INBEKI

Praxistipps für die Kinder- und Jugendarbeit, Reflexion und Diskussion aller relevanten Themen

Re: INBEKI

Beitragvon orig.gabi » 13.10.2010, 15:11

DerPropagandaminister hat geschrieben:@ Püdi

Nur vier? Wie lange ist das her? Sicherlich Jahrzehnte! Oder waren nur 12 Schüler in der Klasse?
Natürlich werden Ritalin-Junkies bei der Bundeswehr ausgemustert! Drogensüchtige haben im Kampfeinsatz nichts zu suchen!


Komisch, wir haben unter 75 Kindern, davon sind 25 offiziell a.G. von verschiedensten Behinderungen therapiebedürftig,
die "Dunkelziffer" liegt höher, nur zwei "Ritalin - Anwärter", also Kinder, bei denen z.Zt. eine Ritalinverordnung überlegt wird.
Überlegt, momentan bekommt das Medikament keines.
Also nochmal im Klartext: in der Kita sind 75 Kinder, von denen derzeit nicht ein Einziges Ritalin bekommt.
Und auch in der jahrelangen Vergangenheit waren diese Kinder, zumindest bei uns, eine absolute Minderheit.

Es stimmt, die Quote der "Ritalin - Kinder" ist in Förderschulen für geistig - und lernbehinderte Kinder- und Jugendliche eine höhere, auch mag es sein, dass vor zwanzig, dreißig Jahren Ritalin als eine Art "Wundermedikament" nach dem Gießkannenprinzip verschrieben wurde.

Heute sind die Untersuchungen langfristig und eine evtl. Medikamenteverordnung- und Gabe genau dokumentiert, jedenfalls bei den Kindern, die u.A. von der Frühförderung, verschiedenen Ärzten, Therapeuten und Erziehern aufmerksam beobachtet werden und deren Behandlung danach sorgfältig abgestimmt wird.
In unserer Einrichtung arbeiten zudem zwei erfahrene Kinderkrankenschwestern, die mit den Symptomen einer medikamentösen Behandlung, die evtl. von den Eltern verschwiegen wird, vertraut sind.
Bei unerklärlichen Auffälligkeiten wird hier Rücksprache mit den Kinder/Hausärzten der Familien genommen.

Was und wie schnell niedergelassene Kinderärzte hinter verschlossenen Sprechzimmertüren Eltern auf deren Drängen alles einfach so verschreiben, um die kleinen Patienten nicht an die Konkurrenz zu verlieren, das kann ich natürlich so oder so nicht beurteilen.
Manche sind allerdings mit Medikamenten von sich aus flott dabei.

Als meine Tochter zwischen dem ersten und zweiten Lebensjahr Schlafstörungen entwickelte, nachts trotz eines ausgefüllten Tagesablaufes mehrfach putzmunter aufwachte und spielen wollte, ich nach einer Weile unter massiver Erschöpfung litt,verschrieb mir der Kinderarzt sofort kurz und knapp ohne jede Untersuchung Valiumsaft - für`s Kind.
Das fand ich dann doch sehr grenzwertig.
Den Saft habe ich dann genommen ... und den Arzt gewechselt. :wink:
Zuletzt geändert von orig.gabi am 13.10.2010, 20:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: INBEKI

Beitragvon Heidewolf » 13.10.2010, 19:34

die nicht nur ihren Kaffee am liebsten in ungestörtester Ruhe einnehmen wollten.


süß, gabi
ich könnt dich knutschen.
Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder. Auch sollt ihr niemand auf Erden euren Vater nennen, denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel. (Matthäus 23,8-12)
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Re: INBEKI

Beitragvon Püdi » 13.10.2010, 23:04

DerPropagandaminister hat geschrieben:@ Püdi

Nur vier? Wie lange ist das her? Sicherlich Jahrzehnte! Oder waren nur 12 Schüler in der Klasse?
Natürlich werden Ritalin-Junkies bei der Bundeswehr ausgemustert! Drogensüchtige haben im Kampfeinsatz nichts zu suchen!


