Virtueller Arbeitskreis Religionspädagogik

Praxistipps für die Kinder- und Jugendarbeit, Reflexion und Diskussion aller relevanten Themen

Virtueller Arbeitskreis Religionspädagogik

Beitragvon maijken » 26.05.2008, 21:41

:idea:

Ich suche Forums-Schreiber und -Leser, die das Interesse an religionspädagogischen Fragestellungen mit mir teilen. Es wäre schön, wenn sich viele beteiligen würden, die in Praxis und/oder Theorie mit dieser Thematik befasst sind...

Vielleicht könnten wir ja einen virtuellen „Arbeitskreis Religionspädagogik in der NAK“ gründen und uns intensiv über Fragen der Unterrichts- und Kindergottesdienstgestaltung austauschen.

Aus gegebenem Anlass beschäftige ich mich seit einiger Zeit mit diesem Thema. Durch die „Blumenwiese“ und die inspirierenden Beiträge von „panta rhei“, „Anne“ und anderen, habe ich Impulse bekommen und versuche nun, diese (behutsam) auch in meine Gemeinde zu tragen (es ist aber so verflixt schwer...)

Jedoch, die Gemeindeebene ist das eine, die Rahmenbedingungen durch die Lehrwerke und Richtlinien der NAKI und Gebietskirchen das andere. Das wäre ein weites Feld – wollen wir's beackern?

Im nächsten Beitrag werde ich versuchen, das Thema ein wenig zu strukturieren und ich hoffe wirklich sehr auf eine Resonanz bei Euch!

Liebe Grüße,
maijken
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Beitragvon Cemper » 27.05.2008, 10:20

@ maijken -

vielleicht helfen Ihnen diese Adressen beim Versuch, das Thema Religionspädagogik "ein wenig zu strukturieren".

http://www.theo-web.de/
http://www.reliprax.de/
http://www.v-r.de/de/zeitschriften/500008/
http://www.religionsunterricht.de/zptee12002.htm

http://www.rpi-virtuell.net/home/uebersicht
http://www.rpp-katholisch.de/

Und da Sie in Süddeutschland beheimatet sind:

http://www.ku-eichstaett.de/Fakultaeten/RPF

Mit freundlichen Grüßen
H.C.
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Beitragvon maijken » 27.05.2008, 13:53

Lieber Herr Cemper,

ganz herzlichen Dank für die Links. Auf einigen der Seiten habe ich mich schon rumgetrieben, die anderen werde ich mir noch in Ruhe anschauen...

Liebe Grüße,
maijken

P.S. Bin gleich dem Kaufrausch verfallen – schon wieder zwei Zeitschriften bestellt! Wann soll ich die bloß lesen? :wink:
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Beitragvon maijken » 27.05.2008, 14:17

Eine Auswahl möglicher Themen im Bereich Religionspädagogik in der NAK wäre aus meiner Sicht:

- Feststellen des Status quo im Bereich unterrichtlicher Arbeit im Kinder- und Jugendbereich der NAK (nach Gebietskirchen), also: welche Angebote gibt es, welche Modellprojekte gibt es eventuell, welche Richtlinien und Rahmenbedingungen gibt es, welche Arbeits- und Projektgruppen sind mit diesem Thema befasst, wie kommt man an diese heran?

- Festellen der Zufriedenheit mit dem Status quo (differenziert nach „aus Kindersicht“; aus „Elternsicht“; „aus Sicht der Lehrkräfte“)

- Fomulierung von Bedürfnissen aus eventueller Unzufriedenheit mit dem momentanen Zustand.

- Evaluierung verschiedener religionspädagogischer Konzepte hinsichtlich der Übertragbarkeit auf die Unterrichte der NAK

- Ausbildungs-/Weiterbildungssituation der Lehrkräfte

- Mitsprache/Beteiligungsmöglichkeiten der Eltern

Klingt nach viel Arbeit :D ...
(...und nach der Konzeption einer wissenschaftlichen Hausarbeit) :oops:

Also, eigentlich meine ich folgendes: bitte Geschwister, meldet Euch, wenn Ihr die Kinderarbeit in der NAK intensivieren und verbessern wollt. Wenn Ihr tolle Gemeinden mit tollen SoSchu/KiGo/Reli/Konfis/Kindermusik-Konzepten habt. Bitte meldet Euch auch wenn Ihr total frustriert über altbackene Inhalte und Lehrmethoden seid..

