspruch, die Geschichte der ganzen Menschheit zu sein. Ebensowenig trifft dies auf die Reichsgottesgeschichte zu, die zu jeder Zeit vorrangig von Berufenen und Erwählten handelte. <br><br>Paulus allerdings erweitert in seinen theologischen Vorstellungen diesen Begriff sehr stark, sodaß er etwa im Brief an Timotheus komplett entfällt. [5] Dies muß er tun, da er sonst seiner selbstauferlegten Aufgabe nicht gerecht werden könnte, um Israel (des auserwählten Volkes) willen "die Fülle der Heiden zum Heil" zu führen. [6] Das Konzept der Auserwählung findet sich aber selbst bei ihm [7], und Petrus schreibt seinen ersten Brief "an die auserwählten Fremdlinge [Heiden]" [8] und zählt sie zu Gottes Volk. [9]<br><br>Ich glaube schon, daß Gott sich zwar an alle Menschen wendet, aber nicht alle (sondern eben nur "viele") beruft, aus denen dann nur wenige auserwählt werden. [10] Alle Klarheiten beseitigt?`<br><br>Viele Grüße,<br>Lars<br><br>[1] Gen. 3, 15<br>[2] Gen. 4, 14-17<br>[3] Gen. 3, 8<br>[4] Gen. 1, 27<br>[5] 1. Tim. 2, 4-6<br>[6] Röm. 11, 25-32<br>[7] 2. Tim. 2, 10<br>[8] 1. Petr. 1, 1<br>[9] 1. Petr. 2, 9-10<br>[10] Matth. 22, 14
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Beitragvon user_553 » 19.07.2003, 17:01

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Beitragvon user_553 » 19.07.2003, 17:13

Wer kommt alles in den Himmel…<br><br>Wenn jemand eine Garantie für seine ganz persönliche Himmelfahrt hat, dann bin ich es ganz sicher!<br><br>Selbst Jesus hat unter den Juden und Römern nicht so gelitten, wie ich unter der Neuapostolischen Kirche!<br><br>Nordländer
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Beitragvon user_553 » 19.07.2003, 18:52

"Selbst Jesus hat unter den Juden und Römern nicht so gelitten, wie ich unter der Neuapostolischen Kirche!"<br><br>In der Länge liegt die Last.<br><br>Nordländer
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Beitragvon user_553 » 19.07.2003, 19:22

>Wuerttemberger:<br><br>All dies sind Themen, die die Menschen seit Jahrtausenden beschäftigen. <br><br>Auch uns. <br><br>Wir, das sind WaSu und Württemberger, suchen Antworten aus euren Erfahrungen, Meinungen und Visionen!<<br><br><br><br>Wo bleiben eigentlich die beiden „Hohen Priester“?<br><br>Württemberger badet wohl grad’ noch im Bodensee und Wasu ist bei ihrem Freund auf der Hochhaus – Dachterrasse und lässt sich den Mond ins Weinglas scheinen. <br><br>Durch das nicht enden wollende Leben einer Großstadt inspiriert, fällt ihr Blick Ruhe suchend aufs Dömchen. <br><br>Bitte geht nicht zu spät ins Bett, morgen ist Gottesdienst!<br><br>Nordländer
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Beitragvon user_553 » 19.07.2003, 20:08

Ich habe alle Menschen, die es mit der Liebe ehrlich meinen auch wirklich lieb und daran wird sich niemals etwas ändern!<br><br>Bernd Maron
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Beitragvon user_553 » 19.07.2003, 23:46

Wenn man die Leute wirklich mal anpickt, antworten sie nicht oder konstatieren einem ein gewisses Wohlwollen (WaSu) in Verbindung mit „rühr es ja nicht an und versprich mir das auch – Jesus hat wirklich sehr gelitten“.<br><br>Hat er nicht, nach spätestens 12 Stunden war es für ihn vorbei!<br><br>Millionen (Milliarden) Menschen haben viel entsetzlicher gelitten als er!<br><br>An den Gegebenheiten des wirklichen Lebens wird aber immer geflissentlich vorbei gesehen.<br><br>Bernd Maron
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Beitragvon user_553 » 20.07.2003, 02:01

