INBEKI

Praxistipps für die Kinder- und Jugendarbeit, Reflexion und Diskussion aller relevanten Themen

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Beitragvon Heidewolf » 09.10.2010, 08:06

Es hat sich in diesem Jahr eine neue Initiative gebildet, INBEKI, in der betroffene Eltern von Kindern mit besonderen Eigenschaften (z.B. ADS) für mehr Verständnis werben.

Das Ziel heißt: Integration aller Kinder mit besonderen Merkmalen - auch wenn es Mühe kostet, sich einmal mit der "Andersartigkeit" auseinander zu setzen.


http://www.inbeki.de/

Auch das kann Kirche 'von unten' sein.
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Re: INBEKI

Beitragvon DerPropagandaminister » 11.10.2010, 10:57

@ Heidewolf

Ich begrüße diese Initiative auch sehr, es sollte aber differenzierter betrachtet werden. ADS und ADHS sind Krankheiten die von der Pharmaindustrie erfunden wurden um ihr Ritalin über die Eltern an die Kinder zu verschachern, früher galten solche Kinder als "aufgeweckt" heute werden sie von überforderten weil schlecht ausgebildeten Lehrern als krank abgestempelt und oft auf Förderschulen entsorgt. Und natürlich ist es auch für Eltern bequemer ein schlecht erzogenes, nervendes Kind als ADS oder ADHS-krank zu entschuldigen. Fakt ist: Es gibt bisher keinen einzigen Beweis, dass diese Kinder krank (= Fehlfunktion des Körpers, der Psyche) sind. (Eine von vielen Quellen, eine Arztpraxis in München, die natürlich auch ADS und ADHS Tests macht und diese Krankheit diagnostiziert verrät: "Eine Testung auf ADS / ADHS gibt es nicht! Die Diagnose ADS /ADHS ergibt sich häufig schon durch das aufmerksame Betrachten der Lebensweise des betroffenen Kindes durch die Eltern, Geschwister und Lehrer/Betreuer. Ergänzend zur Anamnese haben sich Fragebögen zur Situation des Kindes in der Familie bewährt. Neben einer gründlichen körperlichen und neurologischen Untersuchung kommen neuropsychologische Testuntersuchungen zur Anwendung. Die Diagnose läßt sich durch Testungen der Konzentrationsfähigkeit, der Ablenkbarkeit, der Gedächtnisleistung, von Koordination und Feinmotorik sowie der Suche nach Teilleistungs- und Wahrnehmungsstörungen untermauern, beweisen läßt sich ein ADS / ADHS auch dadurch nicht." http://www.kinderarztpraxis-muenchen.de)

Getreu dem Sprichwort "es gibt keine gesunden Menschen, nur Menschen, die noch nicht ausreichend genug untersucht worden sind" werden hier Störungen diagnostiziert, die es offenbar überhaupt nicht gibt. Nicht anders ist es mit der inflationären Diagnose von Hochbegabungen, wenn heute ein Kind mit 8 Jahren sich im Unterricht noch einkotet und gelangweilt ist dann laufen die Eltern so lange zu Psychologen, bis irgendeiner endlich die Hochbegabung diagnostiziert. Solche Fachleute werden hinter vorgehaltener Hand in bürgerlichen Kreisen dezent weiterempfohlen weil man ja heute als Eltern von gesunden Kindern nichts mehr gilt. In manchen Wohnvierteln gehört ein hochbegabtes Kind ebenso dazu wie das arme ADS/ADHS-Opfer. Wer will heute noch Null-Acht-Fünfzehn-Kids? Geht doch gar nicht!
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Re: INBEKI

Beitragvon orig.gabi » 11.10.2010, 15:55

PM,

Du hast mal wieder so gar keine Ahnung.Wie schon X - mal betont, arbeite ich seit vielen Jahren mit Kindern, die nicht in das Durchnittsraster der allgemeinen Erwartungen passen.

Hyperaktive Kinder gibt es tatsächlich.Kinder, die an sich und der Umwelt verzweifeln.Ihre Familien mit.
Kein Wunder, ein hyperaktiver Mensch kann Umweltreize nicht filtern.Das Glockengeläut aus der Kirche gegenüber, das Stimmengewirr der anderen, das Geschirrklappern aus der Küche, der Mensch, der mit einem gerade arbeiten möchte, alles wird nebeneinander dem Hirn als gleichwertig mitgeteilt.Laut.Notfalls 24 Stunden am Tag.