Hoffnungsvoll und erwartungsfroh grüßt,
maijken
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Beitragvon Cemper » 27.05.2008, 16:56

maijken hat geschrieben:P.S. Bin gleich dem Kaufrausch verfallen – schon wieder zwei Zeitschriften bestellt! Wann soll ich die bloß lesen? :wink:

Seien Sie vorsichtig ... Wenn ich als Betroffener/Geschädigter einen Rat geben darf: Einmal im Monat oder alle zwei Monate einen Nachmittag oder Abend in den Zeitschriftenlesesaal der Zentralbibliothek einer Hochschule oder in die Bibliothek eines einschlägigen Fachbereichs/Instituts gehen (hier z.B. Religionspädagogik bei den Theologen oder Lehrern) und die wichtigen Zeitschriften durchblättern. Manchmal findet man lesenswerte Beiträge. Die werden dann kopiert, nicht gelesen und abgeheftet. Und das reicht nach allen Erfahrungen ... Es kostet auch weniger Geld und Zeit.

:wink:
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Beitragvon maijken » 27.05.2008, 19:13

Lieber Herr Cemper,

Sie haben ja so recht. Allerdings wohne ich leider (!) eine runde dreiviertel (Auto)-Stunde von der nächsten Hochschul-/Landesbibliothek entfernt. Da fährt man dann halt nicht mal so schnell vorbei.

Vor kurzem habe ich eine gute Alternative gefunden. Die Zeitschrift "theo-web" (sie haben mir den Link auch genannt) erscheint als online-Ausgabe. Das finde ich optimal. Da kann man sich die Artikel ganz bequem zuhause anschauen und nach Interesse aussortieren - da wird dann nur ausgedruckt, was auch gelesen wird - irgendwann jedenfalls :)

Herzliche Grüße,
maijken
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Beitragvon MSKMueller » 28.05.2008, 09:00

Hallo maijken,

interessantes Thema. Ich beschäftige mich auch schon seit längerem damit. Wir müssen die Kinder mehr begeistern und animieren. Lesen Sie doch dazu auch mal den aktuellen Blog unter http://www.nak-net.de.
Ansonsten stehe ich gerne zur Verfügung.

Liebe Grüße
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Beitragvon Uli » 28.05.2008, 09:04

@MSKMüller
Wir müssen die Kinder mehr begeistern und animieren.

Sie meinen manipulieren...
Uli
 

Beitragvon Cemper » 28.05.2008, 09:11

Sie meinen manip-ULI-ieren?
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Beitragvon MSKMueller » 28.05.2008, 09:12

Was soll diese Bemerkung? Es geht hier um das ernsthafte Thema, dass Kinder heutzutage nicht mehr an Bibel, Jesus Christus und Co. interessiert sind. Im großen und ganzen ist natürlich jede Wissensvermittlung Manipulation, denn der Lehrer entscheidet was der junge Mensch später einmal weiß. Das haben wir in der DDR auch so erlebt. Aber darum soll es hier nicht gehen.
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Beitragvon Uli » 28.05.2008, 09:55

@MSKMüller

In der Kinder -und Jugendarbeit der NAK geht es nahezu immer darum, die "junge Klientel" an die eigene Institution zu binden. Dieses Ziel wurde bis vor wenigen Jahren noch durch autoritäre Erziehung mit ganz offenen Drohbotschaften unterstützt. Heute geschieht diese Arbeit mehr und mehr durch subtile Manipulation. Zeigen Sie die offiziellen Lehrunterlagen einem qualifizierten Pädagogen und Entwicklungspsychologen, Sie werden entsprechende Aufklärung erhalten. Und Sie werden kaum erreichen, dass die Verantwortlichen in der Kirchenleitung nur einen Schritt vom bisherigen und eigentlichen Ziel der Kinder -und Jugendarbeit abweichen. Je effektiver und professioneller die religiöse Erziehung in der NAK erfolgt, desto größer ist die Gefahr einer gefährdenden und repressiven Manipulation (siehe die wiederholten Berichte von Betroffenen in den parallelen Diskussionen).

So gut das Anliegen von "maijken" auch gemeint sein mag, so sehr mag die Antwort darauf für sich sprechen, wenn ich Sie frage wofür Sie die Kinder begeistern und animieren wollen...

Uli
Zuletzt geändert von Uli am 28.05.2008, 12:59, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon Cemper » 28.05.2008, 10:22

MSKMueller hat geschrieben:... Es geht hier um das ernsthafte Thema, dass Kinder heutzutage nicht mehr an Bibel, Jesus Christus und Co. interessiert sind.

Lieber Mueller,

ich wäre hier vorsichtig. Wenn Sie sagen, dass Kinder "heutzutage nicht mehr" interessiert sind, dann heißt das doch, dass Kinder früher interessierter waren - und da stellt sich die Frage: Stimmt das? Ich bin skeptisch.