Ganz ehrlich? Mit solch einem Menschen wollte ich in keinen Einsatz gehen.....
Aber bei der BW gibt es noch ganz andere Spinner die trotzdem in den Einsatz geschickt werden.
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Re: INBEKI

Beitragvon Laura1 » 14.10.2010, 05:24

Püdi hat geschrieben:
DerPropagandaminister hat geschrieben:@ Püdi

Nur vier? Wie lange ist das her? Sicherlich Jahrzehnte! Oder waren nur 12 Schüler in der Klasse?
Natürlich werden Ritalin-Junkies bei der Bundeswehr ausgemustert! Drogensüchtige haben im Kampfeinsatz nichts zu suchen!


Ganz ehrlich? Mit solch einem Menschen wollte ich in keinen Einsatz gehen.....
Aber bei der BW gibt es noch ganz andere Spinner die trotzdem in den Einsatz geschickt werden.



Mal langsam... :wink:
Ritalin ist ein Medikament, wie viele andere Medikamente auch. Es wurde meines Wissen nicht dazu hergestellt ungezogene Kinder in gut erzogene Kinder zu verwandeln. Dazu ist kein Medikament in der Lage.
Der Wirkstoff Methylphenidat, wie zum Beispiel in Ritalin, hilft Menschen die unter Narkolepsie leiden. Und es hilft Kindern die schwer hyperkinetisch sind. Beides sind krankhafte Störungen die nicht alleine durch Vitamine unterdrückt, oder geheilt werden können. Wer Ritalin als Droge bezeichnet, sowie alle die die es einnehmen müssen, als Junkies, oder Spinner, der muss auch alle Schmerzpatienten mit in diesen Topf werfen. Alle Morphine sind hochwirksame Schmerzmittel und für Menschen die unter schwersten Schmerzen leiden, die wirklich einzige Hilfe. Heroin wurde damals ja auch zu diesem Zweck hergestellt. Das damit Missbrauch geschied ist schlimm, ändert aber nichts an der Tatsache, dass diese Medikamente für viele Menschen, wie Schmerzpatienten, Narkolepsiepatienten und für schwer hyperkinetische Kinder die, oft, letzte Hoffnung sind.
Scheint die Inversion absurd und unglaubwürdig, ist die Wahrheit ganz nah.
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Re: INBEKI

Beitragvon Püdi » 14.10.2010, 06:24

Laura1 hat geschrieben:
Püdi hat geschrieben:
DerPropagandaminister hat geschrieben:@ Püdi

Nur vier? Wie lange ist das her? Sicherlich Jahrzehnte! Oder waren nur 12 Schüler in der Klasse?
Natürlich werden Ritalin-Junkies bei der Bundeswehr ausgemustert! Drogensüchtige haben im Kampfeinsatz nichts zu suchen!


Ganz ehrlich? Mit solch einem Menschen wollte ich in keinen Einsatz gehen.....
Aber bei der BW gibt es noch ganz andere Spinner die trotzdem in den Einsatz geschickt werden.



Mal langsam... :wink:
Ritalin ist ein Medikament, wie viele andere Medikamente auch. Es wurde meines Wissen nicht dazu hergestellt ungezogene Kinder in gut erzogene Kinder zu verwandeln. Dazu ist kein Medikament in der Lage.
Der Wirkstoff Methylphenidat, wie zum Beispiel in Ritalin, hilft Menschen die unter Narkolepsie leiden. Und es hilft Kindern die schwer hyperkinetisch sind. Beides sind krankhafte Störungen die nicht alleine durch Vitamine unterdrückt, oder geheilt werden können. Wer Ritalin als Droge bezeichnet, sowie alle die die es einnehmen müssen, als Junkies, oder Spinner, der muss auch alle Schmerzpatienten mit in diesen Topf werfen. Alle Morphine sind hochwirksame Schmerzmittel und für Menschen die unter schwersten Schmerzen leiden, die wirklich einzige Hilfe. Heroin wurde damals ja auch zu diesem Zweck hergestellt. Das damit Missbrauch geschied ist schlimm, ändert aber nichts an der Tatsache, dass diese Medikamente für viele Menschen, wie Schmerzpatienten, Narkolepsiepatienten und für schwer hyperkinetische Kinder die, oft, letzte Hoffnung sind.