Eine derartige Sinnesüberreitzung macht natürlich auffällig.Anfällig, behandlungsbedürftig.Adhs ist EINE ABBWEICHUNG VON DER NORM, was nicht schlimm wäre, würden Betroffene und deren Bezugspersonen nicht so sehr darunter leiden.
Manche Mütter, Eltern, können ihr hyperaktives Kind nicht mehr ertragen, bewusst erst mal keinerlei Symphatie, gar Liebe mehr empfinden.Das Kind fühlt sich natürlich so ganz elend, ein Teufelskreis.Ich verstehe das vollkommen.

Was glaubst Du, wie mir schon manchmal zumute ist, wenn ein unbehandeltes Adhs - Kind mich stundenweise schmerzhaft anspringt, mit Sand bewirft, schreit, streitet, alles umwirft ... die anderen Kinder non - stop - stört , ihnen wehtut ... deren Eltern sich bei Dir heftig aufregen (mach das mal, für die paar Kröten und Sozialabsicherung, mit einem Bein stehen wir immer im Knast), und ich dann eine absolut positive Veränderung dank Ritalin wahrnehme.Das Kind blüht auf, ist sehr viel glücklicher.
Dann Danke ich auf Knien dem Gott der Pharmaindustrie.

Allerdings wird auch tatsächlich mit der Diagnose Adhs auch viel Schindluder betrieben.Eltern, die ihre Kinder tagelang gutgefüttert vor dem Fernseher parken, sind oft völlig überrascht vom plötzlichen, absolut natürlichen Energieanfall ihres Nachwuchses, der auf einmal temperamentvoll - nervig durch die Wohnung sprintet.
Da Ritalin zu verordnen, was ebenfalls nicht selten verlangt wird, bedeutete Körperverletzung.
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe ist,
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Re: INBEKI

Beitragvon DerPropagandaminister » 12.10.2010, 11:51

@ orig.gabi

Wenn Sie Teil des Systems sind und von der inflationären Entwicklung der ADS/ADHS-Diagnosen profitieren ist es völlig in Ordnung, dass Sie diese verteidigen. Niemand sägt gern an dem Ast auf dem er sitzt.

Ich glaube nicht, dass es notwendig ist rund ein Drittel aller Kinder mit der Droge Ritalin ruhig zu stellen. Ich erinnere mich, dass in der Klasse eines ehemaligen Stiefsohnes fast jedes dritte Kind mit dieser Droge zugedröhnt wurde. Und das war keine (!) Schule für verhaltensauffällige Kids. Denn gerade weil man ADS/ADHS nicht wirklich beweisen kann ist dem Schindluder mit dieser angeblichen Krankheit Tür und Tor geöffnet.
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Re: INBEKI

Beitragvon orig.gabi » 12.10.2010, 18:21

@ PM,

scheinbar hast Du den letzten Absatz meines Beitrags oben gar nicht mehr gelesen. 8)

Ferner, dass "rund ein Drittel" aller Kinder Ritalin verordnet bekommen, ist absoluter Unsinn.
Oder ist das etwa in deinem Umfeld der Fall ? Wenn ja, aus welchem Grund ... *grübel*

Und ich persönlich profitiere von einer Ritalin - Verordnung nicht, außer der, dass ich sehe, wie manche Kinder damit zufriedener,glücklicher, aufnahmefähiger werden und dadurch in einigen Familien ein steter Druck, eine Wahnsinnsbelastung aufgehoben wird.
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Re: INBEKI

Beitragvon Cleopatra » 13.10.2010, 04:51

Ich sags lieber gleich - von diesen Krankheiten habe ich keine Ahnung, während orig.gabi damit täglich konfrontiert wird. Allerdings habe ich manchmal das Gefühl, dass da auch Krankheiten "erfunden" werden. Denn wer kannte früher, als wir Kinder waren, Krankheiten wie ADS/ADHS? Oder waren wir damals einfach gesünder? Oder nannte man sie anders? :roll: Und wo kommen solche Krankheiten (urplötzlich?) her? Ich weiß nur, dass man früher beispielsweise schon mal sagte, ein Kind wäre ein Zappelphillip, (also sehr lebhaft) doch das bekamen die Eltern recht gut alleine und ohne Medikamente in den Griff. Zumindest bei mir. :oops: :wink:

LG, Cleo
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Re: INBEKI

Beitragvon Heidewolf » 13.10.2010, 06:35

Liebe Cleo,
wenn du keine Ahnung davon hast, was ich nicht so richtig glaube, dann kannst du dich ja mal bei Gelegenheit im I-net schlau darüber machen.
Du wirst dann auch staunen, wieviele Leute um dich herum mit diesen Problemen der besonderen Eigenschaften zu kämpfen hatten oder haben.
Es geht ja nicht darum, jemand abzustempeln. Sondern besser mit Eigenarten umzugehen.
Es wird dir auch sehr gefallen, das viele dieser Kinder sensibel sind, ja ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsgefühl haben. Damit eckt man natürlich auch öfter an, auch in der NAK, wo vieles dem hierachischen System untergeordnet wird. Da einfach zu sagen 'Pech gehabt', ist dann doch viel zu kurz gesprungen.
Ich habe in meiner Kleingruppe auch 1-2 hyperaktive Jungs, Von einem weiss ich von der Mutter, dass da kräftig mit Medikamenten gearbeitet wird.
Gerade dieser Junge ist m.E. hochintelligent, erstaunt mich durch sein Wissen.
Was er eigentlich bräuchte, ist Einzelunterricht, natürlich nicht machbar. Aber zumindest besondere Aufmerksamkeit.
Was aber jeder Mensch diesen Kindern geben kann, ist Sicherheit, Akzeptanz, Anerkennung.
Was nicht ausschliesst, das diese Kinder später ihren Doktor machen oder hervorragende Leistungen bringen.

Von INBEKI hörte ich, das am Wochenende eine wohlfühlende Veranstaltung mit den Kindern stattfand.
Erstaunlich war dann, wohl auch weil die besonderen Kinder sich wohlfühlten und anerkannt und beachtet waren, dass sie dann am Sonntag im Gottesdienst in Fulda schon fast vorbildlich waren, eben auch unter Gleichen. Man kann also staunen, was ehrliche Annerkennung und harmonisches Zusammenleben bewirken können.
Ich kann nur sagen, hätte ich das damals als Betroffener gewusst, hätte ich mit meinen Buben bestimmt manches besser gemacht. Auch in unserer damals üblichen Stillsitzgemeinde.

Deine Frage, woher kommt das?
Bestimmt nicht nur vom Fernsehen.
Geh durch den Supermarkt. Schau auf die bunten Etiketten. Was da alles so drin ist, vom Fertiggericht bis zu den Süssigkeiten. Da könnte einem schlecht werden. Leider meldet sich der Körper erst relativ spät. Bei den Kiddis eben auch schon sehr früh.
Ein Rezept ist deswegen sicherlich: In natürlicher Umgebung leben und möglichst viel Selbstzubereitetes zu sich nehmen, den Kindern geben.

gabis Kindergarten, wie wohl eigentlich alle, gehen da genau den richtigen Weg.

Und natürlich gibt es bei diesen, ja schon diversen Krankheitsbildern, noch jede Menge Zwischenstufen. Und, zum Glück, 'verwächst' sich manches im Laufe der Pubertät und danach. Nur die Sensibilität bleibt ausgeprägter. Und der Umgang damit ist für diese Menschen dann eben ein ständiger Kampf.
Hier noch ein Gruß an gabi und für deine Nerven.
http://www.globetrotter.de/de/shop/deta ... a61b608a33
:)

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Re: INBEKI

Beitragvon DerPropagandaminister » 13.10.2010, 07:03

@ orig.gabi

Doch, ich habe Ihren letzten Absatz auch aufmerksam gelesen. Es war nicht mein Umfeld, es war das Umfeld eines ehemaligen Stiefsohnes in dem es massenhaft ritalin-gedopte Kids gab. Wenn er zuhause berichtet hat, wieviele Kids Pillen nehmen waren wir immer sehr erschrocken. Die Kids unterhalten sich ja mittlerweile auf dem Schulhof über die bei ihnen von den Eltern eingesetzten Drogen wie Seniorenkaffekränzchen über ihre Zipperlein! Damals war der Knabe 10 Jahre alt, der Kinderarzt wollte ihn dann auch schon mit Ritalin abdopen aber zum Glück hat seine Mutter dies verboten. Nach einiger Zeit konnten wir dann feststellen, dass seine gelegentlichen Phasen in denen er etwas nervig war durch den Genuß bestimmter Süßigkeiten verursacht wurden. Diese wurden dann weggelassen und alles war in Ordnung. Aber natürlich hätte man ihn auch mit Ritalin abdopen können und dafür hätte er dann weiter Smarties und M&Ms essen dürfen...