Wichtig ist wohl, im religiösen Erziehungskontext zu sehen, dass Kinder ursprünglich philosophisch und religiös interessiert sind und eine eigene (unverbildete) religiöse Sicht haben. Wichtig ist auch zu sehen, dass es zu allen Zeiten Versuche gegeben hat, Kinder und Jugendliche zu beeinflussen - auch religiös und sogar gerade religiös. Schauen Sie sich mal etwas in der Bildungsgeschichte um. Es ist unglaublich, was gerade die Kirchen noch im 19. Jahrhundert bis in die Anfangszeiten der Weimarer Republik "produziert" haben (z.B. Stellungnahmen zu Schulreformen/Lehrplänen). In meinem Zimmer steht ein Sammelband mit solchen Dokumenten. Es ist wirklich teilweise unglaublich (da wird z.B. kirchlicherseits gegen den Gedanken der Menschenrechte und gegen die Bildung für Mädchen argumentiert).

Heute ist das anders. Hier nur einige Hinweise:

http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_ ... _1450.html
http://www.unilu.ch/files/referat_jakob ... e_7320.pdf
http://www.ekd.de/EKD-Texte/rugrundschu ... hule2.html

Anfang Mai war dazu auch ein Artikel in der FR (Frankfurter Rundschau):

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/ ... nt=1327866

Interessant ist für mich die Frage, wie sich die Neuap. Kirche gegenüber solchen Positionen "einrichtet". In meinem NAK-Karton ist ein Papier des damaligen Kirchenleiters Schmidt, in dem er verfügt oder empfiehlt, dass neuap. Kinder nicht am staatlichen Religionsunterricht teilnehmen. Ich werde mir das noch einmal genauer anschauen ... wenn ich Zeit habe ...
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Beitragvon Cemper » 28.05.2008, 10:39

Hier ein Nachtrag (eine NAK-Erklärung zum Religionsunterricht):

http://www.nak.org/fileadmin/download/p ... 190803.pdf
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Beitragvon MSKMueller » 28.05.2008, 12:30

@Cemper
Da muss ich Ihnen recht geben, dass es auch damals keine wahre Begeisterung gab. Jedoch war die religiöse Grundhaltung anders. Mit der heutigen Eigenständigkeit ist das Grundinteresse der Eltern und Kinder drastisch gesunken. Deshalb auch das o.g. "Problem". Dass Stammapostel Schmidt damals die Verordnung gab ist aus historischer Sicht einleuchtend und verwundert mich in keinster Weise. Die von Ihnen eingestellte Änderung kenne ich und stellt ja die aktuelle Lage vor.

@Uli
Natürlich beinhaltet das Lehrmaterial der NAK auch die Glaubensgrundsätze der NAK. Was sonst? Dennoch sehe ich aktuell keinerlei Gefahren, dass Kinder durch Drohungen oder ähnliches unterdrückt werden. Zwar bin ich kein Lehrer (mehr), jedoch bin ich inder Gemeinde in der Kinderarbeit integriert und kenne die Durchführungen genau. Die erwähnten Berichte der Betroffenen spiegeln die (zum Teil ferne) Vergangenheit wieder, wo es sicherlich Probleme gab. Obwohl es dennoch Einzelfälle sind, denn ich habe persönlich noch nie jemanden getroffen, welcher darunter litt - egal ob jetzt noch in der NAK oder nicht. Aber das ist hier nicht das Thema.
Dass die Bibel, besonders die Geleichnisse und Begebenheiten im NT, mit "Wenn-Dann"-Geschichten gefüllt ist, liegt nicht an der NAK. Das ist das Evangelium. Unzählige Verweise sagen, wenn du dieses tust, dann wird dir solches gegeben - oder ähnlich. Diese Bildersprachen werden natürlich den Kindern vermittelt um Ihnen das Verständis der Jesulehre klar zu machen. Es würde überhaupt nichts bringen nur die Geschichte zu lehren und auf die eigentliche Lehre nicht einzugehen - wie es vielleicht in den schulischen Religionsunterichten ist. Würde der Untericht der Kirche dies nicht machen, würde er seine Aufgabe nicht ordnungsgemäß wahr nehmen - wie gesagt fern von Drohungen und im Sinne der NAK Lehre. Das bedeutet, Nachfolge Jesu ist AUCH Nachfolge der Gesandten.

Nun noch die Antwort auf Ihre Frage. Wofür will man die Kinder begeistern? Selbstverständlich für die Allmacht Gottes - der alles geschaffen hat. Für das Wirken Jesu - der für alle Menschen und alle Sünden gestorben ist, uns liebt und wieder vereinen will. Und für den Heiligen Geist - der so wirkt, dass wir den dreieinigen Gott in uns spüren und erleben können. Gemäß dem Wort: "Der Vater ist über mir, der Sohn ist bei mir und der Geist Gottes ist in mir."
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