Zwar muß ich zugeben nicht sonderlich Ahnung von der genauen Wirksamkeit dieses Medikamentes zu haben. Allerdings weiß ich das es in Szenekreise unter Junkies als Speed verkauft wird. In den USA laufen die ersten Sammelklagen gegen den Medikamentenhersteller weil die Langzeitfolgen wie auftretende Persönlichkeitsstörungen nicht hingewiesen wurde.
http://www.adhs-schweiz.ch/ADHS_3b.htm
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Re: INBEKI

Beitragvon Cleopatra » 14.10.2010, 07:49

Danke püdi, ein aufschlußreicher Artikel!

Daraus geht hervor, dass die Eltern dabei viel in der Hand haben (bessere Ernährung, mehr Zuwendung...). Anscheinend brauchen diese Kinder zudem eine klare Führungsstruktur/klare Ansagen und weniger die moderne Unterrichtsform. Erklärt vielleicht auch, dass es früher weniger solcher verhaltensauffälligen Kinder gab, die Lehrer waren wohl noch strenger. Weiter ist Ritalin laut Artikel eine gefährliche Droge - das wußte ich nicht. :shock:
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Re: INBEKI

Beitragvon DerPropagandaminister » 14.10.2010, 11:21

@ Cleopatra

Die Erfindung der Krankheit ADS/ADHS mit dem dazugehörigen Ritalin war ein genialer Schachzug der Pharmaindustrie. Lehrer/-innen, Erzieher/-innen und Eltern haben die einmalige Chance, ihr Versagen und ihre Defizite in der Kindererziehung zu vertuschen und einer Krankheit des Kindes unterzuschieben, die Kinderärzte haben sich ein weites Betätigungsfeld neu erschaffen und die Pharmaindustrie liefert die dazugehörige Droge. Das ist eine eher seltene "Win-Win-Win-Situation" - die einzigen Verlierer sind die Kinder die von Eltern, Erziehern und der Industrie auf dem Altar der Profitgier und der Bequemlichkeit geopfert werden!

Die Wirkungsweise von Ritalin ist nicht wirklich bekannt, die Tatsache, ob es ADS/ADHS überhaupt gibt ist umstritten, ein diagnostischer Beweis nicht zu erbringen aber die Kids werden von ihren Erziehern/-innen, Lehrern/-innen wie es orig.gabi schreibt "aufmerksam beobachtet", abgestempelt und dann mit ihren Eltern zum Arzt geschickt. Da sitzen dann überforderte Eltern in den Wartezimmern der von der Pharmaindustrie geschmierten Ärzte und lassen sich die perfekte Lösung des Problems schmackhaft machen: Ritalin! Hätte ich vorgehabt einen Milliardenbetrug zu organisieren mir hätte die Genialität gefehlt ein solches Modell zu entwickeln!

Hier ein schönes Beispiel:

Pharmaunternehmen erfinden Krankheiten
Wissenschaftler der Newcastle University in Australien haben in der jüngsten Ausgabe des Public Library of Science Medicine vor den Praktiken der Pharmaunternehmen gewarnt, wonach Krankheiten erfunden werden, um mehr Produkte zu verkaufen.
Konkret kritisieren die Experten etwa den Umgang der Pharmahersteller mit der Menopause als gefährlich. Sie warnen davor, dass gesunde Menschen durch Medikamente in ihrer Gesundheit geschädigt werden, in dem Zustände als Krankheiten beschrieben werden, die gar keine sind. Dieser Umstand wird als Disease mongering bezeichnet. Die Pharmaindustrie hingegen winkt ab und bestreitet diese Tatsachen.

Ein typisches Beispiel sei etwa die Behauptung der Pharmahersteller in den USA, wonach 43 Prozent aller Frauen an sexueller Dysfunktion leiden, berichten David Henry und Ray Moynihan. "Disease mongering macht aus gesunden Menschen Patienten, verschwendet Ressourcen und führt zu iatrogenen Schäden", schreiben die Forscher in der Einleitung des Artikels. Zu den Erkrankungen, die keine sind, zählen etwa hohe Cholesterin-Spiegel und Osteoporose, aber auch seltene Erkrankungen wie das Restless-Leg-Syndrom und leichte Irritationen im Darm. "Disease-mongering ist das Verkaufen eines Leidens, das die Grenzen des Krankseins ausdehnt und Märkte für diejenigen schafft, die Medikamente herstellen, vertreiben und verkaufen", so die beiden Experten. "Das Schlimme daran ist, dass diese Leiden von den Herstellern in bezahlten Kampagnen so veranschaulicht werden, um Präparate dagegen zu verkaufen." Dabei stehe nicht eine Heilung im Vordergrund, sondern der Absatz eines Produkts.
Die Forscher richten ihren Appell auch an Mediziner, Patienten und unterstützenden Gruppen sich den Marketingstrategien der Pharmakonzerne bewusst zu werden. "Das Motiv von Gesundheitsprofessionisten wäre es eigentlich für das Wohl der Patienten zu sorgen und nicht für die eigenen finanziellen Vorteile", so die beiden Forscher. Eine Entzerrung der verschiedenen Motive der teilnehmenden Akteure sollte ein Schritt zu einem besseren Verständnis des Phänomens sein, zeigen sich die Forscher überzeugt.

