Warum sprechen wir von unserem Glauben?

u.a. Diskussion der Idee eine Basisorganisation in der NAK

Warum sprechen wir von unserem Glauben?

Beitragvon reh » 12.07.2009, 17:36

Schlussüberlegung in einem Vortrag auf dem EJT mit der Überschrift "Neuapostolisch? - Na, klar!"
von Priester Dr. Reinhard Kiefer zur Frage
"Wie sprechen wir von unserem Glauben" :

-Es geht nicht vor allem darum, andere
als Kirchenmitglied zu gewinnen.
-Es geht darum, anderen deutlich zu
machen, warum ich neuapostolischer
Christ bin.

Download der PDF-Datei über diesen Vortrag zu finden bei:
http://www.nak-aachen.de/site/startseite/aktuelles/view-details-id-12983.htm
Gruß vom Reh

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Re: Warum sprechen wir von unserem Glauben?

Beitragvon Bert » 12.07.2009, 18:19

-Es geht darum, anderen deutlich zu
machen, warum ich neuapostolischer
Christ bin.


Das läßt doch fragen, warum Andere das wissen müssen...

Irgendwie dreht man sich hier im Kreis ...

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Re: Warum sprechen wir von unserem Glauben?

Beitragvon eric » 12.07.2009, 19:24

Nun, warum nicht?

Ich finde, Leute die mit mir Umgang haben sollten und können dies schon wissen.

Ich kann mit Ihnen reden das ich Fan vom HSV bin, das ich mich für Geschichte interessiere, das ich das Fernsehpogram von gestern grottig fand, das ich verheiratet bin - all dies ist Teil meines Lebens. Und natürlich auch und zuallererst, das ich Christ bin.
Warum sollte ich gerade davon nicht erzählen?
Wie es mein Leben reich macht?

Interessanterweise habe ich vom EJT als Souvenir eine Kaffeetasse mitgebracht, auf der steht : "Gottes Bibliothek" und dann alle Bücher des AT und NT. Die nutze ich nun auf Arbeit.

Vorteil: Die ist niemals weg. Daraus trinkt kein anderer (wahrscheinlich Angst vor der Infizierung... :mrgreen: ) Bemerkenswert auch die verschämten reaktionen. Der größte Quatsch auf den anderen Tassen wird komentarlos hingenommen, der Hinweis auf die Bibel nicht.

Warum ist das wohl so? Wieso kann man über jedes Thema (Politik, Erziehungsansichten, fernöstliche Heilmethoden Erziehung,Krankheiten, Beziehungskisten der Bekannten usw) ausgiebig das für und wieder diskutieren, ja Meditation, Yoga Ooohmm und so von allen Seiten beleuchten, wenn das Thema aber auf Jesus Christus kommt, dann wird es plötzlich einsilbig (gleicher Effekt übrigends auch bei Tod. Ist doch komisch, oder?
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Re: Warum sprechen wir von unserem Glauben?

Beitragvon Bert » 12.07.2009, 19:33

eric,

ich fragte nach 'müssen'. Darauf hast Du keine Antwort gegeben. Ok, sie, die Anderen, können es wissen. Man kann es ihnen erzählen. Ich stimme Dir völlig zu: Man kann über (fast) jedes Thema mit Anderen reden. Klar, auch über die eigene Religion, eben wie über seine Liebe zum HSV. :lol:
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Re: Warum sprechen wir von unserem Glauben?

Beitragvon eric » 12.07.2009, 19:54

Wenn Du vom Christsein begeistert bist, dann "musst" Du davon reden.

Wenn Du verliebt bist, dann "musst" Du von Deiner Liebe reden.
Wenn junge Eltern nur noch über Ihr neugeborenes kind reden, dann tun Sie es weil Sie es müssen!
Es geht gar nicht anders.

Du "musst" nicht, wenn keine Begeisterung mehr vorhanden ist. Wie in der Ehe.

Im 1. Jahr: "Das ist meine Frau, darf ich vorstellen?"
im 10. Jahr: "Das ist meine Frau, können Sie sich das vorstellen??"
im 20. Jahr: "Das ist meine Frau, können Sie sich mal davorstellen.."

Wenn man nicht mehr "muss", dann sollte man über seine Beziehung zu Gott nachdenken...

Lieben Gruß

eric
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Re: Warum sprechen wir von unserem Glauben?

Beitragvon Bert » 12.07.2009, 20:08

Wenn man nicht mehr "muss", dann sollte man über seine Beziehung zu Gott nachdenken...


Wie heißt es doch? Man muß gar nichts, sterben muß man.

Nun zu Deinem vorstehend wiedergegebenen Satz: Soll dieser etwa heißen, daß ein Neuapostolischer, der nicht über seine Kirche meint reden zu müssen, über seine Beziehung zu Gott nachdenken muß?

Also als Christ rede ich gern über Gott, Jesus, das Evangelium - aber ich sehe keinen Zwang dazu, ich muß das nicht, wenn, dann tue ich das freiwillig und gerne. Und über meine Beziehung zu Gott muß ich dabei nicht nachdenken.
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Re: Warum sprechen wir von unserem Glauben?

Beitragvon eric » 12.07.2009, 20:22

Wie Du meinst.

Ich hatte gehofft mit meinen Beispielen deutlich zu machen, das von einem externen Zwang keine Rede sein kann.
Bestimmt habe ich mich unklar ausgedrückt...
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Re: Warum sprechen wir von unserem Glauben?

Beitragvon reh » 12.07.2009, 21:22

natürlich ist das kein "muss" in dem sinne,
sondern ein

wes das herz voll ist,
läuft der mund über,

-

so wie fories am PC über den glauben schreiben,

sprechen halt andere über den glauben.
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