Und ich bin überzeugt davon, dass diese ganzen ADS/ADHS-Symptome keine neue Krankheit darstellen, sondern dass viele Ursachen zusammen kommen, falsche Ernährung, mangelnde Bewegung, überforderte, sadistische, faule oder zynische Lehrer, Sinnüberreizungen durch PC-Spiele, Terminstreß schon im Kindesalter durch überzogenen Ehrgeiz mancher Eltern oder das Gegenteil, Gleichgültigkeit und Vernachlässigung sind wohl eher die Ursachen. Aber es ist natürlich einfacher solche Kids dann mit Ritalin ruhig zu stellen als sich den Problemen und Fehlern zu stellen, die von Eltern, Erziehern und Lehrern verursacht werden. Wenn Eltern, Erzieher und Lehrer auf ganzer Linie versagen dann sind die Kids eben krank und werden mit Drogen ruhig gestellt. Das ist einfacher, als das eigene Versagen zuzugeben!
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Re: INBEKI

Beitragvon Cleopatra » 13.10.2010, 07:25

Ja, dass mit der falschen Ernährung (und den ganzen Zusatzstoffen) heutzutage, da kann ich mir schon vorstellen, dass die Kids dementsprechend reagieren. Früher, in meiner Kindheit, gabs eben kein Mc Donalds und co. Mein zweiter Sohn war auch lebhafter als der Erstgeborene, dennoch wäre ich nie auf die Idee gekommen, ihn mit Medikamenten ruhig(er) zustellen. Bis heute verbanne ich Fertiggerichte so gut, wie es geht. Höchstens mal ne Pizza. Ansonsten wird richtig gekocht - bis heute und das auch jeden Tag. Zudem sind die Kids heute (im Durchschnitt) wesentlich dicker, als früher - so zumindest mein Empfinden. Schule war nie ein Problem bei uns - auch beim Zweitgeborenen nicht. Vielleicht wird er deshalb Lehrer. :lol: Als Eltern muß man sich halt kümmern, wenn man Kinder in die Welt setzt. Aber ich sehe auch in meinem Umfeld, dass das heute nicht mehr selbstverständlich ist. Da ist der Griff zur Pille natürlich bequemer. :roll:

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Re: INBEKI

Beitragvon Laura1 » 13.10.2010, 07:41

ADS/ADHS zeigt sich nicht nur darin, dass diese Kinder kleine Zappelphillipe sind. Es gibt auch die Träumerchen, um beim Stuwwelpeter zu bleiben, den Hans guck in die Luft. Also sehr unterschiedliche Krankheitsbilder. Was beide, dass Träumerchen und Zappelphillip gemeinsam haben ist, diese Kinder können sich nicht gezielt auf etwas konzentrieren. Deshalb versagen sie in der Schule.
Wie der Struwwelpeter zeigt, sind diese Symtome schon von langer Zeit her bekannt gewesen. Aber nicht als Krankheit, oder Störung, erkannt worden.
ADS/ADHS Kinder ecken oft überall an..., was für sie sehr frustrierend ist. Ein hyperkinetisches Kind in Hochform ist kaum zu ertragen. Mann kann sie nicht nur als lebhaft bezeichnen, dass wäre untertrieben. Vielleicht sind vor vielen Jahren die Eltern dieser Kinder besser damit klar gekommen, weil damals "Prügel" noch zur guten Erziehung gedient hat. Das ist nur eine Vermutung jetzt, keine Feststellung.
Warum immer mehr Kinder an dieser Störung leiden kann ich mir auch nicht recht denken. Eine Möglichkeit wäre, so wie Heidewolf schreibt, dass der Konsum von viel Zucker mit eine Rolle spielt. Mir hat mal die Mutter, eines ADHS Kindes berichtet, dass ihr Kind nachdem sie alle Süssigkeiten, Fertiggerichte und diese pappsüßen Getränke vom Speiseplan gestrichen hatten, ruhiger wurde.