Quelle: bleibfit.at
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Re: INBEKI

Beitragvon orig.gabi » 14.10.2010, 14:39

DerPropagandaminister hat geschrieben:
Zitat:
"Die Wirkungsweise von Ritalin ist nicht wirklich bekannt, die Tatsache, ob es ADS/ADHS überhaupt gibt ist umstritten, ein diagnostischer Beweis nicht zu erbringen aber die Kids werden von ihren Erziehern/-innen, Lehrern/-innen wie es orig.gabi schreibt "aufmerksam beobachtet", abgestempelt und dann mit ihren Eltern zum Arzt geschickt.""



Na klar, wir beobachten die Kinder nur sorgfältig, um ihnen zu schaden. :roll:

Sag`mal, kannst Du nicht lesen? Oder hapert`s mit dem Kapieren?

Ich schrieb, bisher waren Kinder, denen Ritalion verordnet wurde, in meiner langen Laufbahn
als Erzieherin eine winzige Minderheit, und das, obwohl ich seit Jahren in integrativen Einrichtungen tätig bin.
Selbst die zu übermäßigen Agressionen neigenden Kinder in unserer Kita, die in anderen Kitas vorher als nicht
tragbar galten und daher zu uns kamen, bekommen KEIN Ritalin.
Obwohl sie Personal und andere Kinder während ihrer z.T. ganz plötzlich auftretenden Ausraster auch mal unkontrolliert vor die Schienbeine treten, ins Gesicht boxen oder feste zubeißen oder auch sich selbst verletzen.
Arbeite mal mit ihnen eine Weile, in bewusster Ruhe und Geduld, und lass´ dir dann sagen, Du hättest keine Ahnung und machtest es dir am liebsten nur bequem ... idiotisch.

Einzelne dieser Kinder sind übrigens von den völlig überforderten Eltern erst lange nach Lieschen Müllers und Karlchen Doofmeiers Erziehungsprinzipien behandelt worden (Strenge, Schimpfen, Ohrfeigen) und schließlich, weil ohne Erfolg, im Gegenteil, derart geschlagen worden, dass das Jugendamt sie z.T. sogar auf die Bitte der Eltern aus der Familie nehmen musste.

Die Hirnfunktion dieser Kinder ist vermutlich durch Stoffwechselveränderungen beeinträchtigt.
Gravierendes Fehlverhalten der Mütter während der Schwangerschaft wie z.B. Rauchen, Alkohol -trinken, Medikamentenmissbrauch, werden u.A. zu den bekannten Auslösern gezählt, obwohl selbstverständlich nicht alle ADHS - Kinder derartige Benachteiligungen in der Schwangerschaft durch ihre Mütter erdulden mussten.

(Dass chemische Suchtmittel die gesunde Entwicklung eines Ungeborenes unbeschadet lassen, glaubt doch wohl niemand, der selber nur einen Funken Hirn hat.Was wären denn da die anerkannten Folgen?Wie beheben? Mit altvorderer Erziehung?)