>Wasu:<br><br>"Stell Dir mal vor, ein anderer Dachterassenschwärmer könnte dann die in Distanz gehaltene Nähe nicht aushalten."<<br><br><br>Ich kann garantieren, dass ich in meiner Nachbarschafft niemals negativ aufgefallen bin!!!<br><br>Ich mag mich aber auch von dir nicht seelisch vergewaltigen lassen. Wer bist du denn überhaupt???<br>Und warum stehst du und dein Hohepriesterkollege Wuerttemberger, nicht wirklich zu sich selbst?<br><br>Nicht nur irgendwie seid ihr doch genauso scheinheilig, wie es die Organisation der NAK schon lange ist!<br><br>Bernd Maron
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Beitragvon Anne » 20.07.2003, 12:41

Ich habe alle Menschen, die es mit der Liebe ehrlich meinen auch wirklich lieb und daran wird sich niemals etwas ändern!<br><br>Bernd Maron
<br><br>Auch wenn wir damit vom Thema abweichen: <br><br>Bernd, mit dieser Einstellung bist du nicht alleine; im Gegenteil.<br><br>Man kann es auch anders ausdrücken: "1000 Fragen ... und die einzige Antwort ist: Liebe ." <br><br>Was vielleicht philosophisch klingen mag, ist die Erkenntnis eines ganz jungen Menschen, der manchmal sehr am Leben leidet, der aber genau dieses Resümee gezogen hat. Er hat es mir erzählt und ich gebe es hier nur wieder; es ist eine Lebensüberzeugung. <br><br>Es werden viele Versuche gemacht, Menschen Liebe zu vermitteln und auch Gottes Liebe nahe zu bringen; dabei wird so viel geredet. :(<br><br>Aber manchmal ist es das wortlose Verständnis, sind es einfach nur menschliche Wärme und eine innere Berührung, die alleine eine Wirkung in der Seele entfalten ( können).<br><br>Ich wünsche dir und allen Anderen hier ... <br><br>... dieses Gefühl, wortlos geliebt zu werden - und lieben zu können. <br><br>:) Anne <br><br><br>PS.: Dieser Beitrag richtet sich nicht gegen eure Bemühungen, WaSu und wuerttemberger !
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Beitragvon user_533 » 20.07.2003, 13:15

Liebe Anne :) ,<br><br>Du hast ja so recht....<br><br>Nur leider haben wir hier nur das 2.-Beste Mittel für unsere Liebes- und Verständnisbekundungen zur Verfügung.<br><br>Und das ist irgendwie "wirrtuell" oder so.<br><br>Wenigstens, was den Austausch im GK-Dorf betrifft.<br><br>Alles Liebe,<br>WaSu
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Beitragvon Anne » 20.07.2003, 14:30

Liebe WaSu, <br><br>"wirrtuell" gefällt mir ;).<br><br>Und die Themen, die ihr hier aufgegriffen habt, brauchen Worte. Deshalb schrieb ich ja, dass sich mein Beitrag nicht gegen eure Bemühungen richten soll. <br>Aber weißt du was: Unabhängig davon, dass ich wenig Zeit habe, um euch eine vernünftige Antwort zu schreiben, geht es mir z.B. beim Thema "Erwählung" auch so, dass ich darüber am liebsten schweige. <br>Alles, was ich dazu empfinde und denke / versuche, zu erfassen und zu verstehen, das ist so leise in mir, dass ich viel Zeit bräuchte, um das genau so "leise" zu schreiben. <br>Überhaupt geht es mir in der letzten Zeit so, dass ich das, was ich erlebe, kaum noch in Worte fassen kann und selbst wenn ich bete, tue ich das manchmal wortlos. <br>Eine Umarmung, die ich gestern erlebt habe, war auch so wortlos - aber überaus schön und so "gewaltig", dass ich jetzt lieber aufhöre, bevor ich total sentimental werde ...<br><br>Eins noch: Das, was mich am tiefsten berührt ist, dass auch - oder gerade - Menschen, die schreien, in einer wortlosen Umarmung ganz schnell damit aufhören ( wenn man so viel Nähe gewonnen hat, dass sie die Umarmung zulassen ). <br><br>Sorry, vielleicht bin ich nicht gerade "wort - dafür aber sprachlos" ... :rolleyes:<br><br>Anne
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