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Re: INBEKI

Beitragvon DerPropagandaminister » 13.10.2010, 13:17

@ Laura1

Ich bin auch der Meinung, dass ADS/ADHS, sofern es diese Krankheiten überhaupt gibt, am besten geheilt wird, wenn die Eltern sich um ihre Kinder kümmern. Nicht dahingehend, dass sie Musik-, Reit-, Golf- und Yoga-Unterricht koordinieren helfen, sondern darin, dass sie die Nachkommen schon morgens vor der Schule und, wenn es keine Ganztagsschule ist, auch für die Schule mit geeigneter Nahrung versehen. Wenn man dann noch alle unmotivierten Pädagogen rausschmeißt und die Schulen so herrichtet, dass sie das schönste Gebäude der Stadt sind und nicht die verkommenste Bruchbude, wenn man die Kinder sowohl bei Hausaufgaben als auch bei Freizeitaktivitäten wohlwollend aber auch konsequent begleitet, wenn man Grenzen setzt und auf die Einhaltung derselben achtet, dann wird zum großen Ärger der Pharmaindustrie der Anteil sog. "ADS/ADHS-Kranker" auf unter 1 Promille sinken.

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Re: INBEKI

Beitragvon Püdi » 13.10.2010, 13:38

Bei mir in der Klasse waren 4 Ritalin Kinder. Sie haben dem Rest der Klasse den letzten Nerv gekostet und waren trotz angeblicher Behandlung verzogene Rotzbälger. Wie führen sie sich eigentlich als Erwachsene auf? Weiß das jemand?
Bei der Bundeswehr wird übrigens ausgemustert, wenn Ritalinbehandlungen vorlagen. Die USA machen das seit Jahrzehnten auch.
Bier ist der Beweis, dass Gott uns liebt und will, dass wir glücklich sind.
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Re: INBEKI

Beitragvon DerPropagandaminister » 13.10.2010, 14:13

@ Püdi

Nur vier? Wie lange ist das her? Sicherlich Jahrzehnte! Oder waren nur 12 Schüler in der Klasse?
Natürlich werden Ritalin-Junkies bei der Bundeswehr ausgemustert! Drogensüchtige haben im Kampfeinsatz nichts zu suchen!
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Re: INBEKI

Beitragvon orig.gabi » 13.10.2010, 14:47

Cleopatra hat geschrieben:Ich sags lieber gleich - von diesen Krankheiten habe ich keine Ahnung, während orig.gabi damit täglich konfrontiert wird. Allerdings habe ich manchmal das Gefühl, dass da auch Krankheiten "erfunden" werden. Denn wer kannte früher, als wir Kinder waren, Krankheiten wie ADS/ADHS? Oder waren wir damals einfach gesünder? Oder nannte man sie anders? :roll: Und wo kommen solche Krankheiten (urplötzlich?) her? Ich weiß nur, dass man früher beispielsweise schon mal sagte, ein Kind wäre ein Zappelphillip, (also sehr lebhaft) doch das bekamen die Eltern recht gut alleine und ohne Medikamente in den Griff. Zumindest bei mir. :oops: :wink:

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Cleo, Du warst, bist zwar lebhaft, aber hyperaktiv auf gar keinen Fall. :wink:

Du konntest Dich doch schon immer sehr gut -und zwar jahrelang konstant -auf die Dinge konzentrieren, die Dir wichtig waren.Ein hyperaktives Kind hätte z.B. niemals jahrelang so intensiv wie Du dem GD folgen und dort in der Kirche gar stundenlang still sitzen können.Unmöglich.Ein betroffenes Kind hätte man nicht einmal mit Drohungen und Gewalt völlig ruhig bekommen, den damals alltäglichen "Erziehungsmitteln", die Diagnose, Behandlung und Therapien mit und ohne Medikamentation ersetzten. :roll:
Außerdem fielen ADHS- Kinder früher einfach nicht so schnell auf.Die meisten Kinder konnten tagsüber draußen, oft ohne Aufsicht der Eltern spielen und rennen.Kinderlärm - und Geschreie, Gerangel und Getobe galten als normal.
Wer im Haus störte, wurde eben auf die Straße geschickt.

Nein, im Gegenteil,das Etikett Zappelphillip hatten früher ganz schnell völlig normale Kinder weg, welche ihre natürlichen Bedürfnissen nach Bewegung und Unterhaltung lebhaft - vital zum Ausdruck brachten, vor allem, wenn es sich um Einzelkinder handelte, die von ältlichen (nicht unbedigt alten) Erwachsenen erzogen wurden, die nicht nur ihren Kaffee am liebsten in ungestörtester Ruhe einnehmen wollten.
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe ist,
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