Hier hilft bei etlichen dieser Kinder ein Medikament wie Ritalin, so wie andere Präperate schwer depressiven Patienten helfen können.Auch bei ihnen liegt häufig ein veränderter Hirnstoffwechsel vor.
Eine ernsthafte Normabweichung, die alle Betroffenen unglücklich machen kann - keine modische Marotte.
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Re: INBEKI

Beitragvon Cleopatra » 14.10.2010, 16:36

Könnte es nicht sein, dass Erzieherinnen und Lehrer das ausbaden müssen, was von manchen Eltern heutzutage verbockt wird? Da werden Kids vor dem Fernseher geparkt, bekommen falsche Ernährung, keine rechte Führung, (püdis link) keine Grenzen...usw. Muß man sich da wundern? Erzieherinnen, die sich von wildgewordenen Kids treten lassen müssen, ohne das sie sich wehren dürften........nee, nix für mich. Ich behaupte mal frech, dass dies zu unserer Kindheit einfach unmöglich gewesen wäre. Ein Kind das Erwachsene (vor allem Erzieherinnen) tritt, beißt und schlägt - habe ich damals jedenfalls nicht gesehen. Wenn tatsächlich sowas vorgekommen sein sollte, dann hätten diese Kids harte Konsequenzen (Erziehungsheim oder so) hinnehmen müssen, einschließlich der Eltern. Ritalin mag ja helfen, aber ich denke, dass manche Eltern heute einfach zu bequem sind und Kids lieber sich selbst überlassen - zumindest entnehme ich das unserer bisherigen Diskussion und den links. Es gibt sicher andere Möglichkeiten, als den Einsatz von Drogen, oder?

LG, Cleo
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Re: INBEKI

Beitragvon orig.gabi » 14.10.2010, 22:18

Meine Güte, es GIBT TATSÄCHLICH PHYSISCH UND PSYCHISCH BEDINGTE KRANKHEITEN UND AUFFÄLLIGKEITEN, die auf den ersten Blick nach Hypochonderie aussehen.

Jemand, der dies leugnet, ist ein Ignorant.
Ich wünsche ihm von Herzen, irgendwann aktiv oder passiv zum Kreis der Betroffenen zu zählen.
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Re: INBEKI

Beitragvon Cleopatra » 15.10.2010, 05:45

Meine Güte, es GIBT TATSÄCHLICH PHYSISCH UND PSYCHISCH BEDINGTE KRANKHEITEN UND AUFFÄLLIGKEITEN.


Das ist unbestritten. In der Psyche solcher Kids läuft da einiges verkehrt. Aber was kann man dagegen tun und wo liegen die Ursachen? Klickt man Püdis link an, wo sich Fachleute (Kinderärzte, Psychologen) äußern, muß man als Laie (ich bin Laie) einfach von der Gefährlichkeit ....

http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2009-2 ... echen.html

«Ritalin ist ein Verbrechen»Für den Sonderpädagogik-Professor Georg Feuser gehört das Beruhigungsmittel Ritalin verboten. Lebhafte Kinder passten sich ihrer hektischen Umgebung an. Oft fehle es ihnen bloss an Zuwendung.


...des Medikamentes ausgehen und anscheinend liegen die Ursachen eben nicht in einer hirnorganischen Krankheit, sondern mehrheitlich bei den Eltern.(und andere Gründe) Für einen hirnorganischen Befund gibt es anscheinend noch keine wissenschaftlichen Belege, wie ich den Berichten der Fachleute (!) entnehme. Hier sind ganz viele davon zu finden:

http://www.adhs-schweiz.ch/wissenschaft.htm

Vielleicht wäre es angebracht, wenn betroffene Eltern mit ihren Kindern eine psychologische Betreuung erfahren, um vielleicht auf Ritalin ganz zu verzichten. Die Eltern eben auch, damit sie erklärt bekommen, wie man mit den Kindern umzugehen hat, sie richtig erzieht usw. Wenn ich all diese Berichte von Fachleuten anklicke...kann es dann nicht sein, dass es sich für manche Eltern einfach besser "anhört", wenn sie sagen können, ihr Kind ist krank, als wenn sie zugeben müßten, dass da einiges an eigenem Versagen zusammenkommt? So eine Art Ausrede? Aber wie schon geschrieben, ich kenne mich damit (zum Glück) nicht aus und muß mich nicht aus eigener Erfahrung damit beschäftigen. :wink:

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Re: INBEKI

Beitragvon Püdi » 15.10.2010, 05:53

Frau Orig.Gabi! :shock:
Hier hat niemand die Existenz von psychischen Krankheiten und deren Behandlungsbedürftigkeit in Frage gestellt.
Lediglich wurde ADHS und das damit verbundene Ritalin einmal kritisch unter die Lupe genommen. Das muß erlaubt sein, denn es betrifft ja durchaus auch die Menschen mit denen wir in den nächsten Jahren und Jahrzehnten zu tun haben werden.
Wenn ich sagte, daß ich mit einem solchen Menschen nicht in in einem Kampfeinsatz stecken möchte, so hat das seine Berechtigung da ich nicht lebensmüde bin.

LG
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Re: INBEKI

Beitragvon Püdi » 15.10.2010, 06:27

Cleopatra hat geschrieben:Könnte es nicht sein, dass Erzieherinnen und Lehrer das ausbaden müssen, was von manchen Eltern heutzutage verbockt wird? Da werden Kids vor dem Fernseher geparkt, bekommen falsche Ernährung, keine rechte Führung, (püdis link) keine Grenzen...usw. Muß man sich da wundern? Erzieherinnen, die sich von wildgewordenen Kids treten lassen müssen, ohne das sie sich wehren dürften........nee, nix für mich. Ich behaupte mal frech, dass dies zu unserer Kindheit einfach unmöglich gewesen wäre. Ein Kind das Erwachsene (vor allem Erzieherinnen) tritt, beißt und schlägt - habe ich damals jedenfalls nicht gesehen. Wenn tatsächlich sowas vorgekommen sein sollte, dann hätten diese Kids harte Konsequenzen (Erziehungsheim oder so) hinnehmen müssen, einschließlich der Eltern. Ritalin mag ja helfen, aber ich denke, dass manche Eltern heute einfach zu bequem sind und Kids lieber sich selbst überlassen - zumindest entnehme ich das unserer bisherigen Diskussion und den links. Es gibt sicher andere Möglichkeiten, als den Einsatz von Drogen, oder?

LG, Cleo




Das kleine Kinder so ein Verhalten gegenüber Erwachsenen an den Tag legen gehört mittlerweile zum Alltag. Um das zu erleben, muß man lediglich als 18jähriger morgens um 7 einen Schulbus besteigen. Die Tritte und Bisse von kleinen Kids aus heiterem Himmel sind dir gewiß. Dabei bin ich immer so nett zu den Winzlingen! :motz:
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Re: INBEKI

Beitragvon DerPropagandaminister » 15.10.2010, 06:53

@ orig.gabi

Ich möchte einen Teil des zitierten Berichtes des Schweizer Professors Feuser hier darstellen (Zitat Prof. Feuser in "..."):

"Ich hatte an einem Freitag Eltern in meinem Büro sitzen, die fragten: «Was sollen wir machen, der Lehrer hat gesagt, wenn unser Kind am Montag nicht Ritalin nimmt, fliegt es aus der Schule.» So weit geht das."

"Es gibt Stimmen aus der neurowissenschaftlichen Forschung, die warnen. Kinderhirne sind in Entwicklung. Eine Langzeitbehandlung könnte Defizite im dopaminergen System zur Folge haben, und es könnte eine massive Zunahme von Parkinson-Erkrankungen resultieren." Aber das ist Ihnen als Erzieherin ja egal, wenn die ritalingedopten Kids in 50 Jahren Parkinson bekommen werden diese Sie nicht mehr zur Rechenschaft ziehen können!

"Von 1990 bis 1997 ist die Produktion von Ritalin von 2,8 auf 13,5 Tonnen pro Jahr gestiegen." Diese Zahlen gelten für die Schweiz, es wurde 1997 rund fünfmal soviel Ritalin verschrieben wie 1990; in Deutschland hat sich die Gabe von Ritalin im Zeitraum von 1990 bis 1997 verzwölffacht, bis 1998 verzwanzigfacht! "Es ist eines der einträglichsten Geschäfte für die Pharmaindustrie."

"Es gibt interessante Studien, die belegen, dass sich bei Kindern, die statt Ritalin ein Placebo erhalten, der Dopaminstoffwechsel im Hirn auch verändert.
Wie erklärt man sich das? Die Mutter sagt am Morgen zum Kind: «Komm mal her, mein Schatz, setz dich hin, du kriegst von mir deine Medikamente. Jetzt trinkst du noch etwas, und nun kannst du ruhig in die Schule gehen.» Das Kind erfährt Zuwendung. Es wird wichtig. Das Ich des Kindes wird gestärkt."
Aber Sie behaupten weiterhin es geht manchmal nur mit Ritalin?? Die angeführten Studien widerlegen Ihre Ansicht!
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